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Wie kauft ihr ein ?

Wir überwintern auch immer im Süden, aber können auch von überall arbeiten, denn ob wir nun von Hamburg/Berlin/Frankfurt aus zu Kunden fliegen oder von unserem Zweitwohnsitz, das ist per se egal. Das Klima ist aber schöner und wozu sonst hat man eine Immobilie im Süden…
Auch dort wird nur frisch und regional gekocht, die Insellage macht es möglich und hält einen fern von allzuviel abgepackter Ware.
 
Also in deinem Fall ist glaube ich echt das einfrieren das Mittel der Wahl. Falls du noch keinen richtigen Gefrierschrank hast, solltest Du Dir dringend einen zulegen. Ein Eisfach reicht da nicht.
Es gibt wirklich nur wenige Dinge, die man garnicht einfrieren kann und die solltest Du dann halt entweder nicht kaufen oder eben dir vorher überlegen, wie du den Rest schnell aufbrauchst.
sauce Hollandaise würde ich selber machen: Halt dann nur eine Portion (= ein Eigelb und 50 gr, Butter). Das kriegt man mit einem mal weg bzw schmeißt -wenn überhaupt- dann nur ein kleines bißchen weg.
Du kannst es auch versuchen, solche Saucen in Eiswürfelbehältern einzufrieren und dann immer in der benötigten Menge auftauen.
Ansonsten lohnt es sich auch, wenn man gleich größere Mengen kocht und gleich fürs nächste mal einfriert.
Was ist denn das Problem mit dem Parmesan? Am Stück gekaufter hält doch wochenlang- evl sogar monatelang im Kühlschrank. man kann ihn auch einfrieren, aber er hält auch so sehr lang.
Manchmal bildet der käse so eine Salzablagerung: Nicht mit Schimmel verwechseln. Das ist nur Salz und unbedenklich.
Überhaupt kann man viele Produkte deutlich länger verwenden, als ihr Haltbarkeitsdatum zeigt: Sahne oder sowas. Da lohnt es sich immer zu riechen und zu probieren, ob es wirklich verdorben ist.
 
Wie handhabt ihr das, damit ihr nicht das meiste wegwerfen müsst ?

Ich komme gerade aus der Küche, dort habe ich bis jetzt Ernte verarbeitet. Kirschsaft, Kirschgelee, Kirsch-Schoko-Mohnkuchen, Kirschsoße...Ribisel abgerebelt, eingefroren, Gemüse geschnipselt, eingefroren, Mittags gabs Gemüseeintopf, Kräuter getrocknet, Nussschnaps angesetzt..Brot gebacken- Erdbeerjoghurt gemacht, den grünen Salatrest in eine Frischhaltedose mit etwas Wasser eingefrischt..die Möhren in befeuchtete Küchenrolle gewickelt und in eine Frischebox gelegt, Hartgekochte Eier für morgen vorbereitet...das habe ich rein nur heute so gehabt, aber so geht es mir Tagein, Tagaus, Blick in den Bestand und los gehts, retten, was gerettet werden muss, mit dem etwas erfinden, was da ist und stets vorsorgen, falls es mal schnell gehen muss, dass schon viel halbfertig im Eisfach ist.
Es passiert äußerst selten, dass ich was übersehe und selbst kleinste Krümmelchen krieg ich im Folge noch irgendwo unter.
 
Ich kann aber leider keine 1/4 Packung Hollandaise kaufen. Es geht um die angebrochenen Packungen.
Hollandaise geht in einer Minute selber machen, wenn du mal den Dreh raus hast. ( Hoher Becher mit einem Dotter, würzen, Pürrierstab anwerfen und aufgekochte Butter einträufeln, fertig.
Mit der Fertigsoße kannst du ein Cremsüppchen draus machen, irgendwelches Gemüse dünsten, Hollandaise erst zufügen, wenn das Gemüse nicht mehr kocht.
Parmesan kann man auf Backpapier legen in feine Scheibchen und backen bei höherer Temperatur, abkühlen lassen, fertig sind die Käsechips, oder mach Blätterteig gefüllt mit Käse usw.
 
Ich frier sogar Reste von Sahne ein, in Eiswürfelbehälter und nachher in Gefriersäckchen, oder man kann die halbe Verpackung so, wie sie ist einfrieren, das kann ganz schön praktisch sein, für Rahm-Suppe-oderSoßen oder selber gemachtes Eis.
 
Vor allem will ich die leckeren Sachen ja auch mal selbst kochen, damit ich das auch selbst kann.
Mit jedem Mal kannst du draus lernen- auch mit den Fehlern, die dir passieren. Das gehört dazu, da lernst du am Schnellsten🙂
Ich wollte immer Kochkurse abhalten, nicht, um Rezepte zu lernen, sondern zu lernen, mutig zu werden, einzusehen, dass man eh blitzschnell draufkommt, binnen kürzester Zeit klappts- es geht rein nur um die Zögerlichkeit zu überwinden.
 
Eine meiner Schwestern hat in München ein Restaurant betrieben, wir haben ihr geholfen, wir vier Schwestern- also fünf Schwestern in Service und Küche verteilt. Ich habe die Aufgabe übernommen, Nachts alles aufzuarbeiten, vorzubereiten, aus dem Neues zu machen, was noch da war vom gestrigen Bestand und natürlich gabs auch Tagsüber Mithilfe. Da war zb ein Abwäscher, der niemals, niemals dem Herd nahe kommen wollte- nachher war er der, der fröhlich mit den Pfannen herumschupste wie ein Profi, in kürzester Zeit. Das ist echt lustig, packs an, wir konnten alle vorher nichts und nachher gabs Routine und auch Preise.
Der Betrieb nannte sich "Ennstalerstuben"- es gibt unzählige Beiträge im Internet, "WiaZ´Haus", sogar Doppelseite in der Süddeutschen Zeitung gabs und Fernsehen kam in unser Lokal - obwohl wir alle nicht vom Fach waren, also nicht Koch gelernt haben.
 

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