Hallo Sigi!
Du argumentierst nach dem Schema:
Wenn man nur die Missstände innerhalb der Zeugen Jehovas kritisiert, dann ist das unfair, weil es auch anderswo Misstände gibt.
Wenn ich also Hitler kritisieren würde, wäre das ja unfair, weil es noch andere böse Menschen gibt?
Wie ich schon sagte, befasst sich dieser Thread mit den Zeugen Jehovas. Diese sind gefährlich und daher ist es geboten, vor ihnen zu warnen. Es ist nicht unfair, wenn man vor einer Gefahr (zB dem Alkoholmissbrauch) warnt und dabei nicht vor dem Nikotinmissbrauch warnt.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass man vor den Zeugen Jehovas warnen sollte:
Die Zeugen haben 1914, 1925 und 1975 das Ende erwartet. Bekanntlich haben sich diese Voraussagen nicht erfüllt. Wie müssen sich wohl die Kinder der Zeugen fühlen, wenn man sie auf diese Weise ängstigt und dann auch noch enttäuscht, indem die Vorraussagen ja nicht eingetreten sind?
Was soll man von Erwachsenen Menschen halten und halten, die an solche Voraussagen glauben? Das ist Aberglaube pur! Vor solchen Menschen muss man eindringlich warnen.
Sigi, bist Du eine Zeuge Jehovas?
Falls Du übrigens meinen Beitrag kritisieren möchtest, dann wäre das unfair, wenn Du nicht auch alle anderen Beiträge dieser Welt kritisieren würdest, die Dir kritikwürdig erscheinen ;-)!
Die katholische Kirche kann man kritisieren, vor den Zeugen muss man warnen, das ist der Trend, den ich beobachte. Warnen und kritisieren ist etwas anderes, das ist es, was ich bekämpfe, nicht das, was du meinst.
Die katholische Kirche lehrte eine Höllenlehre, die genauso Kinder zerstörte. Diese Lehre wird viel kritisiert, aber keiner warnt vor der kath. Kirche, als wäre es eine gefährliche Zeitbome oder so. Aber wegen ähnlich klingender Dinge warnt man vor den Zeugen. Kritisieren und warnen ist ein Unterschied. Ist das so schwer zu begreifen?
Ich würde mich gar nicht aufregen, wenn jemand schreibt, an den Zeugen kritisiere ich folgendes usw. . .
Selbstverständlich gibt es auch bei den Zeugen zu kritisiern! Aber sie deshalb so darzustellen, wie manche das tun, geht unter die Gürtellinie, ist unverhältnismäßig und unfair.
Bsp: (nicht real) meine Frau kriegt ab und zu hysterische Anfälle und hat mich dabei auch schon mal wo getroffen. Sie ist eine ganz ganz liebe Frau, die nur diese Macke hat. Ich kann sie kritisieren, ich kann ihr raten, zum Arzt zu gehen, aber wenn ich vor ihr warne, tu ich ihr unrecht. Vor allem wäre es Unrecht wenn jemand fragt, ständig zu sagen, meine Frau schlägt mich. Was für ein Bild kriegen andere von ihr? Die 90 Prozent, wo sie Gutes tut, schaut dann niemand mehr an. Das ist unfaire Berichterstattung.
Und wie schon aus einigen anderen Beiträgen hervorgeht, sind viele der Anklagen, die gegen die Zeugen erhoben werden noch dazu widerlegbar. Auch wir drehen uns hier im Kreise, zu einigem habe ich schon geschrieben.
Was ich bin, fragst du? Ich bin ein Mensch, und ich habe gelernt, dass es in jeder Religion und unter Atheisten "Menschen" gibt. Das ist schön.
Außerdem besitze ich einiges an Insiderwissen, im Gegensatz zu manchen Kritikern.
Wer mich näher kennt, weiß, dass ich die Zeugen kritisiere, genauso wie ich andere Religionen kritisiere. Aber ich versuche nicht, diese Religion oder insbesondere Menschen, die dort ihren Glauben leben, in eine Ecke zu stellen, vor der man WARNEN muss, nur weil dort irgendwelche Fehler zu finden sind. Petrus hat seinen Herrn Jesus dreimal verleugnet!!!!!!!
Man kann ihn kritisieren, aber wenn man "Insiderwissen" über Petrus hat, wird man nicht vor ihm als gefährlichen beziehungsunfähigen Halunken warnen, da man seine aufrichtige Natur kennt. So ist es auch mit den Zeugen.
Ich hoffe, dass wir das Thema in dem Sinne at akta legen können. Wenn man sich über einzelne Kritikpunkte dann sachlich unterhalten möchte, ist das eine andere Sache. Da legt der eine seine Argumente vor und der andere, und dann sollte auch gut sein, denn wir sprechen hier ja über kritisierbare Religionen, nicht aber über Verfassungsfeinde oder Straftäter oder oder oder . . .
Sigi
PS: Auch eine Sekte ist kein Verfassungsfeind, sie ist eine Absplitterung vom Ganzen. Und welche der vielen Religionen der Christenheit Absplitterungen vom Urchristentum sind, darüber kann man seine Meinungen auf den Tisch legen, kritisieren und diskutieren, aber nicht diskriminieren, außer man kann in der gesamten Struktur in der Tiefe solcher Menschen absichtliches Fehlermachen, Bosheit oder verbrecherisches Verhalten feststellen. Das wäre viell. ein Grund, vor jemand zu warnen.
Ach, was ich vergessen habe, die Urchristen haben das Ende auch zu ihren Lebzeiten erwartet, dazu gibt es viele klare Bibeltexte. Und Jesus dieser Strolch hat noch dazu gesagt, gut so, bleibt wach, es könnte morgen kommen. Also nochmal, wenn schon Kritik, dann an der Quelle anfangen. Dass die Zeugen, das Ende immer wieder erwarteten ist also biblisch fundiert, dass man es dabei auch überzog ist eine übertriebene Stärke, die zum Fehler wurde, die man kritisieren kann und sollte, aber nicht mehr. Genauso wie bei dem Fehler des Petrus, wird Gott selbst entscheiden, ob er den guten Willen dieser Gruppe sieht, wach zu bleiben im Gegensatz zu anderen Relgionen oder ob er den Fehler mehr sieht. Zu uns sagte er, dass wir nicht berechtigt sind, darüber zu richten und dabei sollte es auch bleiben, sonst hätte man den Petrus, der der Urvater der kath. Kirche sein soll, auch längst hin-gerichtet, wegen seines Fehlers, der größer war, als das Übertreiben der Zeugen, was die Pflicht von Christen betrifft, das Ende täglich zu erwarten.