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Wie viele Kontakte habt ihr im Real Life ?

Scheint mir auch das Gescheiteste zu sein. Solange man überhaupt noch Menschen hat, mit denen man mal ein paar Worte wechseln kann, sollte es einem eigentlich schon genügen. Wenn man im realen Leben zufällig Menschen findet, mit denen man sich richtig gut versteht und zu denen man Vertrauen haben kann, ist das natürlich ein großes Glück, für das man dankbar sein sollte. Aber ich würde mich nach den Erfahrungen, die ich im Laufe vieler Jahre mit diversen Leuten gemacht habe, nie mehr aktiv oder gar krampfhaft um mehr Nähe zu anderen Menschen bemühen.

Krampfhaft bringt gar nichts, im Gegenteil. Mit meinen Aktivitäten diesbezüglich bin ich nur böse auf die Schauze gefallen, das hat noch Nachwirkungen bis heute. Wenn ich im Bus oder mit einer Kassierein mal ins Gespräch komme, dann ist das ein Festtag. Und manchmal gibt es da auch so nette Begegnungen, dass es mir dann total bizarr erscheint, dass Freundschaften nicht laufen. Man hat sich mit Fremden so prima unterhalten, dass man es sich gar nicht mehr vorstellen konnte, dass das Leben tatsächlich so anders läuft. Ich habe mich dann wie ein normaler Mensch gefühlt, das waren Inseln im Meer des Elends, wirklich merkwürdig.

Aber einer einer Bus- oder Zugbekanntschaft nachlaufen? Eine Kassiererin einladen? Letzteres hatte ich früher mal versucht, aber die hatte dann sofort abgeblockt. Das habe ich dann immer wieder erlebt: da hat man sich nett unterhalten, aber wenn man dann mehr draus machen will, dann wird abgeblockt, selbst dann, wenn der Kontakt von der anderen Person interessiert angeknüpft wurde. Ich verstehe das nicht, habe meine Lektion aber gelernt. Nie, nie nachlaufen!
 
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich aufgrund meiner Vollzeitberufstätigkeit mit 41-Stunden-Woche (Überstunden kommen ja noch hinzu) während der Woche gar keine Zeit habe, mich groß um Kontakte außerhalb des Berufs zu kümmern. Werde aber auch von anderen nicht kontaktiert. Am Wochenende bin ich oft froh, wenn ich meine Ruhe habe und einfach nur abhängen kann. Die privaten Sorgen (Schwester, Hausversteigerung) führen sicher nicht dazu, dass ich eine unbeschwerte Ausstrahlung habe, die andere Menschen anzieht. Vielseitige Interessen (und uncoole Hobbys wie klassische Musik und Literatur) nutzen einem nichts, wenn man dabei eher ernst wirkt und nicht ständig einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Das liegt mir aber nun mal nicht. Absolute Unsportlichkeit und Äußerlichkeiten wie deutliches Übergewicht mögen auch noch erschwerend hinzukommen. Allerdings hatte ich auch früher, als ich Normalgewicht bzw. nur leichtes Übergewicht hatte, eher wenige Kontakte.

Also, meine Berufswünsche haben sich nicht erfüllt, ich habe immer gedacht, wenn ich einen Beruf hätte, dann wäre ich mehr angesehen und könnte besser mit den Leuten draußen zurechtkommen, zumal heutzutage der Beruf ja einen sehr hohen Stellenwert hat. Vielleicht ist das auch eine Täuschung meinerseits gewesen... Ich bin auch nicht sportlich in dem Sinne, habe aber eine Idealfigur, aber auch die Idealfigur ändert absolut nichts an der Situation, in puncto soziale Beziehungen sieht es bei mir nicht anders aus. Meine Interessen an wissenschaftlichen Fragen haben mich in den Zwanzigern noch mit Leuten verbunden, aber seit meiner Eheschließung ist das anders geworden. Das Leben hat sowas zerrieben (nicht die Schuld des Partners!)

Auch ist es schwierig, sich in eine der üblichen sozialen Gruppen einzupassen, wenn man unverheiratet ist und keine Kinder hat. Leute mit ähnlichem beruflichem Status wie meinem sind meist zumindest verheiratet, wenn sie schon keine Kinder haben, pflegen ihre Renommierbekanntschaften und Angeberhobbys, haben ihr familiäres Umfeld etc.

Kinderlose Menschen gibt es heute sehr viele. In meinem Umfeld sind alle kinderlos, darüber bin froh, wenigstens eine Gemeinsamkeit. Es ist wunderbar, eine glückliche Ehe zu führen, dafür bin ich dem Schicksal sehr dankbar, aber die Vorstellung, dadurch in der Gesellschaft besser integriert zu sein, hat sich für mich als Illusion erwiesen. Seit ich verheiratet bin, stehe ich genauso isoliert und am Rand wie vorher, werde genauso ausgegrenzt, übergangen, links liegengelassen. Oft ist da wohl auch so etwas wie Neid auf meine glückliche Ehe, wie du es ja auch in Bezug auf deinen Beruf erfährst. Auch Beruf und Ehe/Familie dürften also keine Patentrezepte sein.

Das dürfte der springende Punkt sein. Ich versuche wohl zu sehr, andere von mir zu überzeugen. Womöglich auch im Beruf, dabei habe ich ja eine sichere Position und verdiene im Grunde auch jetzt schon genug, es geht eigentlich nur noch um ein Sahnehäubchen. Aufwand und Nutzen stehen dann irgendwann nicht mehr im Verhältnis zueinander. Schleimerei und Selbstdarstellung haben mir noch nie gelegen. Auch in der Verwandtschaft habe ich den Fehler gemacht, mich zu sehr an deren vermeintliche Erwartungen anzupassen, der zu nichts, aber auch gar nichts geführt hat. LMAA ist da wohl eher angebracht.

Sich fertig zu machen für die Erwartungen anderer führt zu nichts. Im Gegenteil, man bleibt als A**** mit Ohren auf der Strecke. LMAA kann ich da nur unterstreichen.

Das stimmt. Mit dieser Einstellung ist es dann auch nicht weiter schlimm, wenn man keine Partnerschaft und keine Freunde hat. Muss man anderen ja auch nicht genauestens auf die Nase binden. Wichtig ist nur, dass man überhaupt halbwegs regelmäßig (wie z.B. im Beruf oder bei einem Hobby) mit Menschen ein paar Worte wechseln kann und nicht tage- oder wochenlang am Stück völlig isoliert ist und am Ende nur noch Selbstgespräche führt und dann wirklich wunderlich wird. 😉

Was denkst du, warum meine Mutter und ich noch Kontakt pflegen? Wenigstens ein paar Worte hin und wieder. Ich habe es nötig und sie wohl auch. So krass würde ich das aber nur hier im Forum eingestehen. So krass und so ehrlich... Aber ich bin ja mal vom Alkohol losgekommen vor langen Jahren, und das schafft man nur, wenn man schonungslos ehrlich zu sich ist. Ohne diese schonungslose Ehrlichkeit mir selbst gegenüber wäre ich zerbrochen.

Da hast du Recht. Es ist nur schade, dass einem die Gesellschaft ständig was anderes suggeriert. Jedenfalls, wenn man das Gefühl haben will, "richtig" dazuzugehören und nicht nur an der Peripherie zu leben. Da ist es nicht einfach, nie an seinem Selbstwert zu zweifeln.

Scheiß drauf, was die Gesellschaft dir suggeriert, das ist genauso ein Müll wie die Werbung. Ich sage mir immer, wir leben alle an der Peripherie und da in der Mitte, da ist in Wirklichkeit nichts, gar nichts. Diese Erkenntnis hat mich befreit.

Bei anderen Menschen, die keine oder wenige Kontakte haben, denke ich allerdings auch nicht, dass die weniger wert sind, sondern eher, wer weiß, was die für Sorgen oder für Schicksalsschläge oder Enttäuschungen hinter sich haben. Ich würde nie denken, dass die wohl selbst schuld sein müssen oder irgendwie komisch und minderwertig sind.

Und dein letzter Abschnitt hier hinterläßt in mir tiefe Achtung und aufrichtigen Respekt vor dir!

PS: Technisch hat das Zitieren hier nicht so geklappt wie ich wollte, aber du weißt ja, was du geschrieben hast und was von mir kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und als kleinen Zusatz: Mein Mann, der im Beruf sehr erfolgreich ist und eine glückliche Ehe führt, hat ebenfalls außerhalb des Beruf keinen einzigen privaten Kontakt. Ich war noch keine Zwanzig, als ich ihn kennenlernt habe, und in den ganzen gemeinsamen Jahren hat ihn noch nie, wirklich NIE jemand privat angerufen. Freundeskreis gleich null. Kontakt zur Familie nur wenn es sein muss, Weihnachten, Geburtstage, und das nur widerwillig.

Beruf und Ehe sind offensichtlich keineswegs Patentrezepte für ein soziales, integriertes Leben.

PS: Mein Exfreund, psychisch leider schwer krank, hat überhaupt niemanden mehr und wohnt völlig vereinsamt bei seiner alten Mutter. War ansonsten ein Mathematikgenie, einst bewundert und angestaunt...
 
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich aufgrund meiner Vollzeitberufstätigkeit mit 41-Stunden-Woche (Überstunden kommen ja noch hinzu) während der Woche gar keine Zeit habe, mich groß um Kontakte außerhalb des Berufs zu kümmern. Werde aber auch von anderen nicht kontaktiert. Am Wochenende bin ich oft froh, wenn ich meine Ruhe habe und einfach nur abhängen kann. Die privaten Sorgen (Schwester, Hausversteigerung) führen sicher nicht dazu, dass ich eine unbeschwerte Ausstrahlung habe, die andere Menschen anzieht. Vielseitige Interessen (und uncoole Hobbys wie klassische Musik und Literatur) nutzen einem nichts, wenn man dabei eher ernst wirkt und nicht ständig einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Das liegt mir aber nun mal nicht. Absolute Unsportlichkeit und Äußerlichkeiten wie deutliches Übergewicht mögen auch noch erschwerend hinzukommen. Allerdings hatte ich auch früher, als ich Normalgewicht bzw. nur leichtes Übergewicht hatte, eher wenige Kontakte.

Auch ist es schwierig, sich in eine der üblichen sozialen Gruppen einzupassen, wenn man unverheiratet ist und keine Kinder hat. Leute mit ähnlichem beruflichem Status wie meinem sind meist zumindest verheiratet, wenn sie schon keine Kinder haben, pflegen ihre Renommierbekanntschaften und Angeberhobbys, haben ihr familiäres Umfeld etc.

Das dürfte der springende Punkt sein. Ich versuche wohl zu sehr, andere von mir zu überzeugen. Womöglich auch im Beruf, dabei habe ich ja eine sichere Position und verdiene im Grunde auch jetzt schon genug, es geht eigentlich nur noch um ein Sahnehäubchen. Aufwand und Nutzen stehen dann irgendwann nicht mehr im Verhältnis zueinander. Schleimerei und Selbstdarstellung haben mir noch nie gelegen. Auch in der Verwandtschaft habe ich den Fehler gemacht, mich zu sehr an deren vermeintliche Erwartungen anzupassen, der zu nichts, aber auch gar nichts geführt hat. LMAA ist da wohl eher angebracht.

Das stimmt. Mit dieser Einstellung ist es dann auch nicht weiter schlimm, wenn man keine Partnerschaft und keine Freunde hat. Muss man anderen ja auch nicht genauestens auf die Nase binden. Wichtig ist nur, dass man überhaupt halbwegs regelmäßig (wie z.B. im Beruf oder bei einem Hobby) mit Menschen ein paar Worte wechseln kann und nicht tage- oder wochenlang am Stück völlig isoliert ist und am Ende nur noch Selbstgespräche führt und dann wirklich wunderlich wird. 😉

Da hast du Recht. Es ist nur schade, dass einem die Gesellschaft ständig was anderes suggeriert. Jedenfalls, wenn man das Gefühl haben will, "richtig" dazuzugehören und nicht nur an der Peripherie zu leben. Da ist es nicht einfach, nie an seinem Selbstwert zu zweifeln.

Bei anderen Menschen, die keine oder wenige Kontakte haben, denke ich allerdings auch nicht, dass die weniger wert sind, sondern eher, wer weiß, was die für Sorgen oder für Schicksalsschläge oder Enttäuschungen hinter sich haben. Ich würde nie denken, dass die wohl selbst schuld sein müssen oder irgendwie komisch und minderwertig sind.

Ich habe mich lange mit gleichen Gedanken herum getragen wie du. Es bedurfte bei mir auch vieler Therapiesitzungen, Ratgeberliteratur, Stimuli von Seiten der HR-Leute usw., damit ich ein bisschen die Perspektive wechseln konnte.
Und ja, empfindlich bin ich auch - das lass ich aber kaum jemanden so deutlich spüren. Mache das mit mir selbst ab. Vielleicht wirke ich nach außen hin manchmal kühl oder arrogant; aber ich habe irgendwie immerhin durch eine etwas andere Haltung nicht mehr ganz so viele Probleme, werde auch mehr in Ruhe gelassen, es traut sich kaum noch jnd, dumme Sprüche zu bringen usw.

Ansonsten vergleiche ich mich halt nicht großartig. Wenn ich das machen würde, wo soll ich denn da anfangen? Im Prinzip müsste ich dann wohl auch größtenteils jammern. Wenn ich mir nur alleine meine physischen Querelen angucke. lol

Ich gehe halt danach, wie man sich mit etwas fühlt. Bloß weil andere irgendwie einen Partner haben, muss das ja noch lange nicht heißen, dass die alle superglücklich sind. Genauso wenig weiß man, ob derjenige, auf den man steht, jedoch vergeben ist, wirklich zu einem passen würde. So was findet man ja erst im Verlaufe des Kennenlernens oder eben der Beziehung dann heraus. Von dem her sehen mir das viele einfach zu oberflächlich. Äh und wäh die haben alle so viele Freunde, Partner usw. Bleibt dann die Frage: zu welchem Preis, mit welcher Qualität etc.

so wie ich das zeitweise auch durch meine Mitbewohnerin oder eben durch einige Gespräche, die ich bereits mit Bekannten und Freunde hatte mitbekommen habe, sind viele tatsächlich nur aus Status und Schein- und Seingründen mit jemandem zusammen. Reine "Liebesbeziehungen" liegen mit Sicherheit nicht annähernd bei 90%. Man müsste eigentlich meinen, dass durch das im 18. Jahrhundert entstandene Ideal der romantischen Liebe nun ein anderer Zeitgeist vorherrschen würde; aber wenn man bedenkt, wie viel auf Status hier geachtet wird. Okay, mag vielleicht im Widerspruch zu dem stehen, was ich vorher schrieb: Partnerschaft hat schon was mit Prahlerei usw. vielfach zu tun; aber ich meine, wir denken ja im Grunde anders darüber. Was sollen wir dann auf Leute neidisch sein, die irgendwie eine Partnerschaft wie ein materielles Gut sehen. lol

Wenn ich manchmal so höre, wie die Leute diffamierend über ihre Partner sprechen, drehen sich mir die Fußnägel um. Da denke ich mir auch immer: wo ist eigentlich der Respekt, die Wertschätzung, die Liebe, wenn man so viel gegen jemanden wettern und hetzen muss? So als ob man das Umfeld zwanghaft davon überzeugen müsste, dass der eigene Partner ein Vollidiot ist. Derjenige, mit dem ich zusammen sein möchte, würde von mir so was nicht erfahren. Ich würde auch offen gestanden nur mit jemandem zusammen sein wollen, vor dem ich auch ausreichend Respekt usw. habe. :mad:

So, du arbeitest viel. Bist am We entsprechend kaputt. Ja, macht Sinn. Wie ist es denn dann bei dir? --- fehlt dir denn sozialer Austausch so richtig oder kommst du so damit klar, wie es jetzt ist?
 
Krampfhaft bringt gar nichts, im Gegenteil. Mit meinen Aktivitäten diesbezüglich bin ich nur böse auf die Schauze gefallen, das hat noch Nachwirkungen bis heute. Wenn ich im Bus oder mit einer Kassierein mal ins Gespräch komme, dann ist das ein Festtag. Und manchmal gibt es da auch so nette Begegnungen, dass es mir dann total bizarr erscheint, dass Freundschaften nicht laufen. Man hat sich mit Fremden so prima unterhalten, dass man es sich gar nicht mehr vorstellen konnte, dass das Leben tatsächlich so anders läuft. Ich habe mich dann wie ein normaler Mensch gefühlt, das waren Inseln im Meer des Elends, wirklich merkwürdig.

!
Was genau meinst du damit? 🙁
 
Krampfhaft bringt gar nichts, im Gegenteil. Mit meinen Aktivitäten diesbezüglich bin ich nur böse auf die Schauze gefallen, das hat noch Nachwirkungen bis heute. Wenn ich im Bus oder mit einer Kassierein mal ins Gespräch komme, dann ist das ein Festtag. Und manchmal gibt es da auch so nette Begegnungen, dass es mir dann total bizarr erscheint, dass Freundschaften nicht laufen. Man hat sich mit Fremden so prima unterhalten, dass man es sich gar nicht mehr vorstellen konnte, dass das Leben tatsächlich so anders läuft. Ich habe mich dann wie ein normaler Mensch gefühlt, das waren Inseln im Meer des Elends, wirklich merkwürdig.

Aber einer einer Bus- oder Zugbekanntschaft nachlaufen? Eine Kassiererin einladen? Letzteres hatte ich früher mal versucht, aber die hatte dann sofort abgeblockt. Das habe ich dann immer wieder erlebt: da hat man sich nett unterhalten, aber wenn man dann mehr draus machen will, dann wird abgeblockt, selbst dann, wenn der Kontakt von der anderen Person interessiert angeknüpft wurde. Ich verstehe das nicht, habe meine Lektion aber gelernt. Nie, nie nachlaufen!

Sowas hab ich auch schon erlebt..und wenns dann doch mal "mehr" wurde, wurde ich prompt ausgenutzt.
Ich denke.. dass man das ausstrahlt.. irgendwie..

Schlimm finde ich.., dass man sich wegen solcher Erfahrungen zurücknimmt.. und verlernt.. auf andere zuzugehen..
Ich habe das selbst an mir bemerkt..

Jetzt suche ich nicht mehr (Krampfhaft).. und fühle mich viel besser und freier..
Ich gebe im RL meinem Gegenüber nicht das Gefühl, dass ich unbedingt will und schon garnicht, dass man mich einfach so ausnutzen kann.. denn ich habe gelernt.. dass man Dinge auch "überhören" kann.. während ich früher sofort bereit war zB zu helfen..

Aber es war ein langer Weg..
Und ich finde es nach wie vor traurig.., dass es Menschen gibt und gab.. die dies in mir kaputt gemacht haben und somit Andere das mit ausbaden dürfen, die nichts dafür können..
 
Und als kleinen Zusatz: Mein Mann, der im Beruf sehr erfolgreich ist und eine glückliche Ehe führt, hat ebenfalls außerhalb des Beruf keinen einzigen privaten Kontakt.....

....mehr..
So würde mein Satz enden 😉😀

Mein Mann wurde auch stets ausgenutzt.. war ja auch praktisch, als er noch keine Partnerin hatte.. "durfte" er dann als Taxi dienen.. oder wenn es *seinem Freund* grad passte und er mal was mit den "Jungs" machen wollte.
Immer so auf "Schnipps"..
Dieser Freund war dann natürlich auch absolut gegen mich, da mein Mann dann nciht mehr parat stand, wenn es ihm in den Kram passte..

Ich bin froh, dass es meinem Mann damals selbst auffiel..
Dennoch war es auch für ihn nicht leicht, das vor sich zuzugeben..
 
Was genau meinst du damit? 🙁

Wenn man den Leuten draußen begegnet, versteht man sich oft wirklich gut, aber ein dauerhafter Kontakt gelingt dann eben nicht, das Interesse verschwindet schneller als gedacht, es wird abgeblockt, Zeitmangel vorgeschoben, oder die Leute melden sich nicht mehr, erscheinen nicht zu Verabredungen.

Und der Saft ist auf einmal plötzlich raus aus den Beziehungen. Erst war es noch toll, und auf einmal ist da nichts mehr, gibt es nichts mehr zu sagen, oder jemand ist nur noch übelllaunig.
 
Wenn ich manchmal so höre, wie die Leute diffamierend über ihre Partner sprechen, drehen sich mir die Fußnägel um. Da denke ich mir auch immer: wo ist eigentlich der Respekt, die Wertschätzung, die Liebe, wenn man so viel gegen jemanden wettern und hetzen muss? So als ob man das Umfeld zwanghaft davon überzeugen müsste, dass der eigene Partner ein Vollidiot ist. Derjenige, mit dem ich zusammen sein möchte, würde von mir so was nicht erfahren. Ich würde auch offen gestanden nur mit jemandem zusammen sein wollen, vor dem ich auch ausreichend Respekt usw. habe. :mad:

Da kann ich dir nur aus vollem Herzen zustimmen. Ich finde es auch immer unmöglich, wenn Leute ihren Partner vor anderen und in der Öffentlichkeit schlechtmachen. Jeder Partner wird im Laufe des Lebens nervig, das bleibt nie aus, das Leben und der Alltag sind nun einmal so. Ich habe mir einfach klar gemacht, dass ein gewisses Maß an Stress in der Partnerschaft zum Leben gehört, das ist normalerweise gar nicht die Schuld des Partners.

Wenn mich etwas an ihm stört, sage ich ihm das offen und sachlich. Über meinen Mann draußen schlecht zu reden, das wäre für mich echt Sünde. Ich mag das auch nicht, wenn die Leute das tun. Wenn man mit einer Vertrauensperson über etwas redet, was einen belastet, gut. Aber so eine Vertrauensperson würde ich mir sehr sorgfältig auswählen und mich immer um Sachlichkeit bemühen. Das ist für mich einfach Ausdruck der Liebe.

Wenn eine Ehe laufen soll, gehören da einige Opfer zu. Man muss sich oft disziplinieren und am Riemen reißen. Man muss sich anpassen können. Man muss das richtige Maß von eigenen Interessen und Anpassung finden. Es dauert auch eine Weile, bis sich sowas eingespielt hat. Am Anfang war alles noch viel schwieriger gewesen. Heute läuft es gut.
 
....mehr..
So würde mein Satz enden 😉😀

Mein Mann wurde auch stets ausgenutzt.. war ja auch praktisch, als er noch keine Partnerin hatte.. "durfte" er dann als Taxi dienen.. oder wenn es *seinem Freund* grad passte und er mal was mit den "Jungs" machen wollte.
Immer so auf "Schnipps"..
Dieser Freund war dann natürlich auch absolut gegen mich, da mein Mann dann nciht mehr parat stand, wenn es ihm in den Kram passte..

Ich bin froh, dass es meinem Mann damals selbst auffiel..
Dennoch war es auch für ihn nicht leicht, das vor sich zuzugeben..

Auch sowas kenne ich. Da wird ganz raffiniert der Spieß umgedreht, auf dass man dann auch noch Schuldgefühle am Ende haben soll. Ich "durfte" jedes Wochenende auf die Kinder einer "Freundin" aufpassen, weil eben jene Freundin mir helfen wollte. Da bekam ich zwar 20 oder 30 DM (waren noch andere Zeiten) für, aber was ist das für eine Bezahlung für ein megastressiges Wochenende ohne Schlaf, den ich nicht fand, weil die holden Engelchen bestrebt waren, das Haus unter Wasser zu setzen, bzw. niederzubrennen?

Tagsüber sollte ich mich dann damit beschäftigen, Zeugs vom Boden aufzuheben, welches von aus dem Schrank gerissenen Schubladen vor meine Füße gekippt wurde. "Du bist unsere Putzfrau!"

Ich war da auch zu einer Party eingeladen, wo es nach erheblichem Drogenkonsum und Alkoholgenuß zu gewalttätigen Übergriffen und Vergewaltigungsversuchen kam, glücklicherweise nicht bei mir. Da ich mit Partner da war, habe ich zufällig überlebt. Am Morgen war die Gastgeberin voller Hämatome und Würgemale, die Hämatome waren von einem tiefen Schwarz, aber erst, als ich ihr schilderte, was genau vorgefallen war, fiel ihr die Geschichte wieder ein... Damals hatte ich gerade mein eigenes Alkoholproblem überwunden.

Wenn ich heute das Wort Party höre, kriege ich Angstzustände, das grenzt an Todesangst.

Und im übrigen waren die "Freundschaften" der Gastgeberin zu ihren Partygästen von Stund an beendet gewesen. Und die Freundschaft zwischen mir und ihr war nach besagtem Babysitten beendet gewesen. So hatte ich einen meiner Real Life-Kontake verloren. So witzige Geschichten gibt es bei mir so einige...
 
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