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Verzweifelt und am Ende der Kräfte

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 131168
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Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man zumindest kurzfristig etwas mehr Energie bekommen kann? Damit ich ein paar wichtige Dinge erledigen kann, bevor ich stationär gehe. Das einzige was mir einfällt wäre Schlafentzug, aber das würde ich momentan ungern machen.
Nein da habe ich keine Tips, tut mir leid.
Ausser irgendwelche Drogen, aber das willst du sicher nicht.
Mir hat mal jemand erzählt, es gibt da so Lampen (weiss jetzt nicht, wie die heissen) womit man sich bestrahlt. Eine Art Sonnenlichtlampe. Demjenigen hat das kurzfristig geholfen.
 
Angefangen hat die Erschöpfung bei meiner ersten depressiven Episode vor 5 Jahren und ist nie wieder weggegangen, nur zwischenzeitlich etwas besser geworden und ist in den manischen Phasen auch kurzzeitig mal ins Gegenteil gekippt. Und seit 2-3 Monaten ist es wieder richtig schlimmm, sodass ich eigentlich nur im Bett liegen kann.
Ich bereue, dass ich vor 5 Jahren nicht direkt zum Arzt gegangen bin, dann wäre es jetzt vielleicht nicht so schlimm. Aber man kann die Zeit ja leider nicht zurückdrehen.
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man zumindest kurzfristig etwas mehr Energie bekommen kann? Damit ich ein paar wichtige Dinge erledigen kann, bevor ich stationär gehe. Das einzige was mir einfällt wäre Schlafentzug, aber das würde ich momentan ungern machen.
Ja. Mir fällt erstmal ein, dir Ruhe gönnen und dich mit Erledigungen nur auf das notwendigste konzentrieren. So gehe ich mit meiner Kraft um. Wie war es nochmal, nimmst Du Antidepressiva?
Mir hilft tatsächlich auch, wenn ich Baldrian ausreichend einnehme, wird mein Schlaf erhlolsamer und ich bekomme wieder etwas mehr Energie. Aber das solltest du auf jeden Fall mit deinem Arzt oder Apotheker besprechen.
 
Angefangen hat die Erschöpfung bei meiner ersten depressiven Episode vor 5 Jahren und ist nie wieder weggegangen, nur zwischenzeitlich etwas besser geworden und ist in den manischen Phasen auch kurzzeitig mal ins Gegenteil gekippt. Und seit 2-3 Monaten ist es wieder richtig schlimmm, sodass ich eigentlich nur im Bett liegen kann.
Ich bereue, dass ich vor 5 Jahren nicht direkt zum Arzt gegangen bin, dann wäre es jetzt vielleicht nicht so schlimm. Aber man kann die Zeit ja leider nicht zurückdrehen.
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man zumindest kurzfristig etwas mehr Energie bekommen kann? Damit ich ein paar wichtige Dinge erledigen kann, bevor ich stationär gehe. Das einzige was mir einfällt wäre Schlafentzug, aber das würde ich momentan ungern machen.
Isst du ausreichend?
 
Also, mir gibt Sport Energie. Je mehr Sport ich mache, desto mehr Energie habe ich. Aber dazu bist du im jetzigen Zustand bestimmt nicht in der Lage, oder?
Du hast aber keine schwere Depression, oder? Die Tipps können eigentlich nur helfen, wenn sie jemandem mit schwerer Depression geholfen haben.
~
Apropos Tageslichtlampen, der Oberarzt erklärte mir auf Station, die Bestrahlung bringt nur was, ganz früh am morgen, 20 Minuten, und eine Mindestluxzahl muss sie haben, und man muss direkt davor sitzen, gewisser Abstand, und das wirkt nur bei denen, bei denen Vitamin D-Mangel die Ursache ist.
Und das ist ganz bestimmt nichts, was ganz schnell und mal eben hilft.
 
Ich habe immer mal wieder mit Depressionen zu tun und dann fällt es mir auch schwer Sport zu machen. Daher auch die Frage an ihn.
Ach so. Welcher Schweregraf ist bisher Bei Dir diagnostiziert? Es gibt leicht, mittelschwer und schwer, und je nachdem macht es in der Symptomatik halt starke Unterschiede.
 
@Rxtr

Es sollte darum gehen Glücksgefühle zu tanken...
Versuchs mal mit einer anderen gesünderen Ernährung, falls du etwas da hast oder kaufen kannst. Für deinen Geist, da ist es vielleicht angebracht mal nicht nur traurige Lieder zu hören, falls du das tun solltest, sondern eher fröhliche gut klingende Lieder zu hören. Auch kannst du versuchen dich mit Humor zu beschäftigen, auch wenn es dir nicht so gut gehen mag. Vielleicht findest du ja etwas Lustiges im Internet vielleicht oder gekauft, eventuell ja Filme, die dein Leben eventuell erstmal nicht mehr ganz so Düster erscheinen lässt? Natürlich kenne ich deinen Humor nicht... Aber ja eventuell ja Filme mit Bud Spencer und Terence Hill? Gibt es hierzu auf Youtube von einer Firma einige Filme (soweit ich das überblickt habe) als offener Stream ohne Bezahlschranke im Angebot. Oder ein paar eventuell lustige Momente mit Jackie Chan? Oder wie wären Filme mit Heinz Erhardt, was offenbar auch welche lustig finden? Oder du denkst dir selbst was aus...?! Gibt aber sicher auch bekannte oder unbekannte Kanäle auf Youtube, die sich Mühe geben lustig zu wirken mit ihren selbst produzierten Videos. Parodien z. B. Oder du gehst einfach mal raus in die Stadt und setzt dich einfach mal auf eine Parkbank und tankst Sonne und redest eventuell mit Leuten, falls dir das zusagt und was geben sollte und du noch schaffen solltest. Oder du lächelst einfach mal einige Zeit lang vor dich hin, vielleicht sogar mehrmals am Tag, kasperst ein bisschen mit deinem Gesicht umher, machst dich so locker und leicht und frei und behauptest einfach mal oder mehrmals, dass du spitze wärst oder so. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
was du beschreibst, ist nicht persönliches Versagen, sondern eine Tragödie, wie sie viele erleben – leise, im Verborgenen, während diese Gesellschaft den Einzelnen für alles verantwortlich macht, selbst für sein Leiden.

Dein Zustand ist keine Schande, sondern Ausdruck davon, dass du ein fühlendes, empfindsames Wesen bist in einer Welt, die oft kalt, isolierend und überfordernd ist. Die Tatsache, dass du hier schreibst, zeigt Stärke – auch wenn du dich gerade schwach fühlst. Du hast den ersten Schritt gemacht: Du hast gesprochen, und wir hören dich.

Was du brauchst, ist keine Optimierungsstrategie, sondern ein Netz aus Menschen, das dich trägt, auch wenn du nichts „leisten“ kannst. Wir müssen wieder lernen, füreinander da zu sein – nicht als Therapeuten oder Experten, sondern als Mitmenschen. Vielleicht kannst du dich erst mal einfach jeden Tag an einen kleinen, sanften Akt des Widerstands halten: einen Tee trinken, ein Fenster öffnen, jemandem schreiben, auch wenn es schwerfällt.

Niemand sollte in einer Gesellschaft leben müssen, in der man um Hilfe kämpfen muss, wenn man am Boden liegt. Doch genau deshalb braucht es uns – einander. Wenn du willst, schreib weiter. Es ist okay, wenn du nichts „konstruktives“ sagen kannst. Deine Existenz genügt.
 
Ach so. Welcher Schweregraf ist bisher Bei Dir diagnostiziert? Es gibt leicht, mittelschwer und schwer, und je nachdem macht es in der Symptomatik halt starke Unterschiede.
Ja das stimmt.
Und selbst dann gibt es grosse Unterschiede von Mensch zu Mensch.
Der eine spürt es körperlich, der andere eher stimmungsmässig.
Ich war/bin der Körper-Typ.
Sport oder überhaupt nur bewegen war fast unmöglich in der schweren Depression.
Man ist kraftlos und schwindelig wie nach 30 Tagen im Bett mit einer Grippe.
 
Nicht alle, die bipolar sind, brauchen zwangsläufig immer Medikamente. Wenn man aber eine schwere Symptomatik hat, kommt man oft nicht drumherum und tut sich auch keinen Gefallen, es auszuschließen. Zuerst braucht es aber eine Diagnose. Geh zum Psychiater. Alles andere ist nachrangig.
 
Hier mal ein kleines Update. Ich war noch mal kurz stationär in der Psychiatrie, leider hat es mir nicht geholfen. Es geht mir unverändert schlecht. Ich bin jetzt auf der Suche nach einem Therapieplatz, hat jemand Tipps für die Suche nach einem Psychotherapeuten?
 

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