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Angriffe von Jugendlichen an Schulen: Die Politik MUSS über Herabsetzung der Strafmündigkeit nachdenken

Hallo zusammen,

nach den beiden gestrigen Angriffen von Jugendlichen an Schulen bin ich der Auffassung, dass die Politik ENDLICH über die Herabsetzung der Strafmündigkeit nachdenken MUSS!

Auch müssen die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden, da diese ein Problem mit der Erziehung haben.

Überhaupt sollte die Politik was unternehmen. Denn gerade eben hat im Hamburger Hauptbahnhof auch eine Messer-Attacke stattgefunden. Allerdings von einer Frau. Die Hintergründe sind noch unklar.

Wie denkt Ihr darüber?

Einen schönen Freitagabend wünscht Euch

Anja
 
Ja, es muss etwas passieren. Da gebe ich Dir Recht. Ein Herabsetzen der Strafmündigkeit sehe ich auch als notwendig. Allerdings wäre es für mich auch wichtig, dass Gesetze endlich strikter angewendet werden würden.
Eltern zur Rechenschaft zu ziehen ist in den meisten Fällen der falsche Weg, es sei denn, Eltern "benutzen" ihre Kinder für Straftaten (klauen, Drogen usw.). Als Elternteil kannst Du noch so gut "erziehen", aber das ist kein Garant dafür, dass die Sprösslinge nicht doch irgendwann Mist bauen. Und da spreche ich aus Erfahrung - nicht als Elternteil, sondern als zeitweilig "missratener" Sohn. Im Nachhinein würde ich sagen, dass meine Eltern wirklich alles gegeben haben, um mich gut zu erziehen. Aber trotzdem bin ich zeitweilig auf Abwege geraten, wenn auch nicht so drastisch, dass ein Tötungsdelikt im Raum stand.
 
Denn gerade eben hat im Hamburger Hauptbahnhof auch eine Messer-Attacke stattgefunden. Allerdings von einer Frau. Die Hintergründe sind noch unklar.
Wie du schon sagst, es kommt auf die Hintergründe und Art der Angriffe an -
Jugendliche an Schulen, die auf Mitschüler/Lehrer losgehen, psychisch kranke Menschen, traumatisierte Menschen...
Ob eine Herabsetzung der Strafmündigkeit was bringt ist fraglich,
ich glaube eher nicht.
 
Und das soll was bringen?

So lange das Strafmaß als solches hierzulande dermaßen lasch ist, wird das keinen Jugendlichen der so freidreht abschrecken.

Gefühlt wird doch ohnehin jeder Täter für psychisch krank befunden (ach was..) und in eine dementsprechende Einrichtung gesteckt (so wie übrigens auch der besagte Jugendliche) . Wie lang der oder diejenige dort dann verweilt, liegt ganz im Ermessen der Ärzte. Und da gab es in der Vergangenheit auch schon Fehleinschätzungen.

Vielleicht sollte man in Zeiten wo die Messer so locker sitzen generell wieder mehr für die Sicherheit tun.
 
Perfekte Idee.
Der 13-jährige findet auf dem Sperrmüll ein altes Kennzeichen, malt es an und baut es an sein Fahrrad. Der Kumpel sagt, er holt sich das, weil er es haben will, bekommt von ihm dafür die Ohren lang gezogen. Den Freunden erzählt der Junge, dass der Kumpel den Diebstahl angekündigt hat.

Leider ist der Vater des Kumpels Polizist und erstellt Strafanzeige:
Diebstahl des Kennzeichens vom Sperrmüll,
Urkundenfälschung durch Bemalen,
Körperverletzung des Kumpels,
Verleumdung des Kumpels.

Man sieht sich vor Gericht – und zack – hat man einen potentiellen Serienstraftäter kalt gestellt, der die Folgen seines Tuns sein Leben lang tragen wird.

So richtig?
 
Ja, es muss etwas passieren. Da gebe ich Dir Recht. Ein Herabsetzen der Strafmündigkeit sehe ich auch als notwendig. Allerdings wäre es für mich auch wichtig, dass Gesetze endlich strikter angewendet werden würden.
Eltern zur Rechenschaft zu ziehen ist in den meisten Fällen der falsche Weg, es sei denn, Eltern "benutzen" ihre Kinder für Straftaten (klauen, Drogen usw.). Als Elternteil kannst Du noch so gut "erziehen", aber das ist kein Garant dafür, dass die Sprösslinge nicht doch irgendwann Mist bauen. Und da spreche ich aus Erfahrung - nicht als Elternteil, sondern als zeitweilig "missratener" Sohn. Im Nachhinein würde ich sagen, dass meine Eltern wirklich alles gegeben haben, um mich gut zu erziehen. Aber trotzdem bin ich zeitweilig auf Abwege geraten, wenn auch nicht so drastisch, dass ein Tötungsdelikt im Raum stand.
Hallo ChrisR76,

vielen Dank für Deine ausführliche Einschätzung, Meinung und auch offenen Einblick in Dein Leben.

Ich hoffe, dass Du aus gewissen Situationen gelernt hast und davon nicht mehr betroffen bist. Also, dass Du Dich auf so etwas nicht mehr einlassen würdest.

Du bist stark, bleib' so und geh' aufrichtig Deinen Weg weiter!

Liebe Grüße

Anja
 
Hallo ChrisR76,

vielen Dank für Deine ausführliche Einschätzung, Meinung und auch offenen Einblick in Dein Leben.

Ich hoffe, dass Du aus gewissen Situationen gelernt hast und davon nicht mehr betroffen bist. Also, dass Du Dich auf so etwas nicht mehr einlassen würdest.

Du bist stark, bleib' so und geh' aufrichtig Deinen Weg weiter!

Liebe Grüße

Anja
Na diese Zeiten sind schon lange vorbei. Es sind keine Jahre, sondern Jahrzehnte, seitdem ich ein "anständiger" Kerl geblieben bin. Von daher alles in Ordnung. War halt eine "Sturm- und Drangzeit"....
 
Ich denke, dass man vorbeugen sollte BEVOR die Tat passiert - etwa durch Streitschlichter, kleinere Klassen, mehr Sozialarbeiter an den Schulen und nicht nur an den Schulen. Kinderfreundlichere Städte.

Auch müsste es mehr Angebote für Opfer von Gewalt geben: was mache ich, an wen wende ich mich, wenn jemand mich mobbt, bedroht oder erpresst?
 
Na diese Zeiten sind schon lange vorbei. Es sind keine Jahre, sondern Jahrzehnte, seitdem ich ein "anständiger" Kerl geblieben bin. Von daher alles in Ordnung. War halt eine "Sturm- und Drangzeit"....
Tatsächlich hatte ich als Jugendliche auch so eine Rowdie-Phase: Hab mit ner Freundin auf einer Siedlungsbaustelle in einem Neubaugebiet "mitgemischt" und - wenn auch überschaubar, aber dennoch - so einigen Schaden angerichtet und das mehrfach. Der Bauträger hat dann wohl Detektive angeheuert und als wir mal wieder dort zugange waren sahen wir plötzlich eine Familie (Vater, Mutter, Kind) vorbeischlendern. Ihre um den Hals hängenden Fotoapparate sahen wir leider erst, als sie die hochrissen und wild in unsere Richtung zu knipsen beginnen.. und dann begann eine wilde Verfolgungsjagd, bei der wir eben den Vorteil der Ortskundigkeit hatten und die Erwachsenen abhängen konnten. James Bond wäre vor Neid erblasst. 😬 Wochen später bekamen die Eltern meiner Freundin Post mit einer stattlichen Schadensersatzforderung und ich den Schiss meines Lebens - wir waren tatsächlich aufgeflogen. Vor meinem geistigen Auge sah ich schon meine nicht gerade zimperlichen Eltern mit erhobener Hand auf mich zustürmen. Die Mutter meiner Freundin schiss uns zusammen, dass wir nicht mehr wussten, wo rechts und links war, hat uns dann aber den Allerwertesten gerettet, indem sie sich den Forderungen entgegenstellte und behauptete, dass das nicht ihre Tochter wäre auf den Bildern. Wir hatten noch geistesgegenwärtig unsere Kapuzen hochgezogen und waren daher nicht wirklich gut zu erkennen. Der Brief war wohl zunächst mehr ein Schuss ins Blaue. Wir haben dann auch nie wieder etwas von der Sache gehört, das ist jetzt mehr als 50 Jahre her.

Will sagen: Wir waren blöd, gedankenlos, hatten Langeweile und ich wüsste nicht, warum das den heutigen Kids anders gehen sollte. Heutzutage haben die Kids nur noch weniger gelernt, mit Langeweile umzugehen. Das ist einfach dieser schnelllebigen Zeit mit ihrer enormen Reizfülle geschuldet. Man müsste es schaffen, dass die Kids sich viel mehr engagieren, sportlich oder gerne auch ehrenamtlich. Doch leider wird das viel zu wenig gefördert, Eltern sind meist ähnlich tumb, die Glotze läuft 24/7 und niemand kümmert sich.

Einfach das Herabsetzen der Strafmündigkeit füllt maximal Jugendhaftanstalten, in denen es auch nur bedingt pädagogisch wertvoll zugeht. Ich glaube daher auch nicht, dass das die Lösung ist.

Für mich war der Schock damals absolut lehrreich. Nie wieder habe ich so etwas gemacht, habe erst danach angefangen, mein Hirn einzuschalten und das alles mal zu reflektieren.
 

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