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zeugen jehovas...sekte oder normale religion?

An Florina oder jemand, der so denkt wie sie:

Da das hier ja ein religiöser Thread ist, erlaube ich mir (hoffe ich darf), die Bibel als Antwort zu deiner Frage zu gebrauchen. Sie selbst sagt:

1. Johannes 4🤐 (Lutherbibel): "Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind, denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt."

2. Korinther 13:5 (Lutherbibel): "Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht, prüft euch selbst"

Diese Texte gelten für alle Religionen und alle akzeptieren diese. Religion heißt also auch ständiges wach sein, ständiges Prüfen, zuerst, wo ich die meiste Übereinstimmung zur Bibel und Vernunft finde und dann, ob ich mich nicht durch menschliche Schwächen, wieder davon wegbewege, von dem was ich für richtig befand. So jedenfalls der Rat der Bibel.

Die Aufgabe des Einzelnen, der sich für christliche Religionen interessiert, ist es, die Bibel selbst kennen zu lernen, denn sie ist das einzig grundlegende, auf das sich alle stützen. Wenn ich wissen will, welche Religion am nächsten daran liegt, muss ich die Bibel selbst studieren. Natürlich auch, wenn ich wissen will, ob sie selbst eine gute Richtschnur ist. Manchmal ist es dazu gut, sich Infos von den verschiedenen Religionen über ihr Grundsatzprogramm zu holen, deswegen wird man nicht "verführt", keine Angst (Schmähpropaganda über andere ist nicht so toll, weil es ja immer einseitig gefärbt ist, man muss bedenken, dass die einzelnen Religionen sich ja oft nicht gern ihre Mitglieder abgraben lassen). Aber so kann man diese Infos an das, was man selbst studiert anlegen und einschätzen. Nur so geht das, nicht durch Flüsterprogaganda, egal vom wem, auch nicht durch Überredungskünste, egal vom wem.

Und schön ist es auch, wenn man einen Menschen träfe, mit dem man offen, vorurteilslos aber kritisch über alles sprechen kann. Gott findet das gut und verhieß sogar dann seinen Geist zu spendieren, damit man im Verständnis vorankommt ("wo zwei oder drei in meinem Namen".... den Text kennt man ja) (Sorry, in einem Atheistenforum würde man mich jetzt steinigen, aber hier geht es ja darum, also lässt es sich nicht vermeiden, die Bibel zu zitieren).





Sigi
 
Hallo Sigi!

An Florina oder jemand, der so denkt wie sie:

Da das hier ja ein religiöser Thread ist, erlaube ich mir (hoffe ich darf), die Bibel als Antwort zu deiner Frage zu gebrauchen. Sie selbst sagt:

1. Johannes 4🤐 (Lutherbibel): "Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind, denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt."

2. Korinther 13:5 (Lutherbibel): "Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht, prüft euch selbst"

Diese Texte gelten für alle Religionen und alle akzeptieren diese. Religion heißt also auch ständiges wach sein, ständiges Prüfen, zuerst, wo ich die meiste Übereinstimmung zur Bibel und Vernunft finde und dann, ob ich mich nicht durch menschliche Schwächen, wieder davon wegbewege, von dem was ich für richtig befand. So jedenfalls der Rat der Bibel.

Die Aufgabe des Einzelnen, der sich für christliche Religionen interessiert, ist es, die Bibel selbst kennen zu lernen, denn sie ist das einzig grundlegende, auf das sich alle stützen. Wenn ich wissen will, welche Religion am nächsten daran liegt, muss ich die Bibel selbst studieren. Natürlich auch, wenn ich wissen will, ob sie selbst eine gute Richtschnur ist. Manchmal ist es dazu gut, sich Infos von den verschiedenen Religionen über ihr Grundsatzprogramm zu holen, deswegen wird man nicht "verführt", keine Angst (Schmähpropaganda über andere ist nicht so toll, weil es ja immer einseitig gefärbt ist, man muss bedenken, dass die einzelnen Religionen sich ja oft nicht gern ihre Mitglieder abgraben lassen). Aber so kann man diese Infos an das, was man selbst studiert anlegen und einschätzen. Nur so geht das, nicht durch Flüsterprogaganda, egal vom wem, auch nicht durch Überredungskünste, egal vom wem.

Und schön ist es auch, wenn man einen Menschen träfe, mit dem man offen, vorurteilslos aber kritisch über alles sprechen kann. Gott findet das gut und verhieß sogar dann seinen Geist zu spendieren, damit man im Verständnis vorankommt ("wo zwei oder drei in meinem Namen".... den Text kennt man ja) (Sorry, in einem Atheistenforum würde man mich jetzt steinigen, aber hier geht es ja darum, also lässt es sich nicht vermeiden, die Bibel zu zitieren).





Sigi
Aus dem Bauch heraus möchte ich Dir weitgehend mit dem oben geschriebenen zustimmen.

Allerdings ist es ganz wichtig, eine bestimmte Richtung zu beachten:

Ich handle nicht nach der Bibel, weil ich darin Gottes Gebote sehe (das wäre die autoritäre Schiene), sondern ich erkenne meine aus der Vernunft entsprungenen Absichten und die damit verbundenen Handlungen als gottgewollt.
 
Hallo Sigi!


Aus dem Bauch heraus möchte ich Dir weitgehend mit dem oben geschriebenen zustimmen.

Allerdings ist es ganz wichtig, eine bestimmte Richtung zu beachten:

Ich handle nicht nach der Bibel, weil ich darin Gottes Gebote sehe (das wäre die autoritäre Schiene), sondern ich erkenne meine aus der Vernunft entsprungenen Absichten und die damit verbundenen Handlungen als gottgewollt.

Danke für den freundlichen Kommentar. Ich wage, es noch eine dritte zu skizzieren:

Man lernt Gottes Gebote kennen, die gibt es nun mal, ob man das autoritär oder nicht nennt. Man fängt an, zu prüfen, ob sie vernünftig sind, und wird dies sehr oft feststellen. Dann danach zu handeln, wäre ja auch in deinem Sinne, Frank. Wenn man aber meint, sie sind unvernünftig, beginnt eine Welt sich gegen deine Welt aufzustellen, das ist die Glaubenswelt. Abraham sollte Isaak opfern, sehr unvernünftig!!! Er tat es, weil er Gott vertraute, dass alles, was er ihm sagte, letztlich vernünftig ist und musste später feststellen, dass Gott das Opfer verhinderte und ihn sich zum Freund erwählte. Wir heute stellen nicht immer gleich fest, wo die Vernunft in Gottes Geboten liegt, in solchen Zweifelsfällen. Was tun, Frank?

Die Glaubenswelten verbieten? Oder deine Sicht als ungläubig bezeichnen?
Ich finde, die Hände weg davon, jeder muss hier seine ganz persönlichen Entscheidungen treffen, die auf seinem Verständnis von Gott beruhen, du deine, der nächste seine usw. Der einzige biblische Rat, den man geben kann, liegt doch in den Texten, die ich vorher zitiert habe und natürlich auch darin, also auch in deinem Sinne vorsichtig zu sein und sich nicht nur auf Andere zu verlassen, sondern selbst aktiv zu werden.
Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sigi!

... Abraham sollte Isaak opfern, sehr unvernünftig!!! Er tat es, weil er Gott vertraute, dass alles, was er ihm sagte, letztlich vernünftig ist und musste später feststellen, dass Gott das Opfer verhinderte und ihn sich zum Freund erwählte. Wir heute stellen nicht immer gleich fest, wo die Vernunft in Gottes Geboten liegt, in solchen Zweifelsfällen. Was tun, Frank?...
Hier möchte ich im Sinne von Immanuel Kant antworten:

Kant meinte:
Abraham hätte auf diese vermeinte göttliche Stimme antworten müssen: "Daß ich meinen guten Sohn nicht tödten solle, ist ganz gewiß; daß aber du, der du mir erscheinst, Gott sei, davon bin ich nicht gewiß und kann es auch nicht werden", wenn sie auch vom (sichtbaren) Himmel herabschallte.
Wenn ein Befehl an mich ergeht, der nicht konform ist mit dem sittlichen Gesetz, das meiner Vernunft entspringt, so darf ich ihm nicht Gehorsam leisten. So einfach ist das.

...jeder muss hier seine ganz persönlichen Entscheidungen treffen, die auf seinem Verständnis von Gott beruhen, du deine, der nächste seine usw...
Aus dem Bauch heraus möchte ich Dir hier zustimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Eu-Frank. Dieser Absatz dein letzter Kommentar geht endlich an die Quelle. Gratuliere: Du hast wunderbar dargestellt, wie die Problematik lautet, der jeder gegenübersteht und worum es wirklich geht und das meine ich jetzt nicht ironisch oder so. Ich habe großen Respekt vor deiner Einstellung, genauso wie du sicherlich nachdenklich wirst, wie tief der Glaube gehen kann, wenn jemand nicht aus Jux, sondern so glaubt, wie Hebräer 11🤐 (Lutherbibel) " Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht."

Und Paulus sagte, er und eine Mitchristen wären die "doofsten aller Zeiten" (eigenwillige Übersetzung von mir), wenn Christus nicht auferweckt worden wäre (also wenn es nichts gibt, was über unserer Logik steht und Glaube sinnlos wäre) (1. Korinther ganze Kapitel 15, auch Vers 19).

Ja so ist das und so bleibt es wohl stehen.

Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sigi!

Wenn ich aus dem Bauch heraus befürworte, dass jeder seinen eigenen individuellen Glauben haben sollte, dann heißt das aber noch nicht, dass man alles glauben darf, was einen so in den Sinn kommt.

Der Inhalt des Glaubens hat verpflichtenden Charakter. Man kann sich seinen Glauben nicht wie eine Hose im Kaufhaus aussuchen. Der Glaube entwickelt sich aus der Vernunft und dieselbe spricht mit imperativem Charakter.

Bei Gruppierungen wie den Zeugen Jehovas habe ich dagegen den Eindruck oder den Verdacht, dass ihr Glaube auf einer Notsituation beruht. Sie haben möglicherweise in der Vergangenheit Schweres durchgemacht (zB Suchterfahrungen) und sehen nun in den Zeugen eine Chance, mit ihrer Problematik fertig zu werden. Die Wahl für die Zeugen hängt in diesem Falle also von ihrer individuellen Notlage ab. Hätten sie ein anderes Problem gehabt, wären sie eventuell einer anderen Gruppierung beigetreten. Der Alkoholiker sagt zB (stark vereinfacht): ich glaube an die Religion der Zeugen, weil sie mir hilft.

Wenn aber das Glück des einzelnen die entscheidende Motivation für die Wahl einer Religion oder eines Glaubens ist, dann basiert der Glaube auf empirischen Tatsachen. Der Glaube verliert dadurch seinen eigentlich verpflichtenden Charakter. Die Pflicht, die stets aus der Vernunft spricht, widerspricht dem Glücksstreben des Einzelnen. Religion darf nicht als Glückinstrumentarium missbraucht werden. Wahre Religion ergibt sich eher aus zähneknirschendem Gehorsam gegenüber der Stimme der eigenen Vernunft (etwas drastisch ausgedrückt).

Vereinfacht gesagt: Ich glaube, weil ich muss und nicht, weil es mir dann besser geht.

Sicher ist es sinnvoll, eine Alkoholsucht durch den Beitritt bei einer Religionsgemeinschaft zu kurieren (ein Beispiel für die Motivation, den Zeugen beizutreten). Aber primär ist die Ausübung des Glaubens ein Gehorsam, der auf der Stimme der Vernunft basiert. Ich bin frei, weil ich nur auf die Stimme der Vernunft höre.

Das ganze ist etwas schwer zu erklären. Vielleicht hast Du mich aber etwas verstanden.
 
Zitat EU-Frank:

Der Glaube entwickelt sich aus der Vernunft und dieselbe spricht mit imperativem Charakter.
-----------------------------------------
Mag zwar sein, aber kein Mensch braucht einen Glauben oder eine Religion.
Ich sehe mir die Gesetze des Staates an, erachte sie als vernünftig.
Ich sehe mir die Relgion an und erachte dort aber nicht alles als vernünftig. Ich hatte hier übrigens auch schon einmal das Zitat eines hohen Geistlichen der katholischen Kirche eingestellt, der in etwa gesagt hat, "das es nicht besonders vernünftig ist zu glauben". ( wobei er, als Chefhistoriker des Vatikan die katholische Kirche gemeint hat )
 
Dem muß ich widersprechen.

Glauben im biblischen Sinn, bedeutet vertrauen.
Man vertraut, weil man Vertrauen zu jemanden hat, aus reiner Liebe




Zitat EU-Frank:

Der Glaube entwickelt sich aus der Vernunft und dieselbe spricht mit imperativem Charakter.
-----------------------------------------
Mag zwar sein, aber kein Mensch braucht einen Glauben oder eine Religion.
Ich sehe mir die Gesetze des Staates an, erachte sie als vernünftig.
Ich sehe mir die Relgion an und erachte dort aber nicht alles als vernünftig. Ich hatte hier übrigens auch schon einmal das Zitat eines hohen Geistlichen der katholischen Kirche eingestellt, der in etwa gesagt hat, "das es nicht besonders vernünftig ist zu glauben". ( wobei er, als Chefhistoriker des Vatikan die katholische Kirche gemeint hat )
 
Vertrauen ist was völlig anderes als Vernunft. Religion wäre nur vernünftig, wenn sie beweisbar wäre. So ist sie nichts weiter als eine zusätzliche Mühe - oder halt für diejenigen, die glauben ein Privatvergnügen.
Es wäre sicherlich vernünftig an Gott zu glauben, wenn es dafür eine nachweisbare Gegenleistung gäbe - das aber ist nur vielleicht so.
 

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