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Öffnungszeiten: abends und am Wochenende?

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Yannick

Sehr aktives Mitglied
.
Dieser Thread ist eine Weiterführung einer Diskussion aus dem Thema: Kunden aus der Hölle.....

Wir diskutieren hier über den Wunsch bzw. die Notwendigkeit,
Einzelhandelsgeschäfte abends um am Wochennede zu öffnen.

Ich selbst würde das eher positiv sehen wollen, man kann aber sicher auch anderer Meinung sein...

🙄 also als ich meine ausbildung gemacht hab hatten die Läden täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Und oft sogar noch ne Mittagspause. Und samstags von 8 bis 12.30 Uhr.
Sonn- und Feiertags garnicht. Nichtmal der Bäcker.
Und soll ich dir was sagen...es ist keiner deswegen verhungert.
...

Ja, ich erinnere mich. 🙂

Ich erinnere mich auch an den Ärger der Inhaberin des Tante-Emma-Ladens,
als 100 m weiter ein Discounter eröffnete, der auch Mittags geöffnet war.
Aber das ist nun ein halbes Jahrhundert her und die 45-Stunden-Woche war
die Regel. Damals hatte man aber auch einen Garten hinter den Haus und
konnte seine Kartoffeln, Eier und das Lieblingsgemüse mal schnell am Sonn-
tagvormittag beschaffen. Ok, im Winter funktionierte das nicht und man ging
in den Keller, um Eingemachtes zu holen.

Die Zeiten haben sich eben geändert und wer heute an der Kasse sitzt, weiß
auch um die Öffnungszeiten des Ladens. Gerade diese erweiterten Öffnungs-
zeiten ermöglichen es doch, dass heute viele Menschen Teilzeit arbeiten kön-
nen und so mehr Zeit für sich oder die Familie haben.

Wohin der Trend geht, sieht man hier in den Niederlanden. Die großen Märkte
in den Einkaufszentren haben auch sonntags geöffnet und die meist jungen
Leute an der Kasse sind stets freundlich.
 
An die Zeiten erinnere ich mich auch noch gut.

Zumindest in meiner Familie hat das trotzdem funktioniert, weil mein Vater der Alleinverdiener war. Er war also nicht auf die Ladenöffnungszeiten angewiesen, weil sämtliche Einkäufe tagsüber von meiner Mutter erledigt wurden. Mein Vater hätte nicht einkaufen können, weil pünktlich zum Dienstschluss die Läden zugesperrt wurden (um 18 Uhr).

Meine Mutter hat ihm deswegen sogar teilweise die Kleidung besorgt (sie hat sich mehrere Exemplare an Hosen etc. mitgeben lassen. Mein Vater hat sie abends zuhause anprobiert, und die nicht passenden Sachen hat meine Mutter am nächsten Tag wieder zurückgebracht). Heutzutage funktioniert das aber nicht mehr so gut, weil es viele Singlehaushalte gibt, und Paare, bei denen beide Partner arbeiten.

Wie gesagt, ich persönlich wüsste nicht so recht, wann ich einkaufen sollte, wenn die Läden um 18 Uhr zumachen würden. Es ist hier wirklich nicht unüblich, dass man erst um 17:30 oder 18 Uhr aus dem Büro kommt. Da bliebe mir häufig nur der Hauptbahnhof, wo es schon immer Geschäfte mit längeren Öffnungszeiten gab.
..
 
🙄 das ist jetzt fast n Grund für mich, in 2 Wochen CSU zu wählen. Die sind immerhin für den freien Sonntag.


Jetzt hast Du den Niederländer in mir geweckt:

Warum sollte es verboten sein, wenn Kunden, die sonntagsnachmittags einkaufen
möchten auf offene Geschäfte treffen in denen Menschen arbeiten, die für Grundlohn
plus Sonntagszuschlag dort arbeiten möchten?

Als ich früher alleinerziehend war, habe ich mich um die Bedürfnisse meines Sohnes
gekümmert und bin oft abends oder am WE noch mal in die Firma gegangen oder zu
besonderen Einsätzen zum Kunden gefahren. Was war daran falsch?
 
Bis in die 90er mussten wir damit auskommen unter der Woche bis spätestens 18h alle Einkäufe erledigt zu haben, Samstag oft sogar schon bis 14h, ohne den Luxus eines Spätkauf oder gar Online-Handel. Heute kriegen wir Schnappatmung, wenn man nicht auch noch am Sonntag einkaufen gehen kann, weil man es ja sonst unmöglichen schafft entspannt und in Ruhe zu shoppen. Nobel und dekadent geht die Welt zu grunde.

Bevor wieder jemand kommt, JA ABER die Altenpfleger, Polizisten.......

Alte Menschen kann man nicht in ihren Ausscheidungen liegen lassen. Unfallopfer können nicht bis Montag früh warten, wenn sie stark bluten, wenn du in Gefahr bist zählt jede Minute bis die Polizei kommt... Es sind eben Notfälle und Einkaufen zählt nicht dazu. Busfahrer arbeiten Sonntags, das diese Menschen auch Sonntags zur Arbeit kommen und wieder nachhause.

Aber wenn du es nicht schaffst von Mo-Sa dein Zeugs zu kaufen, wenn die Läden zwischen 7-8 Uhr aufmachen und zwischen 20-22 Uhr wieder schließen nicht genug Zeit hast, dann ist das dein eigenes Problem. Musst du deinen Alltag halt besser planen.
 
Eben, früher hat es auch ohne Geschäfte, die bis in die Puppen geöffnet haben, funktioniert.
Als Kunde muss man sich eben nach den Öffnungszeiten richten und die Einkäufe entsprechend planen.
Meine Familie hatte ja auch Geschäft und Kneipe und unsere Öffnungszeiten für den Laden sahen früher so aus:
Mo., Di., Do., Fr. = 8 - 12 Uhr; 15 - 18 Uhr
Mi. + Sa. = 8 - 12 Uhr
Später hatten wir auch Mittwochs am Nachmittag geöffnet. Ansonsten blieben die Zeiten so. Keiner hat danach geschrien, dass es zu wenig wäre.
 
Später hatten wir auch Mittwochs am Nachmittag geöffnet. Ansonsten blieben die Zeiten so. Keiner hat danach geschrien, dass es zu wenig wäre.

Nein, aber wie gesagt: in meiner Familie hat es eben deswegen funktioniert, weil meine Mutter nicht gearbeitet hatte. Sie war Hausfrau und hat die Einkäufe für die Familie erledigt. Die Gesellschaft war damals in Teilen etwas anders strukturiert, sodass die Ladenschlusszeiten ausgereicht hatten.

Für mich als jemand, der häufig erst um 17:30 oder 18 Uhr Dienstschluss hat, sind spätere Ladenschlusszeiten halt doch kein Luxus, sondern doch beinahe notwendig.

Es ist aber nicht so, dass ich beim Einkaufen deswegen ungeduldig oder unfreundlich wäre. Im Gegenteil, ich bemühe mich stets um Höflichkeit und ruhiges Auftreten. Ungeduld ist im übrigen sowieso nicht nötig, weil ich nur selten länger als wenige Minuten anstehen muss. Ich bin einfach froh, dass ich noch bis 20 Uhr einkaufen kann, ohne ständig zum Hauptbahnhof fahren zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Öffnungszeiten heute sind mehr als ausreichend, damit auch der Hinterletzte seine Einkäufe erledigen kann. Noch mehr braucht es m.M.n. nicht. Man muss sich eben danach richten und so einkaufen wie es das eigene Timing zulässt uns nicht dann, wenn man Bock hat. Teils ist das ganze Klagen doch nur purer Bequemlichkeit geschuldet.
 
Nein, aber wie gesagt: in meiner Familie hat es eben deswegen funktioniert, weil meine Mutter nicht gearbeitet hatte. Sie war Hausfrau und hat die Einkäufe für die Familie erledigt. Die Gesellschaft war damals in Teilen etwas anders strukturiert, sodass die Ladenschlusszeiten ausgereicht hatten.

Für mich als jemand, der häufig erst um 17:30 oder 18 Uhr Dienstschluss hat, sind spätere Ladenschlusszeiten halt doch kein Luxus, sondern doch beinahe notwendig.

Ich frage mich immer, wo all die Leute überall in den Städten, den Geschäften, etc. herkommen, wo doch alle bis 18 Uhr oder länger arbeiten müssen...
Bummeln und Shoppen geht wohl tagsüber...Lebensmittel einkaufen nicht.🙄
 
Die Öffnungszeiten heute sind mehr als ausreichend, damit auch der Hinterletzte seine Einkäufe erledigen kann. Noch mehr braucht es m.M.n. nicht. Man muss sich eben danach richten und so einkaufen wie es das eigene Timing zulässt uns nicht dann, wenn man Bock hat. Teils ist das ganze Klagen doch nur purer Bequemlichkeit geschuldet.

Abends gegen 8 und 9 Uhr wird eh nichts mehr gescheides gekauft.
 
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