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Wie komme ich mit Grundsicherung klar?

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Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Problematisch ist es wenn man kein soziales Umfeld hat. Vereinsamung ist ein Problem das man ohne Geld und existente Kontakte nur schwer umgehen kann. VHS Kurse, Kaffee fahrten, single reisen usw. bei denen man Leute kennen lernen kann brauchen öfter Geld. Ich will nicht ausschließen das es auch da möglichkeiten ohne Geld gibt an neue Kontakte zu kommen aber da man fremde nicht unbedingt in den eigenen 4 Wänden haben will zum ersten Treffen sondern ggf im Cafe ist es definitiv einfacher mit Geld.
Ja das stimmt. Ein Grund warum ich hoffe auch bis 67 arbeiten zu "dürfen". Am liebsten dann nur noch 5- Stunden wöchentlich aber zumindest weiter arbeiten um soziale Kontakte zu halten.

Wenn man im Alter keine große Familie hat, würde ich irgendein soziales Engagement suchen. Bekannte von mir hat eine Tierpension für Kleintiere. Sie verdient nach Abzug der Kosten nur wenig daran, hat aber Umgang mit Menschen und Tieren.
Auch online kann man Kontakte knüpfen, ist aber für die aktuelle Generation 65+ schwer, da diese wenig Affinität zum Internet hat.
 

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tonytomate

Aktives Mitglied
Wegen Medikamenten nicht arbeitsfähig? Meine Frau geht mit Hirntumor zur Arbeit. Reiss Dich mal zusammen. Selbst meine Mutter, Krebs, die kommt mit 71 noch den Weinberg für Traubenlese rauf und runter und die nimmt Medis ein, da steht bei fast jedem drin, kann zum Tode führen, Organversagen, Leberversagen, Herzinfarkt usw. Bei der ist das nicht zum Fun, sondern um sich Heizöl kaufen zu können. Wegen Corona habe ich kaum noch Einkommen, weswegen ich ihr nichts mehr zustecken kann.

Laß Dir helfen, daß Du wenigstens ein Zimmer, einen Rückzugsort hast. Ein Leben auf der Straße ist ein Leben, wenn Du das wie Heinz Stücke machst und mit dem Fahrrad um die Welt fährst, aber nicht irgendwo am Bahnhof rumlungern, Almosen annehmen, um sich den nächsten Schuss zu setzen. Ich vermute mal, du bist auf Entzug oder so. Was Du brauchst, ist ein geregeltes Leben, eine warme Mahlzeit, ein Bett und ein Dach über dem Kopf.
 
Zuletzt bearbeitet:

Jolina87

Aktives Mitglied
Ja das stimmt. Ein Grund warum ich hoffe auch bis 67 arbeiten zu "dürfen". Am liebsten dann nur noch 5- Stunden wöchentlich aber zumindest weiter arbeiten um soziale Kontakte zu halten.

Wenn man im Alter keine große Familie hat, würde ich irgendein soziales Engagement suchen. Bekannte von mir hat eine Tierpension für Kleintiere. Sie verdient nach Abzug der Kosten nur wenig daran, hat aber Umgang mit Menschen und Tieren.
Auch online kann man Kontakte knüpfen, ist aber für die aktuelle Generation 65+ schwer, da diese wenig Affinität zum Internet hat.
Es ist auch eine Frage vom Wohnort und der leider Regional z.t. sehr schlechten öffis.
Wer in einem kleinen Dorf irgenwo im nirgendwo wohnt kommt ggf schlicht nicht weg von da ohne Geld für ein Auto wenn es überhaupt in der nähe irgendwas gibt was man sozial machen kann.
Wer in einer anonymen Wohnsiedlung wohnt kann, sofern es sich nicht um irgendwas in der nähe handelt, kann sich ggf nicht die Preise für ein Monatsticket leisten.
Die dinger kosten in einigen Großstädten ein halbes Vermögen.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Warum muß man soziale Kontakte immer vom Geld abhängig machen? Meine Verwandtschaft hat früher in ländlicher Lage gewohnt, die hatten keine Probleme soziale Kontakte mit der ganzen Nachbarschaft zu halten, obwohl das Geld chronisch knapp war. Da wurde mal hier und mal dort mit den Nachbarinnen geratscht, man hat bei Landwirten in der Umgebung bei Heu- oder Gurkenernte mit ausgeholfen, das gab sogar ein paar DM damals und eine Brotzeit dazu, hat Altholz für den Holzofen gesammelt, überall wo bei den Nachbarn Reisig oder Abfallholz abfiel (reich war man nicht), sie sind putzen gegangen und fanden mal hier und mal dort eine Aushilfstätigkeit. Und sie hatten jede Menge Bekannte und wußten zu jedem was zu sagen, mit Besuchen hier und dort.

Wer Sozialkontakte vom Geld abhängig macht, dem fehlt es vermutlich in Wahrheit an persönlicher Gesellschaftsfähigkeit. Was natürlich auch von einer psychischen Störung kommen kann. Jemand der von Grundsicherung lebt, aber psychisch gesund ist, findet locker eine Beschäftigung, die ihm Sozialkontakte bringt. Per ehrenamtlicher Tätigkeit, Kinderhüten oder andere Aushilfstätigkeiten für Nachbarn oder irgendwas anderes was Kontakte bringt.
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Wer Sozialkontakte vom Geld abhängig macht, dem fehlt es vermutlich in Wahrheit an persönlicher Gesellschaftsfähigkeit. Was natürlich auch von einer psychischen Störung kommen kann. Jemand der von Grundsicherung lebt, aber psychisch gesund ist, findet locker eine Beschäftigung, die ihm Sozialkontakte bringt. Per ehrenamtlicher Tätigkeit, Kinderhüten oder andere Aushilfstätigkeiten für Nachbarn oder irgendwas anderes was Kontakte bringt.
Du siehst das zu einfach.
Du gehst davon aus das jeder Sozial gut integriert ist und ggf im selben Kaff lebt wie vor 10 oder 50 Jahren. Oder das alle Leute mit denen man Kontakte aufbau sofort super interessiert sind an dir.
Ich bin in meinem Leben beruflich mehrmals umgezogen.
Ich habe gerne Soziale Kontakte aber ohne Kind über das man zwangsläufig andere Eltern kennen lernt und ohne Hobby das einen Verein erforderlich macht ist es schwer private Kontakte zu knüpfen.

Wo ich jetzt wohne hatte ich Glück. Kleines mehrfamilienhaus und einige der anderen Parteien waren auch an Kontakten interessiert. In meinem letzten Mehrfamilienhaus bestand über einmal im Jahr grillen bei alle kein interesse.

Klar hat man sich mal 5 Minuten unterhalten oder beim Grillen auch mal länger. Aber das ist kein wirklicher Sozialer Kontakt.
Genauso wie die meisten Kollegen bei einer Vollzeitstelle, einem Ehrenamt (sofern es sowas in der Region ohne viel Geld erreichbar gibt) oder einer teilzeitstelle da sind um was zu machen. Man redet, man geht ggf gemeinsam in die Pause aber das ist Zeitlich begrenzt. Die Leute sind da um zu arbeiten und wollen nicht unbedingt immer andere Privat treffen.

Manche Kollegen machen auch Privat was. Keine Frage. Aber ich kann die Arbeitskollegen bei denen ich zum Kaffee eingeladen war oder Privat was unternommen habe fast an einer hand abzählen. Und das dürfte für einige so gelten.

Ich sag nicht das es nicht geht ohne Geld. Aber Geld macht es einfacher. Weil man sich auf neutralem Boden im Cafe treffen kann. Weil man es sich leisten kann zu einem Ehrenamt zu fahren oder zu einem VHS Kurs, Sportverein oder zu einer Kaffee Fahrt oder sonst wo hin wo die anderen auch Kontakte suchen.

Einen guten Freund habe ich weil wir beide gerne wandern und ich es mir leisten konnte auf FB Leute zu suchen die mit mir zu einer Wanderung in etwa 150 km entfernung wollten. Und weil die Leute es sich leisten konnten da auf eigene Kosten mit zu machen.

Es geht dabei ja nicht um 5000 €. Es geht darum das man mal nen 10er in die Hand nehmen kann ohne Soziale Kontakte mit Lebensgrundbedürfnissen wie Nahrung oder wärme in Konkurenz stellen zu müssen.
Geld macht das leben einfacher.

Und wer z.b. umzugsbedingt lokal keine Sozialen Kontakte hat hat es deutlich leichter wenn er alle verfügbaren Möglichkeiten von Tag 1 an nutzen kann ohne sich bedingt durch den eigenen Geldbeutel darauf einzuschränken was das direkte umfeld hergibt.

Wer kein Geld hat hat Pech wenn das wohnungsumfeld nichts her gibt. Die nachbarn haben alle keine Kinder zum hüten, das nächste ehrenamt ist 3 dörfer weiter wo kein Bus hin fährt und der lokale Supermarkt sucht nur ne Aushilfe die alleine am Samstag abend Regale packt was man ggf mit 67 nicht mehr kann. Ohne Geld sieht es in so einer Situation einfach schlecht aus.
Wer aber 25 € im monat über hat kann sich bald nen gebrauchtes Rad kaufen und so zum ehrenamt fahren oder kann es sich leisten ne Kontaktanzeige aufzugeben oder die Nachbarn alle mal zum Kaffee einzuladen bei sich um sich da bei allen vorzustellen.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ich habe gerne Soziale Kontakte aber ohne Kind über das man zwangsläufig andere Eltern kennen lernt und ohne Hobby das einen Verein erforderlich macht ist es schwer private Kontakte zu knüpfen.
Seit wann sind Hobbys vereinspflichtig? Wenn ich male, egal ob zu hause oder mit Staffelei irgendwo draußen, brauche ich dazu keinen Verein. Ein Nähkränzchen für Damen oder mal in einer Werkstatt mitschrauben dürfen für das andere Geschlecht erfordert genausowenig einen Verein, nur ein paar Gleichgesinnte. Viele kreative Tätigkeiten erfordern keinen Verein, keine Mitgliedschaft irgendwo und oft nur wenig finanzielle Investitionen. Auch "ehrenamtlich" meint nicht automatisch für irgendeine Institution, das kann auch der Brieftaubenzüchter von nebenan sein, mit dem man abhängt und fachsimpelt und für den man als Gegenleistung mal die Fütterung oder das Saubermachen übernimmt. Oder ein Automechaniker, wenn man gern schraubt oder schweißt. Ein Gartenbesitzer, mit dem man sich zusammentut, wenn man selber keinen Garten hat ...
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Seit wann sind Hobbys vereinspflichtig? Wenn ich male, egal ob zu hause oder mit Staffelei irgendwo draußen, brauche ich dazu keinen Verein.
Es geht nicht darum das Hobbies vereinspflichtig sind. Es geht darum das mir Lesen zuhause keine Sozialen kontakte bringt.
Ein Nähkränzchen für Damen oder mal in einer Werkstatt mitschrauben dürfen für das andere Geschlecht erfordert genausowenig einen Verein, nur ein paar Gleichgesinnte.
Und wo findest du die wenn du irgendwo neu bist? Niemand hat "nähe gern" auf der stirn stehen und die gibt es auch nicht in jedem Kaff, z.T. gibt es kostenpflichtig offene Nähkurse wo man hin kann und eigene Projekte unsetzen kann (kosten). Und mir wäre nicht bekannt das irgend eine normale Werkstatt hobbyschrauber da kostenfrei irgendwas machen lässt. Ggf kann man da nen Kurs machen (kostet) oder man mietet sich den Raum (kosten). Aber insbesondere wenn man keine Ausbildung in dem Bereich hat kann man nicht an Kundenfahrzeuge und wenn man kostenfrei an den eigenen Fahrzeugen schrauben will macht die Werkstatt ein minus geschäft.
Viele kreative Tätigkeiten erfordern keinen Verein, keine Mitgliedschaft irgendwo und oft nur wenig finanzielle Investitionen.
und sind alleine. Das Thema war soziale Kontakte knüpfen.
Auch "ehrenamtlich" meint nicht automatisch für irgendeine Institution, das kann auch der Brieftaubenzüchter von nebenan sein, mit dem man abhängt und fachsimpelt und für den man als Gegenleistung mal die Fütterung oder das Saubermachen übernimmt. Oder ein Automechaniker, wenn man gern schraubt oder schweißt. Ein Gartenbesitzer, mit dem man sich zusammentut, wenn man selber keinen Garten hat ...
Auch hier wieder der Punkt das du davon ausgehst das man seit Jahrzehnten da ist und die alle kennst und die auch alle bock auf dich haben.
Das große Problem ist aber das viele in ihrem leben mehrmals umziehen. Die wissen nicht wer in ihrem umfeld welche hobbies hat.
Die stellen sich einmal den nachbarn vor wenn sie einziehen und danach? Danach ist es abhängig davon wo man ist, wie das umfeld ist usw.

Waren bei den nachbarn welche dabei mit denen es sofort klick gemacht hat, super. Ggf auch der Taubenzüchter der direkt alle Tauben vogestellt hat. Oder die Mutter die erzählt wie dringend sie den babysitter braucht. Oder du hast pech und du hast 5 Nachbarn der Sorte "Nett Sie kennen zu lernen. ggf sieht man sich mal auf der Straße".

Du kannst die nachbarn ja nicht zwingen interesse an dir zu haben oder dich sympatisch zu finden.

Und wie gesagt wenn du pech hast gibt es eben keinen kostenfreien Nähklub, Senioren Kaffee klatsch oder sonst was im erreichbaren umfeld.

Was machst du dann?
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
In einigen hiesigen Supermärkten gibt es ein Schwarzes Brett, wo man Suche/Verkaufe-Zettel ankleben kann. Wo auch Privatlehrer, Leute die eine billige Aushilfe suchen etc. inserieren und wo man jederzeit selber einen Zettel "Suche Anschluß ... Nähkränzchen (etc.)" hinhängen kann. Inserate für Nachbarschaftshilfe etc. findet man auch in Sozialzentren von Gemeinden oder Kirchen. Draußen auf dem Dorf sind die örtlichen Klatschbasen, der Gemeindepfarrer oder der Tante-Emma-Laden, wo sich alles trifft, die beste Quelle für Informationen, man muß nur den Mut aufbringen mal zu fragen. Und sowas wie Internet gibt's heute auch noch, wo man ortsbezogen abfragen kann.
Früher gab es auf dem Dorf auch sowas wie Landjugend, die in sozialen Bereichen drin waren und Bescheid wußten wo was läuft, ich weiß nicht ob es die heute noch gibt.

Wer wirklich sozialen Anschluß will, kann ihn finden, Möglichkeiten gibt es genug. Nur erfordert das Eigeninitiative und zuweilen den Mut, überhaupt mal den Mund aufzumachen und herumzufragen. Wer darauf wartet daß ihm alles in den Schoß fällt, braucht sich nicht wundern daß nie was passiert.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Mit fremden, erwachsenen Leuten ist es naturgemäß schwieriger, Kontakte herzustellen, als mit Familie oder im Kindesalter. Darauf sollte sich jeder frühzeitig einstellen und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Umzüge haben ihre Gründe - meistens den Beruf, seltener die Familie. Aber auch an einem neuen Wohnort schwebt man nicht in der Luft, auch dort gibt es andere Menschen, mit denen man in Kontakt kommt. Wenn man feste Interessen hat, ein Hobby, ist es selten schwer mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen.
Vorausgesetzt man will es - und nicht erst viel später, wenn Sozialkontakte von Beruf und Familie weggebrochen sind.
 
Status
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