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Traumatische Kindheit: Mutter (90) fordert Absolution vor ihrem Lebensende.

Schick sie mit ihren Taten und ihrer recht späten Reue ins Grab. Das hat sie ja wohl verdient. Sie wusste, was sie tat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebes Rumpelstilzchen, vielleicht warst du in einem früheren Leben ein gewalttätiger Vater und nun musstest du erleben, wie sich das anfühlt.
Ich gehe mal davon aus, dass du mich damit meinst.
Die Annahme, es gäbe eine Schuld aus einem früheren Leben, ist völliger Blödsinn und dient nur dazu, das Verhalten der Täter zu verharmlosen.
Das ist Täter-Opfer-Umkehr, verpackt in Esoterik.

Aber ich habe keinen Schmerz damit, andere Menschen, egal wie blutsverwandt sie auch immer sein mögen, dann aus meinem Leben zu streichen.
Da bin ich ähnlich wie du.
Ich habe zum Beispiel den Kontakt zu meinen Brüdern auf ein Minimum reduziert.
Wir gratulieren uns gegenseitig zum Geburtstag und laufen nicht stumm aneinander vorbei, wenn wir uns zufällig auf der Straße begegnen. Aber von geschwisterlicher Verbundenheit kann keine Rrede sein.
Meine Mutter hat bereits in unserer Kindheit einen Keil zwischen uns getrieben, indem sie meine kleinen Brüder als ihre Goldkinder und mich als das missratene Kind deklarierte.

Sie durften damals auf keinen Fall erfahren, was Papa mit mir macht.
Meine Mutter hatte große Angst, dass sie die Wahrheit in ihrer kindlichen Unbedarftheit ausplaudern könnten.
Wenn meine Brüder fragten, woher meine geschwollene Nase oder der große blaue Fleck kamen, wurde ihnen erzählt, dass ich mir mal wieder den Kopf am Türrahmen gestoßen habe oder auf der Treppe gestolpert sei,

Ich habe Jahre später versucht, mit meinen Brüdern über die Vergangenheit zu reden.
Dabei stellte sich heraus, dass unsere Mutter bereits vorgesorgt hatte, indem sie mich als "rgendwie krank und unglaubwürdig "darstellte.

Der ältere meiner Brüder war seit je her der Verbündete und Vertraute meiner Mutter.

Mein jüngerer Bruder hatte mitten in der Ausbildung 2 Kinder in die Welt gesetzt.
Damit er und seine Frau ihr Studium beenden konnten, fungierte meine Mutter als liebevolle Oma, die ihre Enkel tagtäglich rundum betreute, während die beiden in der Uni waren.
Ich vermute, er konnte und wollte unsere Mutter nicht als Schuldige sehen, weil sein ganzes damaliges Lebensmodell von ihrer Hilfe abhing.

Dennoch: meine Eltern haben mir nicht geschadet weil sie es wollten sondern weil sie es nicht anders konnten. Ich sah meine Chance darin es ihnen gegenüber besser zu machen als sie es mir gegenüber taten. Zumindest habe ich es versucht!

Ein eigenes Päckchen zu tragen rechtfertigt niemals, dem eigenen Kind so großen Schaden zuzufügen.
Meine Eltern waren erwachsene Menschen, die die Verantwortung für ihr Handeln trugen. Wer ein unschuldiges Kind als Sündenbock missbraucht und systematisch isoliert, tut das nicht, weil er es ‚nicht anders kann‘, sondern weil er die eigene Schuld auf das schwächste Glied abwälzt.
 
Ein eigenes Päckchen zu tragen rechtfertigt niemals, dem eigenen Kind so großen Schaden zuzufügen.
Meine Eltern waren erwachsene Menschen, die die Verantwortung für ihr Handeln trugen. Wer ein unschuldiges Kind als Sündenbock missbraucht und systematisch isoliert, tut das nicht, weil er es ‚nicht anders kann‘, sondern weil er die eigene Schuld auf das schwächste Glied abwälzt.
Dann hast Du ja Deine Entscheidung getroffen, was ja schon viel wert ist.

Somit hat sich auch Dein Grundgedanke: "einen wirklchen Frieden zwischen uns würde es nur geben, wenn sie ihre Schuld eingesgteht.
Dann könnte und würde ich ihr verzeihen." selber erklärt.
 
Einen wirklchen Frieden zwischen uns würde es nur geben, wenn sie ihre Schuld eingesgteht.

Sind wir denn immer wir selbst oder eher nicht? Können wir immer alles wissen? Und da Menschen Zeit brauchen könnten, um auf sinnvolle Gedanken zu kommen, könnte man sich auch fragen, wie groß da die Schuldfrage beim einzelnen Normalo wirklich ist. Oft soll es eben doch schnell gehen mit allen möglichen negativen Folgen und nicht langsamer und bedacht. Da bleibt halt der Mensch schon mal auf der Strecke mit allen was ihn ausmacht. Dabei kann das angeborene Selbst des Menschen zu kurz kommen. Schuld an der Schnelligkeit sind jetzt aber nicht unbedingt besser gestellte Leute, sondern vielleicht liegt es an einer veränderten Wahrnehmung von uns Menschen im Bezug zur Zeit und daran was man halt selbst für Realität hält. Zwar glaubt man, dass der Mensch hier die Herrschaft auf dem Planeten Erde hat, ist das aber wirklich so? Damit meine ich keine Außerirdischen aus dem Weltall. Sagen wir mal so, diverse Leuten aus unterschiedlichen Religionen scheinen z. B. an Dämonen zu glauben, wo es etwa bei Menschen durch Dämonen sogar angeblich bis zur Besessenheit kommen können solle. Fantasiewesen aus einem Märchenbuch? Oder sind das nur erfundene Gruselgeschichten, um ein moralischerer Mensch zu werden, um sich gegen "das Böse im/des Menschen" zu stellen?
 
Das ist für mich nicht schlimm. Schlimm ist für mich eigentlich nur, dass sie mir unterstellt, ich würde lügen.
Ich kann das schwer beschreiben. Es ist diese Ungerechtiugkeit, die mich zermürbt.
Zu dieser Aussage möchte ich dir noch einen Gedanken da lassen: Verleugnung - und nichts anderes tut deine Mutter hier - ist ein natürlicher psychischer Abwehrmechanismus. Sie dient dazu, uns vor Wahrheiten zu schützen, die im jeweiligen Moment so schmerzhaft wären, dass sie unser Selbstbild oder unsere emotionale Stabilität bedrohen würden.

Gerade wenn es um die eigene Rolle als Mutter geht, kann dieser Mechanismus besonders stark sein. Die Vorstellung „Ich habe meinem Kind geschadet“ steht in direktem Widerspruch zu dem Bild, das die meisten Mütter von sich selbst haben: Eine liebende, fürsorgliche Mutter zu sein. Diesen Widerspruch auszuhalten, kann Scham, Schuld und Trauer auslösen, die für manche Menschen kaum erträglich sind.

Die Psyche sucht deshalb nach einem Ausweg: Sie spielt Erlebtes herunter, deutet Erinnerungen um oder bestreitet, dass bestimmte Dinge überhaupt passiert sind. Das geschieht häufig nicht aus bewusster Bosheit, sondern als unbewusster Selbstschutz.

Kurzfristig hilft Verleugnung, mit der eigenen Vergangenheit zu leben. Langfristig verhindert sie jedoch, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrlich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Für deine Mutter scheint das der Weg zu sein, den sie für sich gewählt hat - eigennützig. Für dich als betroffenes Kind ist das oft besonders schmerzhaft, weil dir dadurch nicht nur das erlebte Leid, sondern auch dessen Anerkennung verwehrt bleiben. Das ist genau das, das dir so schmerzhaft zusetzt.

Ach ja, ich hab auch solch ein Mutter-Exemplar - mein Weg, damit umzugehen, ist mich rar zu machen. Ich habe auch damit abgeschlossen, dass sie jemals Fehler eingesteht. Mittlerweile bin ich kaum noch da. Mir geht es damit sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll ich ihre Aussagen einfach abnicken und schlucken, damit sie mit einem ruhigen Gewissen ihre letzten Lebensjahre verbringen kann?
Also ich finde nicht, dass du ihre Lebensjahre, auch wenn es ihre letzten sind, höher stellen musst oder solltest als deine eigenen. Du hast mMn jedes Recht, zu versuchen, dass es dir gut geht!

Aber mir ist ein anderer Aspekt aufgefallen.
Einen wirklchen Frieden zwischen uns würde es nur geben, wenn sie ihre Schuld eingesgteht.
Dann könnte und würde ich ihr verzeihen.
Laut deiner Beschreibung ist es zwar sehr! unwahrscheinlich, dass sie ihre Schuld eingesteht, aber die winzige Chance darauf besteht jedenfalls wahrscheinlich nur, wenn du über diese Tatsachen/Schuld sprichst.
Und sie wirft dir ja sogar den Ball zu, indem sie immer wieder auf 'deine schöne' Kindheit zu sprechen kommt.
Also ich finde, man könnte dieser winzigen Chance eine Chance geben, indem man das Thema doch anspricht. Zumindest dann, wenn sie es tut.
Also nicht das Verzeihen ihr zuliebe, sondern dir zuliebe, für den Frieden in dir!

Und vielleicht hilft es dir ja auch, wenn du deinem Bedürfnis nachgeben willst, ihre Lügen richtigzustellen, wenn du dir (zu Recht) sagen kannst, dass du mit dieser Kommunikation ja auch ihr eine Chance gibst..
Ein besserer Friede zwischen euch würde ihre letzten Lebensjahre sicher noch schöner machen als ihre Lügendecke, die sie über die Realität zwischen euch legt (und die sie natürlich trotzdem immer spüren wird)..

Grundsätzlich schließe ich mich allen an, die gesagt haben, handhabe es so, wie es sich für dich, für dein eigenes psychisches Gutgehen am besten anfühlt!
 
Sind wir denn immer wir selbst oder eher nicht? Können wir immer alles wissen? Und da Menschen Zeit brauchen könnten, um auf sinnvolle Gedanken zu kommen, könnte man sich auch fragen, wie groß da die Schuldfrage beim einzelnen Normalo wirklich ist. Oft soll es eben doch schnell gehen mit allen möglichen negativen Folgen und nicht langsamer und bedacht. Da bleibt halt der Mensch schon mal auf der Strecke mit allen was ihn ausmacht. Dabei kann das angeborene Selbst des Menschen zu kurz kommen. Schuld an der Schnelligkeit sind jetzt aber nicht unbedingt besser gestellte Leute, sondern vielleicht liegt es an einer veränderten Wahrnehmung von uns Menschen im Bezug zur Zeit und daran was man halt selbst für Realität hält. Zwar glaubt man, dass der Mensch hier die Herrschaft auf dem Planeten Erde hat, ist das aber wirklich so? Damit meine ich keine Außerirdischen aus dem Weltall. Sagen wir mal so, diverse Leuten aus unterschiedlichen Religionen scheinen z. B. an Dämonen zu glauben, wo es etwa bei Menschen durch Dämonen sogar angeblich bis zur Besessenheit kommen können solle. Fantasiewesen aus einem Märchenbuch? Oder sind das nur erfundene Gruselgeschichten, um ein moralischerer Mensch zu werden, um sich gegen "das Böse im/des Menschen" zu stellen?

Dein Kommentar liest sich (für mich) wie ein philosophisches Geschwurbel.
Du versuchst hier durch abstrakte Theorien über Zeitgeist, Wahrnehmung und sogar Dämonen eine Schuld zu relativieren.
Ein Kind blutig zu schlagen und es danach zum Schweigen und Lügen zu zwingen, ist keine 'Überforderung durch die moderne Welt'.
Es war bewusst ausgeführte Gewalt von zwei erwachsenen Menschen.
Dein Versuch, die Täter hier durch kosmische oder mystische Umstände zu entlasten, geht komplett an der Realität vorbei.
 
Dein Kommentar liest sich (für mich) wie ein philosophisches Geschwurbel.
Du versuchst hier durch abstrakte Theorien über Zeitgeist, Wahrnehmung und sogar Dämonen eine Schuld zu relativieren.
Ein Kind blutig zu schlagen und es danach zum Schweigen und Lügen zu zwingen, ist keine 'Überforderung durch die moderne Welt'.
Es war bewusst ausgeführte Gewalt von zwei erwachsenen Menschen.
Dein Versuch, die Täter hier durch kosmische oder mystische Umstände zu entlasten, geht komplett an der Realität vorbei.
Du musst überhaupt nichts verzeihen.
Und Du bist ihr absolut nichts schuldig. Ganz im Gegenteil.
Das soll sie mit sich ausmachen und sonst mit niemandem.
 
Zu dieser Aussage möchte ich dir noch einen Gedanken da lassen: Verleugnung - und nichts anderes tut deine Mutter hier - ist ein natürlicher psychischer Abwehrmechanismus. Sie dient dazu, uns vor Wahrheiten zu schützen, die im jeweiligen Moment so schmerzhaft wären, dass sie unser Selbstbild oder unsere emotionale Stabilität bedrohen würden.

Gerade wenn es um die eigene Rolle als Mutter geht, kann dieser Mechanismus besonders stark sein. Die Vorstellung „Ich habe meinem Kind geschadet“ steht in direktem Widerspruch zu dem Bild, das die meisten Mütter von sich selbst haben: Eine liebende, fürsorgliche Mutter zu sein. Diesen Widerspruch auszuhalten, kann Scham, Schuld und Trauer auslösen, die für manche Menschen kaum erträglich sind.

Die Psyche sucht deshalb nach einem Ausweg: Sie spielt Erlebtes herunter, deutet Erinnerungen um oder bestreitet, dass bestimmte Dinge überhaupt passiert sind. Das geschieht häufig nicht aus bewusster Bosheit, sondern als unbewusster Selbstschutz.

Kurzfristig hilft Verleugnung, mit der eigenen Vergangenheit zu leben. Langfristig verhindert sie jedoch, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrlich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Für deine Mutter scheint das der Weg zu sein, den sie für sich gewählt hat - eigennützig. Für dich als betroffenes Kind ist das oft besonders schmerzhaft, weil dir dadurch nicht nur das erlebte Leid, sondern auch dessen Anerkennung verwehrt bleiben. Das ist genau das, das dir so schmerzhaft zusetzt.

Vielen Dank für deine Worte.
Damit sprichts du genau das aus, was mich so zermürbt;: diese verweigerte Anerkennung des Leids.

Deine psychologische Erklärung hilft mir sehr, das Verhalten meiner Mutter besser einzuordnen und zu verstehen, dass es ihr eigener, egoistischer Schutzmechanismus ist – und nicht an mir liegt.
Ach ja, ich hab auch solch ein Mutter-Exemplar - mein Weg, damit umzugehen, ist mich rar zu machen. Mittlerweile bin ich kaum noch da. Mir geht es damit sehr gut.
Es freut mich sehr, dass du deinen Weg gefunden hast,mit deiner eigenen Mutter angemessen umzugehen.
Eigentlich mache ich es ähnlich wie du.
Ich habe meine Mutter seit Ewigkeiten nicht gesehen.
Ich muss nur noch an mir arbeiten, dass ich nicht jeder Bitte um Rückruf nachgebe.
Vielleicht sollte ich öfter mal den Anrufbeantworter ausschalten.
 

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