A
Angua
Gast
Zu meiner Zeit war eine Ausbildung nur etwas für die 'Dummen' und JEDER wollte nur studieren. Wohin dieser Akademisierungswahn geführt hat, sieht man ja.
Und heute ist eine gute Ausbildung praktisch Gold wert. Tja...
Da die Bildung Ländersache ist und vor allem rot regierte Länder...ohje, ich muß mich bremsen.
An meinem Gymnasium hat es z.B. Kunst, Musik und Sport nur als nicht abiturrelevante Kurse gegeben. Wer sein Abi darin machen wollte, musste auf ein entsprechendes Gymnasium mit diesem Schwerpunkt wechseln. Nach der 4.ten ist man ans Gym nur mit einem Schnitt von mindestens 2,0 gewechselt. In der 6. Klasse begann die erste Aussiebung (weil man nach der 6. an die Realschule übertreten konnte). Gegen Ende der Mittelstufe wurde das nochmal "angezogen". Nach der 10. an der Realschule brauchte man einen Schnitt von 1,2 in den Haupt- und Lernfächern, um ans normale Gymnasium über zu wechseln. War es schlechter, wählte man den Weg über die FOS...aber da auch in den Zweig, in dem man beruflich Fuß fassen wollte.
Als ich in der Kollegstufe war, haben wir öfter bei ganz normalen Schulaufgaben oder Exen Abi-Aufgaben aus anderen Bundesländern vorgelegt bekommen. Es war zum Kotzen, weil die ZVS Studienplätze mit NC ungeachtet der Herkunft des Schnitts vergab.
Mittlerweile hat sich eh alles geändert.
Man braucht kein großes Latinum mehr, um Medizin zu studieren oder Pharmazie oder etwas in der Art. Man muß kein Latein mehr können. Das merkten auch die Universitäten. An den FHs war es nicht anders. Die Anforderungen gingen bachab.
An den Schulen ist es nicht anders. Die Anforderungen gehen bachab.
Das ist unsere Zukunft.
Da bekommt man es mit Abiturienten zu tun, die nicht einmal den Standard eines Realschülers von 1990 haben (ich kann jetzt nur für Bayern reden), die aber glauben, das Rad neu erfunden zu haben.
Die verstopfen die Hochschulen. Ab und zu würde ich mir eine Flasche Domestos deshalb wünschen. Damit bin ich nicht alleine.