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zeugen jehovas...sekte oder normale religion?

Hallo mikenull!

Vertrauen ist was völlig anderes als Vernunft. Religion wäre nur vernünftig, wenn sie beweisbar wäre. So ist sie nichts weiter als eine zusätzliche Mühe - oder halt für diejenigen, die glauben ein Privatvergnügen.
Es wäre sicherlich vernünftig an Gott zu glauben, wenn es dafür eine nachweisbare Gegenleistung gäbe - das aber ist nur vielleicht so.
Und was hat das mit den Zeugen Jehovas zu tun 🙂?

Ausnahmsweise dazu off topic:

Die Vernunft fordert die Annahme von Gott (so wie sie die Annahme der Willensfreiheit fordert). Das Wissen wird auf diese Weise ergänzt.

Es handelt sich um einen Vernunftglauben. Die Vernunft tut ja auch sonst Dinge, die sie nicht beweisen kann. Aus Vernunft sorgt man in einer kalten Berghütte vor, damit man im Winter nicht erfriert. Einen Beweis für einen kalten Winter kann man dabei auch nicht erbringen.

Einen Beweis für die Willensfreiheit kann man auch nicht erbringen. Dennoch verhalten wir uns alle (wenn wir bei klarem Verstand sind) so, als ob wir willensfrei wären. Und das ist vernünftig, obwohl man es nicht beweisen kann.

Zwischen Wissen und Glauben besteht kein Widerspruch, da sie beide verschiedenen Bereichen angehören. Der Glaube richtet sich ja auf etwas, was jenseits aller Erfahrung liegt (zB der eventuell kommende harte Winter; man kann ja nicht in die Zukunft blicken). Es ist aber ein Bedürfnis der Vernunft, einen harten Winter anzunehmen.
 
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Ich habe lediglich auf Deinen "Vernunftvorschlag" geantwortet - den Du ja bei jeder Gelegenheit bringst, der deßhalb aber auch nicht wahrer wird.

Die Vernunft fordert die Annahme von Gott. Das ist Unsinn. Die Vernunft erfordert, das Du z.B. in die Rentenkasse zahlst oder auch in eine Krankenkasse. Mit Gott hat Vernunft nicht das geringste zu tun. Du könntest höchstens sagen: Ich glaube mal sicherheitshalber an Gott, weil es ja sein könnte, das nach meinem Tod doch irgendeine Art Gericht stattfindet. Und ich davor eine gewisse Angst habe.

Zitat Brandmüller ( Monsignore ) : "In der Tat. Es gibt keinen Vernunftbeweis für die Existenz Gottes".
Brandmüller ist der Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften - und widerlegt Dich hier mit einem Satz!
Soviel zum Thema: Vernunft und Gott....
 
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Hallo Sigi!

Wenn ich aus dem Bauch heraus befürworte, dass jeder seinen eigenen individuellen Glauben haben sollte, dann heißt das aber noch nicht, dass man alles glauben darf, was einen so in den Sinn kommt.

Der Inhalt des Glaubens hat verpflichtenden Charakter. Man kann sich seinen Glauben nicht wie eine Hose im Kaufhaus aussuchen. Der Glaube entwickelt sich aus der Vernunft und dieselbe spricht mit imperativem Charakter.

Bei Gruppierungen wie den Zeugen Jehovas habe ich dagegen den Eindruck oder den Verdacht, dass ihr Glaube auf einer Notsituation beruht. Sie haben möglicherweise in der Vergangenheit Schweres durchgemacht (zB Suchterfahrungen) und sehen nun in den Zeugen eine Chance, mit ihrer Problematik fertig zu werden. Die Wahl für die Zeugen hängt in diesem Falle also von ihrer individuellen Notlage ab. Hätten sie ein anderes Problem gehabt, wären sie eventuell einer anderen Gruppierung beigetreten. Der Alkoholiker sagt zB (stark vereinfacht): ich glaube an die Religion der Zeugen, weil sie mir hilft.

Wenn aber das Glück des einzelnen die entscheidende Motivation für die Wahl einer Religion oder eines Glaubens ist, dann basiert der Glaube auf empirischen Tatsachen. Der Glaube verliert dadurch seinen eigentlich verpflichtenden Charakter. Die Pflicht, die stets aus der Vernunft spricht, widerspricht dem Glücksstreben des Einzelnen. Religion darf nicht als Glückinstrumentarium missbraucht werden. Wahre Religion ergibt sich eher aus zähneknirschendem Gehorsam gegenüber der Stimme der eigenen Vernunft (etwas drastisch ausgedrückt).

Vereinfacht gesagt: Ich glaube, weil ich muss und nicht, weil es mir dann besser geht.

Sicher ist es sinnvoll, eine Alkoholsucht durch den Beitritt bei einer Religionsgemeinschaft zu kurieren (ein Beispiel für die Motivation, den Zeugen beizutreten). Aber primär ist die Ausübung des Glaubens ein Gehorsam, der auf der Stimme der Vernunft basiert. Ich bin frei, weil ich nur auf die Stimme der Vernunft höre.

Das ganze ist etwas schwer zu erklären. Vielleicht hast Du mich aber etwas verstanden.


Hallo Eu-Frank, bleib doch einfach bei der Sache, die ist doch viel interessanter als deine etwas abgehobenen Kommentare über die Zeugen.
Ich könnte auch Berichte einstellen, wie Jesus sich um die Heruntergekommenen des Volkes kümmerte und seine "Religion" damit im Misskredit zu bringen, dann bist du aber wenigstens an der Quelle, wie oft habe ich das schon geschrieben. Lassen wir das herumkriteln an den Zeugen. Die Quelle ist viel interessanter.

Viel interessanter ist für mich deine Einstellung zum Glauben. Ich frage jetzt ohne Hintergedanken, vielleicht etwas naiv: Habe ich dich richtig verstanden, dass du meinst, jeder Mensch solle alle Probleme die im Leben auf ihn zukommen mit seiner Vernunft angehen und wenn er das tut, dann ist es das was Gott von ihm will, auch wenn es Ansichten Gottes, die uns in der Bibel offenbart werden, widerspricht, weil du ja nicht glaubst, dass Gott die Bibel für diesen Zweck bewahrt hat?

In dem Fall würde ich aber die Reaktion von Mikenull verstehen, dass man dann gar keinen Glauben mehr braucht, aus seiner Sicht (falls ich die richtig verstanden habe). Warum dann an Gott glauben, wenn er uns als Schöpfer nichts zu sagen hat und wenn seine Existenz sowieso umstritten ist? Warum?

Sag nicht, hier geht es nicht mehr um die Zeugen. Die Zeugen sind eine christliche Religion, die diverse Dinge so ernst nehmen, dass damit das Thema, wo wir jetzt sind, direkt herausgefordert wird, es ist also bestimmt kein verfehltes Thema.

Deine letzten Beiträge sind allerdings irgendwie so abgehoben philosophisch, dass ich vermute da kommen wieder ne Menge nicht mit.

Verkürzt:

Wir gehen hier von Leuten aus, die an ihn glauben. Du sagst, die Zeugen sehen Gott als Autorität und glauben, auch wenn du nicht immer verstehst (Vernunft) warum sie manchmal etwas zu glauben scheinen, was der Vernunft zu widersprichen scheint. Du sagst, so verstehe ich es, dass Gott es will, dass wir einfach der Vernfunft folgen, die er uns gegeben hat, dann lägen wir schon recht. Stimmt das so?

Die Zeugen und nebenbeigesagt auch ne Menge andersgläubige, sagen,
Gottes Gedanken sind höher als die der Menschen, und Menschen fahren nur gut, wenn sie sie respektieren und einkalkulieren, dass da auch Dinge dabei sind, die zunächst nicht vernünftig klingen. Wenngleich ich meine, dass in der Bibel nichts gefordert wird, was nicht zumindest diskutierbar ist, also nichts eindeutig unvernünftiges.

Auch ob jemand Blut anderer Leute in sich aufnimmt, ist diskutierbar und nicht prinzipiell unvernünftig. Vor allem ist es jedermanns eigene Entscheidung, die ungeähr auf dem Level liegt, ob jemand lebenserhaltende Maßnahmen zulassen will oder ob er sagt, lasst mich ohne das Sterben, wenn es soweit ist. Dieses Thema wird zwar auch heftig diskutiert, aber nicht in dem abschätzigen Sinne, wie manche es diskutieren, ob man Blut wünscht oder nicht. Das aber nur nebenbei, das ist ja auch nicht die Lehre der Zeugen, mit der sie andere ansprechen, es ist ein untergeordnetes Thema, was nicht zu der Verkündigung der Zeugen gehört.

Also, vielleicht kriegen wir hier etwas Klarheit rein, denn deine Einstellung zu "Geboten Gottes" interessiert mich nun doch so, dass ich sie gern genau verstehen möchte, denn du bist ja nicht einer, der Gott ablehnt, aber was für ein Gott ist es, an den du glaubst, wenn nicht der der Bibel mit all seinen Ansichten und Forderungen?

Sigi
 
Hallo mikenull!

...
Zitat Brandmüller ( Monsignore ) : "In der Tat. Es gibt keinen Vernunftbeweis für die Existenz Gottes".
Brandmüller ist der Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften - und widerlegt Dich hier mit einem Satz!
Soviel zum Thema: Vernunft und Gott....
Das nennst Du einen Beweis????

Dann könnte ich ja auch sagen: "In der Tat. Es gibt keinen Vernunftbeweis für die Existenz von Menschen." Und schon habe ich nach Deiner Logik die Existenz von Menschen widerlegt.
 
Hallo Sigi!

... Lassen wir das herumkriteln an den Zeugen. Die Quelle ist viel interessanter...
Weichst Du aus? Es geht in diesem Thread um die Zeugen Jehovas und nicht primär um das Neue Testament.
...Viel interessanter ist für mich deine Einstellung zum Glauben...

In aller Kürze:

Der Religionskern ist der auf Vernunft basierende Glaube.

Ich lehne Glaubenssätze ab, die einfach aufgestellt sind im Sinne von zufälligen Offenbarungslehren. Ich befürworte moralische Glaubenssätze, die unabhängig von aller Erfahrung als notwendig durch die Vernunft erkannt werden.

Die zuerst genannten Glaubenssätze finden wir in der Vielzahl der Kirchen und Konfession in jeweils anderer (zufälliger) Ausprägung wieder. Die wahre Religion verwirklicht sich aber in den zuletzt genannten Glaubenssätzen. Nur ihr kommt notwendige Allgemeingültigkeit zu.

Es kommt nicht auf Äußerlichkeiten wie Weihrauch etc. (innerhalb der Religionsausübung) an. Die wahre Kirche ist für mich eher die unsichtbare. Sie ist ein Ideal, das nicht verwirklicht ist.
 
Also Eu-Frank, in allen Ehren. Wenn Dir ein sehr hoher Verteter der Kirche das sagt, dann solltest selbst Du das einsehen. Und in der Tat hast Du selbst ja nicht einen einzigen Beweis, daß Glaube "vernümftig" ist.
Du kannst zwar irgendwelche verquasten Sprüche darüber machen oder seltsame Vergleiche anstellen - es gibt, und da bin ich sozusagen mit Monsignore Brandmüller einig, keinen vernünftigen Grund für Glauben. Glauben ist nichts weiter als Hoffen und betteln das es so wäre...
Und Deine Hinwendung zu einer einzigen Richtung - unter Kritik an anderen hier z.B. die der Zeugen Jehovas - ist natürlich falsch. Es gibt sehr viele Religionen, die allesamt gleichzeitig behaupten, die "richtigen" zu sein. Warum soll ausgerechnet Dein Glaube der Wahrheit - und damit der Vernunft - entsprechen. Richtig, weil Du - aber auch nur Du - das glaubst.
Insofern kann ich locker meinen Standpunkt verteten, daß Relígionen eben alle gleich schlecht oder gleich gut sind - aber spezielle Eigenheiten haben. Die kann man kritisieren oder auch ablehnen - aber mehr nicht.

Ich wurde ja mehrere Jahre lang am Sonntagvormittag von Zeugen besucht und kann zumindest bestätigen, das dies absolut friedliche und auch sehr nette Leute waren. Ich habe sogar regelmäßig ihre bunten Heftchen gelesen. Und ehrlich: Ich habe sogar Bewunderung für jemand, der sich bei Wind und Wetter an die Ecken stellt und seine Religion vertritt. Was nicht heißt, das ich dieses Zeug jemals glauben könnte.
Mein Kritikpunkt liegt bei den Zeugen woanders: Ich hatte es angesprochen. Mir mißfällt das ein anderes Verhältnis zum Kinderzüchtigungverbot haben. Und mir mißfällt auch - aber das geht mir bei jeder Religion so - das sich Religionen prinzipiell auf die Zeit nach dem Tod verlassen. Danach soll der Herr alles richten - was ich für puren Schwachsinn halte. Hier und jetzt spielt die Musik und der Mensch - und nicht ein erdachter Gott - ist Herr und Norm der Dinge. Es ist unsere Pflicht die Erde so zu gestalten, das ein Überleben möglich ist. Ich wundere mich sowieso das hier niemand bisher aus dem Spiegel dieser Woche zitiert hat. Ich will es kurz ansprechen: Kurz bevor ich geboren wurde haben auf der Welt 2,5 Milliarden Menschen gelebt. Heute etws über 50 Jahre später leben auf dem Erdball 6,5 Milliarden. Das heißt: Die Menschen vermehren sich wie die Kaninchen weiterhin - und da es mit der Masse immer schneller geht - ist es überschaubar wann die 10 Milliarden erreicht sind. Die Schlußfolgerungen aus dieser Tatsache mag jeder selbst ziehen. ( und bei der Gelegenheit mal den Pastor fragen, was seine Religion dazu sagt ) Danke für die Aufmerksamkeit.
 
Es wäre sicherlich vernünftig an Gott zu glauben, wenn es dafür eine nachweisbare Gegenleistung gäbe - das aber ist nur vielleicht so.

Daß Gott solche (=Berechnende, nur auf eigene Vorteile bedacht) nicht bei sich haben möchte, ist aber doch auch "vernünftig", zumindest mit Vernunft nachvollziehbar. Und mit der Option "Glauben" (=Vertrauen) funktioniert das dann, denn ein "vielleicht" genügt eben den Berechnenden nicht. Sie entscheiden sich für das, was sie sehen können und geniessen ihr Leben so gut wie möglich. Gott aber sagt: "Wer sein Leben verliert, der wird es gewinnen...".


Ich wurde ja mehrere Jahre lang am Sonntagvormittag von Zeugen besucht und kann zumindest bestätigen, das dies absolut friedliche und auch sehr nette Leute waren. Ich habe sogar regelmäßig ihre bunten Heftchen gelesen. Und ehrlich: Ich habe sogar Bewunderung für jemand, der sich bei Wind und Wetter an die Ecken stellt und seine Religion vertritt. Was nicht heißt, das ich dieses Zeug jemals glauben könnte.

Mich interessiert, warum Du dann ihre Besuche zugelassen, und ihre Hefte gelesen hast. Bist Du danach zu dieser "Einsicht" gekommen?


Und mir mißfällt auch - aber das geht mir bei jeder Religion so - das sich Religionen prinzipiell auf die Zeit nach dem Tod verlassen. Danach soll der Herr alles richten - was ich für puren Schwachsinn halte. Hier und jetzt spielt die Musik und der Mensch - und nicht ein erdachter Gott - ist Herr und Norm der Dinge. Es ist unsere Pflicht die Erde so zu gestalten, das ein Überleben möglich ist.

Du hast recht damit, daß es unsere Pflicht ist, mit dem was wir hier haben ordentlich umzugehen und für nachfolgende Generationen lebenswert zu gestalten. Das wird aber keiner, der sich ernsthaft an der Bibel orientiert (nicht vorgetäuscht) jemals unbeachtet lassen, denn dort ist das gefordert.
Es ist nur ein gewisser Realismus, der bei aufmerksamer Betrachtung (auch ohne die Bibel zu bedenken) dazu führt zu erkennen, daß die Bosheit der Menschen nicht ab- sondern leider im Lauf der Jahrhunderte zugenommen hat. Daß das Töten nicht mehr Mann gegen Mann, sondern aus dem Hinterhalt auf einen Schlag gegen hunderte bis Tausende, evtl. sogar Millionen erfolgt bzw. erfolgen könnte. Daß die Menschen immer selbstsüchtiger, sprich: egoistischer werden. Mit allen Folgen, die das nach sich zieht. Man werfe den Blick nach China, nach Afrika, nach Südamerika, ebenso auch in unser eigenes Land, wo immer wieder tausende entlassen werden, nur um "ganz cool kalkulierend" seinen Gewinn zu erhöhen. Als ein Beispiel unter vielen.
Die Bibel bestätigt diese Entwicklung bis zum Maximum, ganz einfach weil die allermeisten ihre Pflicht zur lebenswerten Gestaltung der Erde nicht wahrnehmen wollen. Womit wir wieder beim Egoismus sind.

"Danach soll der Herr alles richten"? Er wird es richten müssen und er will es auch tun. Das Bemühen einiger weniger Nachfolger verändert "das Gesicht der Erde" nicht gegen eine grosse Masse, die von Gottes Aufforderung zur Selbstlosigkeit (sprich: Nächstenliebe) nichts hält und lieber ihr schönes Leben lebt, nach dem Motto "Nach mir die Sintflut".
Da Gott allwissend ist, hat er das prophezeit und eine Neue Erde angekündigt, auf der Gottes Gerechtigkeit herrscht. Weil das alles so ist, schickte er seinen Sohn Jesus, damit er u.a. die Leute zur Umkehr aufruft, was noch heute durch sein Wort und Gottes Geist geschieht. Damit sie die Chance haben, ein Leben zu führen, das Gottes zukünftigem Reich gerecht wird, in dem seine Nachfolger leben sollen.
Und das ist wahre Liebe: Gott liebt die Menschen und ist bereit, dafür sogar seinen geliebten Sohn zu geben, für die Vergebung unserer Schuld. (Johannes 3,16) Jesus ebenso, er hat freiwillig sein Leben gegeben, auch für die, die zu diesem Zeitpunkt noch Sünder waren, oder noch gar nicht geboren. Doch Gott hat ihn auferweckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grade als ich dachte, dass niemand Lena toppen kann (nichts für ungut, Lena), kommt soundso daher! 😀

Super! Bestätigt meine Vorurteile. 😎
 
Hallo Sigi!

...
Viel interessanter ist für mich deine Einstellung zum Glauben...
Mein letzter Beitrag war nicht optimal. Für Dich eine etwas umfassendere wenn auch kurze Erklärung:

Alle Menschen möchten glücklich sein. Aber verdienen alle diese Glücklichkeit, zB die Betrüger? Nein! Nicht alle sind des Glücks würdig. Meinem Trieb nach Glück widerspricht meine Vernunft. Meine Vernunft sagt mir, dass ich des Glücks würdig sein soll. Durch die Freiheit meines Willens kann ich meine Neigung zum Glück durch die Vernunft einschränken.

Wie kann ich gleichzeitig glücklich und diesem Glücke auch würdig sein? Meine Vernunft sagt mir, was ich dazu tun muss. Meine Vernunft sagt mir zB, dass ich nicht lügen soll. Wenn ich dagegen meine Pflicht tue, werde ich des Glücks würdig.

Aber selbst wenn ich immer nach Vernunft und Pflicht lebe, so ist damit noch nicht garantiert, dass ich glücklich werde. Der Mensch ist nicht in der Lage, sich selbst ein dauerhaftes Glück zu verschaffen.

Die Vernunft hat gute Gründe, eine Macht anzunehmen, die mit höchster Weisheit regiert und die Glück je nach Würdigkeit oder Schuld austeilt. Dies heißt, an Gott zu glauben.

Wir sehen an den Werken der Natur eine große Weisheit, die auf einen Weltschöpfer hinweist. Dieser Weltschöpfer regiert nicht nur über die Natur, sondern auch über die ethische Weltordnung, die dem Menchen überhaupt erst seine Würde und seinen Wert verleiht.

Wir haben guten Grund, uns von diesem Weltschöpfer mit Glück beschenken zu lassen, wenn wir uns des Glücks für würdig erweisen.
 
Hallo Eu-Frank, gut das du den letzten Beitrag noch geschrieben hast.

Interessant ist, dass Mikenull aus derselben Vernunft nicht an Gott glaubt, aus der du an Gott glaubst.

Die von dir angenommene Weltweisheit, die man Gott nennen könnte, wird nun ein Problem haben, wem sie von seinem Glück, was wir nach dir brauchen, gibt. Oder wie kann man das verstehen? In verschiedenen Erdteilen und Landstrichen ist diese Glücksausschüttung doch selten erarbeitet, sondern völlig ungerecht verteilt.

Außerdem behauptest du, dass die Bibel keine Offenbarung oder Anleitung Gottes ist, dein gutes Recht, das so zu sehen, aber kannst du das beweisen? Vielleicht genausowenig, wie einer (z. B. ein Zeuge) der das glaubt, es dir andersherum wissenschaftlich exakt beweisen kann.

Was mir an deinem Gott zu denken gibt, Eu-Frank, wieso verteilt er das Glück so ungerecht, in manchen Erdteilen mehr, in manchen weniger und warum haben es soviele Menschen, die nun wirklich nicht nach der Vernunft handeln, die du so preist?

Ist der Gott, den du annimmst, willkürlich?

Ist das, was er für die Menschen tut oder tun will alles, was man von ihm erwarten kann? Und der hat uns nun erschaffen und lässt uns immer tiefer ins Unglück wurschteln unter einer nicht nachvollziehbaren Glückverteilung?

Klar, der Gott der Bibel oder der, den die Zeugen beschreiben, lässt es uns auch, aber die Bibel bietet wenigstens noch eine zumindest vernünftig klingende Erklärung für alles an, die hoffen lässt, dass es letztlich eine Gerechtigkeit geben wird, auch wenn diese Mikenull zu spät kommt, was halt wieder der Schluss ist, den er daraus zieht. Er arbeitet (zumindest was seine Theorie betrifft) gleich daran mit, irgendwo eine Gerechtigkeit zu erstellen und wartet nicht auf irgendeine späte oder ungerechte Gabe.

Wir sitzen doch alle in der Falle. Jeder hat sich eine andere Bewältigung ausgedacht, du, Minkenull, die Zeugen. ich, und und und.

Solange keiner sagen kann, seine Lösung ist die absolute (obwohl einige, auch die Zeugen das nat. für sich glauben), sollten wir uns also gegenseitig zerhacken? Bringt uns das der Lösung näher?
Ich finde, der Respekt vor den aufrichtigen Versuchen, mit der Realität klar zu kommen, sollte uns veranlassen, den jeweils anderen wertzuschätzen, auch wenn er anders tickt. In einem sind alle gleich, wenn ich das richtig verstanden habe, dass wir uns untereinander respektvoll und ehrerbietig verhalten sollen, uns helfen sollen in Not und uns lieben, was aber nicht einschließt, vor den Lösungsversuchen des anderen zu schleimen, das tun wir ja grad auch nicht. Es ist ganz o.k. Vernunft und Unvernunft des jeweils anderen kritisch zu beleuchten und sich ins Gesicht zu sagen. Das bringt jeden Aufrichtigen zum Nachdenken (nicht zum Spotten, was manche vorziehen).

Da sind wir auch wieder beim Ausgangspunkt: Sind die Zeugen gefährlich?

Nehmen wir euch zwei und einen Zeugen. Drei verschiedene Bewältigungsmethoden. Nehmen wir an, jeder nähme seine todernst, dann stören die anderen zwei und wer stört kann auch "gefährlich" werden. Ist hier nicht ein gewisser Humor angebracht, der jeden bestehen lässt, weil jeder ganz sicher keine Art Gott ist, die sich ein Urteil erlauben kann. Man lässt sich ja auch viel lieber kritisieren, also lernt dazu, wenn man nicht ausgeschlossen wird, also als gefährlich hingestellt.

Natürlich hat es gefährliche Sekten oder wie man das nennen will gegeben. Ich will nicht das Mäntelchen des Allesverstehenden darüber breiten.
Aber die Zeugen haben noch keine Regierung gestürzt, noch keinen Andersedenkenden umgebracht, sich nicht an irgendwem vergangen, haben keine unbekannten, fiesen Ziele, tun alles in der Öffentlichkeit und es gibt darunter auch lockere Leute, wie Mikenull das erfahren hat, ich auch. Den Rest müssen wir tolerieren üben, finde ich, denn jede Denkrichtung hat ihre Nachteile und unter jeder Denkrichtung gibt es solche und solche Menschen. Selbst eine vereinnahmende Denkrichtung kann man tolerieren, solange sie nur in der Theorie vereinnahmt, wie die Zeugen, die jegliches gewaltbegleitete Eingreifen in die Welt ablehnen und keinen Menschen im praktischen Leben verachten, der nicht mit ihnen gleichzieht und die als vorbildliche Bürger bekannt sind.

Alles Versuche und aus jedem kann man irgendeine Kleinigkeit lernen, falls man sich nicht gar zu dem einen oder anderen hingezogen fühlt.


Sigi
 
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Du bist keinem Raum beigetreten.

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