Nicht jeder der sich bewirbt ist halt auch für einen Job geeignet.
Wobei ich eben auch sagen würde: Nicht jeder, der qualifiziert ist, ist auch geeignet und umgekehrt: Nicht jeder, der vielleicht keinen Abschluss hat, ist automiatisch nicht geeignet.
und nicht jeder der (noch) nicht geeignet ist, ist auch für alle Zeiten ungeeignet.
ich sehe da nämlich große Probleme bei unserem Arbeitsmarkt: Gerade in unserem Land denkt man offenbar sehr in Schubladen: Man schließt eine Ausbildung ab und arbeitet dann in GENAU diesem Job. Warum eigentlich?
In anderne Ländern ist das nicht so kategorisch. Freunde von mir aus den USA zB sind oft verwundert, wie "seltsam" wir Deutschen da ticken: Dass wir mehr auf den Abschluss auf dem Papier schauen, als auf das was ein Mitarbeiter kann. In anderne Ländern läuft das oftmals anders und das macht es zB leichter, sich beruflich zu verändern und es eröffnet viel weitläufigere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Auch sowas wie "überqualifizierung" gibt es nicht in jedem Land: Eigntlich ist das ja absurd, Menschen wegen "Überqualifikation" abzulehnen: Für den Arbeitgeber sollte in erster Linie wichtig sein, dass der Job gut gemacht wird und nicht, welchen Abschluss jemand hat: Ob der nun zu "hochwertigt" ist: Was spielt das für eine Rolle?
Da würde unserer Gesellschaft schon ein Umdenken gut tun: Weg von starren Kategorien ("Ein Mitarbeiter muss genau DIESEN Abschluss, diese vorerfahrung und dieses Alter haben") hin zur betrachtung der Einzelpersonen.
Ich denke, im Endeffekt wäre das für beide Seiten besser.
Aber anstatt Leuten zu ermöglichen, sich in andeeren Arbeitsfeldern zu bewähren, schickt unser Arbeitsamt sie zu völlig sinnlosen Maßnahmen und die Betriebe ächzen unter Fachkräftemangel, während X willige und fähige Leute bei irgendwelchen sinnlosen Maßnahmen versauern, anstatt dass man da beide Seiten zusammenbringt.
das ist wirklich so traurig.
Dasa ganze System ist bei uns viel zu wenig durchlässig in alle Richtungen.
Wenn da ne Stelle als Schrauber-Fachkraft-Manager ausgeschrieben ist und Du bist nur Schrauber-Fach-Manager gehst Du leer aus: Was zu Geier soll das?
Bei Politikern stört es uns ja auch nicht, dass Leute zB Verteidigungministerin werden, die noch nie beim Bund waren, aber wenn es darum geht, Ein Auto zusammenzuschrauben, oder Briefe in den Ausgang zu sortieren, ist es plötzlich total wichtig, dass man genau den passenden Abschluss hat und nicht nur einen benachbarten.
Und die Leidtragenden sind dann die, die einen Job suchen aber einfach in einem kleinen Punkt nicht ins Raster passen (zu alt, oder der Abschluss liegt knapp daneben).