Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wissenschaft- herrlicher als Glaube?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
stimmt..an sich ist ja nix klar trennbar und alles entstammt derselben Ursuppe...😀

und ansonsten finde ich an sich Kants Differenzierung ganz gut:

Kant [Bearbeiten]

Immanuel Kant führte Ende des 18. Jhd. die Ansätze des Rationalismus und des Empirismus in seiner kritischen Philosophie zusammen. Mit Kant kam endgültig der Vernunft ihre Bedeutung als dem gegenüber dem Verstand höheren Erkenntnisprinzip zu. Er definierte den Verstand als das an Sinneseindrücke gebundene, aposteriorisch arbeitende Erkenntnisvermögen. Bei der Vernunft unterschied er zwischen der ("reinen") theoretischen und der praktischen Vernunft. Die theoretische Vernunft ist nach Kant die Fähigkeit, Schlüsse zu ziehen, sich selbst zu prüfen und unabhängig von der Erfahrung zu den apriorischen Vernunftsideen (Seele, Gott, Welt) zu gelangen. In seinem Werk Kritik der reinen Vernunft versucht Kant vor allem, die Grenzen und die Bedingtheit der menschlichen Vernunft aufzuzeigen. Dadurch konnte er den Vernunftsbegriff von metaphysischen Spekulationen befreien und den Weg für eine wissenschaftliche Metaphysik ebnen. Kant trug damit wesentlich zu den heute praktizierten wichtigsten Methoden in der Wissenschaft, in der Theorienentwicklung und das empirische Experiment wechselseitig betrieben werden, bei. Die praktische Vernunft hingegen bezieht sich auf das Setzen von ethischen Prinzipien, denen der Wille unterworfen wird und die so das Handeln individuell und sozial begründen und leiten.

..................................................................................................
Mir hat Kant nicht persönlich aber per seinen Schriften 😉dabei geholfen ein wenig Klarheit in diese Begriffe reinzukriegen....

Vernunft - Wikipedia

wichtig finde ich aber auch:

Kritik an den Versuchen, "alleingültige" Definitionen von "Vernunft" zu entwerfen, findet man u.a. bei Nietzsche und verschiedenen Vertretern des "Poststrukturalismus" und der "Dekonstruktion". Sie werfen den herkömmlichen "wissenschaftlichen" Unterscheidungen zwischen "vernünftig" und "unvernünftig" vor, bestimmte Machtpraktiken und Herrschaftsstrukturen zu verschleiern. So kann die Beschränkung der Definition von "Vernünftigem" auf "logozentrisch", europäisch oder maskulin geprägte Zuordnungstableaus dazu beitragen, andere Sichtweisen zu marginalisieren und so gesellschaftliche Minderheiten, aber auch ganze Kulturen oder Geschlechtergruppen zu unterdrücken.

................................................................................................

da bin ich nietzschig eingestellt...und ich denke dass es alleingültige Definitionen nicht gibt...sondern immer nur Erklärungsmodelle, die mal besser und mal schlechter sind und man muss IMMER gucken wer Definitionen aufstellt und zu was für einem Zweck....also auch kritisch hinterfragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
warum verbindet ihr eigentlich alle immer wissenschaft mit langeweile und kalten fakten?

also nicht alle! ICH verbinde das nicht damit...finde die Faken heiß und Wissenschaft total spannend.....Forschung ist so spannend wie ein Krimi...man muss das glaube ich mal einfach ausprobieren..es gibt zig interessante Wissenschaftszweige. Es kommt halt immer darauf an wie die Faken präsentiert werden. An der Uni habe ich immer darauf geachtet sie lebendig zu präsentieren.
Man kann in der Soziologie oder Medienwissenschaften oder auch ethnologische Themen ganz gut mit so Sachen, die allgemein interessieren, wie Star-Trek-Filmen od.ä verknüpfen...muss hier halt ein wenig kreativ sein...dann wird es brandspannend und manchmal springt auf einige der Funke über...

Natürlich gibt es auch an Unis einige Langeweile-Seminare, das liegt dann aber oft nicht an den wissenschaftlichen Themen, sondern an den Dozenten.

Und nun zu Gott: gäääähn....also irgendwo kann der einen (im Gegensatz zur immer wieder überraschenden Wissenschaft) nun nicht mehr groß überraschen.....Ich brauche Gott nicht als sinnstiftende Instanz, da ich denke, dass es ohnehin keinen Sinn gibt, bzw. der Sinn aus sich heraus besteht. Sinnsuche ist ein Problem des Ichbewußtseins, einer Struktur 3. Ordnung die reklektiert und in vielen Fällen dabei ins Leere fällt und um diese Leere in sich aufzufüllen Gott reinpackt, ein Erklärungsmodell für all die Dinge, die unerklärlich und unfaßbar erscheinen. Ich komme dagegen mit Leere sehr gut zurecht, da ich eher buddhistisch geschult bin. Einige christliche Grundsätze finde ich o.k., Regeln wie der 10-Gebote-Katalog sind schon sinnvoll für Menschen und ich finde Gottesfurcht o.k. insofern sie Menschen davon abhält zu viel Mist zu bauen. Aber das kann man auch ohne Gottesfurcht hinbekommen...nicht um posthum ins Paradies zu gelangen, sondern für lau und nur so aus (weitgehend) freiem Willen heraus, was ich edler finde.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tyra: alles klar 🙂 meine aussage war auch eher als direkte gegenfrage an shisel gedacht.

Zitat:
Zitat von Shisel
warum verbindet ihr eigentliche alle immer gott mit kirche, religion, jesus????

[..]


warum verbindet ihr eigentlich alle immer wissenschaft mit langeweile und kalten fakten?
 
Zuletzt bearbeitet:
ja hatte ich mitbekommen....aber deinen Text als Aufhänger für ein allgemein dahingeplätschertes Plädoyer für die Wissenschaft benutzt 😀
 
Hallo FreshDumbledore!

Ich denke ich verstehe was du meinst. Aber worauf fußt unsere vernünftiges Handeln denn? Auf dem was wir durch unseren Verstand erfassen. Und was bzw wie erfassen wir? Auf der Grundlage von durch den Verstand geprägten Werten. Ich kann zwischen Verstand und Vernunft nicht richtig trennen. Da gibt es für mich zu viele Überschneidungen...
Verstand bezieht sich auf unsere Erfahrung, Vernunft geht über sie hinaus. Verstand will Einheit und Zusammenhang in unsere Erfahrung bringen, Vernunft fragt, was wir mit dieser Erfahrung nun anfangen sollen.
Verstand benutzt der Schachspieler, während die Vernunft fragt, ob ich meinen Gegner nicht vielleicht absichtlich gewinnen lassen soll.

Die Unterscheidung zwischen beiden ist vielleicht nicht immer leicht zu vollziehen. Ich würde es von den Objekten beider Erkenntnisvermögen abhängig machen: Verstand geht auf Erfahrung und Vernunft setzt diese Erfahrung bereits voraus und zieht weitere Schlüsse. Verstand bezieht sich auf das Wirkliche, Vernunft auf das Mögliche. Vernunft ist mit Ethik beschäftigt, Verstand mit Logik, Erkenntnis der Wirklichkeit.

...Kann man vernünftig handeln ohne etwas durch den Verstand erfasst zu haben? Wäre es nicht vernünfig erst denn Verstand zu gebrauchen?...
Ohne einen gewissen Erkenntnishorizont kann man wohl kaum vernünftig handeln. Um auf Alkohol zu verzichten (Vernunft), muss ich zunächst einmal wissen, was Alkohol überhaupt ist und wie er wirkt (Verstand).

...Außerdem, wenn wir bei deiner Unterscheidung bleiben: Würdest du die Vernunft eher der Wissenschaft oder dem Glaube zuschreiben?
Wissenschaft eher Verstand, Glaube eher Vernunft.
 
Vernunft ist die logische Verbindung und deren Umsetzung auf Grundlage des vorhandenen Verstandes
 
Man kann wissenschaft und Glauben nicht mit einander vergleichen.
Wenn, dann würde ich sagen, der Glaube ist herrlicher - weil dem Glauben auch das irgend wann folgt an was der Glaubende geglaubt hat. Mit anderen Worten, der Glaube wird Wunder, oder das, wofür der Glaubende schon lange gebetet hat.
 
Selbstverständlich lassen sich beide Dinge vergleichen. Je mehr die Wissenschaft weiß, um so geringer wird der (Aber)glaube auf der Welt. Bis hin zum völligen Verschwinden. In ein paar hundert Jahren wird niemand mehr über "Gottheiten" nachdenken oder davor gar in die Knie fallen. Und es wird eine friedlichere Zeit sein wie heute.
 
Da täuscht Du Dich aber sehr, das es dann friedlicher auf der Erde zugehen wird.
Die Gläubigen wissen, das Jesus irgentwann in der letzten Zeit (in der wir offensichtlich leben) wieder kommen wird - in den Wolken. Er wird kommen und die Seinen alle zu sich nehmen.

Auf dieses Ereigniss warten die Christen sehnsüchtig.
Man nennt es auch die Entrückung.

Die Bevölkerung auf der Erde wird sich sehr wundern, wenn auf einmal Tausende von Menschen verschwunden sind.
Von der Zeit die danach anbrechen wird, heißt es: "Es war nie eine schlimmere Zeit auf Erden"!
Mit den Christen wird dann auch der Heilige Geist nicht mehr auf der Erde sein. Es wird eine ganz schreckliche Zeit hier auf Erden sein, wo alles im furchtbaren mas zunehmen wird. "Gewaltverbrechen, Sexualverbrechen, jegliche Moral wird verschwinden, die Menschen werden boshaft sein ,pervers.......
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
natasternchen Leben als Tradwife Gesellschaft 100

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben