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Der wahre Grund von Hartz IV

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Macht euch mal klar. Bevor man hartz4 bekommt muss man sämtlich Ersparnisse aufbrauchen, Haus und Auto verkaufen... Und dann fristet man ein dasein, wo man sich ausgeschlossen fühlt weil von allen Seiten immer nur von Leistung, die in einer Gesellschaft erbracht werden muss, gefaselt wird. (leider ist das keine alleinige FDP Parole) ich glaube vor 3 Jahren gab es mal eine Studie, dass knapp 40% der dauerhaften Empfänger psychisch krank sind. Die Debatte die zu diesem Thema in Deutschland geführt wird, finde ich nur widerlich. Und inzwischen bin ich mir auch sicher, dass Arbeitslosigkeit nicht unerwünscht ist. Denn dann haben Leute Angst abzurutschen und bleiben bei ihrem Job, selbst wenn sie aufstocken müssen. Christoph siebert hat das mal sehr schön ausgedrückt. Gebt mal bei YouTube "wahre Worte von Christoph siebert, wacht endlich auf " ein, das ist die pure Wahrheit.
 
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Re: Der wahre Grund von Hartz IV
Macht euch mal klar. Bevor man hartz4 bekommt muss man sämtlich Ersparnisse aufbrauchen, Haus und Auto verkaufen...

Bitte verbreite keine Halbwahrheiten. Eine angemessene Unterkunft und sogar ein Auto sind als Hartz 4 Empfänger erlaubt. Es gibt viele Hartz 4 Empfänger, die Eigentumswohnung, (kleines) Auto und einige tausend € auf dem Konto haben. Ich kenne persönlich eine Hartz 4 Empfängerin, die ein Haus hat und der Steuern und Reparaturen bezahlt werden.

Und dann fristet man ein dasein, wo man sich ausgeschlossen fühlt weil von allen Seiten immer nur von Leistung, die in einer Gesellschaft erbracht werden muss, gefaselt wird. (leider ist das keine alleinige FDP Parole)

Unabhängig wie wir das Kind beim Namen nennen, haben Menschen verständlicherweise Probleme wenn sie das Gefühl haben nur anderen auf der Tasche zu liegen. Dafür muss man auch nicht die FDP aus dem Grabe zerren, um fest zu stellen, dass Hartz 4 nicht vom Himmel fällt, sondern das Geld irgendwo herkommt. 99% der Menschen wollen doch ihr Leben selbst gestalten und verdingen.
 
Gut da gebe ich dir recht, das mit dem Haus ist vom Einzelfall abhängig. Ich bekenne mich des Populismus Schuldig 😉
Was das andere angeht meinte ich, dass man bevor(!) man Anspruch auf die Leistungen hat, seine Ersparnisse aufbrauchen muss. Dass es Hartz 4-Empfänger mit einigen tausend Euro Ersparnissen gibt, mag sein, ich kenne jetzt auch keine Betroffenen, die ich fragen könnte.

Und ich wollte damit nicht sagen, dass Hartz 4-Empfänger verhungern müssen. Ich hab ja auch schon von Aufstockern gesprochen, die am Ende genauso viel haben. Das spricht aber weniger für den Reichtum der EMpfänger als für einen massiven Niedriglohnsektor, den wir in Deutschland haben.
Ich will dich nicht persönlich angreifen, aber es kommt mir so vor, als wärst du ein bißchen von der Medienkampagne gegen die Langzeitarbeitslosen beeinflusst. DIe wurden solange als Sozialschmarotzer(allen voran von der großartigen BIldzeitung) bezeichnet, dass sie inzwischen zum Feindbild in unserer Gesellschaft geworden sind.
Vielleicht ist die auch bewusst, dass wir bei weitem nicht so viele offene Stellen wie Langzeitarbeitslose haben (ich rede nicht von Ein-Euro-Jobs). Wir können ihnen also gar keine langfristigen Perspektiven bieten. Wieso glaubst du, haben die Leute solchen Schiss arbeitslos zu werden?
Und dann sagst du noch, die liegen uns auf der Tasche. Klar wäre es besser, wenn sie Arbeit hätten, aber dazu müssten wir den Arbeitsmarkt komplett umkrempeln (und bitte sag jetzt nicht, dass Lohnsenkungen helfen, denn das tun sie nicht, weil sie dem Binnenmarkt zu sehr schaden)
Ich sage nicht, dass die Politiker gerne 5 Mio Arbeitslose haben, aber sie bekämpfen es auch nicht. Und da liegt doch der Verdacht nahe, dass es auch teilweise gewollt ist, aus dem Grund, den ich schon ausgeführt habe.
Auch ich werde höchstwahrscheinlich mal ein TEil des Mittelstandes werden, der die Hauptlast trägt. Frag dich doch mal, warum das so ist, und warum diese Schicht immer kleiner wird.
 
Da gebe ich dir durchaus Recht. Fair ist das System oft nicht.
Mein Lieblingsbeispiel ist ja immer der fleißige Sparer, der 30 Jahre lang gearbeitet hat, Vermögen angespart hat, weil er für schlechte Zeiten vorsorgen wollte, und dieses dann aufbrauchen muss bevor er Hartz 4 bekommt. Hätte er dagegen das Geld für Urlaub und Hobbies rausgehauen, bekäme er Hartz 4.

Die Herausforderung ist es, Solidarität mit Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Und nicht zuletzt: Arbeit für alle die arbeiten wollen.
 
Der Hartz-Empfänger in Deinem Beispiel hat halt in die falschen Dinge investiert. Eine Altersvorsorge, egal ob das jetzt das kleine Häuschen ist oder eine langfristige Kapital-Lebensversicherung, kann das Sozialamt nicht so einfach angreifen. Auch ein (kleines!) Auto kann erlaubt sein, wenn die Ausbildung (für eine neue Arbeitsstelle) und der Wohnort (z. B. abgelegen) ein eigenständiges Transportmittel erforderlich machen. Das leichtflüssige Geld auf dem Konto, leicht auflösbare Geldanlagen, Schmuck, teure Technik und dergleichen allerdings sind dann wirklich erst mal aufzubrauchen, bevor das Sozialamt Geld locker macht.

Und wer über mangelnde Stellen klagt, sollte vielleicht über einen Umzug nachdenken. In Teilen Nordbayerns liegen die Arbeitslosenquoten zur Zeit um die drei Prozent, was beinahe Vollbeschäftigung entspricht. Ein paar Prozentpunkte aufgrund Fluktuationen gibt es nämlich immer, Null Prozent Arbeitslose findet man nur in kommunistischen Diktaturen, in denen Vollbeschäftigung Gesetz ist. Wer also Arbeit oder eine Ausbildung oder Umschulung in besser nachgesuchte Berufe sucht, sollte regelmäßig die Wirtschafts- und Lokalnachrichten aus nordbayrischen Regionalblättern lesen, zum Beispiel NN und NZ (Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung). Die Firma Arri (die das elektronische Innenleben für die Hollywood-Kameras herstellt) sucht z. B. dringend fähige Ingenieure, war vor kurzem zu lesen, das Bauhandwerk boomt gerade, und viele Handwerksbetriebe suchen händeringend Lehrlinge, nicht nur zur Ausbildung, sondern auch zur späteren Übernahme (was früher nicht immer üblich war).
 
Die Ungerechtigkeit liegt aber zunächst darin, daß jemand, der z.B. 30 Jahre in die Arbeistlosenversicherung einbezahlt hat, nach gerade mal einem Jahr Arbeitslosengeld in Hartz 4 fällt.
 
OK, das ist selten und Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Eine rosige Zukunft haben Handwerker immer vor sich, wenn sie mit Freude dabei und gesund bleiben...

Der Meinung bin ich auch spoony. Und gerade deshalb, weil viele auf den Zug der Handwerker nicht mehr aufspringen wollen sondern alles altertümlich wirkt solange keine Informatik oder andere Raketentechnik im Spiel ist, lehnen das viele ab. Dabei gibt es nichts besseres als ein guter Handwerker zu sein und in seinem Fach absolut versiert zu sein.

Dieser wird gerne durch sämtliche Verwandtschaftsgrade und Nachbarschaften durchgereicht und kann mehr Geld alleine schon nebenbei scheffeln als ich mit zig überstunden im Büro.
 
Lieber ein erfahrener Handwerker, der jeden Tag zu tun hat, als ein studierter Akademiker auf der Wartebank der Agentur für Arbeit. Und falls alles mal den Bach ´runtergeht, wovon manche Leute ja träumen, die Wirtschaft zusammenbricht, ein Hacker das Internet weltweit lahmlegt oder die Banken zusammenbrechen, dann stehen die Studierten mit ihren Handys und Computern und High-Tech-Gimmicks dumm da, aber der Schmied, der Schreiner, der Maurer und der Bauer werden dann immer noch zu tun haben und weitermachen wie in alten Zeiten.
 
Die Ungerechtigkeit liegt aber zunächst darin, daß jemand, der z.B. 30 Jahre in die Arbeistlosenversicherung einbezahlt hat, nach gerade mal einem Jahr Arbeitslosengeld in Hartz 4 fällt.
... innerhalb eines Jahres neue Arbeit finden? Notfalls eine neue Lehre machen, wenn der alte Job nichts mehr bringt oder überlaufen ist? (Ein Lehrling muß nicht immer 18 sein) Erfindungsreich sein und vielleicht was eigenes aufbauen, selbstständig werden, notfalls als Schriftsteller oder Künstler? Niemand muß zwangsweise arbeitslos bleiben, wenn es hier oder anderswo was zu tun gibt...
 
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