Kennt ihr Wege, um sich davon zu erholen?
Spannende Frage.
Ich kann sicher nicht direkt sagen wie man sich davon erholt. Ich kann es nur vermuten bzw mir anhand dessen was ich weiß zusammen reimen.
Aber du beantwortest mir einen Teil meiner Frage. Ich denke Menschen die Gas-Lighting erfahren und darauf reagieren sind dafür von sich aus schon sehr empfänglich. Ergibt auch einfach Sinn.
Vielleicht muss man schauen worin und mit welcher Absicht diese Empfänglichkeit besteht.
Es bedeutet ja den "Glauben" an seine eigene Wahrnehmung zu verlieren?
Das beinhaltet ja schon, das die Wahrnehmung eine individuelle Sache und nicht an der Realität fest zu machen ist.
Unsere Wahrnehmung ist unsere Welt. Unsere Wahrnehmung ist verknüpft mit Erfahrungen und Ängsten. Wir sehen dadurch die Realität nicht mehr so wie sie ist.
Ich denke viele Phobien bestehen aufgrund einer Wahrnehmungsstörung. Bei Phobien braucht man oft die Unterstützung anderer Menschen um die Wirklichkeit zu sehen. Wenn jemand dafür nicht empfänglich ist, kommt er aus einer Phobie oder anderen Wahnvorstellungen nicht mehr heraus.
Die Wahrnehmung dessen was ist, soll in erster Linie unser Überleben sichern. Auch dafür sorgen dass unsere Bedürfnisse erfüllt werden.
Andererseits kann unsere Wahrnehmung auch wirklich falsch sein.
Ich mag diese Zweifel auch überhaupt nicht.
Nichts anderes passiert ja wenn man durch etwas getriggert wird. Man reagiert auf altes und nicht auf das was ist. Man kann gar nicht sehen was ist, man sieht es nur so wie man es kennt.
Der Abgleich damit ob dies der Realität entspricht fehlt dann leider zu oft. Unsere Wahrnehmung speist sich dann aus schlimmen Erfahrungen, hauptsächlich emotional überlagert. Der Verstand und damit das klare und rationale Denken setzt aus.
Ich habe ja noch nie so deutlich wie vor einigen Wochen erlebt, das mich etwas triggert. Der nächste Trigger steht auch schon in den Startlöchern.
Zum einen ja die Alarmanlage die durchaus ihren Sinn und Nutzen hat. Andererseits schlägt auch das Ego gerne Alarm wenn es sich übergangen u.a. fühlt.
Es hängt also mit unserem Überleben zusammen und daher reagieren wir wohl auch so heftig darauf, weil es unabdingbar ist, das wir unserer Wahrnehmung trauen können.
Wir erlangen wir dieses Vertrauen also in unsere Wahrnehmung?
Zu aller erst würde ich unterscheiden, was ist wirklich überlebenswichtig, was brauchen wir wirklich zur Bedürfnisbefriedigung und was will unser Ego.
Vieles fällt dann eigentlich schon weg, bei dem wir uns nicht zu 100% auf unsere Wahrnehmung verlassen brauchen. Wir können auch nicht alles erfassen. Selbst unsere Intuition kann nachteilig geprägt sein und man geht dann zu oft vom schlimmsten aus.
Ich habe mir irgendwann einmal gesagt, was habe ich wirklich zu verlieren wenn ich mich täusche bzw getäuscht werde. Meine Absichten sind gut, wenn mich jemand bewusst täuscht, manipuliert usw. ist das allein sein Fehlverhalten. Das beruhigt schon mal mein Ego, das natürlich von anderen nicht schlecht behandelt werden will^^
Eine andere Sichtweise die ich sehr hilfreich finde ist es die Gehirnforschung mit einzubeziehen.
Indem wir unser Gehirn anders benutzen wäre eine Antwort.
Dazu fällt mir ein interessantes
Video einer Trauma Spezialistin ein, hinsichtlich dazu was das Gehirn eigentlich macht wenn ein oder mehrere Trauma vorliegen.
Kann es echt sehr empfehlen ab Minute 20.
Präsent sein, bewusst sein, sich fühlen um ins Jetzt zu kommen, schaltet im Gehirn etwas um.
Die Therapeutin bringt es gut auf den Punkt, "Sicherheit ist die Grundlage".
Und meistens sind wir im Hier und Jetzt ja sicher, nur im Kopf piept der Rauchmelder noch.
Ich bin froh bei diesem Podcast gehört zu haben das ich diese Sache bei meiner Tochter richtig gemacht habe. Ich habe ihre Ängste oder Unwohlsein ernst genommen. Es blieb beim Einschlafen immer ein Licht an wenn sie das wollte. Das zeigt Verständnis und Mitgefühl. Ich versuchte ihre Wahrnehmung nie in Frage zu stellen. Irgend wann sagte sie, es stört sie, ich soll es ausmachen.
Sorry vielleicht ein bisschen bisschen durcheinander. Ich versuche ja selbst zu verstehen. Am liebsten würde ich 3/4 davon wieder löschen, aber gut, das war der Gedankenweg^^
Es gibt soviele Ansatzpunkte und Sichtweisen darauf. Ich meine zu erkennen das sie sich alle sehr ähneln. Sei es bei Psychotherapie, Gehirnforschung oder spirituellen Methoden.
Die Amygdala beruhigen kommt also aus der Hirnforschung, was so viel bedeutet wie den Rauchmelder abzuschalten weil es nicht mehr brennt. 🤔
Zum anderen sich selbst gegenüber Mitgefühl haben. Aber dabei nicht ins Selbstmitleid rutschen.
Mithilfe von Therapie aufarbeiten und abschließen ist wohl der Satz der gereicht hätte.
😉