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Er will mich nicht...

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Lo_la

Mitglied
Freundschaft+ und Affairen sind nun mal nichts für jedermann.
Man muss sich von Anfang an über eventuelle Konsequenzen im klaren sein.

Eine Freundschaft+ ist nichts anderes, als dass gute Freunde nicht nur gemeinsam hin und wieder etwas unternehmen (gemeinsam chillen, Kino, Konzert, mit anderen Freunden abhängen, ...) und halt bei Bedarf miteinander ins Bett gehen. Sie haben unverbindlichen Sex. So etwas wie Liebe gehört hier aber nicht hin.
Freundschaft = ja; Sex = ja; Liebe = nein!!!
Und wenn sich einer der Beiden in eine andere Person verliebt bzw sich mit einer anderen Person etwas anbahnt, dann beendet man das einfach im Guten.
Genau so hat der männliche Part das in diesem Fall getan und gut ist.
Kompliziert wurde das Ganze ja erst dadurch, dass die TE mehr Gefühle für den Mann entwickelt hat, als in eine Freundschaft+ gehört. Das passt nun mal nicht.
Sie hätte da sofort mit ihm reden müssen. Entweder die 2 hätten es dann mit einer richtigen Beziehung versucht oder einvernehmlich die Freundschaft+ beendet.

Das die TE aufgrund ihrer Verliebtheit so naiv war, den Mann -nachdem seine Beziehungen scheiterten- immer wieder zurückzunehmen, ist es ihr eigenes Pech.
Daher stößt es mir hier extrem sauer auf, wie auf dem Mann dermaßen rumgehackt wird.
Er hat nichts falsch gemacht. Seine Beziehung war zu Ende = er fragte bei der TE an = sie sagte ja.
Sie hätte nein sagen können. Somit -wie die TE hier auch schon schrieb- hat sie selbst Schuld.
Das Ganze hat auch nichts mit jemanden Ausnutzen zu tun. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Die TE ist einfach nicht für diese Art von "Partnerschaft" gemacht und musste das auf die harte Tour lernen. Traurig, aber man kann es jetzt nicht mehr ändern.
Sie hat jetzt eigentlich nur 2 Möglichkeiten.
1. sich zusammenreißen und mit dem Mann normal befreundet bleiben, also ohne Sex.
2. die Freundschaft ganz beenden.
Das hast du falsch verstanden, habe mit keiner Silbe erwähnt, dass er in verschiedenen Beziehungen war und ich ihn zurückgenommen habe. Er war während der gesamten Zeit Single, hatte zwar hier und da Bettgeschichten, aber nichts von Bedeutung. Deshalb verletzt es eben, dass er sich jetzt verliebt hat, weil es die letzten Jahre nicht so war. Habe ihm persönlich auch keine Schuld gegeben, ich weiß, dass ich Konsequenzen hätte ziehen müssen.
 

Joergii

Aktives Mitglied
Wie lange hast du denn gebraucht, um darüber hinwegzukommen? Und hast du mittlerweile jemanden gefunden, der dich glücklich macht? Ich hoffe es sehr für dich :)
Diese Frage ging zwar nicht an mich, aber ich würde diese gerne benutzen um meine Erfahrungen zu teilen. Denn ich habe ein paar Beobachtungen an mir selbst und anderen gemacht, warum oft das Darüberhinwegkommen so schwer oder fast unmöglich ist.

Wenn wir jemanden lieben und es aus unsere Sicht Chancen gab mit der Person mal zusammen zu kommen oder auch mal zusammen waren, dann halten wir es trotz allen Erfahrungen oft realistischer, dass sich daraus wieder etwas Entwickeln könnte als dass wir unser Glück in irgendeinen anderen Menschen in dieser Welt finden. Selbst wenn wir einen Partner haben, bei dem wir schlecht behandelt wurden und eigentlich unglücklich waren, halten wir es oft für realistischer, dass auch diese Beziehung wieder gut wird, anstatt das Glück in einem neuen fremden Menschen auf dieser Welt zu finden.

Die Wahrscheinlichkeit das etwas Gescheitertes doch auf einmal perfekt wird ist gering, die Wahrscheinlichkeit das unter die Milliarden Menschen einer dabei ist, der einen glücklicher machen kann ist sehr hoch. Trotzdem sehen wir das nie, weil wir diesen einen Menschen schon kennen... die anderen existieren deswegen in unseren Gedanken gar nicht. Wenn es mal eine schöne Zeit gab und die andere Person uns das Gefühl von Liebe vermittelt hat, dann wissen wir, dass die Person uns einmal geliebt hat. Und das halten wir auch wiederum realistischer, dass uns eine Person wieder lieben kann, die uns einmal geliebt hat... anstatt, dass sich ein wildfremder in uns wieder Liebe sieht.

Das lässt uns irgendwie glauben, dass es eigentlich nur diesen einen Menschen gibt, der uns glücklich machen könnte, und halten daher trotz allem an ihn fest. Das tun wir dann tatsächlich auch so lange, mal mehr und mal weniger, bis wir einen neuen Menschen kennenlernen. Bis dahin wird immer die Ex-Liebe eine Rolle spielen... man wird selten in Gedanken frei nach einer Liebesgeschichte und liebt dann eine zeitlang nichts und niemanden mehr. Das ist schwer, weil man sich selbst auch zu sehr danach sehnt nach zu lieben...(oft wichtiger als geliebt zu werden) und das ist sehr schwer, wenn bis zu dem Zeitpunkt gedanklich nur dieser eine Mensch existiert. Oft wird die alte Liebe erst durch eine Neue so richtig überwunden. Ab dann halten wir es auch für realistisch und wahrscheinlicher. :)
 

Rwa51

Mitglied
Ich danke auch dir. Ich glaube, wenn eine neue Frau im Spiel ist, mit der dann alles klappt, ist es noch mal so viel schmerzhafter. Muss auch dazu sagen, dass ich ihn kennengelernt habe, als er sein Studium begonnen hat und er sich, glaub ich, bewusst dagegen entschieden hat, was Festes einzugehen, um das frei genießen zu können. Denn witzigerweise ist er vor nicht mal einem Monat fertig mit dem Master geworden, wieder hierhingezogen und siehe da, er war plötzlich offen für Beziehungen und hat jetzt jemanden kennengelernt. Macht das alles leider nicht viel besser. Aber es ist, wie es ist.
Wie lange hast du denn gebraucht, um darüber hinwegzukommen? Und hast du mittlerweile jemanden gefunden, der dich glücklich macht? Ich hoffe es sehr für dich :)
Es wurde erst besser, als ich mich zurückgezogen habe. Ich hab mich ständig gefragt, was genau an ihr besser ist, wieso sie ihm besser zuhören kann usw. Das alles hab ich doch auch gemacht für ihn... Irgendwann wollt ich mir die Lobhudelei nicht mehr antun und hab mich rar gemacht. Hat aber dann doch insgesamt ein Jahr gedauert bis ich über ihn hinweg war, aber hatte auch zwischendurch mit ihm Kontakt. Ohne den Kontakt wäre es vielleicht schneller gegangen. Zwischendurch hatte ich auch einen neuen Mann gehabt, das ist aus anderen Gründen gescheitert. Vor dem Jetzt-Exfreund hatte ich auch wen, der wollte auch nur Freundschaft Plus, hab ich gleich in die Wüste geschickt. Man soll ja aus seinen Fehlern lernen.

Klingt vielleicht erstmal hart, aber vielleicht warst du nur jemand, der ihm den Einstieg ins neue Leben (Studium ist ja so eine Art Neuanfang) erleichtern sollte. Mittel zum Zweck, aber von seiner Seite positiv gesehen.
Wenn man selbst auch in einer ähnlichen Lage ist, kann das ja auch gut gehen. Bei allen anderen Konstellation leider der/diejenige, der bzw die mehr will.
 

hirnundherz

Mitglied
Ach ich hab gerade eine ähnliche Erfahrung gemacht wie du, nur hab ich nach 3,5 Monaten und nicht nach 3,5 Jahren die Reißleine gezogen. Ich bin 31, du siehst also mit dem Alter wird man eventuell besser darin. ;-)
Wenn die Person doch gerne mit einem zusammen sein möchte, merkt sie das wohl noch am ehesten wenn man nicht mehr da ist. Ansonsten verbiegt man sich nur und will den anderen "von sich überzeugen". Ich denke damit macht man sich im Zweifelsfall eher noch unattraktiver und es entsteht eine ungesunde Dynamik.

Manchmal ist es schwierig den richtigen Moment zu erwischen, anzusprechen ob sich der andere auch was Ernstes vorstellen könnte. Ich verfechte nicht die Meinung, dass der richtige Partner sofort und zweifelsfrei "Juhu Beziehung" rufen muss, schon nach kurzem Kennenlernen. Jeder hat sein Tempo und das ist vielleicht nicht immer gleich schnell. Es gibt auch nicht nur Liebe auf den ersten Blick sondern jede Begegnung ist einzigartig. Ich hab in meinem Freundeskreis viele Paare, die grade am Anfang nicht unbedingt genau die gleichen Gefühle füreinander hatten. Zum Teil ist es dann sogar im Laufe der Zeit ins Umgekehrte gekippt. Man muss die Flinte nicht sofort ins Korn werfen, weil der andere ein paar Zweifel hat. Bei mir hat es auch schon mal ein paar Wochen gedauert, bis sich Gefühle entwickelt haben.
Aber 3,5 Jahre ist doch wirklich sehr lang. Ich denke da kann man mit keinem plötzlichen Sinneswandel mehr rechnen. Erst recht nicht, wenn man keine klaren Ansagen macht sondern sich bequem den Anforderungen des anderen anpasst.

Wenn ich dir nen Tip geben darf (tu mich selbst damit schwer): Denke nicht zu arg, dass du ausgenutzt wurdest und falle in diese Opferrolle. Das fühlt sich scheiße an und gibt einem dieses Gefühl winzig klein zu sein. Du hattest doch schöne Erlebnisse in diesen 3,5 Jahren und jetzt nimmst du daraus etwas für deine Zukunft mit. Das ist aber nicht zu verwechseln mit so tun als wäre alles locker, cool... Du bist verletzt, du darfst auch sauer sein. Ich weiß nicht wie der Mann sich verhalten hat aber es sollte schon jeder wissen, dass man mit bestimmten Verhaltensweisen Signale sendet und damit vorsichtig umgehen.

Meine Freundschaft+ zum Beispiel war zuckersüß zu mir. Lieblingsessen servieren, jeden Tag melden, sagen wie schön es war, tief in die Augen gucken, mir ein Regal frei räumen und an mir kleben, erzählen wie aufgeregt man vorm ersten Date war, Ratschläge erfragen bei Entscheidungen und Sorgen... aber sobald das Thema aufkam, ob daraus vielleicht in Zukunft mehr entstehen könnte, sich rauswinden, absolut keine Aussage treffen wollen oder annähernd festlegen wenns nur um ne Woche Urlaub geht.
Ich will mich aber nicht als Opfer sehen (gelingt mir nicht dauernd, das Ego ist natürlich schwer angekratzt). Bin aber trotzdem sauer weil ich der Meinung bin wir sollten alle etwas auf dem Schirm haben was wir auch nonverbal kommunizieren und was das mit dem Gegenüber macht.

Und gerade bei ganz lockeren Verhältnissen, ist es umso wichtiger, dass man regelmäßig miteinander spricht ob man noch auf dem selben Dampfer sitzt.
 

Lo_la

Mitglied
Ach ich hab gerade eine ähnliche Erfahrung gemacht wie du, nur hab ich nach 3,5 Monaten und nicht nach 3,5 Jahren die Reißleine gezogen. Ich bin 31, du siehst also mit dem Alter wird man eventuell besser darin. ;-)
Wenn die Person doch gerne mit einem zusammen sein möchte, merkt sie das wohl noch am ehesten wenn man nicht mehr da ist. Ansonsten verbiegt man sich nur und will den anderen "von sich überzeugen". Ich denke damit macht man sich im Zweifelsfall eher noch unattraktiver und es entsteht eine ungesunde Dynamik.

Manchmal ist es schwierig den richtigen Moment zu erwischen, anzusprechen ob sich der andere auch was Ernstes vorstellen könnte. Ich verfechte nicht die Meinung, dass der richtige Partner sofort und zweifelsfrei "Juhu Beziehung" rufen muss, schon nach kurzem Kennenlernen. Jeder hat sein Tempo und das ist vielleicht nicht immer gleich schnell. Es gibt auch nicht nur Liebe auf den ersten Blick sondern jede Begegnung ist einzigartig. Ich hab in meinem Freundeskreis viele Paare, die grade am Anfang nicht unbedingt genau die gleichen Gefühle füreinander hatten. Zum Teil ist es dann sogar im Laufe der Zeit ins Umgekehrte gekippt. Man muss die Flinte nicht sofort ins Korn werfen, weil der andere ein paar Zweifel hat. Bei mir hat es auch schon mal ein paar Wochen gedauert, bis sich Gefühle entwickelt haben.
Aber 3,5 Jahre ist doch wirklich sehr lang. Ich denke da kann man mit keinem plötzlichen Sinneswandel mehr rechnen. Erst recht nicht, wenn man keine klaren Ansagen macht sondern sich bequem den Anforderungen des anderen anpasst.

Wenn ich dir nen Tip geben darf (tu mich selbst damit schwer): Denke nicht zu arg, dass du ausgenutzt wurdest und falle in diese Opferrolle. Das fühlt sich scheiße an und gibt einem dieses Gefühl winzig klein zu sein. Du hattest doch schöne Erlebnisse in diesen 3,5 Jahren und jetzt nimmst du daraus etwas für deine Zukunft mit. Das ist aber nicht zu verwechseln mit so tun als wäre alles locker, cool... Du bist verletzt, du darfst auch sauer sein. Ich weiß nicht wie der Mann sich verhalten hat aber es sollte schon jeder wissen, dass man mit bestimmten Verhaltensweisen Signale sendet und damit vorsichtig umgehen.

Meine Freundschaft+ zum Beispiel war zuckersüß zu mir. Lieblingsessen servieren, jeden Tag melden, sagen wie schön es war, tief in die Augen gucken, mir ein Regal frei räumen und an mir kleben, erzählen wie aufgeregt man vorm ersten Date war, Ratschläge erfragen bei Entscheidungen und Sorgen... aber sobald das Thema aufkam, ob daraus vielleicht in Zukunft mehr entstehen könnte, sich rauswinden, absolut keine Aussage treffen wollen oder annähernd festlegen wenns nur um ne Woche Urlaub geht.
Ich will mich aber nicht als Opfer sehen (gelingt mir nicht dauernd, das Ego ist natürlich schwer angekratzt). Bin aber trotzdem sauer weil ich der Meinung bin wir sollten alle etwas auf dem Schirm haben was wir auch nonverbal kommunizieren und was das mit dem Gegenüber macht.

Und gerade bei ganz lockeren Verhältnissen, ist es umso wichtiger, dass man regelmäßig miteinander spricht ob man noch auf dem selben Dampfer sitzt.
Hallo, vielen lieben Dank für deine Meinung und dass du deine Erfahrung mit mir teilst. Weiß nicht, ich habe das von mich überzeugen wollen irgendwann aufgegeben und mich oftmals distanziert und zurückgezogen, aber dachte immer, dass ihm doch was an mir liegen muss, wenn er mich nicht gehen lassen möchte. Hab’s auch oft darauf geschoben, dass er am anderen Ende des Landes gewohnt hat, also dass es beziehungstechnisch nichts werden kann. Aber er wohnt ja seit Kurzem wieder hier und na ja... Es fühlt sich wie ein persönliches Versagen an, 3 Jahre lang nicht gut genug gewesen zu sein, hat auch wieder sehr wehgetan zu lesen, das es nach so langer Zeit auch nicht anders wird mit ihm. Dabei weiß ich es ja eigentlich. Sollte aufhören, mich runterzubuttern und es an meinem Wert zu messen, aber es fällt echt schwer. Werde aber auch versuchen, mich nicht in die Opferrolle zu begeben, das tut meinen sowieso schon niedrigen Selbstwertgefühl echt nicht gut. Und es waren ja nicht nur schlechte Zeiten, daran sollte ich denken.
 

hirnundherz

Mitglied
Es fühlt sich wie ein persönliches Versagen an, 3 Jahre lang nicht gut genug gewesen zu sein, hat auch wieder sehr wehgetan zu lesen, das es nach so langer Zeit auch nicht anders wird mit ihm.
Klingt ein bisschen nach einem Projekt. Frau knackt komplizierten Mann... Seine Anerkennung bestätigt dann deinen Wert als Mensch. Oder eben leider nicht.
Hab auch eine Freundin die seit einem Jahr versucht einem Mann das Wort Beziehung aus der Nase zu ziehen und er sich jedes Mal dran verschluckt. Man kann sich da wirklich drin verlieren...
Schau, jetzt hast du es hinter dir und bist frei für neue Wege. Kann auch erleichernd sein. Naja, erstmal noch nicht. Erstmal fühlt sich's einfach nur kacke an. Aber dann merkst du vielleicht, dass da plötzlich ganz viel Freiraum ist... im Kopf und Herz. Und wie viel Energie eure Freundschaft+ gezogen hat.
 

Hamsterrad

Mitglied
Hi, kann man so sehen "nicht gut genug gewesen zu sein", muss man aber nicht.

Du kennst doch sicher auch viele, vom sehen, vom quatschen, Firma, Schule, etc. Mit vielen gehst Du vielleicht feiern, verstehst dich gut, hast Spaß. Sicher sind tolle Menschen dabei. Und trotzdem verliebst Du dich nicht. Liebe ist ... nicht rational. Keine Ahnung warum man sich in objektiv tolle Menschen nicht verliebt sondern manchmal einfach in die schlechtere Wahl. Passiert aber immer wieder. Einfach so. Das hat nichts mit "gut genug" zu tun.

Manchmal kennt man sich Jahrelang, dann macht es "klick", und die Schmetterlinge sind da. Einfach so.

Und eine F+ ist per Definition unverbindlich, das ist auch von beiden so gewollt. (Und darum wäre das auch nichts für mich). Die Unverbindlichkeit bedeutet auch keine Verantwortung übernehmen, keine Monogamie, nicht für einander da sein, .... alles nicht ausgeschlossen, aber eben auch nicht Teil der Abmachung.

Er hat dich nicht ausgenutzt, so wie Du ihn ja auch nicht benutzt hast. Ihr hattet ja schon große Sympathie für einander - nur Liebe war eben nicht da. Das zu begründen wird nicht möglich sein.

Bei uns in der Firma haben wir Festangestellte und Kollegen aus der Arbeitnehmerüberlassung. Die bekommen gleiches Geld und sind auch voll akzeptiert. Oft bleiben sie Jahrelang, in der Hoffnung fest übernommen zu werden - das passiert aber äußerst selten. Trotzdem wird aber immer mal wieder eingestellt, nur eben keiner aus der Arbeitnehmerüberlassung.
Unfair? Ich denke nicht. Sie arbeiten und bekommen gutes Geld dafür, das ist die Abmachung. Nur eben zeitlich begrenzt. Wer damit nicht klarkommt, sollte es nicht tun. Nicht Übernommen zu werden (und die Verträge schließen es oft aus) bedeutet nicht, sie wären nicht gut genug. Ganz bestimmt nicht. Ich finde das Beispiel ist mit deiner Situation sehr vergleichbar, oder?
 

Alopecia

Namhaftes Mitglied
Hallo liebe TE,

ich kann verstehen, dass du unter der Situation leidest und nun sehr traurig und auch verletzt bist.

Meiner Erfahrung nach ist dies fast IMMER das Resultat aus dem Versuch von Menschen, etwas zu leben, was so nur sehr selten funktionieren kann (und wird). Egal ob nun F+ oder z.b. Offene oder Polyamoröse Beziehungen. FAST IMMER empfindet ein Teil der Konstellation nämlich anders, und geht die ganze Geschichte mit dem Hintergedanken "Hoffnung" ein, z.b. Hoffnung, dass der Freund+ sich verliebt, oder dass er die offene Beziehung nicht für sich selbst nutzt und so weiter.

Von dieser Art Themen gibts hier im Hilferuf einige, und man liest eigentlich fast immer das selbe, nämlich dass ein Teil der Konstellation am Ende als "Verlierer" rausgeht, verletzt, sehr traurig, total down, und sich abgelehnt fühlend.

Einige hier schreiben, dass F+ funktionieren kann, und ich sehe das genauso, aber die Voraussetzungen müssen SEHR speziell sein. Und das sind die seltenst.

Aus meiner Erfahrung heraus funktioniert F+ so gut wie nie, wenn sich BEIDE anfangs neu kennenlernen und sozusagen beschliessen, ne Sexgeschichte draus zu machen. Man ist sich "fremd" und neu, und fast immer verliebt sich in dieser Konstellation einer von beiden (wenns gut läuft beide, ist aber selten). Denn man muss sich hier nur die Frage stellen, warum es nur für F+, nicht aber für mehr reicht, wenn BEIDE Single sind und sich offensichtlich anziehend finden (warum sollte man sonst Sex haben?!) - Die Antwort ist einfach, einer von beiden will nix festes, denkt sich "sex geht schon, mehr aber nicht" (meistens der männliche Part) und so weiter.

Ergo : Schlechter Anfang, der fast immer einen ins Elend führt.


Funktionieren tut es genau dann, wenn man sich schon eine Weile kennt, den anderen schätzt und somit wirklich befreundet ist miteinander (das kann man gar nicht sein, wenn man sich just erst kennengelernt hat und dann F+ draus macht) und dann irgendwann entscheidet, doch einfach zusammen Sex zu haben, solange beide Frei sind. DANN klappt es durchaus häufiger, denn in dieser Konstellation ist es eher selten, dass sich plötzlich einer verliebt (man kennt sich ja schon lange, und war nur befreundet). Ausgeschlossen ist der supergau am Ende nicht, und dann läge eben auch eine richtige Freundschaft am Boden, aber aus meiner Sicht ist es die einzige Variante, die im Normalfall funktionieren kann.


Die frage ist nun, warum das ganze überhaupt? Gerade als Frau kann man doch locker flockig Sex bekommen, ohne sich groß anzustrengen, wozu also ne F+ ? Man kriegt nicht mehr als bei irgendwelchen Affären, geht aber das Risiko ein, dass es Probleme gibt. Dass viele Männer F+ klasse finden, kann ich mir hingegen lebhaft vorstellen. Als Mann ist es deutlich aufwendiger, kostenlos an Sex zu kommen, da nimmt eine F+ schon sehr viel Mühe weg.


Zusammenfassung aus deiner Sicht : Nie wieder F+ - such dir entweder ne Richtige beziehung mit einem, den du auch willst und der dich will, oder bleib solo und habe locker hier und dort was Spaß mit wechselnden Partnern. Das erspart die viel Leid.
 

Lo_la

Mitglied
Hallo liebe TE,

ich kann verstehen, dass du unter der Situation leidest und nun sehr traurig und auch verletzt bist.

Meiner Erfahrung nach ist dies fast IMMER das Resultat aus dem Versuch von Menschen, etwas zu leben, was so nur sehr selten funktionieren kann (und wird). Egal ob nun F+ oder z.b. Offene oder Polyamoröse Beziehungen. FAST IMMER empfindet ein Teil der Konstellation nämlich anders, und geht die ganze Geschichte mit dem Hintergedanken "Hoffnung" ein, z.b. Hoffnung, dass der Freund+ sich verliebt, oder dass er die offene Beziehung nicht für sich selbst nutzt und so weiter.

Von dieser Art Themen gibts hier im Hilferuf einige, und man liest eigentlich fast immer das selbe, nämlich dass ein Teil der Konstellation am Ende als "Verlierer" rausgeht, verletzt, sehr traurig, total down, und sich abgelehnt fühlend.

Einige hier schreiben, dass F+ funktionieren kann, und ich sehe das genauso, aber die Voraussetzungen müssen SEHR speziell sein. Und das sind die seltenst.

Aus meiner Erfahrung heraus funktioniert F+ so gut wie nie, wenn sich BEIDE anfangs neu kennenlernen und sozusagen beschliessen, ne Sexgeschichte draus zu machen. Man ist sich "fremd" und neu, und fast immer verliebt sich in dieser Konstellation einer von beiden (wenns gut läuft beide, ist aber selten). Denn man muss sich hier nur die Frage stellen, warum es nur für F+, nicht aber für mehr reicht, wenn BEIDE Single sind und sich offensichtlich anziehend finden (warum sollte man sonst Sex haben?!) - Die Antwort ist einfach, einer von beiden will nix festes, denkt sich "sex geht schon, mehr aber nicht" (meistens der männliche Part) und so weiter.

Ergo : Schlechter Anfang, der fast immer einen ins Elend führt.


Funktionieren tut es genau dann, wenn man sich schon eine Weile kennt, den anderen schätzt und somit wirklich befreundet ist miteinander (das kann man gar nicht sein, wenn man sich just erst kennengelernt hat und dann F+ draus macht) und dann irgendwann entscheidet, doch einfach zusammen Sex zu haben, solange beide Frei sind. DANN klappt es durchaus häufiger, denn in dieser Konstellation ist es eher selten, dass sich plötzlich einer verliebt (man kennt sich ja schon lange, und war nur befreundet). Ausgeschlossen ist der supergau am Ende nicht, und dann läge eben auch eine richtige Freundschaft am Boden, aber aus meiner Sicht ist es die einzige Variante, die im Normalfall funktionieren kann.


Die frage ist nun, warum das ganze überhaupt? Gerade als Frau kann man doch locker flockig Sex bekommen, ohne sich groß anzustrengen, wozu also ne F+ ? Man kriegt nicht mehr als bei irgendwelchen Affären, geht aber das Risiko ein, dass es Probleme gibt. Dass viele Männer F+ klasse finden, kann ich mir hingegen lebhaft vorstellen. Als Mann ist es deutlich aufwendiger, kostenlos an Sex zu kommen, da nimmt eine F+ schon sehr viel Mühe weg.


Zusammenfassung aus deiner Sicht : Nie wieder F+ - such dir entweder ne Richtige beziehung mit einem, den du auch willst und der dich will, oder bleib solo und habe locker hier und dort was Spaß mit wechselnden Partnern. Das erspart die viel Leid.
Hey, danke für deine Antwort. Hatte weiter oben geschrieben, dass er mein Erster und Einziger war. Bin aber auch so eher nicht der Mensch, der einfach so was mit anderen Männern schlafen kann oder gleichzeitig mit mehreren. Hat auch ne Weile gebraucht, bis ich bei ihm konnte. Ab dann war er halt vertraut und alles, was ich kannte und dann ist es auch bei ihm geblieben. Was ich glaub ich nie verstanden habe, ist, dass es Menschen gibt, die mehrmals sehr vertrauten Sex haben können, ohne dass ihr Gegenüber jemals als Partner infrage käme und sie das von vornherein ausschließen. Fällt mir immer noch schwer, das nachzuvollziehen, weil ich nie mit jemandem schlafen würde, in dem ich für mich nicht zumindest das Potential sehe, das übertrage ich anscheinend. Wenn ich dann jetzt merke, dass ich für ihn nie das Potential hatte, tut es halt doppelt weh. Aber glaube auch, dass mir da einfach die Erfahrung mit Männern fehlt.
 

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