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Das ist richtig, faule Socken gibt es überall.

Im Unternehmen hat es dann aber Konsequenzen.

Nicht zwingend. Kennst Du die Dilbert-Catoons? Da gibt es eine faule Hauptfigur (Wally heißt er). Und immer wieder, wenn ich Dilbert lese, sehe ich Parallelen zum wahren Leben.
 
Ich kriege nur immer einen Schock, wenn ich Leute klagen höre, sie wüßten mit 30 nicht was sie machen sollen,,,,,

Ich finde es tragisch, weniger schockierend, weil ich da eine These habe:
Vermutlich erwarten diese Menschen auch ein bisschen zu viel. Dann erscheinen die Ziele auf Grund der hohen Erwartungen unerreichbar, entsprechend werden sie ausgeblendet, und es bleibt nichts übrig.

Dabei muss ein Job ja nicht zwingend Erfüllung sein (schön, wenn er dennoch, oder zumindest manchmal, ist), und es kann auch nicht jeder Häuptling sein.

Aber das ist nur eine These, von wahrscheinlich vielen möglichen.
 
Nicht zwingend. Kennst Du die Dilbert-Catoons? Da gibt es eine faule Hauptfigur (Wally heißt er). Und immer wieder, wenn ich Dilbert lese, sehe ich Parallelen zum wahren Leben.

Kenne ich 😉

Ich habe auch gern Stromberg geguckt. Ein Büro ist ja auch irgendwie ein Irrenhaus 😀

Ich habe aber selbst kein Problem wenn mein Kollege faul ist, wenn ich seine Arbeit nicht machen muss.
 
Hier wird immer wieder betont, dass nicht !!! Alle so sind. Vielleicht mal wieder zum Thema zurück....
 
Es hat niemand behauptet das alle arbeitslosen faul und böse sind. Genauso wie auch nicht alle arbeitslosen unverschuldet in Langzeit Hartz IV rutschen. Es gibt fleissige, es gibt faule, es gibt Menschen die wenig Glück im Leben hatten und es gibt Menschen die schlechtere Startvoraussetzungen hatten. Aber all diese Umstände und Vorzeichen kann kein Sozialsystem abbilden, da kein Einzelfall geprüft wird. Es braucht Regelungen die sich der Mitte bedienen.

Und vor diesem Hintergrund finde ich unsere soziale Hilfe, aber auch gepaart mit einem Tritt in den Hintern falls nötig, grundsätzlich nicht als schlechtesten Mittelweg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau mein Humor. Ha ha lustig. Hi hi. Weist du wie es ist mit Lebensmittelgutscheinen Einkäufen zu gehen? Das bringt richtig Laune. Das demotiviert nicht nur, sondern ist auch fürs Lebe prägend, wenn man dann noch richtig blöde herablassende Kommentare von anderen Kunden an der Kasse hören muss.das hab ich einmal miterlebt und dann nie wieder. Hatte dann die Kraft gefunden und bin zum Anwalt.

Prima!
 
Obdachlos mit einem Haufen Schulden.

Ok, Wohnungen gibt es aber mehr als genug. Klar sind die nicht alle in Berlin Mitte oder am Marienplatz in München, aber das sollte ja kein Problem sein.

Nope, es existiert ein Wohnungsnotstand in ganz Deutschland, schon seit einiger Zeit, weswegen die Mietpreisbremse geschaffen wurde, sowie auch in Berlin nun mehr der Mietendeckel.

Das kommt alles nicht von ungefähr, aber ist okay, dass es Wohnungen gibt.

Außerdem muss man bedenken, dass jedes Jobcenter unterschiedliche Höchstwerte zur Wohnung zahlt, so dass es keine Seltenheit darstellt, dass die Leistungsbezieher aus dem Regelsatz (das was Sie eigentlich zum bewerben und leben benutzen sollen) die Kosten der Wohnung mitbezahlen müssen. Das bedeutet, es gibt kaum bezahlbare Mietwohnungen für Hartz IV Empfänger.

Sicher gibt es Regionen, wo es noch Wohnungen gibt, aber diese Gegenden haben dafür im Gegenzug keine Arbeitsplätze. Bringt also auch nicht wirklich etwas, irgendwohin zu ziehen, wo die Perspektiven gleich Null sind.

Ebenso berücksichtigst du nicht im geringsten, dass aus der Zeit vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Sanktionierung auf Null möglich war. Das bedeutet, dass der Bezieher von Hartz IV auch Obdachlos werden konnte, was wieder ein Vermittlungshemmnis darstellt. Bei all den schönen Theorien, die hier so in den Raum geworfen werden, dass man Fordern soll, aber nichts Fördern, frage ich mich immer noch, wie sich jemand auf eine Stelle bewerben soll, wenn er Sanktioniert wurde, denn man hat ja die Wahl zwischen Bewerben oder was zu essen kaufen. Es ist eine endlosspirale und nur weil es ein paar wenige sind, die davon tatsächlich betroffen sind, wird nur allzu gerne pauschalisiert.

Außerdem, das habe ich neulich erst erfahren, gehen die Jobcenter davon aus, dass wenn man nicht so ca. 2-3 Jahre nicht mehr in seinem Job gearbeitet hat man als nicht mehr Vermittlungsfähig in diesem Beruf gilt, weil sich seit dem angeblich schon eine Menge geändert haben soll. Das bedeutet, die Fachkräfte sind da, aber werden vom Jobcenter nicht genutzt und das perfide ist, die meisten Unternehmen in gewissen Bereichen wollen keine gelernten Fachkräfte, weil der Lohn für Hilfsarbeiter oder Angelernte sehr viel niedriger ist, während eben diese Fachkraft Anspruch auf eine höhere Entlohnung hat (da frage ich mich tatsächlich, warum man überhaupt noch die entsprechenden Berufe ausbildet).

Nun zu den Umschulungen:

Die Umschulungen können einem Menschen einene Beruf beibringen, wie in einer Ausbildung mit allem drum und dran, aber das Problem ist eben dieses lästige Fördern. Die Gelder hierfür werden von den Jobcentern gerne mal für den Verwaltungsapparat benutzt oder kurz gesagt, umgeschichtet. Da wird dann mit dem Geld stattdessen so etwas tolles praktiziert wie eine Maßnahme mit Sachen auf Kindergartenniveau, anstatt etwas sinnvolles zu machen und den Menschen dabei zu helfen, die Sitiuation zu verbessern für alle, wird man in eine Maßnahme gesteckt die rein gar nichts bringt.

https://www.merkur.de/politik/hartz...massnahmen-pure-erniedrigung-zr-11412298.html

Das bedeutet, mancherorts wird aktiv von den Jobcenters den Menschen, die arbeiten gehen wollen, durch solche Maßnahme ihre vermeintliche Wertlosigkeit indoktriniert. Ist das auch etwas nettes, denn es gehört ja sowieso zu diesem gestörten Weltbild, dass alle arbeitslosen Menschen faul seien.

Aber das alles interessiert die meisten Menschen, die das Märchen vom faulen saufenden Arbeitslosen nur allzu gerne glauben wollen, nicht im geringsten. Dieses System ist gewollt. Man macht solche Maßnahmen, wie die von mir erwähnte ganz bewusst, um die Menschen zu brechen und man wird daraufhin eben psychisch krank. Nicht ohne Grund gibt es Studien, die eindeutig belegen, dass Arbeitslosigkeit krank macht.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dgb-studie-arbeitslosigkeit-macht-krank-a-711956.html

und dieses Stigma, dass man eben Arbeitslos ist, wird man dann gar nicht mehr los.

ABER dafür hat man dann ja Regionen, wo Händeringend Fachkräfte gesucht werden und sich keiner darauf bewirbt, obwohl es sehr wahrscheinlich ist, dass in der Datenbank der Jobcenter sehr viele existieren, die die entsprechenden Berufe ausüben könnten. Da ist es natürlich besser, wenn man darauf herumreitet, dass hier und da Jobs in Hülle und Fülle existieren. Ebenso ist es dann natürlich nachvollziehbar, dass man darauf herumreitet, dass es dafür keine passenden Menschen gibt, obwohl, wie ich schon eingangs erwähnte, die Jobcenter die Menschen mit der Qualifikation eben diese Qualifikation absprechen.

Der Niedriglohnsektor muss schließlich aufrecht erhalten werden und das auf Teufel komm raus, egal ob es gerade angebracht ist oder nicht.

Aber man kann sich darauf konzentrieren, dass der Arbeitslose faul sein soll. Man kann sich darauf konzentrieren, dass die Arbeitslosen angeblich zu viel Geld kosten (Quersubventionierung der Unternehmen wegen des Niedriglohnsektors inklusive) und man kann sich darauf konzentrieren, dass der durchschnittliche Arbeitslose nicht im geringsten gebildet sein soll.

Ja, das alles ändert etwas und alle haben etwas davon und nun alle zusammen:

Wir werden nicht von der Regierung und der unzureichenden Medienberichterstattung bzgl. Arbeitslose verarscht.
 
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