Guten Abend,
ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der nicht immer alles einfach war. Meine Mutter hat die Familie plötzlich eines nachts verlassen, als mein Geschwisterkind und ich noch Kinder waren. Zu diesem Elternteil besteht bis heute kein Kontakt. Auch das Verhältnis zum anderen Elternteil war nicht immer einfach, und ich habe schon früh gelernt, vieles mit mir selbst auszumachen und meinen eigenen Weg zu gehen. Habe mich nicht akzeptiert gefühlt, oder "wert" dass man sich Mühe gibt. Ich kam alleine klar, habe im Stillen meine Probleme in der Schule, mit der 1. Liebe, 1. Periode etc. ausgemacht.
Lange dachte ich, dass ich meine Kindheit eigentlich gut verarbeitet hätte. Oft habe ich wirklich lange nicht daran gedacht. Ich habe mir ein eigenes Leben aufgebaut und bin eigentlich ein ausgeglichener Mensch. Seit ich selbst Mutter bin, merke ich allerdings, dass manche Dinge doch tiefere Spuren hinterlassen haben, als ich dachte. Dass da vielleicht schon immer ein kleiner Teil in mir gefehlt hat. Dass ich mich ganz ganz tief im Inneren ganz alleine fühle.
Die Geburt meines Kindes hat viele alte Gefühle wieder hervorgeholt. Ich empfinde so viel Liebe und kann manchmal kaum begreifen, wie man seinem Kind so etwas antun kann. Gleichzeitig kommen Selbstzweifel auf und manchmal das Gefühl, dass tief in mir etwas nicht stimmt oder ich nie ganz so dazugehören werde wie andere Menschen.
Ich möchte meinem Kind eine sichere und liebevolle Kindheit ermöglichen. Trotzdem habe ich manchmal Angst, Fehler zu machen oder unbewusst Dinge weiterzugeben, die mich selbst geprägt haben. Wenn ich mein Kind anschaue, erkenne ich manchmal mich selbst als Kind wieder, und das löst Gefühle aus, die ich nicht immer richtig einordnen kann. Ich trage sehr viel Scham in mir, auch für die kleinsten Dinge.
Auch die Beziehung zu meiner Herkunftsfamilie ist eher distanziert, auch mit meinem Kind jetzt. Etwas Annäherung gab es nach der Geburt, aber das Gefühl, dass man mich oder mein Kind wirklich kennt, gibt es nicht. Dadurch frage ich mich manchmal, wie viel von meiner eigenen Geschichte mich heute noch beeinflusst und wie ich damit umgehen kann, ohne dass es meine eigene Familie belastet.
Gibt es hier Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Die durch das eigene Elternwerden noch mehr gemerkt haben, dass bestimmte Dinge aus der Kindheit doch noch wehtun?
Wie geht ihr mit diesen widersprüchlichen Gefühlen um? Und wie schafft ihr es, mit den eigenen Unsicherheiten umzugehen, ohne ständig Angst zu haben, etwas falsch zu machen?
Ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu lesen.
ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der nicht immer alles einfach war. Meine Mutter hat die Familie plötzlich eines nachts verlassen, als mein Geschwisterkind und ich noch Kinder waren. Zu diesem Elternteil besteht bis heute kein Kontakt. Auch das Verhältnis zum anderen Elternteil war nicht immer einfach, und ich habe schon früh gelernt, vieles mit mir selbst auszumachen und meinen eigenen Weg zu gehen. Habe mich nicht akzeptiert gefühlt, oder "wert" dass man sich Mühe gibt. Ich kam alleine klar, habe im Stillen meine Probleme in der Schule, mit der 1. Liebe, 1. Periode etc. ausgemacht.
Lange dachte ich, dass ich meine Kindheit eigentlich gut verarbeitet hätte. Oft habe ich wirklich lange nicht daran gedacht. Ich habe mir ein eigenes Leben aufgebaut und bin eigentlich ein ausgeglichener Mensch. Seit ich selbst Mutter bin, merke ich allerdings, dass manche Dinge doch tiefere Spuren hinterlassen haben, als ich dachte. Dass da vielleicht schon immer ein kleiner Teil in mir gefehlt hat. Dass ich mich ganz ganz tief im Inneren ganz alleine fühle.
Die Geburt meines Kindes hat viele alte Gefühle wieder hervorgeholt. Ich empfinde so viel Liebe und kann manchmal kaum begreifen, wie man seinem Kind so etwas antun kann. Gleichzeitig kommen Selbstzweifel auf und manchmal das Gefühl, dass tief in mir etwas nicht stimmt oder ich nie ganz so dazugehören werde wie andere Menschen.
Ich möchte meinem Kind eine sichere und liebevolle Kindheit ermöglichen. Trotzdem habe ich manchmal Angst, Fehler zu machen oder unbewusst Dinge weiterzugeben, die mich selbst geprägt haben. Wenn ich mein Kind anschaue, erkenne ich manchmal mich selbst als Kind wieder, und das löst Gefühle aus, die ich nicht immer richtig einordnen kann. Ich trage sehr viel Scham in mir, auch für die kleinsten Dinge.
Auch die Beziehung zu meiner Herkunftsfamilie ist eher distanziert, auch mit meinem Kind jetzt. Etwas Annäherung gab es nach der Geburt, aber das Gefühl, dass man mich oder mein Kind wirklich kennt, gibt es nicht. Dadurch frage ich mich manchmal, wie viel von meiner eigenen Geschichte mich heute noch beeinflusst und wie ich damit umgehen kann, ohne dass es meine eigene Familie belastet.
Gibt es hier Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Die durch das eigene Elternwerden noch mehr gemerkt haben, dass bestimmte Dinge aus der Kindheit doch noch wehtun?
Wie geht ihr mit diesen widersprüchlichen Gefühlen um? Und wie schafft ihr es, mit den eigenen Unsicherheiten umzugehen, ohne ständig Angst zu haben, etwas falsch zu machen?
Ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu lesen.