Yannick
Sehr aktives Mitglied
Diese 7Tage/24-Stunden-Mentalität fußt überwiegend auf ökonomischen Gründen der Unternehmer und hat weniger das Wohl der Arbeitnehmer oder Kunden im Auge.
Alles hat seine vernünftigen Grenzen. Die Konkurrenz übertreffen zu wollen oder müssen (aus ökonomischen Gründen) ist kein hinreichender Grund, um den Laden zB auch nachts zu öffnen.
Wenn's nur noch um Geld geht, läuft wohl was falsch.
Die Leute, die dort Sonntags arbeiten, machen das auch fast nur des Geldes willen und haben wohl entweder keine sozialen Beziehungen oder sie haben welche, die darunter leiden.
Bezüglich der Niederlande habe ich neben der Supermarktkette Albert Heijn vor allem viele junge Leute im Studentenalter im gastronomischen Bereich gesehen. Es gab kaum mal eine Bedienung die mindestens 40 Jahre alt war. Was soll das bedeuten?
"Die Zeiten haben sich eben geändert", weil das Geld in den Vordergrund getreten ist.
Man muss nicht jeden Trend gut finden.
Daneben:
Ich bedaure es sehr, dass Albert Heijn in Deutschland geschlossen hat. Ich würde sehr gerne die leckeren Salate kaufen, die es so nicht in Deutschland gibt 🙂.
Wenn es keine Kunden gäbe, die sonntags(nachmittags) einkaufen möchten, hätte der Unternehmer sicher kein Interesse. Sicher macht es keinen Sinn, den Laden am WE die ganze Nacht zu öffnen, aber darum geht es mir auch nicht. Wieso muss es in eine gesetztliche Regelung geben, die dies mehr oder weniger erfolgreich verhindert?
Natürlich arbeiten die jungen Leute abends und in NL am Sonntag, weil sie Geld brauchen. Das sind doch vielfach Studenten oder Azubis, die sich damit ihre eigene Bude finanzieren. Und so gering scheint der Verdienst auch nicht zu sein, immerhin hat mein Neffe (Student) sich letztes Jahr damit einen Teil seines Urlaubs in Peru finanziert.
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Prinzipiell würde ich die Ladungsöffnungszeiten komplett frei geben. Ich finde die Möglichkeit zu haben, einkaufen zu können wann es mir als Kunden zeitlich am besten paßt, einfach zauberhaft. Ja, man muß nicht spätabends einkaufen - aber manchmal kann oder will man zu anderen Zeiten einfach nicht gehen.
Und nein, natürlich ist ein nächtlicher Einkauf nicht lebensnotwendig, aber das ist ein Restaurantbesuch auch nicht. Und da beschwert sich keiner, dass die länger als bis 20 Uhr geöffnet haben.
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So sehe ich das auch. Wenn sich mal wieder spontan einige Freunde zum gemütlichen Beisammensein in meinem Garten einfinden, kommt das Essen oft genug von einem Lieferservice. Wieso sollte ich die Zutaten für einen italienischen Salat nicht im Laden kaufen können? Ich mag kein gegrilltes Zeug und fettige Pommes schon mal gar nicht.
Aber es gibt Hoffung. Rewe hat die Nachfrage erkannt und eine Tankstelle am Rande unseres 8000-Einwohner-Örtchens einen Rewe to go eingerichtet, der sich durch ein gehobenes Preisniveau auszeichnet und am Wochenende geöffnet hat. Es ist doch nur noch eine Frage der Zeit, bis die anderen auch aufwachen. Wenn die noch lange warten, hat Amazon plötzlich einen Lieferservice für Nahrungsmittel. Dann findet der gewinnträchtige Verkauf online im Ausland statt und hier fährt ein eher gering bezahlter Scheinselbsständiger die Sachen für ein paar Euro vom Lager zum Kunden. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...
Albert Heijn hatte schon die richtige Idee.
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