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Wissenschaft- herrlicher als Glaube?

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vernünftiges Handeln-------> im Sinne der Gesamten Menschheit - sich als Verbindungsglied zwischen Natur und Mensch sehen und das 24 Stunden am Tag
 
mir geht es ähnlich..ich finde die Wissenschaften interessant und kann mit Religion auch nicht viel anfangen.
Aber ich würde nicht so weit gehen Wissenschaft als herrlich zu bezeichnen...ich denke es besteht die Gefahr blind an Gott oder Religion zu glauben und auch die Gefahr blind an Wissenschaft zu glauben oder beide Dinge unangemessen zu verherrlichen.
Man sollte also auf dem Boden der Tatsachen bleiben und Wissenschaft als das sehen was sie ist: ne ewige Baustelle, ein nützliches Instrument um mit der Welt und in der Welt ausreichend klarzukommen.

Wissen ist Macht..da ist schon was dran und viel zu wissen kann schon klasse und herrlich sein...aber man sollte sich da nicht vorschnell auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn eins ist gewiß: man kann nie alles wissen. Und sollte so bescheiden wie Sokrates bleiben, der sagte: ich weiss, dass ich nichts weiss....obwohl der Gute damit bereits mehr wusste als viele andere.

Wissen ist nicht alles, Weisheit ist auch ein wichtiger Punkt und ist in meinen Augen wichtig um Wissenschaft in einigen Punkten zu zügeln....Stichwort Genforschung, Stammzellenforschung Experimente mit Menschen etc...

Die Wissenschaft braucht immer auch nen Schuss Weisheit und eine Kopplung an eine funktionierende Moral/Ethik sonst kann sie durchaus gefährlich werden..insbesondere dann wenn sie politisch instrumentalisiert wird.

Betr. Verstand und Vernunft....Kant meinte: "Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind" und meinte damit dass Verstand und Sinne zusammenarbeiten müssen um eine vernünftige Erkenntnis hinzubekommen...wir können ohne die Sinne und deren Anschauung gar nix mit dem Verstand erfassen. Wichtig ist also eine Rückkopplung, ständige Interaktion der Affekte, affektiven Wahrnehmung mit dem urteilenden und ordnendem Verstand.


Betr. Vernunft:

»Alle unsere Erkenntnis hebt von den Sinnen an, geht von da zum Verstande und endigt bei der Vernunft, über welche nichts Höheres in uns angetroffen wird, den Stoff der Anschauung zu bearbeiten und unter die höchste Einheit des Denkens zu bringen« (Kant: Kritik der reinen Vernunft).


Kant hat übrigens ein gutes Schema vorgegeben, so Sachen wie Verstand und Vernunft zu differenzieren und damit Klarheit zu schaffen. Er hat auch die Frage gestellt: "was soll ich tun?" und die der Ethik zugeordnet. Vernunft gehöhrt in alle Bereiche des Lebens...sowohl in die Wissenschaft als auch Glauben, sie ist ein Bearbeitungsinstrument für alles mögliche.

Tyra
 
vernünftiges Handeln-------> im Sinne der Gesamten Menschheit - sich als Verbindungsglied zwischen Natur und Mensch sehen und das 24 Stunden am Tag

wir sind oft 24 Stunden am Tag reine Natur, das ist ja das Problem an der Sache! Natur und Mensch sind an sich untrennbar und vernünftiges Handeln ist nicht immer in allen Punkten vernünftig...jedes menschliche Handeln trägt ein gewisses Maß an Unvernunft in sich, dass läßt sich leider nicht vermeiden. Das einzige was wir tun können ist durch eine Vernetzung unserer Fähigkeiten und Austausch des gesamten Wissens, das wir erlangt haben das Maß der Unvernunft möglichst gering zu halten.

Seriöse Wissenschaftler beanspruchen keinen Vollkommenheitsanspruch an sich oder an ihre Wissenschaft. Die Neugier treibt die Wissenschaft an, teils lässt sich Wissenschaft mit Fakten belegen, doch andererseits ist es der "Glaube", dass sich gewisse Fakten noch verbessert belegen lassen der die Wissenschaft immer weiter antreibt. Den bewiesenen Fakten noch neue hinzufügen. Das Puzzleteil kann mit einem noch besseren oder anderen Puzzleteil ersetzt werden, verbessert werden, geteilt und noch etwas angefügt werden. Das ist Wissenschaft für mich, das Streben nach Wahrheit und sich gleichzeitig bewusst sein, dass es nicht die vollkommene Wahrheit ist.

Glaube alleine orientiert sich an nicht nachgewiesenen Sachen die man gutgläubigerweise, faulerweise, hoffnungsvollerweise (mir würden noch mehr Attribute einfallen) irgendwann verteidigt (verteidigen muss) als wären es Fakten. Sind es jedoch nicht...

Wissenschaft ohne Glaube würde stagnieren.
Glaube ohne Wissenschaft ist bereits stagniert.

dem kann ich nur zustimmen, ich sehe das genauso.
 
Zuletzt bearbeitet:
wir sind oft 24 Stunden am Tag reine Natur, das ist ja das Problem an der Sache! Natur und Mensch sind an sich untrennbar und vernünftiges Handeln ist nicht immer in allen Punkten vernünftig...jedes menschliche Handeln trägt ein gewisses Maß an Unvernunft in sich, dass läßt sich leider nicht vermeiden. Das einzige was wir tun können ist durch eine Vernetzung unserer Fähigkeiten und Austausch des gesamten Wissens, das wir erlangt haben das Maß der Unvernunft möglichst gering zu halten.



dem kann ich nur zustimmen, ich sehe das genauso.

Hallo Tyra,

das ist der Knackpunkt - das Maß der Unvernunft - und dieses Maß bestimmt die eigene Vernunft und wenn diese schwächelt, dann ist der Maßbecher eine unkalkuliebrare Größe und danach siehts ja auch in der Welt aus. Wo man was voraussetzt, was nur ungenügend vorhanden ist kann man keine Maßstäbe mehr setzen, denn jedes Handeln resultiert aus der Vernunft heraus und das ist bei manchen in einem mehr als unvernünftigen Maß vorhanden - also beisst sich die Katze immer wieder in den eigenen Schwanz - solange bis die "Vernünftigen" prozentual soweit überlegen sind, das sie die "weniger Vernünftigen" überlagern und ihre Unvernunft mit der eigenen Vernunft kompisieren - aber wann wird das sein......................................
 
Hallo Tyra,

das ist der Knackpunkt - das Maß der Unvernunft - und dieses Maß bestimmt die eigene Vernunft und wenn diese schwächelt, dann ist der Maßbecher eine unkalkuliebrare Größe und danach siehts ja auch in der Welt aus. Wo man was voraussetzt, was nur ungenügend vorhanden ist kann man keine Maßstäbe mehr setzen, denn jedes Handeln resultiert aus der Vernunft heraus und das ist bei manchen in einem mehr als unvernünftigen Maß vorhanden - also beisst sich die Katze immer wieder in den eigenen Schwanz - solange bis die "Vernünftigen" prozentual soweit überlegen sind, das sie die "weniger Vernünftigen" überlagern und ihre Unvernunft mit der eigenen Vernunft kompisieren - aber wann wird das sein......................................

jedes Handeln resultiert aus der Vernunft? Schön wärs.
Aber Vernunft ist nicht das, was Menschen zu Handlungen verleitet. Zumindest nicht immer. Und wenn zu viel Vernunft da ist, dann ist das keine Vernunft mehr sondern eben wieder Unvernunft. Tyra mag recht haben wenn sie sagt, dass menschliches Verhalten immer zu einem gewissen Grad unvernünftig ist aber dass was du hier geschrieben hast, da kann ich überhaupt nichts mit anfangen😕
 
jedes Handeln resultiert aus der Vernunft? Schön wärs.
Aber Vernunft ist nicht das, was Menschen zu Handlungen verleitet. Zumindest nicht immer. Und wenn zu viel Vernunft da ist, dann ist das keine Vernunft mehr sondern eben wieder Unvernunft. Tyra mag recht haben wenn sie sagt, dass menschliches Verhalten immer zu einem gewissen Grad unvernünftig ist aber dass was du hier geschrieben hast, da kann ich überhaupt nichts mit anfangen😕

lächel, das merke ich - Du hast es nicht verstanden - das ist alles
 
hä?? versteh ich jetzt auch nicht so ganz...ich denke das 2/3 der Menschheit so gut wie gar nicht vernünftig handelt...😀😀 Vernunft ist ne Sache der Konzentration + Reflexion die viele nicht hinbekommen.
Was ich meinte ist: totale Vernunft gibt es nicht, ist Illusion, da wir nie alle Faktoren erfassen, berechnen und unser Handeln mit einkalkulieren können. Wir müssen uns damit begnügen uns aufrecht zu bemühen so vernünftig wie möglich zu handeln. Nur leider klappt es bei den Meisten mit dem Bemühen nicht so recht..kostet Energie, Zeit...es lebe also die Unvernunft!

Alle Menschen sind vernunftbegabt, besitzen die Fähigkeit zur Vernunft, aber ob sie diese Fähigkeit (wie auch andere Fähigkeiten, z.B. Moralbegabung etc.)auch nutzen ist ne andere Frage.

Somit wird es niemals ne Gruppe der Vernünftigen oder weniger Vernünftigen oder total Unvernünftigen geben, sondern eher Gruppen wie: aufrichtig bemüht Vernünftige oder gezielt Unvernünftige (die aber glaube ich nicht lange überleben und evolutionstechnisch nicht lange halten) oder einfach normal mal vernünftig-mal unvernünftige....und an sich gehört jeder Mensch mal zu der einen, mal zu der anderen Gruppe und keiner kann von sich behaupten immer perfekt vernünftig zu sein....

Manchmal ist es an sich auch recht schön mal unvernünftig zu handeln...solange man damit keinen größeren Schaden anrichtet. 😉

Vernunft ist zu einem gewissen Grad relativ...was dem einen vernünftig erscheint, ist aus anderer Perspektive ggf. unvernünftig. Und das Problem ist: ZEIT...um wirklich vernünftig zu handeln müsste man zigtausendmillionentrillionen Perspektiven, FAktoren mit beachten und dazu fehlt halt oft die Zeit und auch die Fähigkeit, das Erfassungsvermögen Unsere Welt, unser Leben ist halt komplex und klug ist der der die Vernunft (und Verstand) als ein Ordnungsinstrument nutzt um zumindest etwas Ordnung und Struktur in all die Komplexität reinzukriegen und um ein wenig die Übersicht zu behalten zumindest soweit, dass es zum Überleben reicht...am besten auch noch für die nächsten Generationen....aber wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass die Menschen dazu neigen nur sehr kurzfristig zu kalkulieren.

Beispiele von Unvernunft: teilweilse seit 30-40 Jahren lagern Pläne für wesentlich umweltfreundlichere Automotoren und Techniken in Lagerhallen....wegen nem Deal mit den OPEC-Ländern, die ihr Benzin und Öl weiter verkaufen wollen um reich zu werden bzw. zu bleiben und immer reicher zu werden......halt aus kapitalistischen Gründen. Frage: ist der Kapitalismus, sowas wie ein Weltmarkt auf lange Sicht vernünftig?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem was du schreibst, bin ich vollkommen einverstanden. Allerdings könnte man in manchen situationen die du beschreibst auch den Verstand und nicht nur die Vernunft benutzen und da ging unsere Vernunftdiskussion eigentlich los. Was mich in meiner Aussage bestärkt das Verstand und Vernunft nicht klar zu trennen sind.
 
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