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Wer arbeiten will, bekommt auch eine !

Es geht hier nicht um mich, liebe Angua. Ich sage nur, ich kann es verstehen und verurteile niemanden, der mit dieser bescheuerten Situation nicht einverstanden ist.



Bei allem Respekt, aber der Fehler liegt hier bei Deinen Bekannten bzw. an ihrem Geschäftssinn; nicht daran, weil sie den Mindestlohn gezahlt haben.
Das tut es nicht, hättest Du ein Geschäft, wüsstest Du das.

Was den ersten Absatz betrifft: Einverstanden muß man nicht damit sein, mit der bescheuerten Situation. Leisten muß man es sich können.
Ich bin deshalb recht nah an Dixie-Klo-Anbietern, weil die manchmal länger stehen als nur einen Tag. Wer hat sie dazwischen gesäubert? Ich. Das ging von gefrorener Kotze an Wand und Boden, die man auftauen musste, bis hin zu einem Schriftzug an zwei Wänden, ausgeführt mit einem benutzten Tampon "Alex ist ein A****" und der Karikatur eines Totenkopfes auf der anderen Wand und darüber "Alex" mit Pfeil. Das Schreibgerät lag auf dem Boden.
Mir macht so etwas keinen Spaß. Einem AN bestimmt auch nicht. So etwas mache ich, wenn es geht, lieber selbst. Wir muten einem AN nichts zu, was wir nicht auch selbst zu tun bereit sind.
Aber auch wir haben es schon mit Arbeitssuchenden zu tun gehabt, bei denen Fremd- und Selbsteinschätzung kilometerweit auseinanderklaffen.
 
Ich kenne den Spruch. Damals war ich arbeitslos und bei einem Freund von mir kam dieser Spruch häufig über die Lippen. Ich fand diesen Spruch unter aller Sau.

Hätte ich einen Job als Hilfskraft gesucht, dann hätte ich den Spruch vielleicht noch akzeptiert. ich hatte aber eine Ausbildung hinter mir in einem Berufszweig, der total überlaufen war.

Warum macht man noch eine Ausbildung in einem Beruf, der ohnehin schon total überlaufen ist? 😕
Jedem Berufsanfänger muß doch klar sein, daß niemand auf gerade ihn gewartet hat! Da ist die Arbeitslosigkeit doch vorprogrammiert!
Als einzige Ausnahme kann man gelten lassen, wenn man in einen Familienbetrieb einsteigen kann, also seine Stelle gleich sicher hat.

Aber sonst? - Schon bei der Berufswahl in der Schule sollte also das Hirn angeschaltet und der Markt ausgelotet werden. Wo bereits 1000 Friseure arbeitslos sind, da braucht man nicht noch einen weiteren zusätzlichen Friseur.
 
Ich halte es auch für polemisch, jedem, der einen Job macht, der irgendeinen Makel in Hinblick Ekelfaktor oder niedere Arbeit beinhaltet, zu unterstellen, er schleppe sich jeden Tag mit größtem Widerwillen und Überwindung dorthin.

Es gibt Leute, für die ist ein Job lediglich das Instrument zum Lebensunterhalt. Und es gibt Leute, die haben gar kein Problem mit Dingen, vor denen sich andere ekeln. In meinem Brotjob tue ich auch Dinge, vor denen sich andere ekeln würden. Die sind aber erstaunlicherweise nicht die schwierigsten Teile meines Jobs für mich, sonst wäre das wahrscheinlich nicht nur mein Brotjob.

Und viele Jobs dieser Art werden nicht einmal schlecht bezahlt.

Ja, viele aber schon, aber auch hier: wer muss solche Jobs machen? Der, dem Qualifikationen und/ oder andere Kompetenzen fehlen. An der Bezahlung, Wertschätzung solcher Tätigkeiten müssen wir echt noch arbeiten, aber sonst: was erwartet man denn bitte?
 
Man könnte auch sagen, daß Ekeljobs die echt krisen- und konjunktursicheren sind. Müllabfuhr, Kanalarbeiter und Straßenreiniger braucht man immer und zu allen Zeiten. Ohne die erstickt bald jeder hochtrabende Manager mit weißem Kragen im eigenen Dreck. 🙄
 
Das tut es nicht, hättest Du ein Geschäft, wüsstest Du das.

Naja, ich überweise ja jeden Monat die Gehälter. Ich weiß also, was man in der Branche so verdient. Und wie gesagt, sollten wir eines Tages mal dicht machen müssen, dann nicht deswegen.

Daoga meinte:
Schon bei der Berufswahl in der Schule sollte also das Hirn angeschaltet und der Markt ausgelotet werden. Wo bereits 1000 Friseure arbeitslos sind, da braucht man nicht noch einen weiteren zusätzlichen Friseur.

Aber was dann? Soll er für eine Entscheidung sein Leben lang büßen, die er mit 18 Jahren getroffen hat?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber was dann? Soll er für eine Entscheidung sein Leben lang büßen, die er mit 18 Jahren getroffen hat?
Dazu kommt, dass man so eine Entscheidung niemals für ein ganzes langes Berufsleben lang vernünftig treffen kann. Woher soll jemand mit 18 bis 20 Jahren abschätzen können, wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten 20 bis 30 Jahren entwickelt? Was heute noch ein vermeintlich gefragter Beruf ist, stirbt möglicherweise in 20 Jahren aus, und so manches später begehrte Berufsbild gibt es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht.
 
Woher soll jemand mit 18 bis 20 Jahren abschätzen können, wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten 20 bis 30 Jahren entwickelt? Was heute noch ein vermeintlich gefragter Beruf ist, stirbt möglicherweise in 20 Jahren aus, und so manches später begehrte Berufsbild gibt es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht.

Zu meiner Zeit war eine Ausbildung nur etwas für die 'Dummen' und JEDER wollte nur studieren. Wohin dieser Akademisierungswahn geführt hat, sieht man ja.
Und heute ist eine gute Ausbildung praktisch Gold wert. Tja...
 
Warum soll es schwierig sein zu erkennen, welche Berufe zum Zeitpunkt des Schulabgangs/Ausbildungsbeginn völlig überlaufen sind? Braucht man doch nur beim örtlichen Jobcenter anrufen und nachfragen, welche Berufe im Moment die meisten Arbeitslosen haben, die läßt man dann einfach links liegen. Später kann man sich immer noch fortbilden oder umorientieren, wenn sich der Arbeitsmarkt umschichtet. Auf Dauer läuft in den meisten Berufen heutzutage sowieso nichts mehr, allerdings sind Handwerksberufe zeitlos, Dachdecker, Maurer und Installateure wird man wohl immer brauchen, solange Häuser noch nicht von selber wachsen. 🙄
 
Das kommt vermutlich auch daher, dass auf einen jungen Menschen jede Menge Tipps und Beratungen einprasseln, meistens von wohlmeinenden Bekannten und Familienmitgliedern, die in erster Linie häufig den sozialen Status eines Berufs im Auge zu haben scheinen.

Auch meine Eltern haben mir damals wenig Spielraum bei der Berufswahl gelassen. Zwar hieß es "Überleg dir, was du gern mal beruflich machen willst", aber meine eigenen Ideen wurden abgeschmettert. Eigentlich wollten meine Eltern nur von mir hören, dass ich ihre Vorschläge bestätige. Ich weiß noch, wie meine damaligen beruflichen Ideen mit "aber das ist doch nichts, überleg dir was Vernünftiges" etc. abgewiegelt wurden.
 
Warum soll es schwierig sein zu erkennen, welche Berufe zum Zeitpunkt des Schulabgangs/Ausbildungsbeginn völlig überlaufen sind?
Das ist natürlich nicht schwierig zu erkennen, aber es geht darum, dass man eben nicht nur für einen kurzen Zeitraum arbeitet, sondern über mehrere Jahrzehnte, in denen sich die Arbeitswelt komplett wandeln kann. Und so mancher aktuell überlaufene Beruf entwickelt sich später zu einem Mangelberuf.

Ich erinnere mich beispielsweise, wie mir damals händeringend vom Lehrerberuf abgeraten wurde. "Total überlaufen", hieß es damals, "mach das bloß nicht." Aber nach einigen Jahren oder gar Jahrzehnten sieht es möglicherweise völlig anders aus, und das damals gültige Kriterium "überlaufen" spielt keine Rolle mehr.
 

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