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Wie komme ich mit Grundsicherung klar?

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Jolina87

Aktives Mitglied
"hängen geblieben, da geblieben, nie den Absprung geschafft" ... sind alles fromme Beschönigungen dafür, daß man selber den Hintern nicht (mehr) hochgebracht hat.
Nein es bedeutet das es eben nicht geklappt hat. Wenn du kein Geld hast und keinen guten grund warum sollte dir wer einen umzug finanzieren.
Und auch für einen umzug musst du erstmal eine wohnung woanders suchen und finden was mit beschränkten finanziellen Mitteln schwer ist.
Grade auf sozialleistungen müssen ja bestimmte BEdingungen erfüllt sein um umziehen zu können.
Und hängen geblieben kann auch schlicht heißen das man nirgendwo anders bessere perspektiven hat.
Es ist schwer ohne perspektive ins unbekannte aufzubrechen und nachvollziehbar wenn leute ggf lieber bleiben wo sie sind als wieder alles aufzugeben und abzubrechen und geld in die hand zu nehmen wenn es ihnen ggf nichts bringt.
Als junger Mensch mit perspektive bleibt man normalerweise nicht hängen, als berufstätiger mit guten Job perspektiven auch nicht.
Als dauerstudent, schulabbrecher, kurz vor der Rente, in arbeitslosigkeit usw. ggf aber schon.
Oder eben wenn einen etwas hölt wie z.b. die zu pflegende Mutter.
Aber soviel ich weiß ist Grundsicherung nur für Leute, die aus psychischen oder physischen Gründen (dauerkrank, behindert) dauerhaft nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sonst würden sie Hartz beziehen. Wenn die Arbeitsplatzlage an einem anderen Ort besser ist, kann einem Hartzer das Amt ggf. sogar den Umzug mitfinanzieren in der Hoffnung, daß es bald einen Kunden weniger an der Backe hat. Was bei Grundsicherung nicht mehr im Raum steht.
Es gibt auch Griundsicherung im alter wenn die Rente nicht reicht. Das ist auch die Grundsicherung von der ich, bei der Frage des Fragestellers, ausgegangen bin. Für nicht arbeitsfähige nicht rentner heißt es nach meinem wissen weiterhin sozialhilfe.
Damit ist das Leben nicht zuende aber eben finanziell gesehen ohne große Perspektive.
Und es ist unverschuldet. Wer nach 2040 in Rente geht braucht wg der steuerbelastung etwa 35 Rentenpunkte um netto drüber zu kommen. Da haben es etliche niedriglohn berufe wie Friseur selbst bei lebenslanger erwerbshistorie schwer drüber bzw. deutlich drüber zu kommen.
Oder auch berufe der Mittelschicht wenn aus welchem Grund auch immer ein paar Jahre kein Geld verdient wurde.

Grundsicherung im alter wird noch ein Problem der breiten Masse werden. Und es wird ein Frauen Problem werden (viel Teilzeit, oft lange Kindererziehungszeiten, wenig ausgleich bei scheidung, geringe Witwenrenten)
Und es istr dann auch keine Gnadenleistungs oder sonst was sondern zeichen vergeigter Rentenpolitik.
 

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Maladrios616

Aktives Mitglied
Singen, spazieren gehen, gedichte schreiben, lesen (geht auch in blindenschrift)....
Und um anderen ggf bestehenden Körperlichen oder geistigen Einschränkungen vorweg zu greifen. Solange man nicht völlig ohne Familie und ohne freunde, blind und taub und stumm, sowie gelähmt im Krankenhausbett liegt sollte sich immer etwas finden lassen wenn man die notwendige Kreativität hat.
klingt nach einem äusserst ödem Leben.
 

Maladrios616

Aktives Mitglied
"hängen geblieben, da geblieben, nie den Absprung geschafft" ... sind alles fromme Beschönigungen dafür, daß man selber den Hintern nicht (mehr) hochgebracht hat.

Aber soviel ich weiß ist Grundsicherung nur für Leute, die aus psychischen oder physischen Gründen (dauerkrank, behindert) dauerhaft nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sonst würden sie Hartz beziehen. Wenn die Arbeitsplatzlage an einem anderen Ort besser ist, kann einem Hartzer das Amt ggf. sogar den Umzug mitfinanzieren in der Hoffnung, daß es bald einen Kunden weniger an der Backe hat. Was bei Grundsicherung nicht mehr im Raum steht.

Wer Kandidat für Grundsicherung ist, war entweder von Anfang an arbeitsunfähig (angeborene Krankheit, Behinderung, Unfall in der Jugend etc.) oder hat sich das im Lauf seines Lebens erworben. Per unverschuldetem Zufall (Unfall, Krankheit) oder persönlichen Fehlentscheidungen (Sucht, schlichte Dummheit, einschließlich der Wahl des falschen Wohnortes). Und zumindest für letzteres steht der Staat nicht gerade. Grundsicherung ist eine Gnade unseres gutsituierten Sozialsystems, das sollte man nie vergessen. Keine Selbstverständlichkeit. Es gibt genug Länder auf der Welt wo sowas wie Grundsicherung unbekannt ist und die Betroffenen auf der Straße die Hand aufhalten müssen um zu überleben.
Klar ist mehr Geld grundsätzlich besser, das gilt für jeden, reich wie arm. Aber die meisten Leute müssen arbeiten, um sich welches zu verdienen. Und bezahlen dafür mit ihrer Freizeit. Was nützt Geld, wenn dann trotzdem keine Zeit für Freizeitaktivitäten da ist?
Der eine hat Freizeit in Massen aber kein Geld um sie zu genießen - der andere Geld, aber keine Zeit um sie zu genießen. Macht niemanden zufrieden.
Fazit das Leben ist Schei sse und überbewertet, weil man nie wirklich glücklich sein wird, und das machen kann was man will.
 

Jolina87

Aktives Mitglied
klingt nach einem äusserst ödem Leben.
Nicht jeder hat die selben vorstellungen von einem spannenden oder erfüllenden Leben. Es muss nicht dein Leben sein, es sind beispiele für Möglichkeiten.
Nur du kannst festlegen was dir spaß bereitet. Und wenn du nur beschränkte mittel hast musst du halt doppelt so angestrengt versuchen etwas innerhalb deiner möglichkeiten zu finden das dich erfüllt.
Ich finde lesen z.b. sehr spannend und kann das durchaus auch mal nen ganzen tag machen. Dafür würde ich vor langeweile "sterben" wenn ich Fußball schauen müsste.
 

Maladrios616

Aktives Mitglied
Nicht jeder hat die selben vorstellungen von einem spannenden oder erfüllenden Leben. Es muss nicht dein Leben sein, es sind beispiele für Möglichkeiten.
Nur du kannst festlegen was dir spaß bereitet. Und wenn du nur beschränkte mittel hast musst du halt doppelt so angestrengt versuchen etwas innerhalb deiner möglichkeiten zu finden das dich erfüllt.
Ich finde lesen z.b. sehr spannend und kann das durchaus auch mal nen ganzen tag machen. Dafür würde ich vor langeweile "sterben" wenn ich Fußball schauen müsste.
Ich verstehe nicht warum das Leben ein Geschenk sein soll.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Leider leide unter anderem auch noch unter Sehverlust, was kannst als blinder armer so tun?
Im Moment kannst Du hier noch mitlesen, so ein Handydisplay ist nicht groß.
Ein wichtiger Punkt wurde Dir genannt: wenn schon Grundsicherung, dann möglichst an einem Wohnort, wo die besseren Chancen für Dich auch ohne Geld sind - also lieber Stadt als auf dem Land, wo man ohne Geld, ohne eigenes Auto und ohne Gleichdenkende weit und breit total verratzt ist.
Hattest du nicht einen Betreuer?
Versuche doch mal mit ihn zusammen zu arbeiten. Damit du zuerst die Obdachlosigkeit überwinden kannst. In's betreute Wohnen wolltest du glaube ich nicht.
Aber vielleicht wäre es zumindest für den Anfang ein guter Start.
Es gibt auch Griundsicherung im alter wenn die Rente nicht reicht. Das ist auch die Grundsicherung von der ich, bei der Frage des Fragestellers, ausgegangen bin. Für nicht arbeitsfähige nicht rentner heißt es nach meinem wissen weiterhin sozialhilfe.
Bei der TE geht es wohl nicht um eine Grundsicherung nach jahrelangem Arbeitsleben. Betreuer, Obdachlosigkeit, Depression klingt jedenfalls nicht danach.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Fazit das Leben ist Schei sse und überbewertet, weil man nie wirklich glücklich sein wird, und das machen kann was man will.
Wer das machen kann was er will, mit Geld oder ohne, der kann sich wahrhaft glücklich schätzen. Aber das ist den meisten von uns nicht vergönnt. Die dummen Lebensumstände stehen meist dagegen, weil man leider nicht reich geerbt hat und das Lottoglück auf sich warten läßt und man sich sein Essen und seine Miete mit irgendeiner ungeliebten Arbeit verdienen muß. Sofern man arbeiten kann und nicht auf den Staat angewiesen ist.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Da haben es etliche niedriglohn berufe wie Friseur selbst bei lebenslanger erwerbshistorie schwer drüber bzw. deutlich drüber zu kommen.
Oder auch berufe der Mittelschicht wenn aus welchem Grund auch immer ein paar Jahre kein Geld verdient wurde.

Grundsicherung im alter wird noch ein Problem der breiten Masse werden. Und es wird ein Frauen Problem werden (viel Teilzeit, oft lange Kindererziehungszeiten, wenig ausgleich bei scheidung, geringe Witwenrenten)
Und es istr dann auch keine Gnadenleistungs oder sonst was sondern zeichen vergeigter Rentenpolitik.
Rubrik "persönliche Lebensentscheidungen". Gut für den Staat, wenn die Frau lieber zuhause die Kinder hütet oder Alte pflegt, statt Kita und Kiga auf Kosten des Staates bzw. Pflegeheim und Pflegeversicherung in Anspruch zu nehmen, schlecht für die Frau dann Jahre später in der Rente, denn der Staat macht sich dann an Gegenleistungen rar. Aber das weiß eigentlich jede(r) schon vorher. Wer sich trotzdem dafür entscheidet, sollte finanziell seine Schäfchen schon im Trockenen haben, denn hinterher ist mit unserer aktuellen Rentenpolitik nichts mehr zu wollen.
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Bei der TE geht es wohl nicht um eine Grundsicherung nach jahrelangem Arbeitsleben. Betreuer, Obdachlosigkeit, Depression klingt jedenfalls nicht danach.
Davon war im ersten Beitrag noch nicht die Rede und ich muss gestehen ich hab nicht alle beiträge nach weiteren informationen durchkämmt.
Und keiner der Punkte schließt aus das der Renteneintritt schon erfolgt ist. Man kann auch im alter die wohnung verlieren, depressiv werden oder einen betreuer benötigen.
Möglich das es hier um eine generelle vollständige Erwerbsminderung o.ä. geht aber anhand der infos ist es da schwer eine zweifelsfreie aussage zu treffen.

Ich finde deine Aussagen im übrigen sehr wertend und absolut grenzwertig. Wer keine sozialen Kontakte hat ist nach deiner Aussage psychisch gestört und wer Grundsicherung empfängt ist automatisch selber schuld und hat sein leben vergeigt.
Merkst du wie sehr du Leute anhand von deinen vorurteilen zu deren Lebensweg wertest bzw. ohne informationen in schubladen steckst?

Jeder Mensch ist individuell und man kann zwar anhand vorhandener aussagen etwas annehmen zu der Person aber pauschale vorverurteilen von Menschen anhand eines Kriteriums wie ob man Freunde hat oder ob man Sozialleistungen bezieht erinnert unangenehm an eine vergangene Zeitperiode wo das in D gesellschaftsfähig war. Damals wurde generell auch aufgrund von Kriterien der Mensch vorverurteilt und die folgen waren alles andere als schön.
 
D

Der Realist

Gast
klingt nach einem äusserst ödem Leben.
Für ein interessantes Leben ist man selbst verantwortlich, weniger die Gesellschaft.
Ich sehe aber auch das die Probleme die einen Menschen in eine schwierige Lebenslage bringen, stark vom Elternhaus abhängen.
Die Gesellschaft muss mehr auf die Kinder achten, die in problematischen sozialen Verhältnissen aufwachsen. Da handelt es sich meistens nicht um ein finanzielles Problem, sondern um mangelnde oder fehlende Fürsorge der Eltern. Eine gute Antwort, wie man die mangelnde oder fehlende Fürsorge habe ich auch nicht. Ich behaupte, je mehr diese Kinder mit positiven Vorbildern und einer fördenden/fordennden Umgebung zu tun haben, umso besser. Aber wie den problematischen Einfluss des Elternhauses verhindern? Dieser Frage muss sich unsere Gesellschaft stellen.

Ich weis das ist jetzt am Thema etwas vorbei, ich will es trotzdem loswerden.
 
Status
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