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Verzweifelt und am Ende der Kräfte

Hi, ich erstelle diesen Beitrag, weil ich wirklich verzweifelt bin. Ich bin 24 Jahre alt und habe die Diagnose schwere depressive Episode und wahrscheinlich bipolare Störung bekommen. Ich weiß, dass ich professionelle Hilfe brauche aber ich habe einfach keine Kraft sie mir zu suchen. Selbst mir etwas zu essen zu machen ist manchmal zu viel für mich. Ich habe keine Bezugspersonen und niemanden mit dem ich reden kann oder der mich unterstützen kann. Ich habe schon mal ein halbes Jahr erfolglos nach Psychotherapie gesucht und war schon mal in der Psychiatrie wodurch es mir eher schlechter ging. Was soll ich machen? Ich habe die Hoffnung verloren dass es jemals besser wird.
Hallo @Rxtr ,

Jetzt habe ich deinen Beitrag schon zweimal gelesen und finde es sehr traurig wie du dich fühlst und das du so hoffnungslos klingst .
Ich hoffe sehr das du hier jemanden gefunden hast der dir ein wenig Hoffnung macht das es natürlich Berg auf gehen kann und dir auch geholfen werden kann .

Wenn das nicht der Fall ist biete ich dir gerne an mich jederzeit anzuschreiben wenn du dich einfach gerne austauschen möchtest oder dir alles von der Seele schreiben möchtest .

Gibt es bei dir in der Nähe die Caritas oder Diakonie? Ich weiß nicht genau ob das jetzt die richtige Anlaufstelle ist aber die sind sehr arrangiert mit dir zusammen nach Lösungen zu suchen, vielleicht helfen sie dir auch einen Therapeuten zu finden.
Das ist jetzt nur so eine Idee 💡

Vielleicht gibt es auch für dich die Möglichkeit eine Tagesklinik zu besuchen, dann würdest du nur Tagsüber Sitzungen und Therapien haben und könntest dannach wieder nach Hause ,ich habe schon oft gehört das es für Menschen mit psychischen Belastungen angenehmer ist als komplett stationär in einer Klinik.

Ich hoffe wirklich von Herzen das dir hier schon ein wenig geholfen werden konnte !!🙏🙏🙏
 
Das war bei mir auch ganz schlimm.
Mir war extrem schwindlig und hatte Herzrasen.
Übelkeit, müde, null Kraft.
Das ist nicht bei jedem so ausgeprägt, Depression hat viele Gesichter.
Bei mir war es jedenfalls so, das ich das Gefühl hatte, mein Körper verweigert komplett den Dienst.
Mir hat das damals kein Mensch geglaubt.....reiss dich zusammen, du willst bloss nicht, wenn du nur rumliegst, kann es dir ja nicht besser gehen, usw.
Du kannst da nichts selbst tun, bei mir haben nur die Medikamente geholfen und das hat lange gedauert. Und die Gegenwart von Menschen, denen es ähnlich ging, was in der Klinik der Fall war.
Da bekam man Verständnis und Beistand, war raus aus dem realen Leben mit all seinen Anforderungen. Ja und als die Depression sich besserte, kam auch das körperliche zurück.
Aber nur sehr langsam.
Darf ich fragen, wie lange es gedauert hat bis dir die Medikamente geholfen haben und woran du es gemerkt hast?
 
Darf ich fragen, wie lange es gedauert hat bis dir die Medikamente geholfen haben und woran du es gemerkt hast?
Ich sagte ja schon, hat lange gedauert.
Anfangs spürt man nur die Nebenwirkungen der Medis, nennt man auch Erstverschlechterung.
Ausserdem müssen die langsam hochdosiert werden, man fängt mit wenig an und das wird gesteigert.
Kommt auch öfters vor, das ein Mittel gewechselt werden muss, dann fängt man von vorne an.
Ich hatte Glück, das gleich das Erste gut war.
4 Wochen hat das mindestens gedauert, bis ich ein bisschen Besserung bemerkt habe.
Und dann geht das so etappenweise weiter, mal ne Woche garnichts, dann wieder ein kleiner Hopser nach vorn.
 
Liebe TE,
fang mit ganz kleinen Schritten an. Der erste Schritt ist, dass du in diesem Forum schreibst. Das ist ein ganz großer Schritt. Versuch herausfinden, was dir hilft. Setz dich nicht unter Druck. Mir hat es geholfen, bewusst die Natur zu hören, sehen, fühlen. Die Vögel, das Gänseblümchen auf dem Weg, die Wolken am Himmel. Erst vom Fenster, dann draußen.
 
Ich war beim Hausarzt und habe überhaupt keine Hilfe oder Unterstützung bekommen. Das Gespräch hat nicht mal 5 Minuten gedauert und ich habe nur einen Termin für eine Blutentnahme bekommen, um körperliche Ursachen auszuschließen. Keine Tipps wie ich jetzt vorgehen soll, kein Interesse daran wie es mir geht.
Was soll man machen, wenn Ärzte nicht helfen?
Ich habe mich mit letzter Kraft zum Arzt geschleppt und es war umsonst. Ich habe die letzten Jahre nie aufgegeben aber alles war umsonst. Ich habe das Gefühl ich trete auf der Stelle.
 
Ich war beim Hausarzt und habe überhaupt keine Hilfe oder Unterstützung bekommen. Das Gespräch hat nicht mal 5 Minuten gedauert und ich habe nur einen Termin für eine Blutentnahme bekommen, um körperliche Ursachen auszuschließen. Keine Tipps wie ich jetzt vorgehen soll, kein Interesse daran wie es mir geht.
Was soll man machen, wenn Ärzte nicht helfen?
Ich habe mich mit letzter Kraft zum Arzt geschleppt und es war umsonst. Ich habe die letzten Jahre nie aufgegeben aber alles war umsonst. Ich habe das Gefühl ich trete auf der Stelle.
Vielleicht ist die Blutentnahme ja nur der erste Schritt und der Arzt erwägt nach Vorliegen des Ergebnisses weiter Schritte.

Wenn du dich bei ihm nicht gut aufgehoben fühlst, kannst du aber auch noch zu einem anderen Arzt gehen bzw. eine Zweitmeinung einholen.

Was genau hättest du dir denn von dem Arzt gewünscht, also so ganz konkret?

Und, falls du das sagen willst, was hast du ihm erzählt, warum du zu ihm gekommen bist?
 
Ich war beim Hausarzt und habe überhaupt keine Hilfe oder Unterstützung bekommen. Das Gespräch hat nicht mal 5 Minuten gedauert und ich habe nur einen Termin für eine Blutentnahme bekommen, um körperliche Ursachen auszuschließen. Keine Tipps wie ich jetzt vorgehen soll, kein Interesse daran wie es mir geht.
Was soll man machen, wenn Ärzte nicht helfen?
Ich habe mich mit letzter Kraft zum Arzt geschleppt und es war umsonst. Ich habe die letzten Jahre nie aufgegeben aber alles war umsonst. Ich habe das Gefühl ich trete auf der Stelle.
Hör zu. Unverständnis von Ärzten, da hab ich auch viel erlebt. Damit will ich Dir sagen, Du bist damit nicht alleine. Und was keine Option ist, aufgeben.
Weiter suchen.
Hausärzte sind meistens nicht qualifiziert für die Psyche.
Der Facharzt für die Psyche ist der Psychiater. Allerdings sind Psychiater auch eine Klasse für sich. Nicht immer haben sie Einfühlungsvermögen oder können gut zuhören.
Zum Psychiater solltest Du gehen um diesen z. Bsp. zu fragen, was kann man als Behandlung und Therapie jetzt machen?
Ein guter Psychiater schlägt neben Medikamenten auch etwas anderes vor.
Du kannst Dich auch an eine Klinik, Tagesklinik oder Institutsambulanz wenden.
 
Was soll man machen, wenn Ärzte nicht helfen?
Hast du denn klar kommuniziert, dass es dir psychisch richtig schlecht geht, du antriebslos und lebensmüde bist, nicht mehr kannst?
Das wäre die Grundvoraussetzung, damit er die richtigen Schlüsse zieht und dich nicht einfach wieder weg schickt. Vielleicht kannst du bei der Ergebnisbesprechung deutlicher werden, dass du Hilfe brauchst und zwar direkt. Nicht alle Ärzte sind gleichermaßen empathisch und gut, da musst du deutlicher werden. Wenn du jemand bist, der schwer andere um Hilfe bitten kann hast du womöglich nicht eindringlich genug gesagt, wie schlecht es dir geht?

Um in einer Klinik aufgenommen zu werden brauchst du übrigens keine Überweisung. Du kannst dich selber einweisen. Gerade wenn du so antriebslos und psychisch down bist ist das m. E. die beste Form der Ersten Hilfe.
 
Das klingt nicht gut. Wende dich an den Sozialpsychiatrischen Dienst in deiner Nähe oder versuche es hier https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/behindertenhilfe/psychosoziale-kontakte/. Du kannst weiterhin den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren (bundesweite Tel.: 116 117). Wenn du mit deinem Arzt, aus welchen Gründen auch immer nicht zurechtkommst, dann geh bitte zu einem anderen. Eine Klinik ist natürlich unter diesen Umständen eine gute Anlaufstelle...Viel Glück!
 

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