Tyra
Sehr aktives Mitglied
stimmt..an sich ist ja nix klar trennbar und alles entstammt derselben Ursuppe...😀
und ansonsten finde ich an sich Kants Differenzierung ganz gut:
Kant [Bearbeiten]
Immanuel Kant führte Ende des 18. Jhd. die Ansätze des Rationalismus und des Empirismus in seiner kritischen Philosophie zusammen. Mit Kant kam endgültig der Vernunft ihre Bedeutung als dem gegenüber dem Verstand höheren Erkenntnisprinzip zu. Er definierte den Verstand als das an Sinneseindrücke gebundene, aposteriorisch arbeitende Erkenntnisvermögen. Bei der Vernunft unterschied er zwischen der ("reinen") theoretischen und der praktischen Vernunft. Die theoretische Vernunft ist nach Kant die Fähigkeit, Schlüsse zu ziehen, sich selbst zu prüfen und unabhängig von der Erfahrung zu den apriorischen Vernunftsideen (Seele, Gott, Welt) zu gelangen. In seinem Werk Kritik der reinen Vernunft versucht Kant vor allem, die Grenzen und die Bedingtheit der menschlichen Vernunft aufzuzeigen. Dadurch konnte er den Vernunftsbegriff von metaphysischen Spekulationen befreien und den Weg für eine wissenschaftliche Metaphysik ebnen. Kant trug damit wesentlich zu den heute praktizierten wichtigsten Methoden in der Wissenschaft, in der Theorienentwicklung und das empirische Experiment wechselseitig betrieben werden, bei. Die praktische Vernunft hingegen bezieht sich auf das Setzen von ethischen Prinzipien, denen der Wille unterworfen wird und die so das Handeln individuell und sozial begründen und leiten.
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Mir hat Kant nicht persönlich aber per seinen Schriften 😉dabei geholfen ein wenig Klarheit in diese Begriffe reinzukriegen....
Vernunft - Wikipedia
wichtig finde ich aber auch:
Kritik an den Versuchen, "alleingültige" Definitionen von "Vernunft" zu entwerfen, findet man u.a. bei Nietzsche und verschiedenen Vertretern des "Poststrukturalismus" und der "Dekonstruktion". Sie werfen den herkömmlichen "wissenschaftlichen" Unterscheidungen zwischen "vernünftig" und "unvernünftig" vor, bestimmte Machtpraktiken und Herrschaftsstrukturen zu verschleiern. So kann die Beschränkung der Definition von "Vernünftigem" auf "logozentrisch", europäisch oder maskulin geprägte Zuordnungstableaus dazu beitragen, andere Sichtweisen zu marginalisieren und so gesellschaftliche Minderheiten, aber auch ganze Kulturen oder Geschlechtergruppen zu unterdrücken.
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da bin ich nietzschig eingestellt...und ich denke dass es alleingültige Definitionen nicht gibt...sondern immer nur Erklärungsmodelle, die mal besser und mal schlechter sind und man muss IMMER gucken wer Definitionen aufstellt und zu was für einem Zweck....also auch kritisch hinterfragen.
und ansonsten finde ich an sich Kants Differenzierung ganz gut:
Kant [Bearbeiten]
Immanuel Kant führte Ende des 18. Jhd. die Ansätze des Rationalismus und des Empirismus in seiner kritischen Philosophie zusammen. Mit Kant kam endgültig der Vernunft ihre Bedeutung als dem gegenüber dem Verstand höheren Erkenntnisprinzip zu. Er definierte den Verstand als das an Sinneseindrücke gebundene, aposteriorisch arbeitende Erkenntnisvermögen. Bei der Vernunft unterschied er zwischen der ("reinen") theoretischen und der praktischen Vernunft. Die theoretische Vernunft ist nach Kant die Fähigkeit, Schlüsse zu ziehen, sich selbst zu prüfen und unabhängig von der Erfahrung zu den apriorischen Vernunftsideen (Seele, Gott, Welt) zu gelangen. In seinem Werk Kritik der reinen Vernunft versucht Kant vor allem, die Grenzen und die Bedingtheit der menschlichen Vernunft aufzuzeigen. Dadurch konnte er den Vernunftsbegriff von metaphysischen Spekulationen befreien und den Weg für eine wissenschaftliche Metaphysik ebnen. Kant trug damit wesentlich zu den heute praktizierten wichtigsten Methoden in der Wissenschaft, in der Theorienentwicklung und das empirische Experiment wechselseitig betrieben werden, bei. Die praktische Vernunft hingegen bezieht sich auf das Setzen von ethischen Prinzipien, denen der Wille unterworfen wird und die so das Handeln individuell und sozial begründen und leiten.
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Mir hat Kant nicht persönlich aber per seinen Schriften 😉dabei geholfen ein wenig Klarheit in diese Begriffe reinzukriegen....
Vernunft - Wikipedia
wichtig finde ich aber auch:
Kritik an den Versuchen, "alleingültige" Definitionen von "Vernunft" zu entwerfen, findet man u.a. bei Nietzsche und verschiedenen Vertretern des "Poststrukturalismus" und der "Dekonstruktion". Sie werfen den herkömmlichen "wissenschaftlichen" Unterscheidungen zwischen "vernünftig" und "unvernünftig" vor, bestimmte Machtpraktiken und Herrschaftsstrukturen zu verschleiern. So kann die Beschränkung der Definition von "Vernünftigem" auf "logozentrisch", europäisch oder maskulin geprägte Zuordnungstableaus dazu beitragen, andere Sichtweisen zu marginalisieren und so gesellschaftliche Minderheiten, aber auch ganze Kulturen oder Geschlechtergruppen zu unterdrücken.
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da bin ich nietzschig eingestellt...und ich denke dass es alleingültige Definitionen nicht gibt...sondern immer nur Erklärungsmodelle, die mal besser und mal schlechter sind und man muss IMMER gucken wer Definitionen aufstellt und zu was für einem Zweck....also auch kritisch hinterfragen.
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