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Danke für deine Antworten. Jetzt kommen meine weiteren Nachfragen 😀

Warum hast du zu deinen Familienmitgliedern keine guten Beziehungen? Ich vermute jetzt einfach mal, dass deine Eltern nicht zufrieden mit der Art sind, wie du dein Leben verbringst. War es früher denn anders, als du ein Kind warst?

Du schreibst, du hattest "Kontakte" zu anderen Menschen (Kindern nehme ich an), als du jünger warst. Waren das Freundschaften, oder nur lose Kontakte? Wie würdest du deine Sozialkompetenz damals bewerten? Fiel es dir leicht, die Themen, Motive und Interessen von anderen nachzuvollziehen und zu teilen?

"Unterhaltungsmedien konsumieren und im Internet surfen" klingt ja eher.. langweilig. Hast du dabei nie etwas entdeckt, was dich irgendwie mehr interessiert hätte? Hattest du als Kind früher Hobbies? Fandest du inhaltlich die Fächer in der Schule interessant?

Hm, deine Kritik am Gesellschaftssystem kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber "negative Vibes ausstrahlen" klingt eher spirtuell/esoterisch/metaphysisch orientiert. Interessiert dich dieser Bereich?

Was genau sind die "Grundlagen", die du gern managen lassen würdest, ich verstehe es immer noch nicht so ganz? Finanzen, Haushalt, Arbeitsplatz, Umgang mit anderen Menschen..?
Ich stimme dir zu, dass die Gesellschaft ziemlich vorstrukturiert ist. Es gibt einige Wege, die vorgesehen sind und die allermeisten Menschen folgen einem dieser Wege. Arbeit, Haus und Kinder betreuen, Selbständigkeit, Grundsicherung, Arbeitsunfähigkeit. Das sind glaub ich die 5 gängisten. Es gibt aber auch einige andere, die einen komplett anderen Weg wählen, der eher gesellschaftsfern ist. Sowas wie Selbstversorger-Kommunen oder Hausbesetzer etc.
Würdest du also z.B. wollen, dass du in einen dieser vorgefertigten Wege reingebracht wirst, durch dieses Management? Du beschreibst dich selber als anpassungsschwach, was ich persönlich eher mit jemandem verbinden würde, der sehr starke Ziele und Ideen hat und die um jeden Preis durchsetzen bzw. leben möchte und deshalb mit der Gesellschaft kollidiert. Gibt es bei dir solche starken Ziele und Ideen? Oder ist es eher so, dass du momentan nur weißt, was du nicht willst, aber keine Alternative dazu siehst?

Wie findest du es, hier über dich zu schreiben und zu erzählen? Ist es anstrengend für dich?
 

Hallo, nein ich hatte keinen Kontakt zu einem Psychiater/Psychologen. Es ist gut möglich, dass ich autistische Züge aufweise, jedoch nicht ärztlich diagnostiziert und ich würde auf solche Schlagwörter lieber verzichten, um nicht unzweckmäßig schubladisiert zu werden.

Ich habe wie erwähnt wenig sozialen Kontakt im realen Leben, mein verbaler Livekontakt mit Menschen ist jedoch sehr automatisiert, förmlich oder zweckmäßig, zB. Hallo, Danke, Tschüss oder ähnliches meinerseits an der Kasse beim Einkaufen, Haushaltsgespräche die sich direkt auf etwas beziehen oder für den Fall, dass ich jemanden Treffe den ich kenne, einfacher Smalltalk über Alltagsthemen. In der Regel so etwas wie nenn ich es mal Fertiggespräche, repetitive Begebenheiten.

Ich teile die Ansicht, dass ich in anderen Ländern/Gesellschaften in ähnlichen Strukturen auch fehlsituiert wäre, aufgrund der Sprachbarriere wahrscheinlich sogar dominanter.

Meine Texte hier mögen ordentlich erscheinen, vor allem weil ich mir Zeit dafür lasse zu antworten, falls das ein Livegespräch wäre, erachte ich es als wahrscheinlich, dass ich sprachlich wesentlich weniger ordentlich erscheinen würde, deshalb wirke ich vermutlich kalt, formal und mechanisch.

@unschubladisierbar
Unter einem Interim Manager verstehe ich jemanden, der jemandem helfen kann eine Übergangsphase zu organisieren. In meinem Fall gehört dazu einen passenden Ort für ein potentielles Leben zu finden.
 
Hallo,

(Ich hätte im übrigen kein Problem zu siezen, aber das stört dann evtl. wieder andere...)
(Warum sollte man nicht im Internet siezen, wenn es jemandes Wunsch ist?)

ich hatte schon zu Anfang den gleichen Eindruck, daher schreibe ich es jetzt dazu. Ich dachte als erstes, ob du vllt ein Asperger bist. Informiere dich wenn du magst, aber suche dir ein paar fachliche Seiten heraus.

Ich wirke wohl eher nicht so, wurde aber von verschiedenen Menschen (Tante, Hausarzt, Therapeutin, etc.) darauf angesprochen, ob ich Asperger sein könnte. Wenn dafür mal Raum ist, werde ich das bei einem Facharzt auch prüfen lassen. Sicher ist sicher.

Es soll auch keine Schublade sein, aber zu wissen ob man 'einfach so ist' und eben nicht 'krank', kann sehr aufschlussreich und hilfreich sein. Das berichten jedenfalls viele Asperger.

Viele Grüße
 
Unter einem Interim Manager verstehe ich jemanden, der jemandem helfen kann eine Übergangsphase zu organisieren. In meinem Fall gehört dazu einen passenden Ort für ein potentielles Leben zu finden.
Du meinst einen Sozialarbeiter/betreuer bzw. Sozialpädagogen.
Was wäre denn so ein Ort für dich?
Welche Voraussetzungen sollte solch ein Ort haben?
Was versprichst du dir von einem Ortswechsel?

Interim Manager habe ich in solch einen Zusammenhang noch nie gehört
 

Auch wenn ich es positiv auffasse, dass du auf mein Thema antwortest, ist es mir ehrlich gesagt unangenehm ausgehorcht zu werden, damit meine ich fragen zu meinem Hintergrund zu beantworten, ich hoffe du verstehst, dass ich diese Fragen als dem Thema unzuträglich bewerte und sie deshalb nicht mehr beantworte.

Was die themenbezogenen Fragen angeht, nein ich möchte nicht in einen vorgefertigten gesellschaftlichen Weg reingebracht werden um mich dort reinzwängen zu müssen, einfach weil die Vorgaben von mir komplett fremden Menschen so sind.

Die Grundlagen die ich managen lassen möchte, sind unter anderem die Dinge die du aufgezählt hast.

Ich habe keine realistischen Ziele und nicht das Knowhow oder die Kontakte Ideen im geselschaftlichen Kontext umzusetzen. Es trifft zu, dass ich in dieser Gesellschaft in ihrer Gesamtheit keine Alternative für ein potentiell erfülltes Leben sehe. Ein spezifisches Wunschszenario wurde mir nicht angeboten und damit selbst etwas zu kreieren ist die Sache die, dass man aufpassen muss, nicht dass man einfach so kriminalisiert wird, weil man ungewollt gegen Vorschriften verstößt bzw. diese nicht erfüllt und dadurch potentiell staatlichem Missbrauch ausgesetzt ist.

Es fällt mir allgemein schon schwer mich mitzuteilen.

@Winterherz
Ich habe mich diesbezüglich selbst schonmal im Internet informiert, ich bewerte es auch nicht als negativ, wenn jemand als Asperger/Autist diagnostiziert ist, ob ich nach fachlich gängigen Kriterien auch so diagnostiziert werden könnte ist mir ehrlich gesagt egal. Jeder Mensch fällt aufgrund der Strukturen die ihn umgeben in irgendwelche Schemata. Weil Autismus allgemein als Störung gilt, befürchte ich jedoch das es diesem Thema unzuträglich wäre und von dem eigentlichen Inhalt ablenkt, wenn ich so beurteilt werde und würde deshalb wie erwähnt lieber darauf verzichten.

@unschubladisierbar
Ich fand den Begriff Interim Manager von der Wortbedeutung passend und habe ihn deshalb verwendet. Ich bin nicht sicher, ob ein Sozialarbeiter/betreuer/pädagoge in meinem Fall passend wäre, gelten diese Berufsgruppen nicht als Beamte die für den Staat arbeiten?

Zu dem Ort an dem ich verweile, verspüre ich keinen Bezug, einen Grund meinerseits dort zu sein gibt es eigentlich nicht, ich bin dort, weil es sich so ergeben hat, quasi aus Willkür. Aufgrund dessen, dass ich mit Eigendynamik schlecht umgehen kann ist dieser Ort für ein potentielles Leben gefühlt verbrannt.

Vielleicht ist "Ort" in diesem Zusammenhang sogar das Falsche Wort und "Zustand" wäre besser geeignet. Aus Realismus möchte ich meinen Wunschzustand jedoch nicht beschreiben.


Ich wünsche allen eine gute Nacht.
 
Hilfe von Psychologen, Psychiatern und Sozialarbeitern gibt es in Psychiatrischen Institutambulanzen. Dort würde dich ein Sozialarbeiter beraten und mit Antragsstellungen unterstützen können und dich mit einem psychosozialen Betreuungsdient in Kontakt bringen können. Das einzige Problem ist, dass sie zurzeit ziemlich ausgelastet sind und man erst einmal eine Überweisung braucht. (Ich hatte mich nämlich letztes Jahr hilfesuchend an eine Institusambulanz gewand und diese Antworten bekommen. Ich hatte deren Hilfe vor 9 Jahren nach einem Klinikaufenthalt in Anspruch genommen) Daher müsstest du dich erstmal an deinen Hausarzt wenden und ihm schildern, dass du dich nicht der Gesellschaft zugehörig fühlst, dein Leben als sinnlos empfindest und Hilfe in Anspruch nehmen willst. Verweise dabei auf Institusambulanzen. Lebensmüdigkeit ohne Suizidandrohung führt nicht automatisch in eine geschlossene Psychiatrie.

Vielleicht würde dir das vorrübergehende Leben in einer strukturierten Gemeinschaft gut tun. In einer Klinik oder Werkstatt oder einem Bauernhof für psychisch Kranke. Mit Wohnmöglichkeit oder ohne. Es gibt viele Konzepte.
 
@Winterherz
Ich habe mich diesbezüglich selbst schonmal im Internet informiert, ich bewerte es auch nicht als negativ, wenn jemand als Asperger/Autist diagnostiziert ist, ob ich nach fachlich gängigen Kriterien auch so diagnostiziert werden könnte ist mir ehrlich gesagt egal. Jeder Mensch fällt aufgrund der Strukturen die ihn umgeben in irgendwelche Schemata. Weil Autismus allgemein als Störung gilt, befürchte ich jedoch das es diesem Thema unzuträglich wäre und von dem eigentlichen Inhalt ablenkt, wenn ich so beurteilt werde und würde deshalb wie erwähnt lieber darauf verzichten.

@unschubladisierbar
Ich fand den Begriff Interim Manager von der Wortbedeutung passend und habe ihn deshalb verwendet. Ich bin nicht sicher, ob ein Sozialarbeiter/betreuer/pädagoge in meinem Fall passend wäre, gelten diese Berufsgruppen nicht als Beamte die für den Staat arbeiten?

Zu dem Ort an dem ich verweile, verspüre ich keinen Bezug, einen Grund meinerseits dort zu sein gibt es eigentlich nicht, ich bin dort, weil es sich so ergeben hat, quasi aus Willkür. Aufgrund dessen, dass ich mit Eigendynamik schlecht umgehen kann ist dieser Ort für ein potentielles Leben gefühlt verbrannt.

Vielleicht ist "Ort" in diesem Zusammenhang sogar das Falsche Wort und "Zustand" wäre besser geeignet. Aus Realismus möchte ich meinen Wunschzustand jedoch nicht beschreiben.
Ich fände es schon gut wenn man genau weiß mit welcher Form von Autismus /Asperger man es zu tun hat. Dann kann man auch die Kommunikation besser auswählen. Habe ich das richtig verstanden, du hast dich online informiert wie man Autismus /Asperger diagnostiziert? Bedeutet das nun das du von dir behauptest Asperger zu sein, ohne jemals die Diagnose bekommen zu haben? Quasi Dr. Google...
Für Asperger ist es typisch eine detailorientierte Sprache zu verwenden. Bei dir lese ich aber nicht wirklich etwas detailorientiertes, sondern viel mehr habe ich das Gefühl das du versuchst Reden zu schwingen, dich sprachlich abzusetzen aber wenn man es auf den Inhalt reduziert, nur "Geschwafel" ist.

Auffällig für mich ist trotzdem das du von Willkür sprichst, von Systemzwang und einer vorschriftspenetranten Gesellschaft. Was mich wiederum zurück zur meiner bereits mehrfach gestellten Frage führt, ob du der Reichsbürger Bewegung angehörst....

Auch wurdest du schon mehrmals gefragt was du nun für eine Hilfe erwartest. Um es dir leichter zu mache Stelle ich dir nun geschlossene Fragen die du bitte nur mit ja oder nein beantwortst.

1.Wohnst du alleine in einer von dir ausgesuchten Wohnung? Das ohne Betreuer / ohne regelmäßige Besuche eines Betreuers?

2.Du möchtest umziehen in eine andere Wohnung / Gegend?

3.Ist es dir erlaubt selbstständig Verträge zu unterzeichnen?

4.Bist du in der Lage selbständig deinen Unterhalt zu verdienen?

5.Musstest du in deiner Schulzeit besonders gefördert werden?

6.Gibt es für dich Auflagen?

7. Du wurdest als Autist/ Asperger von einem Fachmann diagnostiziert?
 

Bei allem Respekt, dass du dir die Zeit nimmst auf mein Thema zu antworten, aber ich empfinde deinen hiesigen Umgangston als provokativ und herablassend.

Zum einen habe ich niemals behauptet Asperger/Autist zu sein oder mich als solcher selbstdiagnostiziert zu haben. Du sowie Styx.85 haben den Verdacht geäußert, dass ich Autist sein könnte, worauf ich auf diesen Punkt eingegangen bin als ich Styx.85 geantwortet habe, dann hat Winterherz in ihrem Beitrag ebenfalls geschrieben, dass sie zu Anfang den gleichen Eindruck hatte, worauf ich dann in meinem nächsten Beitrag eingegangen bin. In meinen beiden erwähnten Beiträgen habe ich mich so geäußert, dass ich auf das Thema Autismus in diesem Thema verzichten möchte, gleichzeitig jedoch eingeräumt, dass es möglich wäre nach gängigen fachlichen Kriterien entsprechend diagnostiziert zu werden, so gut kenne ich mich mit dem Thema nicht aus, nur weil ich mich im Internet darüber informiert habe, jedoch ist es nicht das erste mal, dass ein entsprechender Verdacht geäußert wird.

Ich erwähne das Thema Autismus hier nur nochmal, weil dein Beitrag darauf abzielt, werde darauf jedoch aus bereits erwähnten Gründen nicht weiter eingehen.

Zum anderen, ich vertrete die Ansicht, dass mein erster Beitrag inhaltlich meine Situation beschreibt, dazu habe ich versucht auf die Punkte anderer Forumsmitglieder in ihren Antworten einzugehen, außerdem habe ich gleich zu Beginn kundgetan, dass ich wenig sozialen Kontakt und Schwierigkeiten mit der Kommunikation habe.

Ehrlich gesagt erscheint es mir so, dass du meine Beiträge nicht einmal richtig liest, denn auf einige der von dir gestellten Fragen, findest du die Antworten in meinen Beiträgen. Bei den anderen erschließt sich mir der Kontext nicht aus dem du diese Fragen stellst oder wieso du solche Informationen überhaupt haben willst, jedenfalls werde ich auf diese nicht antworten.

Das du mich aufgrund dessen, dass ich in einigen Belangen eine negative Meinung zur Gesellschaft/ dem System habe als Reichsbürger verdächtigst, ist ein gutes Beispiel aus dem ich von dem System abgeschreckt bin und daran unter den gegebenen Umständen nicht teilnehmen kann. Ich kenne das nämlich, dass man wenn man daran Kritikpunkte hat oder sich selbst zum Wohle seiner psychischen Gesundheit herausnimmt als eine Art Spinner abgetan wird und impliziert wird, dass man einen psychischen Schaden hat.

Dazu möchte ich jetzt auch auf den Beitrag von @Pinguin eingehen.

Ich empfinde mich nicht als psychisch krank und habe kein Interesse meinen Verstand der potentiellen Gefahr einer Psychiatrie auszusetzen. Ich kenne Menschen die damit negative Erfahrungen gemacht haben und sehe diesen Bereich für mich als ungeeignet an.

@kasiopaja
Ich nahm an, dass das hier ein deutschlandweites Forum sei und es vielleicht ähnliche Fälle geben würde, die zu einer konstruktiven Lösung gekommen sind, an denen ich mich orientieren könnte.

Ich verfüge im Reallife nicht über Ansprechpartner im gesellschaftlichen Kontext, wie erwähnt, woher sollte ich zu diesem Thema Auskunft erhalten? Sich auf gut Glück im Internet mitzuteilen, war das normalste was mir einfiel.

Ich habe noch keinen praktischen Plan, wie ich mein Vorhaben umsetzen will.
 
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