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Einsam und verzweifelt

LuraX

Neues Mitglied
Vorab: ich habe Autismus, Soziale Phobie und Mutismus.
-
Hallo, ich bin mitte 20 Jahre und bin seit längerem sehr einsam und mein leben besteht 24/7 nur hinter meinen 4 wänden zu hocken (Ich gehe einmal im Monat raus zum Friseur für 30 Minuten). Zuhause liege ich im Bett oder bin am PC. Das läuft jetzt schon über 4 Jahre Konsequenz so. Ich habe keine Freunde und schaffe es auch nicht rauszugehen außer zum Friseur oder wenn ich mal ein Termin vom Jobcenter/Arbeitsagentur bekomme.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Leben auf die reihe zu bekommen.
Ein Spaziergang um nein Block ist auch nicht einfach möglich für mich, irgendwie habe ich da so eine Blockade die ich nicht schaffe zu durchbrechen.
Am liebsten würde ich mein Leben voll ausnutzen, freunde haben und auch arbeiten wie jeder normale Mensch da draußen, aber ich schaffe es nicht.
-
Habt ihr vielleicht irgendwas ähnliches erlebt und habt es da raus geschafft?

Bitte schreibt jetzt nicht (Geh raus und triff neue Leute). Ich kann nicht einfach so auf Menschen zugehen und mit denen quatschen, ich habe Soziale Phobie und auch Kommunikationsschwäche.
Ich kann keine normale Gespräche führen, ich antworte immer so kurz wie möglich und meistens auch nur mit Ja/Nein, nicht weil ich keine Lust habe mit demjenigen zu sprechen, sondern weil mir einfach nichts einfällt worüber ich sprechen soll oder wie ich ein Gespräch halte.
 
Die Stelle, die Autismus diagnostiziert hat, sollte dir Anlaufstellen nennen. Zunächst würde ich ein Asperger-Forum empfehlen, du findest dort Menschen, denen es zum Teil ähnlich geht. Dann würde ich mir online Zockerkumpel suchen. Die digitale Möglichkeit der Kontaktaufnahme ist ein Segen für Autisten.
Am liebsten würde ich mein Leben voll ausnutzen, freunde haben und auch arbeiten wie jeder normale Mensch da draußen, aber ich schaffe es nicht.
Das ist schon mal gut. Bezüglich der Arbeit sollte sich jemand von der Reha-Abteilung um dich kümmern. Es gibt mittlerweile Arbeitgeber, die gezielt mit Asperger-Autisten arbeiten. Du brauchst jemanden, der dir da Sicherheit vermittelt.
Habt ihr vielleicht irgendwas ähnliches erlebt und habt es da raus geschafft?
Ähnliches schon, jedoch haben die Asperger-Autisten, die ich kenne, keinen ausgeprägten Wunsch nach Sozialkontakten. Es ist ein gutes Zeichen, dass du den Status Quo ändern willst.
Schaffst du es, deine Einkäufe zu erledigen? Behördengänge zu stemmen? Wie ist das Verhältnis zu deiner Familie?
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Leben auf die reihe zu bekommen.
Alles Schritt für Schritt.
Wende dich an ein ATZ (=Autismus-Therapie-Zentrum). Und melde dich in einem entsprechenden Forum an. Die ATZs bieten neben Sozialtraiming häufig auch Selbsthilfegruppen für junge Erwachsene an. Es gibt viele Möglichkeiten, aus der Einsamkeit auszubrechen.
Schön, das du hierhergefunden hast. das ist auch ein guter Schritt.
 
Hallo Lura und willkommen im Forum!

ich glaube wenn du solch starke Ängste/Probleme hast ist es nicht so ganz leicht dir mit den allgemeinen Rat zu helfen.

Wie ist denn dein persöhnliches Verhältnis zu deinen Friseur/in? Zur Familie? Oder was machst du denn am PC genau? Vielleicht kann man darüber Wege finden wo du anfängst und dann Stück für Stück zu einen Wertvollen und schönen Leben!


Ich habe das zwar nicht ganz so extrem wie du erlebt aber ich kann das gut nachvollziehen und habe das wenn auch weniger Stark selber durchgemacht. Für mich war damals die Lösung das ich sehr losen Kontakt zu vielen Menschen im Internet gesucht habe wo ich jederzeit "fliehen" konnte und Kontakt abbrechen aber dennoch mit der Zeit ein Gefühl bekommen habe wie ich am besten mit anderen Umgehe.


Vielleicht hilft dir das ja etwas
 
Ich denke auch, dass dich jemand vom Fach an die Hand nehmen muss, damit ihr gemeinsam erarbeiten könnt, welche Wege in die Gesellschaft für dich passen. Dazu wird gehören, dass du deine Komfortzone verlässt, also behutsame Änderungen in deiner aktuellen Art zu leben, zulässt. Dass du um Hilfe bittest, ist ein erster Schritt auf diesem Weg, denn ohne Bereitschaft von deiner Seite wird das nicht funktionieren. Du wirst auch noch eine weitere Hürde nehmen müssen, und das ist die Kontaktaufnahme mit solchen Stellen. Vielleicht hat da jemand aus dem Forum noch einen ganz konkreten Tipp für dich, so dass du dann auch in der Nähe deines Wohnortes jemanden findest. Magst du sagen, wo du wohnst bzw. welche größere Stadt in der Nähe ist? Der erste Kontakt könnte online erfolgen. Du kannst ja durchaus artikulieren, was du möchtest - so wie du es hier mit deinem Beitrag geschafft hast.

Hier im Forum könntest du durchaus auch Kontakte finden - stöbere doch mal durch die Kategorien und beteilige dich an Threads. Das könnte eine schöne Übung für dich sein, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. die dir aber die Option lässt, dich jederzeit zurückziehen zu können. Kleiner Tipp: Achte nur darauf, dass die Beiträge "frisch" sind. Sonst bekommst du nämlich möglicherweise keine Antwort - und das wäre schade. Außerdem kann es hilfreich sein, eine Besonderheit zu erwähnen, damit potenzielle Gesprächspartner besser einordnen können, warum du reagierst, wie du reagierst: Nicht falsch oder schlecht, sondern so, wie du es eben hinkriegst. 😊
 
Zuletzt bearbeitet:
Achjjee, Du hast mein volles Mitgefühl.
Und hoffe du findest den Mut, dich dort zu Melden wo dir hier schon geraten wurde.
Keine Sorge, es wird dich keiner Überrumpeln oder zu etwas Zwingen, das du nicht wirklich willst.
Aber du könntest da ganz langsam, in etwas neues rein wachsen.
Ich habe Hoffnung für Dich.
 
Ich hatte sowas für eine Weile als ich frisch ausgezogen war. Irgendwann habe ich mich zwei Wochen am Stück eingesperrt und war durchgehend wach. Vielleicht könnte dir Therapie helfen oder ein angstlösendes Mittel vom Psychiater. Ich habe irgendwann bewusst meine Grenzen in kleinen Schritten erweitert und achte seither darauf, dass ich täglich vor die Türe gehe, egal warum.
 
Vorab: ich habe Autismus, Soziale Phobie und Mutismus.
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Hallo, ich bin mitte 20 Jahre und bin seit längerem sehr einsam und mein leben besteht 24/7 nur hinter meinen 4 wänden zu hocken (Ich gehe einmal im Monat raus zum Friseur für 30 Minuten). Zuhause liege ich im Bett oder bin am PC. Das läuft jetzt schon über 4 Jahre Konsequenz so. Ich habe keine Freunde und schaffe es auch nicht rauszugehen außer zum Friseur oder wenn ich mal ein Termin vom Jobcenter/Arbeitsagentur bekomme.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll um mein Leben auf die reihe zu bekommen.
Ein Spaziergang um nein Block ist auch nicht einfach möglich für mich, irgendwie habe ich da so eine Blockade die ich nicht schaffe zu durchbrechen.
Am liebsten würde ich mein Leben voll ausnutzen, freunde haben und auch arbeiten wie jeder normale Mensch da draußen, aber ich schaffe es nicht.
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Habt ihr vielleicht irgendwas ähnliches erlebt und habt es da raus geschafft?

Bitte schreibt jetzt nicht (Geh raus und triff neue Leute). Ich kann nicht einfach so auf Menschen zugehen und mit denen quatschen, ich habe Soziale Phobie und auch Kommunikationsschwäche.
Ich kann keine normale Gespräche führen, ich antworte immer so kurz wie möglich und meistens auch nur mit Ja/Nein, nicht weil ich keine Lust habe mit demjenigen zu sprechen, sondern weil mir einfach nichts einfällt worüber ich sprechen soll oder wie ich ein Gespräch halte.
Mir würde da als Lösung erstmal nur stationäre Therapie einfallen. Aus meiner Erfahrung heraus betrachte ich Deinen Bericht so, dass da einiges wäre, wobei Therapie helfen könnte.
Stelle mir vor, dass stationäre Therapie vielleicht für Dich eine Horrorvorstellung ist? Vielleicht magst Du nur mal über die Idee nachdenken, ganz unverbindlich.
 
Ich kann keine normale Gespräche führen, ich antworte immer so kurz wie möglich und meistens auch nur mit Ja/Nein, nicht weil ich keine Lust habe mit demjenigen zu sprechen, sondern weil mir einfach nichts einfällt worüber ich sprechen soll oder wie ich ein Gespräch halte.

Wenn dir nichts einfällt empfiehlt es sich vielleicht zu sagen, dass du kurz einen Moment brauchst um etwas zu überlegen, was du erzählen könntest. Ein verständnisvoller Mensch käme schon mit sowas zurecht.
 
Die Stelle, die Autismus diagnostiziert hat, sollte dir Anlaufstellen nennen. Zunächst würde ich ein Asperger-Forum empfehlen, du findest dort Menschen, denen es zum Teil ähnlich geht. Dann würde ich mir online Zockerkumpel suchen. Die digitale Möglichkeit der Kontaktaufnahme ist ein Segen für Autisten.

Das ist schon mal gut. Bezüglich der Arbeit sollte sich jemand von der Reha-Abteilung um dich kümmern. Es gibt mittlerweile Arbeitgeber, die gezielt mit Asperger-Autisten arbeiten. Du brauchst jemanden, der dir da Sicherheit vermittelt.

Ähnliches schon, jedoch haben die Asperger-Autisten, die ich kenne, keinen ausgeprägten Wunsch nach Sozialkontakten. Es ist ein gutes Zeichen, dass du den Status Quo ändern willst.
Schaffst du es, deine Einkäufe zu erledigen? Behördengänge zu stemmen? Wie ist das Verhältnis zu deiner Familie?

Alles Schritt für Schritt.
Wende dich an ein ATZ (=Autismus-Therapie-Zentrum). Und melde dich in einem entsprechenden Forum an. Die ATZs bieten neben Sozialtraiming häufig auch Selbsthilfegruppen für junge Erwachsene an. Es gibt viele Möglichkeiten, aus der Einsamkeit auszubrechen.
Schön, das du hierhergefunden hast. das ist auch ein guter Schritt.
Diagnostiziert wurde bei mir nie so richtig was, es gab immer nur (Vermutungen). Ich war schon als 6 Jähriger bei vielen Therapien und Therapeuten, ich hatte also als Kind ständig mit diesem Thema zu tun und irgendwie hat mir nie was so richtig geholfen.
Zockerkumpel ist mittlerweile auch schwierig zu finden, da ich mittlerweile gar nicht mehr zocke und ich keine freude darin empfinde.
Ich schaue heutzutage irgendwelche Serien, Animes und Youtube.

Einkaufen tue ich auch sehr selten, da ich bei meiner Mutter lebe und sie einen Großeinkauf für unsere Familie macht.
 

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