Gut da gebe ich dir recht, das mit dem Haus ist vom Einzelfall abhängig. Ich bekenne mich des Populismus Schuldig 😉
Was das andere angeht meinte ich, dass man bevor(!) man Anspruch auf die Leistungen hat, seine Ersparnisse aufbrauchen muss. Dass es Hartz 4-Empfänger mit einigen tausend Euro Ersparnissen gibt, mag sein, ich kenne jetzt auch keine Betroffenen, die ich fragen könnte.
Und ich wollte damit nicht sagen, dass Hartz 4-Empfänger verhungern müssen. Ich hab ja auch schon von Aufstockern gesprochen, die am Ende genauso viel haben. Das spricht aber weniger für den Reichtum der EMpfänger als für einen massiven Niedriglohnsektor, den wir in Deutschland haben.
Ich will dich nicht persönlich angreifen, aber es kommt mir so vor, als wärst du ein bißchen von der Medienkampagne gegen die Langzeitarbeitslosen beeinflusst. DIe wurden solange als Sozialschmarotzer(allen voran von der großartigen BIldzeitung) bezeichnet, dass sie inzwischen zum Feindbild in unserer Gesellschaft geworden sind.
Vielleicht ist die auch bewusst, dass wir bei weitem nicht so viele offene Stellen wie Langzeitarbeitslose haben (ich rede nicht von Ein-Euro-Jobs). Wir können ihnen also gar keine langfristigen Perspektiven bieten. Wieso glaubst du, haben die Leute solchen Schiss arbeitslos zu werden?
Und dann sagst du noch, die liegen uns auf der Tasche. Klar wäre es besser, wenn sie Arbeit hätten, aber dazu müssten wir den Arbeitsmarkt komplett umkrempeln (und bitte sag jetzt nicht, dass Lohnsenkungen helfen, denn das tun sie nicht, weil sie dem Binnenmarkt zu sehr schaden)
Ich sage nicht, dass die Politiker gerne 5 Mio Arbeitslose haben, aber sie bekämpfen es auch nicht. Und da liegt doch der Verdacht nahe, dass es auch teilweise gewollt ist, aus dem Grund, den ich schon ausgeführt habe.
Auch ich werde höchstwahrscheinlich mal ein TEil des Mittelstandes werden, der die Hauptlast trägt. Frag dich doch mal, warum das so ist, und warum diese Schicht immer kleiner wird.