Das Problem ist, dass man Sympathie, Interesse oder gar Liebe einfach nicht erzwingen kann. Sowas ist entweder da oder nicht da, meistens ist es nicht da. Man muss irgendwie damit fertig werden. Ich kann heute ganz gut damit leben, dass diese Dinge so gut wie immer nicht da sind. Das finde ich fast erstaunlich, wie gut ich heute damit leben kann.
Dein Glas ist also entweder halbleer oder gar nicht vorhanden.
Also ich finde dich sympathisch --- wenn ich das denn über Schriftlichkeit tun darf.
🙂
Glaube mir, ich dachte mal ähnlich wie du.
Ein kleiner Perspektivwechsel brachte neue Erkenntnisse.
Oftmals treten wir selbst, in unserer Verletztheit --- eben durch die Vergangenheit --- sehr unterkühl auf Menschen zu, sodass man eben auch unsympathischer rüber kommt.
Ich kann dir nur sagen, dass ich zeitweise depressive Rückfälle hatte und prompt war auch meine Wirkung auf die Leute im Keller. Das merke ich sehr krass.
Vor ein paar Wochen ist meine Oma verstorben und mir ging es viele Wochen sehr, sehr übel. Das merkte man mir auch extrem an. Die Leute nahmen wieder reihenweise Abstand von mir.
Seit etwa 3-4 Wochen hat sich das wieder zum Besseren gewendet. Ich habe einen Job am Nachmittag, unternehme mehr, versuche mir ein eigenes Leben aufzubauen - mich wenig von Menschen abhängig zu machen generell, was Stimmung, Wohlbefinden etc. angeht.
Das klappt sehr gut.
Ich erfahre eine positive Spiegelung.
Man braucht schon, wenn man so geschlittert ist in der Vergangenheit einige Jahre an Therapie, Coaching, Reflexion, praktische Handlungsfelder, um wieder unbefanger auf Leute zutreten zu können.
Bei mir ist das gegenwärtig schon eher ein Selbstläufer. --- ich tue gar nichts groß, außer so zu sein wie ich bin: anstrengend...
😀 Scherz beiseite.
🙄