Ich bin der Meinung, daß die Ladenöffnungszeiten den jeweiligen Betreibern überlassen sein sollten.
Denn die kriegen selber über die Kunden zu spüren, wann der Andrang sprich die Nachfrage besonders groß ist.
Und zumindest größere Läden haben meist auch genug Verkäufer eingestellt, die sich in Schichten den ganzen Tag lang abwechseln, so daß keiner über Gebühr dableiben muß, wenn von 6 - 22 Uhr oder länger geöffnet ist.
Vor Exzessen für die Arbeitnehmer/Verkäufer schützt das Arbeitsrecht und die jeweiligen tariflichen Vereinbarungen, insbesondere in Form von Extrazahlungen für Arbeit nachts und an Sonn- und Feiertagen, wie es im Supermarkt im Hauptbahnhof Nürnberg lief, der vor Eröffnung hart umstritten war
(vor allem seitens der Kirchen, die mit normalem Verkauf auch an den Sonntagen überhaupt nicht klarkamen und ihre nicht mehr vorhandene Autorität "zugunsten der Arbeitnehmer" meinten ausspielen zu müssen, reine Wichtigtuerei von ihrer Seite),
aber seit Eröffnung läuft es problemlos und die Abend- und Sonntagsschichten sind wegen der dafür bezahlten Boni auch bei den Verkäufern recht begehrt obwohl stressig, wer mal Sonntags drin war weiß, wie sehr der Laden gerade an diesem Tag brummt, da steht regelmäßig halb Nürnberg vor dem Eingang, oft so viele Leute, daß die Sicherheitsmannschaft (leider nötig, weil sehr viel geklaut wird) für einige Zeit den Eintritt untersagt, bis wieder Luft im Laden ist.
Kleinere Läden im Ausland, Asien, USA und anderswo, die rund um die Uhr offen sind wie bereits beschrieben, sind häufig im Familienbesitz, wo der Eigentümer, Frau und Nachwuchs selber in Schichten an der Kasse sitzen, und zusätzlich ein paar angeheuerte Verkäufer aushelfen wenn nötig. Und privaten Eigentümern kann man nicht vorschreiben, wie lange sie jeden Tag in ihrem eigenen Laden sitzen wollen oder dürfen. Dafür können sie aber auch mal spontan das "Geschlossen"-Schild an die Tür hängen, wenn irgendwas wichtiger ist als das Geschäft und für ein paar Stunden alles abwesend ist.
Ist nicht so, als ob jeder Laden automatisch irgendeiner Groß-Konzernkette gehört, wo jeder Verkäufer automatisch ein Angestellter ist.