Hallo,
@Bergere.S
Ich stimme dir zu, dass meine nenn ich es mal "tierischen Instinkte" wohl zu schwach ausgeprägt sind und das ein Grund dafür ist, aus dem ich in meiner Situation festsitze. Wenn ich mir z. B. vorstelle ich wäre in einer Überlebenskampfsituation und es heißt fressen oder gefressen werden, wäre ich in den allermeisten Fällen wahrscheinlich aufgeschmissen. Ich weiß auch nicht, ob man das in hohem Maße erlernen kann oder das etwas, was genetisch bedingt bzw. frühkonditioniert werden muss, ist.
@Styx.85
Es ist völlig okay, wenn du nicht die richtige Lösung auf mein Problem hast, dennoch möchte ich nochmal auf deinen Beitrag antworten, weil ich finde, dass dieser einen sehr negativen Grundton mir gegenüber ausstrahlt.
Erstmal möchte ich nochmal erwähnen, dass ich von vornherein angegeben habe, dass ich mit der Gesellschaft/dem System insgesamt nicht auf einer Wellenlänge bin und ich diese/s für mich als ungeeignet empfinde, genauso das ich Eigendefizite aufweise und für meine Situation zum Teil eigenverantwortlich bin.
Falls du unter den Konditionen, die dir innerhalb der Gesellschaft geboten sind, deinen persönlichen Kriterien nach wohlsituiert bist, ist es nachvollziehbar, dass du zu dieser einen starken Bezug hast, zumindest klingt es danach und daran habe ich auch nichts auszusetzen, doch mir erscheinen einige deiner Punkte total einseitig und unreflektiert.
Aufgrund dessen, dass der Staat/die Gesellschaft einen Machtanspruch aufstellt, eine viel größere Infrastruktur und damit einhergehend logischerweise auch bessere Flexibilität aufweist, ich meine, dass steht mit einer einzelnen Person im Durchschnittsfall doch gar nicht im Verhältnis, ist die Verantwortung die diese/r gegenüber dem Bürger/Individuum trägt, viel höher als es andersrum der Fall sein kann.
Wenn der Staat/die Gesellschaft ein Interesse daran hegt, dass die Bürger/Individuen nach den staatlichen/gesellschaftlichen Vorschriften funktionieren, auf welche die Durchschnittsperson in der Regel wohl keinen oder nur einen geringen Einfluss hat und sich diese eher aufgrund der Eigendynamik des Systems aufladen/aufbürden lassen muss, weil man sonst Sanktionen, welche in einigen Fällen gar einen direkten Missbrauch an einer Person darstellen können, über sich ergehen lassen muss, dann fällt die erfolgreiche Umsetzung gesellschaftlicher Abläufe, aus meiner Sicht, primär in die Verantwortung des Staates/der Gesellschaft und dazu gehört für mich auch, dass ein missbrauchsarmer sozialer Umgang gewährleistet ist.
Inwieweit eine solche Perspektive weltfremd sein soll, erschließt sich mir nicht bzw. falls sie es ist, erachte ich es eher als bedenklich im Bezug auf die Welt als vermessen meinerseits.
Etwas das dem einen normal erscheint, tut es für den anderen nicht, etwas das von einem als Hilfe gedacht ist, stellt sich für den anderen auch nicht zwangsläufig als Hilfe dar, so denke ich mich selbst gut genug einschätzen zu können, um anhand der vorhandenen Infos für mich bewerten zu können, dass die gängigen staatlichen Maßnahmen nicht das von mir gewünschte Resultat hervorbringen würden.
Außerdem erwarte ich weder etwas noch stelle ich Ansprüche zu Ungunsten anderer, das Eigeninteresse das ich habe, ist genauso ein altruistisches Interesse anderen Menschen einen Mehrwert bieten zu wollen, auch mein "parasitärer Lebensstil" ist eine komplett private Angelegenheit, es ist also nicht so, dass ich mir unter falschen Voraussetzungen Sozialleistungen erschleichen würde, falls also der Umstand dass ich existiere, im gesellschaftlichen Kontext eine Art Missstand darstellen würde, so kannst du das an der Qualität der gesellschaftlichen Abläufe festmachen.
Du musst auch nicht nochmal antworten, um mir klarmachen zu wollen, wie weltfremd ich bin und das meine Ansichten daneben sind, weil ich mich menschlich in der Gesellschaft nicht widerfind und nicht quasi automatisch nach mir befremdlich erscheinenden Strukturen funktioniere.
@Pinguin
Der einzige Grund aus dem meine Grundsätze als selbstbezogen wahrgenommen werden, basiert darauf, dass die Gesellschaft/das System für viele als eine Art unabänderlicher Fixpunkt gesehen wird.
Ich verstehe die Logik, in der man als psychisch krank eingestuft wird, nur weil man andere Ansichten hat, nicht, vor allem wenn es sich nicht um destruktive oder unreflektierte Ansichten handelt.
Ich würde schon sagen, dass ich weiß was ich will, mein Problem ist eher, dass mir was ich will nicht geboten wird und ich aufgrund meiner Defizite schlecht darin bin irgendein soziales Interesse an meiner Person zu generieren.
@Mondenlicht
Gibt es denn so etwas wie Firmen, Leute, Unternehmen oder so, die solch ein Coaching ohne gesellschaftlichen Unterton bieten, die ihre Dienstleistungen in einer sehr niedrigen Preisklasse oder kostenlos anbieten?