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Wie komme ich mit Grundsicherung klar?

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O

OhneSalz

Gast
Wie schaffe ich es trotz Grundsicherung die ich vermutlich lebenslänglich haben werde, trotzdem ein einigermassen angenehmes Leben zu führen, und mehr als bloss zu existieren? Ist das überhaupt irgendwie möglich mit so wenig Geld, oder muss ich wohl akzeptieren, dass Langeweile und Einsamkeit mein lebenslanger Begleiter sein wird?
Früher dachte ich das Geld Glücklich macht.
Seit ich alt bin weiß ich das es stimmt.
Ne, auch Reiche sind das nicht immer.....
Das Glück, die Zufriedenheit ist ein Launisch Ding:
Das altmodische Wort Zufriedenheit mit sich und der Welt ist, trotz allem Fortschrittsglauben, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, der Schlüssel zum Geheimnis des Glücks.
 

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Jolina87

Aktives Mitglied
In einigen hiesigen Supermärkten gibt es ein Schwarzes Brett, wo man Suche/Verkaufe-Zettel ankleben kann. Wo auch Privatlehrer, Leute die eine billige Aushilfe suchen etc. inserieren und wo man jederzeit selber einen Zettel "Suche Anschluß ... Nähkränzchen (etc.)" hinhängen kann. Inserate für Nachbarschaftshilfe etc. findet man auch in Sozialzentren von Gemeinden oder Kirchen. Draußen auf dem Dorf sind die örtlichen Klatschbasen, der Gemeindepfarrer oder der Tante-Emma-Laden, wo sich alles trifft, die beste Quelle für Informationen, man muß nur den Mut aufbringen mal zu fragen. Und sowas wie Internet gibt's heute auch noch, wo man ortsbezogen abfragen kann.
Früher gab es auf dem Dorf auch sowas wie Landjugend, die in sozialen Bereichen drin waren und Bescheid wußten wo was läuft, ich weiß nicht ob es die heute noch gibt.

Wer wirklich sozialen Anschluß will, kann ihn finden, Möglichkeiten gibt es genug. Nur erfordert das Eigeninitiative und zuweilen den Mut, überhaupt mal den Mund aufzumachen und herumzufragen. Wer darauf wartet daß ihm alles in den Schoß fällt, braucht sich nicht wundern daß nie was passiert.
Wie gesagt du stellst dir das zu einfach vor.
Ja es gibt Supermärkte mit schwarzen Brettern. Und käffer die keine Supermärkte haben weil das bei den 250 Einwohnern nicht lohnt und Supermärkte ohne schwarze Bretter. Und schlicht orte wo dir so ne anfrage nichts bringt denn wenn es keinen nähkreis gibt findest du auch keinen. Ggf findest du wen der interessiert ist aber dan wiederum braucht es raum der wiederum kostet.

Ja es gibt Tante Emma Läden vereinzelt, und in vielen vielen Orten gibt es sowas nicht.

Der Gemeindepfarrer ist heutzutage eh meist für 4 oder 5 Kirchen zuständig. Ich erinnere mich noch gut das man als Kind den örtlichen Pfarrer noch oft gesehen hat. Aber selbst in dem Kaff wo ich aufgewachsen bin taucht der aktuelle nur zu messen auf anders geht es auch nicht wenn der im umkreis von ggf 20 km Kirchen betreuen muss.

Es geht nicht darum das man mut aufbringen muss, was auch nicht jeder kann. Nicht jeder mag seine Telefonnummer für alle Welt sichtbar irgendwo aufhängen oder sich bei Fremden anhand eines aushanges Telefonisch melden.

Nicht jeder ort ist gleich, nich jeder Mensch ist gleich und zu sagen wer es ohne Geld nicht schafft muss ne Psychische störung haben ist gelinde gesagt verstörend.
Geld ist ein gleichmacher, so unschön das auch ist. Oder von der anderen Seite betrachtet ein ungleichmacher wenn man es nicht hat.

Ohne Geld bist du abhängig davon was du mit dem was du hast machen kannst. Du bist abhängig von den Nachbarn, von vorhandenen Einrichtungen, vom vorhanden sein schwarzer bretter usw.

Das sieht man auch in deinen antworten. Du sagst immer es gibt doch.... aber dem ist eben nicht immer so. Es gibt nicht immer x. Und das was es gibt ist ggf bedingt durch die eigene persönlichkeit, ggf bedingt durch die eigene Mobilität, ggf bedingt durch den körperlichen zustand nicht nutzbar.

Und wenn es das nicht gibt oder es warum auch immer für dich nicht nutzbar ist hast du ohne Geld die A Karte.
Du kannst auch mit Geld die A Karte haben aber zumindest hast du mehr möglichkeiten.

Nochmal wir reden nicht von 5000 €. Wir reden ggf von 10 € für 2 mal Busfahren und 1 mal Schwimbad eintritt für die Kostenlose Wassergymnastik jeden sonntag. Oder eben vom Fahrrad (das man bezahlen und warten muss) um zum walking Treff zu kommen. Oder vom Taxi das einen zum Nähtreff fährt weil es keine Öffis ins nachbardorf gibt.

Geld ist nicht die Lösung aber frei verfügbares Geld das ich nicht irgendwoanders dringender benötige macht soziale interaktion leichter und gibt einem mehr möglichkteiten soziale Kontakte zu finden. Es gibt jemandem der im 300 seelen Kaff a lebt plötzlich die selben Möglichkeiten wie jemandem der im 15km entfernten 5000 seelen kaff B wohnt einfach weil man es sich leisten kann auch die angebote von B zu nutzen weil man da mit dem Bus oder dem auto oder dem Fahrad oder dem Taxi hin fahren kann.
 

Maladrios616

Aktives Mitglied
Wie gesagt du stellst dir das zu einfach vor.
Ja es gibt Supermärkte mit schwarzen Brettern. Und käffer die keine Supermärkte haben weil das bei den 250 Einwohnern nicht lohnt und Supermärkte ohne schwarze Bretter. Und schlicht orte wo dir so ne anfrage nichts bringt denn wenn es keinen nähkreis gibt findest du auch keinen. Ggf findest du wen der interessiert ist aber dan wiederum braucht es raum der wiederum kostet.

Ja es gibt Tante Emma Läden vereinzelt, und in vielen vielen Orten gibt es sowas nicht.

Der Gemeindepfarrer ist heutzutage eh meist für 4 oder 5 Kirchen zuständig. Ich erinnere mich noch gut das man als Kind den örtlichen Pfarrer noch oft gesehen hat. Aber selbst in dem Kaff wo ich aufgewachsen bin taucht der aktuelle nur zu messen auf anders geht es auch nicht wenn der im umkreis von ggf 20 km Kirchen betreuen muss.

Es geht nicht darum das man mut aufbringen muss, was auch nicht jeder kann. Nicht jeder mag seine Telefonnummer für alle Welt sichtbar irgendwo aufhängen oder sich bei Fremden anhand eines aushanges Telefonisch melden.

Nicht jeder ort ist gleich, nich jeder Mensch ist gleich und zu sagen wer es ohne Geld nicht schafft muss ne Psychische störung haben ist gelinde gesagt verstörend.
Geld ist ein gleichmacher, so unschön das auch ist. Oder von der anderen Seite betrachtet ein ungleichmacher wenn man es nicht hat.

Ohne Geld bist du abhängig davon was du mit dem was du hast machen kannst. Du bist abhängig von den Nachbarn, von vorhandenen Einrichtungen, vom vorhanden sein schwarzer bretter usw.

Das sieht man auch in deinen antworten. Du sagst immer es gibt doch.... aber dem ist eben nicht immer so. Es gibt nicht immer x. Und das was es gibt ist ggf bedingt durch die eigene persönlichkeit, ggf bedingt durch die eigene Mobilität, ggf bedingt durch den körperlichen zustand nicht nutzbar.

Und wenn es das nicht gibt oder es warum auch immer für dich nicht nutzbar ist hast du ohne Geld die A Karte.
Du kannst auch mit Geld die A Karte haben aber zumindest hast du mehr möglichkeiten.

Nochmal wir reden nicht von 5000 €. Wir reden ggf von 10 € für 2 mal Busfahren und 1 mal Schwimbad eintritt für die Kostenlose Wassergymnastik jeden sonntag. Oder eben vom Fahrrad (das man bezahlen und warten muss) um zum walking Treff zu kommen. Oder vom Taxi das einen zum Nähtreff fährt weil es keine Öffis ins nachbardorf gibt.

Geld ist nicht die Lösung aber frei verfügbares Geld das ich nicht irgendwoanders dringender benötige macht soziale interaktion leichter und gibt einem mehr möglichkteiten soziale Kontakte zu finden. Es gibt jemandem der im 300 seelen Kaff a lebt plötzlich die selben Möglichkeiten wie jemandem der im 15km entfernten 5000 seelen kaff B wohnt einfach weil man es sich leisten kann auch die angebote von B zu nutzen weil man da mit dem Bus oder dem auto oder dem Fahrad oder dem Taxi hin fahren kann.
Ja und was machst den ganzen Tag ohne Geld? Wand anstarren?
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Ja und was machst den ganzen Tag ohne Geld? Wand anstarren?
Was hat das mit meiner Antwort zu tun?
Ich sage nur das Geld es einem Leichter macht Soziale Kontakte zu finden und die Möglichkeit gibt Kostenfrei Angebote abseits des eigenen umfeldes zu nutzen genauso wie kostenpflichtige im eigenen.
Möglichkeiten die man ohne Geld nicht hat.

Das bedeutet nicht das man ohne Geld die Wand anstarren muss.
Je nachdem was das umfeld und der eigene Besitz hergibt haben die Meisten Menschen die Möglichkeit zumindest eine der nachfolgenden Aktivitäten zu machen:
  • Lesen (online, bücherei, Flohmark bücher, bücher die bereits im Besitz sind, ausgeliehen von nachbarn.....)
  • Malen (von Kugelschreiber und altes Werbeblättchen bis zu einer ggf vorhandenen guten ausstattung gibt es da möglichkeiten)
  • Spazieren gehen (Park, Feldweg,Sportplatz, Einkaufsstraße.....)
  • Radio hören wenn man eins hat oder ggf online radio wenn man wlan und ein entsprechendes Gerät besitzt
  • TV sofern man einen hat
  • Yoga (braucht nur sportkleidungund ahnung) oder anderen Sport ohne spezialausrüstung
  • stricken oder andere handarbeiten wenn Materialien da sind
  • Kochen
  • Menschen beobachten (ja es gibt Leute die mögen das)
  • Existete Soziale Kontakte Pflegen
  • Ein ggf vorhandenes Musikinstrument spielen
  • Singen
Aktivitäten die man alleine oder mit existenten sozialen Kontakten machen kann sind bei fehlenden Finanziellen mitteln zwar eingeschränkt aber nie völlig weg.
Und hier liegt es nur an einem selbst dafür zu sorgen das es stattfindet.

Du bist hier ja nicht davon abhängig veranstaltungen zu finden, zu gründen oder teilnehmen zu können und du bist nicht davon abhängig wo du, ggf finanziell bedingt, wohnst.
Oder zumindest deutlich weniger.
existene soziale kontakte zu pflegen wenn diese weit weg wohnen geht nur elektronisch oder wenn einer die Mittel hat zu besuchen.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Wie gesagt du stellst dir das zu einfach vor.
Ja es gibt Supermärkte mit schwarzen Brettern. Und käffer die keine Supermärkte haben weil das bei den 250 Einwohnern nicht lohnt und Supermärkte ohne schwarze Bretter. Und schlicht orte wo dir so ne anfrage nichts bringt denn wenn es keinen nähkreis gibt findest du auch keinen. Ggf findest du wen der interessiert ist aber dan wiederum braucht es raum der wiederum kostet.

Ja es gibt Tante Emma Läden vereinzelt, und in vielen vielen Orten gibt es sowas nicht.

Der Gemeindepfarrer ist heutzutage eh meist für 4 oder 5 Kirchen zuständig. Ich erinnere mich noch gut das man als Kind den örtlichen Pfarrer noch oft gesehen hat. Aber selbst in dem Kaff wo ich aufgewachsen bin taucht der aktuelle nur zu messen auf anders geht es auch nicht wenn der im umkreis von ggf 20 km Kirchen betreuen muss.

Es geht nicht darum das man mut aufbringen muss, was auch nicht jeder kann. Nicht jeder mag seine Telefonnummer für alle Welt sichtbar irgendwo aufhängen oder sich bei Fremden anhand eines aushanges Telefonisch melden.
Dann stellt sich die Frage, wie der Betreffende überhaupt in einem Kaff am A*** der Welt gelandet ist, wenn es dort für ihn absolut nichts gibt. Ich mußte auch mal auf so einem Dorf leben, und sehe das heute als reine Zeitverschwendung an. Allerdings hatte ich keine Wahl, da noch minderjährig, ich wurde halt mitgeschleift. Die einzige mögliche Alternative (bei Tante statt Mutter) wäre auch nicht günstiger gewesen, da genauso abgelegen. Zum Glück konnte ich dann bei Berufsbeginn von dort weg. Generell sind die Chancen, soziale Kontakte mit Gleichgestellten zu knüpfen, in der Stadt besser, einfach weil da mehr Menschen auf einem Haufen leben und immer einer dabei ist, mit dem man auf gleicher Welle liegt. Wenn einem der Dorftratsch nicht liegt, wird man auf dem Dorf nicht glücklich. Das sollte man aber eigentlich schon wissen, wenn man hinzieht, oder? Und man noch die Kapazitäten hat, ggf. auch woanders zu leben, wo es besser wäre.
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Dann stellt sich die Frage, wie der Betreffende überhaupt in einem Kaff am A*** der Welt gelandet ist, wenn es dort für ihn absolut nichts gibt. Ich mußte auch mal auf so einem Dorf leben, und sehe das heute als reine Zeitverschwendung an. Allerdings hatte ich keine Wahl, da noch minderjährig, ich wurde halt mitgeschleift. Die einzige mögliche Alternative (bei Tante statt Mutter) wäre auch nicht günstiger gewesen, da genauso abgelegen. Zum Glück konnte ich dann bei Berufsbeginn von dort weg. Generell sind die Chancen, soziale Kontakte mit Gleichgestellten zu knüpfen, in der Stadt besser, einfach weil da mehr Menschen auf einem Haufen leben und immer einer dabei ist, mit dem man auf gleicher Welle liegt. Wenn einem der Dorftratsch nicht liegt, wird man auf dem Dorf nicht glücklich. Das sollte man aber eigentlich schon wissen, wenn man hinzieht, oder? Und man noch die Kapazitäten hat, ggf. auch woanders zu leben, wo es besser wäre.
Nicht jeder hat immer alle Möglichekeiten. Wir neigen immer dazu von uns selbst auf andere zu schließen und dabei zu vergessen das jeder mensch eine andere Geschicht und eine andere Motivation hat.
Ich würde freiwillig auch nicht in so ein kaff wollen, aber weder würde ich generell ausschließen das ich da mal lande noch das es andere gibt die da mehr oder weniger freiwillig hin gehen.

Nur mal ein paar mögliche Szenarien:
  • Die Mutter ist da hin gezogen und als man arbeitslos wurde ist man zu der gezogen um diese zu pflegen. Da danach die finanziellen Mittel fehlten ist man da geblieben.
  • Der Partner wollte da unbedingt hin wegen dem erfüllenden ruhigen Landleben. Und als der einen verlassen hat ist man hängen geblieben.
  • Die Miete wurde erhöht und kann von den Sozialleistungen (ALG2 oder Grundsicherung) nicht mehr gezahlt werden. Das einzige wo man so schnell eine bezahlbare Wohnung gefunden hat die auch übernommen wird ist das kaff (alternative wohnungslos)
  • Man war in der Stadt total gestresst und brauchte psychisch eine Auszeit mit ruhe ohne straßenlärm. Ggf ist man inzwischen wieder bereit für anderes aber hat nicht die Möglichkeit anderes finanziell zu stemmen.
  • Man ist da mal hingezogen als es kein Kaff war aber das ist 30 Jahre her und inzwischen ist es ein kaff und alle die man kannte sind entweder weg oder tod (das dürfte einigen Orten in Ostdeutschland nach der Maueröffnung so passiert sein)
  • Man wollte unbedingt einen Garten und das war die einzige Möglichkeit. Solange man berufstätig war hat man aber das soziale umfeld weiterhin in der Stadt gehalten und ist halt immer gependelt.
  • Man wollte unbedingt ein eigenheim und... siehe letzten punkt.
  • Man hat nie den absprung von zuhause geschafft. Alle bekannten und freunde mit denen man zur schule gegangen ist aber schon.
 

Maladrios616

Aktives Mitglied
Was hat das mit meiner Antwort zu tun?
Ich sage nur das Geld es einem Leichter macht Soziale Kontakte zu finden und die Möglichkeit gibt Kostenfrei Angebote abseits des eigenen umfeldes zu nutzen genauso wie kostenpflichtige im eigenen.
Möglichkeiten die man ohne Geld nicht hat.

Das bedeutet nicht das man ohne Geld die Wand anstarren muss.
Je nachdem was das umfeld und der eigene Besitz hergibt haben die Meisten Menschen die Möglichkeit zumindest eine der nachfolgenden Aktivitäten zu machen:
  • Lesen (online, bücherei, Flohmark bücher, bücher die bereits im Besitz sind, ausgeliehen von nachbarn.....)
  • Malen (von Kugelschreiber und altes Werbeblättchen bis zu einer ggf vorhandenen guten ausstattung gibt es da möglichkeiten)
  • Spazieren gehen (Park, Feldweg,Sportplatz, Einkaufsstraße.....)
  • Radio hören wenn man eins hat oder ggf online radio wenn man wlan und ein entsprechendes Gerät besitzt
  • TV sofern man einen hat
  • Yoga (braucht nur sportkleidungund ahnung) oder anderen Sport ohne spezialausrüstung
  • stricken oder andere handarbeiten wenn Materialien da sind
  • Kochen
  • Menschen beobachten (ja es gibt Leute die mögen das)
  • Existete Soziale Kontakte Pflegen
  • Ein ggf vorhandenes Musikinstrument spielen
  • Singen
Aktivitäten die man alleine oder mit existenten sozialen Kontakten machen kann sind bei fehlenden Finanziellen mitteln zwar eingeschränkt aber nie völlig weg.
Und hier liegt es nur an einem selbst dafür zu sorgen das es stattfindet.

Du bist hier ja nicht davon abhängig veranstaltungen zu finden, zu gründen oder teilnehmen zu können und du bist nicht davon abhängig wo du, ggf finanziell bedingt, wohnst.
Oder zumindest deutlich weniger.
existene soziale kontakte zu pflegen wenn diese weit weg wohnen geht nur elektronisch oder wenn einer die Mittel hat zu besuchen.
Leider leide unter anderem auch noch unter Sehverlust, was kannst als blinder armer so tun?
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
"hängen geblieben, da geblieben, nie den Absprung geschafft" ... sind alles fromme Beschönigungen dafür, daß man selber den Hintern nicht (mehr) hochgebracht hat.

Aber soviel ich weiß ist Grundsicherung nur für Leute, die aus psychischen oder physischen Gründen (dauerkrank, behindert) dauerhaft nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sonst würden sie Hartz beziehen. Wenn die Arbeitsplatzlage an einem anderen Ort besser ist, kann einem Hartzer das Amt ggf. sogar den Umzug mitfinanzieren in der Hoffnung, daß es bald einen Kunden weniger an der Backe hat. Was bei Grundsicherung nicht mehr im Raum steht.

Wer Kandidat für Grundsicherung ist, war entweder von Anfang an arbeitsunfähig (angeborene Krankheit, Behinderung, Unfall in der Jugend etc.) oder hat sich das im Lauf seines Lebens erworben. Per unverschuldetem Zufall (Unfall, Krankheit) oder persönlichen Fehlentscheidungen (Sucht, schlichte Dummheit, einschließlich der Wahl des falschen Wohnortes). Und zumindest für letzteres steht der Staat nicht gerade. Grundsicherung ist eine Gnade unseres gutsituierten Sozialsystems, das sollte man nie vergessen. Keine Selbstverständlichkeit. Es gibt genug Länder auf der Welt wo sowas wie Grundsicherung unbekannt ist und die Betroffenen auf der Straße die Hand aufhalten müssen um zu überleben.
Klar ist mehr Geld grundsätzlich besser, das gilt für jeden, reich wie arm. Aber die meisten Leute müssen arbeiten, um sich welches zu verdienen. Und bezahlen dafür mit ihrer Freizeit. Was nützt Geld, wenn dann trotzdem keine Zeit für Freizeitaktivitäten da ist?
Der eine hat Freizeit in Massen aber kein Geld um sie zu genießen - der andere Geld, aber keine Zeit um sie zu genießen. Macht niemanden zufrieden.
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Leider leide unter anderem auch noch unter Sehverlust, was kannst als blinder armer so tun?
Singen, spazieren gehen, gedichte schreiben, lesen (geht auch in blindenschrift)....
Und um anderen ggf bestehenden Körperlichen oder geistigen Einschränkungen vorweg zu greifen. Solange man nicht völlig ohne Familie und ohne freunde, blind und taub und stumm, sowie gelähmt im Krankenhausbett liegt sollte sich immer etwas finden lassen wenn man die notwendige Kreativität hat.
 

roman12

Aktives Mitglied
Geld ist ein Schmiermittel. Mit Geld geht es einfacher. Zu viel kann da auch manchmal wieder stören.
Es ist sicher angenehmer, wenn man einen Café-Besuch (mit-)bezahlen kann.
Aber es gibt ja auch andere Menschen, die sich so etwas kaum oder nicht leisten können - und trotzdem Gesellschaft haben möchten.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

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