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Der wahre Grund von Hartz IV

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Ich beschränke das auf die 60er und 70er Jahre. Es war jedenfalls noch nicht alles dem Gewinn untergeordnet. Wie heute.
Und auch - um auf das Thema zu kommen - die damalige Sozialhilfe ( Arbeitslosenhilfe folgte nach dem Arbeitslosengeld ) wurde weitaus humaner und großzügiger gehandhabt als heute Hartz 4. Weil eben wirklich auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingegangen wurde.
Ich kann mich z.B. erinnern, daß ich arbeitslos wurde, weil ich keine Lust mehr zum arbeiten hatte, im Angesicht der drohenden Bundeswehr, und mir dann der Arbeistamt-Mitarbeiter sagte, daß ich da wegen der drei Monate nicht mehr kommen müsse. Geld wird überwiesen.
 
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Re: Der wahre Grund von Hartz IV
Die 60er und 70er Jahre waren goldene Zeiten. Mit einem Wirtschaftswachstum von 10% und einem echten Fachkräftemangel (Gastarbeiter!) muss man nicht wirtschaften sondern kann investieren wie man lustig ist. Seit der Kohl-Ära setzt numal das vom Club of Rome prognostizierte Postindustrielle Zeitalter ein. Wäre Deutschland bis heute derart gewachsen wie in den 70ern, müsste jeder einzelne Deutsche Jährlich 1 Million € erwirtschaften.

Ich glaube es ist keine von einem Superhirn beabsichtigte Sache, sondern einfach die Limitierung der Welt, welche uns zu dem Ende des Wohlfahrtstaates drängt. Hartz4 ist nur eines der Symptome davon.
 
Ich kann mich z.B. erinnern, daß ich arbeitslos wurde, weil ich keine Lust mehr zum arbeiten hatte, im Angesicht der drohenden Bundeswehr, und mir dann der Arbeistamt-Mitarbeiter sagte, daß ich da wegen der drei Monate nicht mehr kommen müsse. Geld wird überwiesen.

Daß die jungen Wehrpflichtigen zwischen Schule/Arbeit und Antritt bei der Truppe kurz "gegammelt" haben, war damals vermutlich der normale Zustand und kein Grund für die AA-Mitarbeiter, großes Affentheater deswegen zu veranstalten. War alles ein bißchen lockerer damals.
 
Die 60er und 70er Jahre waren goldene Zeiten. Mit einem Wirtschaftswachstum von 10% und einem echten Fachkräftemangel (Gastarbeiter!) muss man nicht wirtschaften sondern kann investieren wie man lustig ist. Seit der Kohl-Ära setzt numal das vom Club of Rome prognostizierte Postindustrielle Zeitalter ein. Wäre Deutschland bis heute derart gewachsen wie in den 70ern, müsste jeder einzelne Deutsche Jährlich 1 Million € erwirtschaften.

Ich glaube es ist keine von einem Superhirn beabsichtigte Sache, sondern einfach die Limitierung der Welt, welche uns zu dem Ende des Wohlfahrtstaates drängt. Hartz4 ist nur eines der Symptome davon.
Weise Worte, Mustang!
 
Ich bin sicher das es auch anders gehen würde, denn jeder weiß ja, daß die Ausgaben von der ehemaligen Arbeistlosenhilfe zu Hartz 4 gestiegen sind. Meiner Ansicht nach ist die Agenda 2010 damals nichts anderes ale ein Trick gewesen die offiziellen Arbeitslosenzahlen zu schönen, damit Schröder nochmal eine Chance hatte. Und wenn man die Umfragen der SPD seither sieht, dann denken das wohl sehr viele Bundesbürger auch. Und die SPD wird wohl auch erst wieder eine erste Geige spielen können, wenn die alten Hartz 4 Begründer weg sind und der Partei isngesamt etwas besseres einfällt, das wählbar ist.
 
Stimmt!
Aber es gab auch Zeiten, in denen wir ohne Strom lebten. Deswegen wirst du aber heute keinem Hartz 4 Empfänger sagen können: Sei nicht so anspruchsvoll, früher lebten die Menschen ohne Strom.

Menschen denken in Relationen.
Wenn in einer Gesellschaft fast jeder ein Auto hat, wird es als unzumutbar empfunden weite Wege mit dem Rad zu fahren.

Stimmt, wir sind ALLE bequem geworden.

jaaa, ich nicht !!!!!!!!
 
Zu diesen Zeiten war vermutlich auch der Auto- und Schwerlastverkehr noch nicht so mörderisch wie heutzutage auf manchen Strecken (ohne Radwege, wohlgemerkt). Wenn dann jemand wie ich eh kein guter Radfahrer ist (hab es viel zu spät gelernt, die Familie war zu knickerig, ein Kinderfahrrad zu kaufen) dann wäre ein Umzug zum Arbeitsplatz die einfachere und auch nervenschonendere Alternative.

Und,@friek, ich bin kein Handwerker, weil es sich einfach nicht so ergeben hat. Hätte es sich ergeben - null Problemo, dann hätte ich heute vermutlich keine zwei linken Hände, wenn es um Reparaturen im Haushalt geht. 😱 Deshalb, verachtet mir die Handwerker nicht! Denn die sind es, die aufbauen oder reparieren, was andere kaputtmachen. Um so schlimmer, wenn keiner mehr einer sein will. Oder warum wird auf der einen Seite über hohe Arbeitslosenzahlen geklagt, und auf der anderen Seite beschweren sich Handwerksbetriebe in der Region ständig, daß sie keine Lehrlinge (auch für spätere Übernahme) finden? Wo sind denn da plötzlich die ganzen Arbeitslosen? Sind die sich zu fein, nochmal in einem neuen Job als Lehrling anzufangen? Oder hat irgendwer vorgeschrieben, daß ein Lehrling unbedingt 18 sein muß und nicht 36? Ich denke, ein 36jähriger hat nicht mehr ganz den Elan und die überschüssige Kraft eines 18jährigen, aber dafür vermutlich mehr Verstand, Verantwortung und (Welt-)Erfahrung als ein hormongetriebener Jugendlicher. Und vielleicht auch mehr Allgemeinbildung, vor 20 Jahren war das Niveau an den Schulen noch ein bißchen höher als heute.




Nun, mehr Verstand mit 36, das wünsch ich dir, aber das Neveau der Schule ist vor 20 J. höher gewesen....?
Ich lach später drüber
 
Klassenlehrer, "andere Person" oder Konferenz entscheiden nach den Durchschnittswerten und Notenansprüchen der jeweiligen Schule, und die befinden sich ja in allen Schularten, wie bereits geschrieben, im freien Fall. Und ein Betrieb hat lieber jemanden, der "nur" Realschule auf gutem Niveau und dazu gesunden Menschenverstand hat, als einen Abiturienten, der zwar Shakespeare in vier Sprachen lesen kann, aber keine Betriebsanleitung einer Schleifmaschine begreift.

Nur, dass die Abiturienten oft nicht in Betrieben arbeiten wollen, sondern studieren. Und gerade im Handwerk wird gemessen an den Arbeitsbedingungen so schlecht bezahlt , dass dort sicher kaum jemand arbeiten möchte. Seitdenn vom Arbeitsamt zwangsvermittelt.

Eltern wollen logischerweise fast immer das Beste für die Kinder, dazu gehört aber auch die Möglichkeit zum späteren Studium, die nun mal mit Abitur möglich ist. Wobei es zum Glück nicht bedeutet, dass nur ein Student die besseren Jobs bekommt. Das ist schon lange nicht mehr so.
Das heißt aber nicht, dass man auf Teufel komm raus die Kinder aufs Gymnasium zwingt.

Wenn man allerdings die Benotung allgemein anspricht und die Qualität der Schulen sollte man das Thema Lehrer nicht vergessen. Gerade bei der Benotung hat man oft keinerlei Handhabe als Elternteil, dagegen anzugehen. Wenn ich manche Lehrer so aus meiner Schulzeit betrachte, waren da einige völlig fehl am Platze und waren nicht nicht mal kündbar. Zum Glück wird heute nicht mehr so einfach verbeamtet im Lehrerberuf. Insofern ist man da manchen als Schüler ausgeliefert und kann auch als Elternteil nicht viel unternehmen.

Janina
 
sorry, ich hab selten so einen Blödsinn gelesen, wenn es ums Handwerk geht.
Ich "kenne" Handwerksmeister da bekommt der Azubi ab dem ersten Tag einen Firmenwagen.

Aja logisch wenn eine schlechte Nachfrage herrscht, müssen Die Leute irgendwie angelockt werden.


OK, das ist selten und Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Eine rosige Zukunft haben Handwerker immer vor sich, wenn sie mit Freude dabei und gesund bleiben...

Je nachdem wo man arbeitet geht das auf die Jahre gerechnet auf die Substanz und es herrschen natürlich mehr Gefahren wie wenn ich im Büro arbeite.
Wenn man die Willenskraft hat kann man als Handwerker gut verdienen evtl mehr als manch Akademiker.
 

Je nachdem wo man arbeitet geht das auf die Jahre gerechnet auf die Substanz und es herrschen natürlich mehr Gefahren wie wenn ich im Büro arbeite.

Nee, das kannste so auch nicht sagen. Was Burnouts, Depressionen oder auch Boreouts anbelangt ist die Dienstleistungsbranche - z.B. die IT - am stärksten betroffen. Das ist ein anderer Stress, dem man ausgesetzt ist. Als Consultant, der die ganze Zeit durch die Gegend geschickt wird, arbeitet man nicht mal 20 Jahre - dann ist Schicht im Schacht. Weiterhin gibt's gerade in Bürojobs irgendwann Probleme mit dem Rücken - also es stimmt nicht, dass Handwerker im Allgemeinen den Job nicht so lange machen können oder es mehr an die Substanz geht - die Psyche ist ja Teil der "Substanz" 😉

Viele Betroffene von Burnouts sind langfristig arbeitsunfähig, oftmals gelingt der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben gar nicht mehr, ganz zu schweigen von den privaten Problemen etc pp. Ich persönlich glaube, dass Handwerker im Schnitt ein zufriedeneres Leben führen, weil sie am Ende des Tages immer genau wissen, was sie geschafft haben. Das fehlt in Bürojobs sehr oft.

Es gibt natürlich hier einzelne Ausnahmen - Fliesenleger z.B. sollen wohl recht schnell kaputte Kniegelenke bekommen - auch nicht verwunderlich, wenn man über lange Zeit eine ungesunde Haltung einnehmen muss. Das sind dann aber echt Ausnahmen, durch einseitige Belastung.
 
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