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Wie viele Kontakte habt ihr im Real Life ?

Es kann doch auch sein, dass die Menschen, von denen man glaubt, dass sie die Mühe und Zeit nicht wert seien, dasselbe von einem selbst denken. Und sich deshalb kaum bis nie melden.
Wie denkt man z.B. von Verwandten, die nur bei Feiertagen erscheinen und das offensichtlich widerwillig? Das merkt man denen doch an. Wer will sich diesen Menschen denn aufdrängen?
Wenn man Interesse zeigt und dennoch zurückgewiesen wird, ist das keine schöne Erfahrung. Aber hinter Zurückweisung stecken meist Motive wie Unsicherheit, Misstrauen, Zeitmangel. Da muss man dann einfach drüberstehen.

Heute ist mein Tag des "zitierens" 😀

Ok spass beiseite..😛😀😉

Soweit gebe ich Dir recht.. absolut..
Aber..
Oftmals lernt man Menschen kennen, die genauso denken und fühlen wie man selbst.. sie wurden enttäuscht, wünschen sich eine echte und ehrlich Freundschaft...
Man erkennt sich zu 100% darin wieder.. freut sich vllt.., da man einen Gleichgesinnten gefunden hat.., der einem sooo ähnlich ist..

Was macht man?
Man öffnet sich, versucht eine Freundschaft aufzubauen.. denn wir sind uns jaaa sooo gleich..
Und dann muss man feststellen.., dass diese Person genauso ist.. wie alle anderen zuvor auch.

So.. und nun habe ich meinen Post nochmal gelesen und folgende Gedanken 😀 dazu:
Vllt verhält sich der jenige welche deshalb so, weil er angst hat enttäuscht zu werden..


Schade oder?
 
Da ich heute nicht viel Zeit habe.

Also es ist halt schon schwierig, die Erkenntnisse oder das, was man in der Therapie zunächst theoretisch lernt, umzusetzen. Manchmal kommt das auch erst später, dass man es besser durchdringt, in der Praxis.

Ich würde auch nicht sagen, dass alles nur mittels Therapie erlernt werden kann. Manchmal bekommt man auch Stimuli von außen oder man kommt von selbst auf neue Ideen etc. 🙂
 
Da ich heute nicht viel Zeit habe.

Also es ist halt schon schwierig, die Erkenntnisse oder das, was man in der Therapie zunächst theoretisch lernt, umzusetzen. Manchmal kommt das auch erst später, dass man es besser durchdringt, in der Praxis.

Ich würde auch nicht sagen, dass alles nur mittels Therapie erlernt werden kann. Manchmal bekommt man auch Stimuli von außen oder man kommt von selbst auf neue Ideen etc. 🙂

Ja, oder es fällt einem wie Schuppen von den Augen..😉
 
ich habe 1 freund!
von dem Freund der Vater
meinen Bruder
und vereinzelt noch paar Bekanntschaften die mit Hobbys in Verbindung stehen...
und die hallo wie gehts, muss´ja, und tschüss Bekanntschaften

es sind mir aber zu wenige und ich arbeite daran 🙂
 
Habe 2 beste Freunde, einer davon ist mir gleichgesinnt, der andere ist von Einstellung und Typ her fast das Gegenteil von mir. Beide standen mir schon sehr häufig in harten Zeiten zur Seite und ich bin froh diese Leute als Freunde haben zu dürfen! 🙂

Unzählige Bekannte, die mich wahrscheinlich schon als Freund sehen, mit denen ich aber relativ wenig zu tun habe und sie daher noch nicht Freund nennen kann, da sie sich noch nicht über Jahre hinweg bewährt haben und mich nicht von sich aus auch mal kontaktieren.

Geschwister ohne die ich nicht leben könnte, da wir zusammen einiges durchgestanden haben.

Ansonsten eben noch diese flüchtigen Bekanntschaften, Kollegen, Leute mit denen man zwangsläufig zu tun hat. (Leider)
 
Zitat Hilaria: Diese Erfahrung habe ich auch wieder gemacht. Der Therapeut sprach davon, ich solle optimistisch sein, und im gleichen Atemzug kam, ich würde von den Leuten zuviel erwarten. Wie soll ich optimistisch sein, wenn ich nichts erwarten darf?

Ich denke.. dass ist anders gemeint..
Du stellst an andere die Erwartungen, dass sie genauso handeln und denken wie Du selbst..

Ein Beispiel meinerseits:
Ich war immer für meine Freundin da.. egal wann, egal wo.. ich war da..
Natürlich nahm ich an, dass dies auch umgekehrt der Fall sein würde.. würde es mir einmal schlecht gehen..
Zumal sie immer betonte, dass ich ihre beste Freundin sei..
Aber.. als ich dann mal richtig down war.. und ihr eine SMS schrieb.. bekam ich keine Antwort..
Nichts.. es kam NICHTS..
Nach etwa 2 Wochen traf ich sie zufällig.. da meinte sie zu mir:
"Na, als Du mir die SMS geschrieben hast, warst Du wohl mal wieder auf Depri"

😕 Ich war noch nie auf Depri !!!

Und falls ich es doch gewesen wäre.. finde ich ihr desinteresse daran, absolut daneben..

Ich glaube DAS war der Beginn für mich.. langsam.. ganz langsam die AUgen zu öffnen.. und die Wahrheit zu erkennen..

Ich hätte/habe alles für sie getan.. und hatte die Erwartung, dass sie es umgekehrt genauso halten würde.. 😉

Da sie nciht die Einzigste war.. die mich so enttäuschte.. hab ich mich zurückgezogen.. und konnte nciht mehr optimistisch mit positiven Gedanken auf andere zu gehen.. da ich immer annahm, dass es mir wieder passiert..

Aber heute bin ich ihr Dankbar dafür.. weil ich nur so die erkenntins für mich haben konnte.
Ich habe angefangen an mir zu arbeiten.. ehrlich mit mir selbst zu sein.. es tat weh.. aber ich fühle mich nun f-r-e-i 🙂

Natürlich ist es wesentlich, zu erkennen, dass andere nicht unbedingt so denken und empfinden wie man selber. Das Seelenleben eines anderen Menschen kann ganz anders aussehen als das eigene, man weiß nicht, was dort vor sich geht. Viele Missverständnisse entstehen aus der stillschweigenden Annahme, dass der andere genauso denkt und empfindet wie man selber. Das ist eine Hauptquelle der Enttäuschungen.

Man darf sich selber nicht zum Maßstab machen. Jeder Mensch ist sein eigener Maßstab.
 
Mein vater sagte immer, daß ich mich selbst nicht so wichtig nehmen solle.

Lange Zeit hab ich das nicht verstanden, weil ich doch immer ALLES für andere getan habe, eine zeitlang sogar ohne je was zurückzuerwarten.
Aber als ich irgendwann einmal selbst Hilfe gebraucht hätte, war NIEMAND für mich da.:wein:
Abe da an hinterfragte ich diese erwartungsstellung.

Ich finde daß man den Spruch in 2erlei Hinsicht deuten kann.
Für mich wars dann auch ein Wiederspruch, da mein Vater immer drüber nachdachte, was wohl die Nachbarn denken könnten.

Irgendwann sehr viel später kam mir in den Sinn, daß er damit wahrscheinlich diese erwartungshaltung gemeint haben könnte.
 
Mein vater sagte immer, daß ich mich selbst nicht so wichtig nehmen solle.

Lange Zeit hab ich das nicht verstanden, weil ich doch immer ALLES für andere getan habe, eine zeitlang sogar ohne je was zurückzuerwarten.
Aber als ich irgendwann einmal selbst Hilfe gebraucht hätte, war NIEMAND für mich da.:wein:
Abe da an hinterfragte ich diese erwartungsstellung.

Ich finde daß man den Spruch in 2erlei Hinsicht deuten kann.
Für mich wars dann auch ein Wiederspruch, da mein Vater immer drüber nachdachte, was wohl die Nachbarn denken könnten.

Irgendwann sehr viel später kam mir in den Sinn, daß er damit wahrscheinlich diese erwartungshaltung gemeint haben könnte.

Wobei es ja schon Menschen gibt, die die persönlichen Wünsche erfüllen, z.B. sich wirklich freundschaftlich verhalten, ehrlich sind, zuverlässig sind usw. Das dauert nur eben manchmal länger, die eben zu finden. Und i.d.R. ist es ja am Anfang nur ein bekanntschaftlicher Kontakt, der aber in Freundschaft münden kann.
Wobei ich ja sagen muss, dass alle "besseren Kontakte", die ich bisher hatte, sich schon sehr klar von Anfang an abgezeichnet haben. Was nicht heißt, dass ich mehrere Dutzend Leute als Freunde bezeichnen würde. 😀
Also erkennbar muss da ja schon irgendwas sein...
Aber von einem Bekannten würde ich jetzt nicht erwarten, dass der sich den ganzen persönlichen Seelenmüll anhört, 24h verfügbar ist usw.

Bei Freundschaft oder Partnerschaft ist das dann sicherlich was Anderes; aber das sollte dann auch reziprok sein. 😀 Also wenn das Verhältnis 90🤐0 ist, sollte man den Kontakt eventuell doch mal überdenken bzw. sich fragen, ob die Definitionen von Freundschaft nicht ein wenig zuuuu weit auseinanderklafft....
 
Mein vater sagte immer, daß ich mich selbst nicht so wichtig nehmen solle.

Lange Zeit hab ich das nicht verstanden, weil ich doch immer ALLES für andere getan habe, eine zeitlang sogar ohne je was zurückzuerwarten.
Aber als ich irgendwann einmal selbst Hilfe gebraucht hätte, war NIEMAND für mich da.:wein:
Abe da an hinterfragte ich diese erwartungsstellung.

Ich finde daß man den Spruch in 2erlei Hinsicht deuten kann.
Für mich wars dann auch ein Wiederspruch, da mein Vater immer drüber nachdachte, was wohl die Nachbarn denken könnten.

Irgendwann sehr viel später kam mir in den Sinn, daß er damit wahrscheinlich diese erwartungshaltung gemeint haben könnte.

Bemerkenswert, dass das mit den Nachbarn und was die denken immer wieder auftaucht. Das hat mir mein Leben schwer gemacht und offensichtlich unzähligen anderen Leuten auch. Das ist etwas, was wirklich mal überwunden werden muss. Was habe ich davon, wie die Nachbarn leben? Die haben ihr Leben, und ich habe meins, Punkt.

Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, heißt für mich, mich nicht zum Maßstab zu machen, zu akzeptieren, dass andere Menschen anders sind. Andere Leute haben andere Interessen, Schicksale, Eigenschaften, Maßstäbe. Das wird akzeptiert und toleriert. Die Lektion musste allerdings erst einmal gelernt werden.

Es heißt aber nicht für mich, dass ich mich ausnutzen, benutzen und mißbrauchen lassen. Meine Rechte zu vertreten und für mich selber einzustehen, steht mir zu. Ich muss nicht hinter den anderen zurückstehen, ich habe genausoviele Rechte wie die.
 
Ich denke einfach, dass viele Leute einen unsichtbaren Gesellschaftsdruck verspüren, der sie dann so extrem prahlen und vielleicht sogar Sachen erfinden lässt. Wenn mir Leute irgendwie "verkaufen" wollen, sie hätten 30-40 Freunde (hier im Forum war ja auch mal jemand, der das behauptet hat), dann frage ich mich immer, wie das möglich sein soll, diese Kontakte alle auf dem gleichen Level zu halten. Da muss es zwangsläufig Gradierungen geben, sprich dass ein Großteil vielleicht Verwandte, Nachbarn, Bekannte sind... und vielleicht nur ganz wenige wirklich gute Freunde (oder eben sogar gar keine!!!).

Auch wenn es vielleicht misanthropisch klingt, aber ich glaube den Leuten längst nicht mehr alles. Viele übertreiben. Da werden dann Arbeitskollegen oder Nachbarn, wo man nur mal sich zum Kaffee vielleicht bestenfalls trifft, zum best friend hochstilisiert. Ich decke ja im Endeffekt vielfach diese Übertreibungen, teilw. sind es sogar Lügen, regelrecht auf bei den Leuten, weil man es entweder explizit mal mitbekommt, dass da kontakttechnisch nicht so viel geht, wie behauptet wurde, oder weil ich eben dann mal die andere Seite zu hören bekomme, sprich die Person, die als super-duper-mega-geiler Freund hingestellt worden ist. Tja, traurig aber wahr, das meiste kriege ich raus. 😉
Von dem her sind mir dann wirklich Leute lieber, die von vornherein authentischer sind und dann eben auch durchaus zugeben, dass sie eher einen kleinen Kreis haben. Was ist daran schlimm, wenn's gut läuft? Ich meine, realisieren lassen sich sogenannte Freundeskreise mit 20-40 Personen doch auch gar nicht. Will man denn nur noch an der Strippe hängen oder die "angeblichen Freunde" abfertigen, wie es die Fachärzte mit Kassenpatienten machen, so alle im 10 Minutentakt oder wie??? lol... tut mir leid, ich gerade einen Lachanfall ob dieses Gedankens. 😀

Na, ich würde an vieler Leute Stelle einfach mal weniger glauben und auch mal mehr rational abwägen, ob das alles so stimmen kann (20-40 Leute, wie soll das gehen? wenn jemand berufstätig ist, wie intensiv sollen diesen Kontakte dann sein usw.).

Ich halte das ehrlich gesagt für kaum machbar, mit mehr als max. 7-8 Leuten wirklich enger im Kontakt zu stehen und selbst das ist schon überzogen jetzt. Diese Anzahl an Leuten hatte ich durchaus mal. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, dass selbst bei dieser vergleichsweise geringen Anzahl schon auch Leute bei mir untergegangen sind oder ich sie immer auf andere Wochenenden vertrösten musste.

Gerade Leute, die viel arbeiten - brauchen die nicht auch mal Erholung? Also die Leute aus meinem näheren Umfeld verbringen auch mal ganze Abende daheime oder auch am Wochenende machen nicht alle immer rigoros Action. 😀

Ob das jetzt taktlos ist, dass jemand vom angeblich so überwältigenden Freundeskreis schwärmt, lass ich mal dahin gestellt. Ich denke einfach, die Leute übertreiben bloß. Vielleicht aus einem eigenen Minderwertigkeitsgefühl heraus oder weil es angeblich so en vogue ist, mit dem halben Stadtviertel befreundet zu sein. *rofl* Viele setzen viel mit geil gleich oder denken, sie werden populärer, umso mehr Leute sie haben. Solche Erzählungen über den und den Freund und dann noch wieder diesen Freund erinnern mich immer an mein "Haus, mein Auto, meine Yacht, meine Tiere". Das hat so was mit Zurschaustellung von Statussymbolen zu tun. Ich meine, es wird bei Bourdieus sozialem Kapital ja auch postuliert, dass je mehr man davon hat, desto besser steht man im Grunde da. Es wird bloß selten hinterfragt, ob das soziale Netzwerk denn wirklich so toll ist. Spätestens wenn man physisch oder psychisch erkrankt, sieht man dann, ob die Freunde wirklich so megageil sind oder ob man sich den Super-GAU damit eingefangen hat. 😉
Also ich würde diese "Möchtegern-Popularity-Contests" nicht ernst nehmen. Mich beeindruckt das nicht, wenn jemand mehrere Dutzend Leute hat. Dann denke ich mir immer: schön, eine erhöhte Quantität ersetzt keine Qualität und letztere kann bei wahllosem Pilzesammeln von Kontakten einfach nicht gegeben sein. Wie will man die Leute intensiver kennen lernen, wenn man jedem nur eine begrenzte Menge an Zeit offerieren kann!

Mich persönlich schreckt das auch eher ab, wenn ich Leute kennen lerne, die so einen gigantischen Freundeskreis ihr eigen nennen. Da denke ich mir dann auch immer: wo ist da der Platz für mich noch? Muss ich mir den irgendwie erkämpfen mit irgendwas? *kicher* --- und wenn ich mich bei Freunden irgendwie fühle, wie der GKV-Patient beim Facharzt, dann ist das für mich auch kein erfolgreiches Fundament, um damit weiterhin die Schiene der Freundschaft zu befahren und mal die nächsten Bahnhöfe anzufahren und dort neue Fundamente anzulegen...

Also, wenn man sich gewissenhaft und sorgfältig um die Beiträge und Kontakte hier im Forum kümmert, dann ist der Tag schon schnell mehr als ausgefüllt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie da 50 reale Freunde untergebracht werden sollen. Also, wenn ich hier 50 Freunde verwalten müsste, dann würde mir alles über den Kopf wachsen und ins Chaos entgleiten. Schon allein die Geschichten und Schicksale hier, mit denen ich mich ein wenig auseinandergesetzt habe, würden Bücher füllen.

Und ich bin da immer noch jemand, der über relativ viel Zeit verfügt, Berufstätige haben diesen Luxus nicht. Wie sollen die am Leben von 50 anderen Menschen teilnehmen? Das muss man sich einfach mal klarmachen, und man weiß, was von solchen Reden zu halten ist.
 
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