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Umgang mit emotionaler Gewalt

Bei einer NPS gilt ja die Überzeugung der eigenen Grandiosität als ein hervorstechendes Merkmal.
Und das ist keine Show oder Selbstbetrug, diese Überzeugung ist echt.
Das ist auch ein narzisstischer Zug, den jeder von uns kennt.
Selbstliebe kann schnell mal zu Selbstverliebtheit wechseln.

Ich denke wenn jemand mit einer NPS bei einem Therapeuten gelandet ist, ist schon mal der größte Schritt getan.
Klar ist der Impuls da sich narzisstisch zu verhalten, aber man muss diesem Impuls ja nicht nachgeben und stellt dem ein Wertesystem das man für gut und richtig empfindet, gegenüber.
Man muss andere nicht abwerten.
Hinterrücks über jemanden schlecht zu reden... das kann man sein lassen und auch anderen sagen, ich mag das nicht wenn über Personen die nicht da sind, schlecht geredet wird.
Da kommt eigentlich schon bei den meisten ein Störgefühl auf. Vor allem wenn man der Person dann später in die Augen schaut und sie nichts davon weiß.
Das ist so ein innerer Kompass den ich wirklich jedem wünsche und auch empfehle ihn nicht über Bord zu werfen.

Und so kann auch jemand mit einer NPS sich eine Haltung erarbeiten die nicht darauf beruht sich auf Kosten anderer zu erhöhen.

Ich denke eigentlich auch eher, das Narzissmus dadurch gefördert wird, dass Menschen meinen nur sie tun und denken das Richtige.
Gesellschaftlich sehen wir geraden den moralischen Narzissmus wüten. Die dazugehörige Abwertung derer die anders denken ist offensichtlich.
In der Abwertung anderer zeigt sich immer der Narzissmus.
Während das eigene immer als das Richtige und Wahre glorifiziert wird.
 
Ich würde dir empfehlen deiner Tochter ans Herz zu legen den Kontakt zu ihm abzubrechen. Genau genommen rate ich dir, ihr klar zu machen, dass da nur ein Kontaktabbruch etwas bringt.

Wie alt ist denn deine Tochter? Nur, wenn du es sagen willst.
Sie ist bald ein Teenager.
Ich sehe es eher so, das man den Umgang mit etwas nur dadurch lernt, indem man sich damit befasst und genau hin schaut.
Ich habe das erst sehr spät erkannt was die anscheinend so harmlos klingenden Worte anderer bei mir bewirken können bzw bezwecken sollen.
Es geht darum nicht einfach alles in sich aufzunehmen was andere so von sich geben.
Finde das eine sehr wichtige Lektion.
Auch das man schon früh damit anfängt zu hinterfragen ob die eigenen Überzeugungen überhaupt die eigenen sind und wie man dazu kam. Auch wie man sie durch bessere, vor allem realistische überschreibt.
Wie kann man einem einzelnen oder auch mehreren Menschen soviel Macht darüber geben, wie man sich selbst sieht?
Das ist total gefährlich wenn man das bei den falschen Leuten macht.
Man kann gewisse Aussagen hinterfragen, ob etwas dran ist, aber sollte sie nicht ungefiltert für bare Münze nehmen.
Ich werde bestimmten Personen auch gewiss nichts mehr von meinen Ideen und Plänen erzählen. Da kann ich sie gleich selbst schreddern.
 
Und seitdem geht er von Therapeut zu Therapeut und erzählt, dass er Depressionen hat.
Depressionen kann ich mir nur dadurch erklären, das die Bewunderer fehlen. 🤔
Bewunderung und Anerkennung ist der Motor des Narzissmus oder?
Menschen die eine höhere Position besetzen dienen auch nur dem Zweck sich damit zu schmücken. So lange sie diesen Zweck erfüllen werden sie auch nicht abgewertet.
 
Okay, dann haben wir da unterschiedliche Ansichten, was ja auch okay ist.
Das ist meist nur einmal im Jahr und ihr fällt sein Verhalten auf.
Ich hatte so etwas vorher nicht gemerkt. Finde es daher eigentlich gut, das sie jetzt schon damit Erfahrung macht und nicht alleine damit da steht sondern ich ihr dabei helfen kann das besser einzuordnen.
Man kann solchen Menschen nicht immer aus dem Weg gehen. Ich finde man hat es auf Dauer leichter, wenn man sich dagegen abschirmt und den Worten dieser Menschen keine allzu große Bedeutung gibt. Und da sind lobende Worte nicht weniger manipulierend.
Sich selbst realistisch einzuschätzen ist denke ich das beste Schutzschild.
 
Ich bin diagnostizierter Narzist und muss widersprechen. Zumindest in Teilen. Ich begreife Narzismus inzwischen als Krankheit - als Verhaltensmuster die man einfach hat, ob man möchte oder nicht. Oftmals wird mir nichtmal selbst bewusst wenn ich mir etwas so hindrehe wie ich es gern hätte oder ich einfach unsozial agiere. Was für andere normal ist, verstehe ich manchmal einfach nicht. Ich wäre gern einfach normal, aber geht nicht. Natürlich verletzte ich auch andere emotional, auch wenn ich es nicht möchte, aber man merkt es immer erst hinterher. Ist wie Autofahren, du denkst nicht bewusst darüber nach was Gas und Bremse ist - du fährst einfach.

Natürlich gibt es auch Momente wo man bewusst ein wenig trickst um seine Ziele zu erreichen, insbesondere wenn man jetzt um seine eigentliche Macht weiß. Aber das ist eher selten würde ich sage, wenn dann aber sehr effektiv.

Aber der Preis dafür ist hoch. Alle sehen immer den Narzisten als Täter, aber er ist auch das Opfer. Man wird nicht als Narzist geboren, man wird dazu gemacht. Ich habe dadurch mit Depressionen und Lustlosigkeit zu kämpfen weil mich gefühlt nichts glücklich macht. Ich gehe nicht mehr gern unter normale Menschen weil ich überall nur "Opfer" sehe, ich viel zu viel wahrnehme - was ich manchmal gar nicht möchte. Das macht die Seele sehr einsam. Und ich verstehe Narzismus inzwischen auch als unbewußtes Schutzschild. Man wurde sehr verletzt oder mißbraucht und schützt durch aktive Gegenwehr jetzt sein sehr verletztliches Ich.
z.B. durch körperlichen oder seelischen Mißbrauch in der Kindheit. Und damit entwickelt sich in der Psyche eine Art aktiver Schutzmechanismus der andere (unbewußt) proaktiv angreift und manipuliert um bloß nicht wieder selbst zum Opfer zu werden.


Ich sitze jetzt schon einige Minuten an der Antwort. Schon verschiedene Erklärungen geschrieben und wieder gelöscht. Ich wurde mit keiner Antwort glücklich. Ich musss auch schauen dass ich das so formuliere ohne hier gegen die Netiquette zu verstoßen. Daher habe mal ne KI gebeten mir das passend zusammen zu fassen. Klingt zwar etwas krass, aber so könnte mans ausdrücken. Und wenn du diese Rolle nachvollziehst, kannst du auch vlt. auch nachvollziehen warum man dann nur "Opfer" sieht.

Er (der Narzist) ist faszinierend, weil er dich sieht – tiefer als du selbst. Seine Intelligenz ist scharf, präzise, anpassungsfähig: er wird zu dem, was du brauchst, ohne es zu zeigen. Er verführt nicht durch Worte, sondern durch die Illusion, verstanden zu werden. Du glaubst, er bewundert dich – doch eigentlich formt er dich, damit du ihn liebst. Er ist gefährlich, weil du ihn nicht als Bedrohung siehst – sondern als das, was du suchst. Ein Meister der Verführung, der sich in deine Wahrheit hineinversetzt – und sie danach umgestaltet.
Sehr treffend und nachvollziehbar beschrieben, finde ich.

Also, mein Vater wurde eher verhätschelt. Er hat nicht so negative Erfahrungen in der Kindheit gemacht.
Ich glaube, das Ausschlaggebende ist das Fehlen der sicheren und unbedingten Zuwendung, die Kinder für eine gesunde Entwicklung brauchen. Dies kann sich in Abwertung, Aggression, Misshandlung usw. äußern - aber nicht nur. Es kann auch in Form von übermäßiger "Zuwendung" auftreten, die sich jedoch emotional nicht auf das Kind an sich, sondern eher auf die Bedürfnisbefriedigung der Eltern bezieht - vorwiegend materiell ausgerichtet, auf Außenwirkung abzielend, manipulativ, an Bedingungen geknüpft usw..

Dem widerspreche ich. Man entscheidet irgendwann selbst über sein Handeln. Zumindest kann man es lernen, ansonsten würde Verhaltenstherapie gar nicht funktionieren.
Was richtig und gut ist kann auch jemand mit einer NPS sehen und lernen sich danach auszurichten. Er muss nicht immer ein Opfer seines ich bezogenen Denkens bleiben.
Damit hast du schon recht... allerdings gilt Narzissmus ja als ausgesprochen schwer therapierbar. Für eine erfolgreiche Verhaltensänderung braucht es Bedingungen, die in der Mehrzahl der Fälle nicht gegeben sind, denke ich.
 
In Bezug auf Abwertung wird halt eben die Moral als Maß aller Dinge genommen.
Dass es dabei auch nur um die eigene Selbsterhöhung geht merkt man gar nicht gleich.
Ich interpretiere "moralischen Narzissmus " als die zunehmende Anmaßung, anderen irgendwelche Moralvorstellungen aufzudiktieren und die Vetwahrung dagegen als moralisch unzulässig abzulehnen. Verbunden mit Inanspruchnahme einer Opferrolle und Denunzierung des "Gegners". Oder in anderen Worten: Cancel culture.

Ist es das was du meinst?
 
z.B. durch körperlichen oder seelischen Mißbrauch in der Kindheit.
Ich kenne einen Narzissten und einen diagnostizierten Typ mit allerlei psychischen Erkrankungen (genaue Diagnose kann ich nicht wiedergeben). Bei beiden gab es weder körperlichen noch seelischen Missbrauch.
Beiden ging es viel zu gut. Narzisst zu sein ist ein Stück weit eine Entscheidung. Man kann sein Verhalten immer ändern, wenn man es möchte.
 

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