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Traumatische Kindheit: Mutter (90) fordert Absolution vor ihrem Lebensende.

Ein eigenes Päckchen zu tragen rechtfertigt niemals, dem eigenen Kind so großen Schaden zuzufügen.
Meine Eltern waren erwachsene Menschen, die die Verantwortung für ihr Handeln trugen. Wer ein unschuldiges Kind als Sündenbock missbraucht und systematisch isoliert, tut das nicht, weil er es ‚nicht anders kann‘, sondern weil er die eigene Schuld auf das schwächste Glied abwälzt.
Dann hast Du ja Deine Entscheidung getroffen, was ja schon viel wert ist.

Somit hat sich auch Dein Grundgedanke: "einen wirklchen Frieden zwischen uns würde es nur geben, wenn sie ihre Schuld eingesgteht.
Dann könnte und würde ich ihr verzeihen." selber erklärt.
 
Einen wirklchen Frieden zwischen uns würde es nur geben, wenn sie ihre Schuld eingesgteht.

Sind wir denn immer wir selbst oder eher nicht? Können wir immer alles wissen? Und da Menschen Zeit brauchen könnten, um auf sinnvolle Gedanken zu kommen, könnte man sich auch fragen, wie groß da die Schuldfrage beim einzelnen Normalo wirklich ist. Oft soll es eben doch schnell gehen mit allen möglichen negativen Folgen und nicht langsamer und bedacht. Da bleibt halt der Mensch schon mal auf der Strecke mit allen was ihn ausmacht. Dabei kann das angeborene Selbst des Menschen zu kurz kommen. Schuld an der Schnelligkeit sind jetzt aber nicht unbedingt besser gestellte Leute, sondern vielleicht liegt es an einer veränderten Wahrnehmung von uns Menschen im Bezug zur Zeit und daran was man halt selbst für Realität hält. Zwar glaubt man, dass der Mensch hier die Herrschaft auf dem Planeten Erde hat, ist das aber wirklich so? Damit meine ich keine Außerirdischen aus dem Weltall. Sagen wir mal so, diverse Leuten aus unterschiedlichen Religionen scheinen z. B. an Dämonen zu glauben, wo es etwa bei Menschen durch Dämonen sogar angeblich bis zur Besessenheit kommen können solle. Fantasiewesen aus einem Märchenbuch? Oder sind das nur erfundene Gruselgeschichten, um ein moralischerer Mensch zu werden, um sich gegen "das Böse im/des Menschen" zu stellen?
 
Das ist für mich nicht schlimm. Schlimm ist für mich eigentlich nur, dass sie mir unterstellt, ich würde lügen.
Ich kann das schwer beschreiben. Es ist diese Ungerechtiugkeit, die mich zermürbt.
Zu dieser Aussage möchte ich dir noch einen Gedanken da lassen: Verleugnung - und nichts anderes tut deine Mutter hier - ist ein natürlicher psychischer Abwehrmechanismus. Sie dient dazu, uns vor Wahrheiten zu schützen, die im jeweiligen Moment so schmerzhaft wären, dass sie unser Selbstbild oder unsere emotionale Stabilität bedrohen würden.

Gerade wenn es um die eigene Rolle als Mutter geht, kann dieser Mechanismus besonders stark sein. Die Vorstellung „Ich habe meinem Kind geschadet“ steht in direktem Widerspruch zu dem Bild, das die meisten Mütter von sich selbst haben: Eine liebende, fürsorgliche Mutter zu sein. Diesen Widerspruch auszuhalten, kann Scham, Schuld und Trauer auslösen, die für manche Menschen kaum erträglich sind.

Die Psyche sucht deshalb nach einem Ausweg: Sie spielt Erlebtes herunter, deutet Erinnerungen um oder bestreitet, dass bestimmte Dinge überhaupt passiert sind. Das geschieht häufig nicht aus bewusster Bosheit, sondern als unbewusster Selbstschutz.

Kurzfristig hilft Verleugnung, mit der eigenen Vergangenheit zu leben. Langfristig verhindert sie jedoch, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrlich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Für deine Mutter scheint das der Weg zu sein, den sie für sich gewählt hat - eigennützig. Für dich als betroffenes Kind ist das oft besonders schmerzhaft, weil dir dadurch nicht nur das erlebte Leid, sondern auch dessen Anerkennung verwehrt bleiben. Das ist genau das, das dir so schmerzhaft zusetzt.

Ach ja, ich hab auch solch ein Mutter-Exemplar - mein Weg, damit umzugehen, ist mich rar zu machen. Ich habe auch damit abgeschlossen, dass sie jemals Fehler eingesteht. Mittlerweile bin ich kaum noch da. Mir geht es damit sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll ich ihre Aussagen einfach abnicken und schlucken, damit sie mit einem ruhigen Gewissen ihre letzten Lebensjahre verbringen kann?
Also ich finde nicht, dass du ihre Lebensjahre, auch wenn es ihre letzten sind, höher stellen musst oder solltest als deine eigenen. Du hast mMn jedes Recht, zu versuchen, dass es dir gut geht!

Aber mir ist ein anderer Aspekt aufgefallen.
Einen wirklchen Frieden zwischen uns würde es nur geben, wenn sie ihre Schuld eingesgteht.
Dann könnte und würde ich ihr verzeihen.
Laut deiner Beschreibung ist es zwar sehr! unwahrscheinlich, dass sie ihre Schuld eingesteht, aber die winzige Chance darauf besteht jedenfalls wahrscheinlich nur, wenn du über diese Tatsachen/Schuld sprichst.
Und sie wirft dir ja sogar den Ball zu, indem sie immer wieder auf 'deine schöne' Kindheit zu sprechen kommt.
Also ich finde, man könnte dieser winzigen Chance eine Chance geben, indem man das Thema doch anspricht. Zumindest dann, wenn sie es tut.
Also nicht das Verzeihen ihr zuliebe, sondern dir zuliebe, für den Frieden in dir!

Und vielleicht hilft es dir ja auch, wenn du deinem Bedürfnis nachgeben willst, ihre Lügen richtigzustellen, wenn du dir (zu Recht) sagen kannst, dass du mit dieser Kommunikation ja auch ihr eine Chance gibst..
Ein besserer Friede zwischen euch würde ihre letzten Lebensjahre sicher noch schöner machen als ihre Lügendecke, die sie über die Realität zwischen euch legt (und die sie natürlich trotzdem immer spüren wird)..

Grundsätzlich schließe ich mich allen an, die gesagt haben, handhabe es so, wie es sich für dich, für dein eigenes psychisches Gutgehen am besten anfühlt!
 
Sind wir denn immer wir selbst oder eher nicht? Können wir immer alles wissen? Und da Menschen Zeit brauchen könnten, um auf sinnvolle Gedanken zu kommen, könnte man sich auch fragen, wie groß da die Schuldfrage beim einzelnen Normalo wirklich ist. Oft soll es eben doch schnell gehen mit allen möglichen negativen Folgen und nicht langsamer und bedacht. Da bleibt halt der Mensch schon mal auf der Strecke mit allen was ihn ausmacht. Dabei kann das angeborene Selbst des Menschen zu kurz kommen. Schuld an der Schnelligkeit sind jetzt aber nicht unbedingt besser gestellte Leute, sondern vielleicht liegt es an einer veränderten Wahrnehmung von uns Menschen im Bezug zur Zeit und daran was man halt selbst für Realität hält. Zwar glaubt man, dass der Mensch hier die Herrschaft auf dem Planeten Erde hat, ist das aber wirklich so? Damit meine ich keine Außerirdischen aus dem Weltall. Sagen wir mal so, diverse Leuten aus unterschiedlichen Religionen scheinen z. B. an Dämonen zu glauben, wo es etwa bei Menschen durch Dämonen sogar angeblich bis zur Besessenheit kommen können solle. Fantasiewesen aus einem Märchenbuch? Oder sind das nur erfundene Gruselgeschichten, um ein moralischerer Mensch zu werden, um sich gegen "das Böse im/des Menschen" zu stellen?

Dein Kommentar liest sich (für mich) wie ein philosophisches Geschwurbel.
Du versuchst hier durch abstrakte Theorien über Zeitgeist, Wahrnehmung und sogar Dämonen eine Schuld zu relativieren.
Ein Kind blutig zu schlagen und es danach zum Schweigen und Lügen zu zwingen, ist keine 'Überforderung durch die moderne Welt'.
Es war bewusst ausgeführte Gewalt von zwei erwachsenen Menschen.
Dein Versuch, die Täter hier durch kosmische oder mystische Umstände zu entlasten, geht komplett an der Realität vorbei.
 
Dein Kommentar liest sich (für mich) wie ein philosophisches Geschwurbel.
Du versuchst hier durch abstrakte Theorien über Zeitgeist, Wahrnehmung und sogar Dämonen eine Schuld zu relativieren.
Ein Kind blutig zu schlagen und es danach zum Schweigen und Lügen zu zwingen, ist keine 'Überforderung durch die moderne Welt'.
Es war bewusst ausgeführte Gewalt von zwei erwachsenen Menschen.
Dein Versuch, die Täter hier durch kosmische oder mystische Umstände zu entlasten, geht komplett an der Realität vorbei.
Du musst überhaupt nichts verzeihen.
Und Du bist ihr absolut nichts schuldig. Ganz im Gegenteil.
Das soll sie mit sich ausmachen und sonst mit niemandem.
 
Zu dieser Aussage möchte ich dir noch einen Gedanken da lassen: Verleugnung - und nichts anderes tut deine Mutter hier - ist ein natürlicher psychischer Abwehrmechanismus. Sie dient dazu, uns vor Wahrheiten zu schützen, die im jeweiligen Moment so schmerzhaft wären, dass sie unser Selbstbild oder unsere emotionale Stabilität bedrohen würden.

Gerade wenn es um die eigene Rolle als Mutter geht, kann dieser Mechanismus besonders stark sein. Die Vorstellung „Ich habe meinem Kind geschadet“ steht in direktem Widerspruch zu dem Bild, das die meisten Mütter von sich selbst haben: Eine liebende, fürsorgliche Mutter zu sein. Diesen Widerspruch auszuhalten, kann Scham, Schuld und Trauer auslösen, die für manche Menschen kaum erträglich sind.

Die Psyche sucht deshalb nach einem Ausweg: Sie spielt Erlebtes herunter, deutet Erinnerungen um oder bestreitet, dass bestimmte Dinge überhaupt passiert sind. Das geschieht häufig nicht aus bewusster Bosheit, sondern als unbewusster Selbstschutz.

Kurzfristig hilft Verleugnung, mit der eigenen Vergangenheit zu leben. Langfristig verhindert sie jedoch, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrlich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Für deine Mutter scheint das der Weg zu sein, den sie für sich gewählt hat - eigennützig. Für dich als betroffenes Kind ist das oft besonders schmerzhaft, weil dir dadurch nicht nur das erlebte Leid, sondern auch dessen Anerkennung verwehrt bleiben. Das ist genau das, das dir so schmerzhaft zusetzt.

Vielen Dank für deine Worte.
Damit sprichts du genau das aus, was mich so zermürbt;: diese verweigerte Anerkennung des Leids.

Deine psychologische Erklärung hilft mir sehr, das Verhalten meiner Mutter besser einzuordnen und zu verstehen, dass es ihr eigener, egoistischer Schutzmechanismus ist – und nicht an mir liegt.
Ach ja, ich hab auch solch ein Mutter-Exemplar - mein Weg, damit umzugehen, ist mich rar zu machen. Mittlerweile bin ich kaum noch da. Mir geht es damit sehr gut.
Es freut mich sehr, dass du deinen Weg gefunden hast,mit deiner eigenen Mutter angemessen umzugehen.
Eigentlich mache ich es ähnlich wie du.
Ich habe meine Mutter seit Ewigkeiten nicht gesehen.
Ich muss nur noch an mir arbeiten, dass ich nicht jeder Bitte um Rückruf nachgebe.
Vielleicht sollte ich öfter mal den Anrufbeantworter ausschalten.
 
Laut deiner Beschreibung ist es zwar sehr! unwahrscheinlich, dass sie ihre Schuld eingesteht, aber die winzige Chance darauf besteht jedenfalls wahrscheinlich nur, wenn du über diese Tatsachen/Schuld sprichst.
Und sie wirft dir ja sogar den Ball zu, indem sie immer wieder auf 'deine schöne' Kindheit zu sprechen kommt.
Also ich finde, man könnte dieser winzigen Chance eine Chance geben, indem man das Thema doch anspricht. Zumindest dann, wenn sie es tut.
Also nicht das Verzeihen ihr zuliebe, sondern dir zuliebe, für den Frieden in dir!

Und vielleicht hilft es dir ja auch, wenn du deinem Bedürfnis nachgeben willst, ihre Lügen richtigzustellen, wenn du dir (zu Recht) sagen kannst, dass du mit dieser Kommunikation ja auch ihr eine Chance gibst..
Ein besserer Friede zwischen euch würde ihre letzten Lebensjahre sicher noch schöner machen als ihre Lügendecke, die sie über die Realität zwischen euch legt (und die sie natürlich trotzdem immer spüren wird)..
Vielen Dank für deinen Ratschlag..
Aber ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass diese 'winzige Chance' für mich eine emotionale Falle ist.
Meine Mutter sucht kein ehrliches Gespräch, sondern den "Sündenerlass" für ihre Lebenslüge.
Wenn ich sie erneut konfrontiere, liefere ich mich nur wieder ihren Lügen-Unterstellungen aus.
 
Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich von Menschen höre bzw. lese, die absolut Grauenhaftes in der Kindheit durchgemacht haben, und dann zu klar denkenden, reflektierten Erwachsenen geworden sind - statt an dieser Bürde zu zerbrechen.
Was du erlebt hast, ist in so vielen Aspekten schlimm, dass es da für mich persönlich wohl keine Absolution gäbe.
Absolution kann man es nennen, wenn jemand seine Schuld sieht, und um Vergebung, Absolution bittet. Davon kann hier keine Rede sein - hier wird ja beharrlich am Mythos der schönen Kindheit festgehalten.
Warum auch immer deine Mutter so handelt bzw. denkt - Pfefferminzdrops hat ja ganz gut erläutert, was dahinter stecken kann - ich würde mich, wie sie auch sagt, komplett rar machen.
Sollte sie in absehbarer Zeit (und die ist in diesem Alter absehbar) Hilfe benötigen, dann sähe ich ihre beiden "Sonnenkinder" in der Pflicht. Ich wäre raus.
Die Idee, ihr einen Brief zu schreiben, wurde ja schon erwähnt - das fände ich gut, als letzten Versuch.
 

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