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Warum soll es schwierig sein zu erkennen, welche Berufe zum Zeitpunkt des Schulabgangs/Ausbildungsbeginn völlig überlaufen sind?
Wenn das wirklich so einfach ist, wie du hier schreibst,
weshalb gibt es dann immer wieder die Schwemmen,
weshalb gibt es dann den Fachkräftemangel,
weshalb die Lücken in der Krankenhausversorgung/Pflege ?

Gruß Hajooo
 
Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich am liebsten alle paar Jahre das Aufgabengebiet wechseln....
Du könntest ja alle paar Jahre den AG wechseln.

Neues Aufgabengebiet, bessere Qualifizierung, mehr Gehalt.

Du hast das Privilleg unter verschiedenen Angeboten auswählen zu können
und als flexibler Arbeitnehmer...

Das sind alles positive Faktoren 🙂

Gruß Hajooo
 
Wenn das wirklich so einfach ist, wie du hier schreibst,
weshalb gibt es dann immer wieder die Schwemmen,
weshalb gibt es dann den Fachkräftemangel,
weshalb die Lücken in der Krankenhausversorgung/Pflege ?

Gruß Hajooo

Der Fachkräftemangel in der Industrie und Wirtschaft ist hausgemacht. Die betreffenden Unternehmen haben über Jahrzehnte nicht ausreichend ausgebildet. Schon vor 20 Jahren war klar, dass es ein Problem geben wird. Die Unternehmen haben schlicht zu wenige Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.

Und Pflege/ Krankenhaus ist ähnlich. Lange prophezeit und weder Regierung noch Gesundheitsunternehmen haben ausreichend reagiert.

Das hat nicht nur was mit falscher Orientierung der Jugendlichen zu tun.
 
Der Fachkräftemangel in der Industrie und Wirtschaft ist hausgemacht. Die betreffenden Unternehmen haben über Jahrzehnte nicht ausreichend ausgebildet. Schon vor 20 Jahren war klar, dass es ein Problem geben wird. Die Unternehmen haben schlicht zu wenige Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.

Und Pflege/ Krankenhaus ist ähnlich. Lange prophezeit und weder Regierung noch Gesundheitsunternehmen haben ausreichend reagiert.

Das hat nicht nur was mit falscher Orientierung der Jugendlichen zu tun.

Die wirklichen Gründe sind doch eher miese Arbeitsbedingungen und miese Bezahlung.
 
Das ist natürlich nicht schwierig zu erkennen, aber es geht darum, dass man eben nicht nur für einen kurzen Zeitraum arbeitet, sondern über mehrere Jahrzehnte, in denen sich die Arbeitswelt komplett wandeln kann. Und so mancher aktuell überlaufene Beruf entwickelt sich später zu einem Mangelberuf.

Ich erinnere mich beispielsweise, wie mir damals händeringend vom Lehrerberuf abgeraten wurde. "Total überlaufen", hieß es damals, "mach das bloß nicht." Aber nach einigen Jahren oder gar Jahrzehnten sieht es möglicherweise völlig anders aus, und das damals gültige Kriterium "überlaufen" spielt keine Rolle mehr.

Ganz genau. Das gleiche bei mir vor ~30 Jahren zum Beruf Erzieherin.
Überlaufen und kein Beruf mit Zukunft.
Und heute? Händeringend gesucht.
 
Du hast das Privilleg unter verschiedenen Angeboten auswählen zu können
und als flexibler Arbeitnehmer...
Da bin ich mir halt nicht so sicher, ob ich in meinem Alter oberhalb der 50 noch wirklich das Privileg habe, mir aus verschiedenen Angeboten einen Arbeitgeber aussuchen zu können. Da würde ich mir tatsächlich eher flexiblere Arbeitgeber wünschen, die mir auch mit meinem Alter noch eine Chance geben würden.
 
Wenn das wirklich so einfach ist, wie du hier schreibst,
weshalb gibt es dann immer wieder die Schwemmen,
weshalb gibt es dann den Fachkräftemangel,
weshalb die Lücken in der Krankenhausversorgung/Pflege ?

Gruß Hajooo

Schwemmen gibt es, weil zu viele Schulabgänger in einige wenige, besonders beliebte und daher überlaufene Berufe wollen, und andere Berufsbilder werden ignoriert oder sind den jungen Leuten gar nicht bekannt. Es gibt hunderte von möglichen Berufen - aber bei Haupt- bis Realschülern sind sage und schreibe 10 davon im Blickfeld. Einzelhandel, Bürokraft, Friseur, Automechaniker oder irgendwas im Bauhandwerk, die Klassiker. Bei Abiturienten ist die erste Auswahl wohl nicht viel größer.

Die Lücken sind, wie weidebirke bereits schrieb, hausgemacht, ohne genug Ausbildungsstellen gibt es logischerweise später zu wenig Fachkräfte. Und gerade viele Pflegekräfte mußten bisher für ihre Ausbildung sogar selbst bezahlen! Wo gibt es das sonst noch heute, daß Lehrlinge Lehrgeld zahlen müssen, statt bezahlt zu werden?

Die Arbeitsbedingungen sind auch oft mau, weil die Pflegeheime nicht an ihren Patienten sparen können und die Ausgaben meist gedeckelt sind (weder die Patienten selber noch deren Angehörige zahlen jede Leistung, geschweige denn das Sozialamt), also wer kriegt die A*karte, die Pfleger, an denen fleißig gespart wird - wenn man nicht am Mindestlohn sparen kann, dann eben an der Zahl der Pfleger, die eingestellt wird, dann hat halt im Nachtdienst schon mal eine Pflegekraft allein 50 Patienten an der Backe. Kein Wunder, daß die chronisch überlastet sind und viele sich bald eine andere Stelle suchen, statt sich totzuschuften.
 
Die Lücken sind, wie weidebirke bereits schrieb, hausgemacht, ohne genug Ausbildungsstellen gibt es logischerweise später zu wenig Fachkräfte. Und gerade viele Pflegekräfte mußten bisher für ihre Ausbildung sogar selbst bezahlen! Wo gibt es das sonst noch heute, daß Lehrlinge Lehrgeld zahlen müssen, statt bezahlt zu werden?
Ach, da gibts noch einige... Gerade schulische Ausbildungen sind oft kostenpflichtig. Die Ausbildung zum Piloten kostet auch Geld.

Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) sollen Ausbildungen kostenlos sein. Die Gesundheitsfachberufe nehmen allerdings eine Sonderstellung im deutschen Berufsbildungssystem ein. Sie sind weder dem dualen System mit Ausbildungsordnungen nach BBiG noch dem berufsfachschulischen System der Länder zugeordnet. Einzige Ausnahme: Arzthelfer/-innen.
Wer also zum Beispiel Alten- oder Krankenpfleger/-in, Notfallsanitäter/-in oder Geburtshelfer/-in werden will, muss erstmal selbst in die Tasche greifen. Und dann gibt es noch Ausbildungen an privaten Fachschulen, für die Azubis ebenfalls blechen müssen.
https://abi.unicum.de/abi-und-dann/...n-bei-denen-du-erstmal-zahlst-statt-verdienst
 
Piloten verdienen auch fett Geld, wenn sie ausgelernt haben, und zwar ziemlich zuverlässig, weil ihre Ausbilderfirmen für den eigenen Bedarf ausbilden. Ansonsten steht ihnen die ganze Welt offen, sie können sich privat anheuern lassen, zum Militär gehen oder zu Raumfahrtunternehmen. Die sind eine gut begründete Ausnahme von der Regel.
 
Ach, da gibts noch einige... Gerade schulische Ausbildungen sind oft kostenpflichtig.

Ja, so what? Mit dieser Begründung könnte man jeden Lehrling zahlen lassen, statt ihm was zu zahlen. 🙄 Und Pflegekräfte verdienen ausgelernt auch nicht grad ein Vermögen. Anders als Piloten. Warum sollen also ausgerechnet die Lehrlinge in der Pflege Lehrgeld zahlen und alle anderen Berufsschüler/Lehrlinge nicht?
Soviel ich weiß, ist das gerade im Umbruch und die Zahlungspflicht wird abgeschafft - weil inzwischen klar geworden ist, daß man so die Schulabgänger nicht gerade für die Pflege begeistern kann.
 

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