Die Leuten fuhren früher sind von unserem Dorf 25 km in die nächste Stadt um ne Ausbildung zu machen, 10-12 Std arbeiten und dann wieder 25 km heim mitm radl.
Kaum vorstellbar.
Zu diesen Zeiten war vermutlich auch der Auto- und Schwerlastverkehr noch nicht so mörderisch wie heutzutage auf manchen Strecken (ohne Radwege, wohlgemerkt). Wenn dann jemand wie ich eh kein guter Radfahrer ist (hab es viel zu spät gelernt, die Familie war zu knickerig, ein Kinderfahrrad zu kaufen) dann wäre ein Umzug zum Arbeitsplatz die einfachere und auch nervenschonendere Alternative.
Und,@friek, ich bin kein Handwerker, weil es sich einfach nicht so ergeben hat. Hätte es sich ergeben - null Problemo, dann hätte ich heute vermutlich keine zwei linken Hände, wenn es um Reparaturen im Haushalt geht.
😱 Deshalb, verachtet mir die Handwerker nicht! Denn die sind es, die aufbauen oder reparieren, was andere kaputtmachen. Um so schlimmer, wenn keiner mehr einer sein will. Oder warum wird auf der einen Seite über hohe Arbeitslosenzahlen geklagt, und auf der anderen Seite beschweren sich Handwerksbetriebe in der Region ständig, daß sie keine Lehrlinge (auch für spätere Übernahme) finden? Wo sind denn da plötzlich die ganzen Arbeitslosen? Sind die sich zu fein, nochmal in einem neuen Job als Lehrling anzufangen? Oder hat irgendwer vorgeschrieben, daß ein Lehrling unbedingt 18 sein muß und nicht 36? Ich denke, ein 36jähriger hat nicht mehr ganz den Elan und die überschüssige Kraft eines 18jährigen, aber dafür vermutlich mehr Verstand, Verantwortung und (Welt-)Erfahrung als ein hormongetriebener Jugendlicher. Und vielleicht auch mehr Allgemeinbildung, vor 20 Jahren war das Niveau an den Schulen noch ein bißchen höher als heute.