Hallo zusammen,
ich würde gern eine Situation schildern, die mich schon seit Monaten beschäftigt und bei der ich selbst nicht mehr richtig einschätzen kann, wie ich sie einordnen soll.
Es geht um eine ehemalige Freundin von mir. Wir hatten eigentlich engen Kontakt, haben viel miteinander gesprochen und Zeit verbracht. Wir waren seit fast 10 Jahren befreundet, sind jetzt 22. Ich war oft für sie da, vor allem wenn es ihr nicht gut ging – wir haben teilweise stundenlang telefoniert und ich hatte das Gefühl, dass ich für sie eine wichtige Bezugsperson bin.
Rückblickend gab es aber schon vorher Situationen, die mich irritiert haben.
Ein Beispiel: Sie wollte unbedingt über Weihnachten nach Paris fahren und hat mich gefragt, ob ich mitkomme. Ich habe ihr gesagt, dass ich da keine Zeit habe. Das wurde von ihr aber nicht wirklich akzeptiert. Sie hat immer wieder versucht, mich umzustimmen, teils ziemlich vehement, obwohl ich mehrfach gesagt habe, dass es bei mir einfach nicht geht.
Ich habe dann vorgeschlagen, dass wir stattdessen im Frühjahr fahren könnten, wenn es besser passt – aber das kam für sie überhaupt nicht in Frage. Sie war daraufhin ziemlich beleidigt und hat mein „Nein“ eigentlich nie wirklich respektiert.
Solche Situationen gab es öfter, dass meine Grenzen oder Möglichkeiten nicht so richtig akzeptiert wurden, wenn sie nicht zu ihren Vorstellungen gepasst haben.
Der eigentliche Bruch kam dann auf einer Feier.
Wir waren zu dem Zeitpunkt schon etwa fünf Stunden dort, es war nach 1 Uhr nachts (es ist jetzt also nicht so, dass ich um 22 Uhr gehen wollte oder sowas), und ich war einfach erschöpft und mir ging es nicht gut. Ich hatte Kopfschmerzen und fühlte mich allgemein einfach nicht fit. Als ich sie angesprochen habe, weil ich nach Hause wollte, hat sie sich plötzlich komplett anders verhalten.
Sie war extrem aufgedreht, fast wie in einem Rausch (ohne Alkohol), hat sehr intensiv und fast schon wie in Ekstase getanzt und war kaum ansprechbar. Es wirkte auf mich wirklich wie eine völlig andere Person.
Als ich sie angesprochen habe, wurde sie sehr abweisend und dann auch deutlich aggressiv mir gegenüber. Ich habe mich in dem Moment ehrlich gesagt ziemlich unwohl und auch etwas eingeschüchtert gefühlt. Es war wirklich gruselig, weil sie einfach wie in ihrer eigenen Welt war. Sie hat nichts mehr wirklich mitbekommen, auch die Signale ihres eigenen Körpers nicht. Sie hat später in ihren hohen Schuhen nur noch gehumpelt, weil sie so exzessiv getanzt hat.
Ich habe dann angefangen zu weinen, weil mich die Situation total überfordert hat. Das hat sie komplett ignoriert. Ich bin irgendwann auf die Toilette gegangen, um mich zu sammeln – und sie hat nicht einmal nach mir geschaut oder gefragt, wo ich bin.
Später im Hotelzimmer hab ich immer noch geweint, weil sie einfach so kalt und abweisend zu mir war. Das hat sie auch vollkommen ignoriert. Kurz darauf jedoch hat ihr Verhalten wieder komplett umgeschwenkt und sie beteuerte, wie lieb sie mich hat und so weiter. Wie ausgewechselt, hatte echt was von gespaltener Persönlichkeit.
Was danach kam, hat mich eigentlich noch mehr getroffen:
Sie hat mir im Nachhinein vorgeworfen, ich hätte sie angeschrien und ihren Abend kaputt gemacht. Sie hat sich komplett als Opfer dargestellt und wie enttäuscht sie doch ist, und so weiter. Für meine Sicht oder dafür, wie es mir in der Situation ging, war überhaupt kein Raum.
Seitdem ist Funkstille. Sie hat sich nicht mehr gemeldet, und es gab auch keinerlei Einsicht oder Versuch, das Ganze zu klären.
Ich merke, dass mich das bis heute beschäftigt, weil ich diese Situation einfach nicht einordnen kann – vor allem dieses Gefühl, dass jemand plötzlich so anders ist und man keinen Zugang mehr bekommt, hat mich ziemlich verunsichert.
Deshalb würde mich interessieren:
Wie würdet ihr so ein Verhalten einordnen?
Ist das „normale Unreife“ oder geht das darüber hinaus?
Würdet ihr versuchen, so eine Freundschaft nochmal zu klären – oder eher abschließen?
Und ist es übertrieben, wenn mich das nach Monaten noch so beschäftigt?
Ich freue mich über ehrliche Einschätzungen.
ich würde gern eine Situation schildern, die mich schon seit Monaten beschäftigt und bei der ich selbst nicht mehr richtig einschätzen kann, wie ich sie einordnen soll.
Es geht um eine ehemalige Freundin von mir. Wir hatten eigentlich engen Kontakt, haben viel miteinander gesprochen und Zeit verbracht. Wir waren seit fast 10 Jahren befreundet, sind jetzt 22. Ich war oft für sie da, vor allem wenn es ihr nicht gut ging – wir haben teilweise stundenlang telefoniert und ich hatte das Gefühl, dass ich für sie eine wichtige Bezugsperson bin.
Rückblickend gab es aber schon vorher Situationen, die mich irritiert haben.
Ein Beispiel: Sie wollte unbedingt über Weihnachten nach Paris fahren und hat mich gefragt, ob ich mitkomme. Ich habe ihr gesagt, dass ich da keine Zeit habe. Das wurde von ihr aber nicht wirklich akzeptiert. Sie hat immer wieder versucht, mich umzustimmen, teils ziemlich vehement, obwohl ich mehrfach gesagt habe, dass es bei mir einfach nicht geht.
Ich habe dann vorgeschlagen, dass wir stattdessen im Frühjahr fahren könnten, wenn es besser passt – aber das kam für sie überhaupt nicht in Frage. Sie war daraufhin ziemlich beleidigt und hat mein „Nein“ eigentlich nie wirklich respektiert.
Solche Situationen gab es öfter, dass meine Grenzen oder Möglichkeiten nicht so richtig akzeptiert wurden, wenn sie nicht zu ihren Vorstellungen gepasst haben.
Der eigentliche Bruch kam dann auf einer Feier.
Wir waren zu dem Zeitpunkt schon etwa fünf Stunden dort, es war nach 1 Uhr nachts (es ist jetzt also nicht so, dass ich um 22 Uhr gehen wollte oder sowas), und ich war einfach erschöpft und mir ging es nicht gut. Ich hatte Kopfschmerzen und fühlte mich allgemein einfach nicht fit. Als ich sie angesprochen habe, weil ich nach Hause wollte, hat sie sich plötzlich komplett anders verhalten.
Sie war extrem aufgedreht, fast wie in einem Rausch (ohne Alkohol), hat sehr intensiv und fast schon wie in Ekstase getanzt und war kaum ansprechbar. Es wirkte auf mich wirklich wie eine völlig andere Person.
Als ich sie angesprochen habe, wurde sie sehr abweisend und dann auch deutlich aggressiv mir gegenüber. Ich habe mich in dem Moment ehrlich gesagt ziemlich unwohl und auch etwas eingeschüchtert gefühlt. Es war wirklich gruselig, weil sie einfach wie in ihrer eigenen Welt war. Sie hat nichts mehr wirklich mitbekommen, auch die Signale ihres eigenen Körpers nicht. Sie hat später in ihren hohen Schuhen nur noch gehumpelt, weil sie so exzessiv getanzt hat.
Ich habe dann angefangen zu weinen, weil mich die Situation total überfordert hat. Das hat sie komplett ignoriert. Ich bin irgendwann auf die Toilette gegangen, um mich zu sammeln – und sie hat nicht einmal nach mir geschaut oder gefragt, wo ich bin.
Später im Hotelzimmer hab ich immer noch geweint, weil sie einfach so kalt und abweisend zu mir war. Das hat sie auch vollkommen ignoriert. Kurz darauf jedoch hat ihr Verhalten wieder komplett umgeschwenkt und sie beteuerte, wie lieb sie mich hat und so weiter. Wie ausgewechselt, hatte echt was von gespaltener Persönlichkeit.
Was danach kam, hat mich eigentlich noch mehr getroffen:
Sie hat mir im Nachhinein vorgeworfen, ich hätte sie angeschrien und ihren Abend kaputt gemacht. Sie hat sich komplett als Opfer dargestellt und wie enttäuscht sie doch ist, und so weiter. Für meine Sicht oder dafür, wie es mir in der Situation ging, war überhaupt kein Raum.
Seitdem ist Funkstille. Sie hat sich nicht mehr gemeldet, und es gab auch keinerlei Einsicht oder Versuch, das Ganze zu klären.
Ich merke, dass mich das bis heute beschäftigt, weil ich diese Situation einfach nicht einordnen kann – vor allem dieses Gefühl, dass jemand plötzlich so anders ist und man keinen Zugang mehr bekommt, hat mich ziemlich verunsichert.
Deshalb würde mich interessieren:
Wie würdet ihr so ein Verhalten einordnen?
Ist das „normale Unreife“ oder geht das darüber hinaus?
Würdet ihr versuchen, so eine Freundschaft nochmal zu klären – oder eher abschließen?
Und ist es übertrieben, wenn mich das nach Monaten noch so beschäftigt?
Ich freue mich über ehrliche Einschätzungen.