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Wer arbeiten will, bekommt auch eine !

Oft liegt es ja daran, dass man gerade das gelernt hat, was der Arbeitsmarkt aktuell nicht wirklich braucht.

z. B. bei Bürokaufleuten ist es
so im Gegensatz zum Altenpfleger.
Nur wer weiß schon vor der Ausbildung was in 4 oder 5 Jahren gefragt ist. Auch ist nicht jeder für die Alten- oder Krankenpflege geeignet.

Für den Beruf eines Altenpfleger muss man auch geeignet sein, das kann nicht jeder machen. Es nützt auch nichts wenn man dazu gewungen wird. Davon profitiert niemand. Und so ist es mit vielen Berufen. Hinzu kommen noch miese Arbeitsbedingungen und ein schlechtes Gehalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich empfinde den im Threadtitel genannten Satz als Frechheit. Ich war nach dem 2. juristischen Staatsexamen langzeitarbeitslos, weil mich als schüchterne Berufsanfängerin mit immer größer werdender Lücke im Lebenslauf niemand einstellen wollte. Ich habe mich dann vom Call Center über ein Inkassounternehmen in eine Anwaltskanzlei hochgekämpft, weil ich keine andere Möglichkeit für mich mehr sah.

Bevor ich im Call Center anfing, habe ich bei einem Anwalt ein einmonatiges, unbezahltes Praktikum gemacht, der mir vorgespiegelt hat, dass ich bei Eignung eingestellt werde. Tatsächlich hatte er nur verjährungsbedingt im Dezember erhöhten Arbeitsanfall, den er mit meiner unentgeltlichen Hilfe abgedeckt hat. Verweigern hätte ich mich der Arbeit nicht können ohne finanzielle Einbußen, denn das Jobcenter sah diese Ausbeutung als super Chance für mich, obwohl ich bereits an Tag 1 merkte, dass dieser Mensch mich unter keinen Umständen einstellen wird. Der Anwalt hat mir dann bescheinigt, dass ich gute Arbeit leiste, mich aber dennoch nicht eingestellt. Und ich wurde das gesamte Praktikum über, weil ich langzeitarbeitslos war, wie der letzte Dreck behandelt, obwohl ich mehr Einsatz zeigte als die dort festangestellte, gleichaltrige Anwältin, die jeden Tag zu spät kam und als Erste um Punkt 17 Uhr ging.

Ist leider immer so bei einem Praktikum. Es geht nicht um die Qualität, sondern, darum, dass du anstehende Arbeit möglichst billig erledigen sollst.

Als ich ein Praktikum gemacht habe, musste ich praktisch auch nur das machen, wofür die Festangestellten zu langsam für waren - oder darauf keinen Bock hatten. Ich war sehr oft auch sehr lang da, bin als letzter teilweise gegangen.

Das hat dann denen wiederum nicht gepasst.
 
Hallo Fragende1804!

Es ist schon eine bodenlose Frechheit, was viele Arbeitgeber sich in der Arbeitswelt herausnehmen, und ich finde die Überschrift hier auch unsäglich. Die Fragestellung im Thread vom TE ist natürlich okay.

Lieben Gruß, KBS


Ich empfinde den im Threadtitel genannten Satz als Frechheit. Ich war nach dem 2. juristischen Staatsexamen langzeitarbeitslos, weil mich als schüchterne Berufsanfängerin mit immer größer werdender Lücke im Lebenslauf niemand einstellen wollte. Ich habe mich dann vom Call Center über ein Inkassounternehmen in eine Anwaltskanzlei hochgekämpft, weil ich keine andere Möglichkeit für mich mehr sah.

Bevor ich im Call Center anfing, habe ich bei einem Anwalt ein einmonatiges, unbezahltes Praktikum gemacht, der mir vorgespiegelt hat, dass ich bei Eignung eingestellt werde. Tatsächlich hatte er nur verjährungsbedingt im Dezember erhöhten Arbeitsanfall, den er mit meiner unentgeltlichen Hilfe abgedeckt hat. Verweigern hätte ich mich der Arbeit nicht können ohne finanzielle Einbußen, denn das Jobcenter sah diese Ausbeutung als super Chance für mich, obwohl ich bereits an Tag 1 merkte, dass dieser Mensch mich unter keinen Umständen einstellen wird. Der Anwalt hat mir dann bescheinigt, dass ich gute Arbeit leiste, mich aber dennoch nicht eingestellt. Und ich wurde das gesamte Praktikum über, weil ich langzeitarbeitslos war, wie der letzte Dreck behandelt, obwohl ich mehr Einsatz zeigte als die dort festangestellte, gleichaltrige Anwältin, die jeden Tag zu spät kam und als Erste um Punkt 17 Uhr ging.
 
Für den Beruf eines Altenpfleger muss man auch geeignet sein, das kann nicht jeder machen.
Generell trifft das auf viele Jobs zu: man muss dafür geeignet sein, und es sollte auch ein gewisses Maß an Bereitschaft, Motivation und Interesse an dem Job da sein, sonst bringt es nichts, jemanden für diesen Job zwangszuverpflichten, denn damit tut man niemandem einen Gefallen. Weder dem Arbeitnehmer, noch dem Arbeitgeber, noch den Kunden bzw. Empfängern der Dienstleistung.

Ich finde, man kann Jobs nicht einfach nur nach dem Prinzip "hier ist die Gruppe der Arbeitslosen, da ist die Menge der freien Jobs, jetzt wird einfach verteilt" zuweisen. Das dürfte ziemlich schlecht funktionieren, und am Ende hat man viele frustrierte Arbeitnehmer und auch frustrierte Kunden.

Was z.B. die Pflegeberufe betrifft: auch als Patient bzw. alter Mensch möchte ich beispielsweise nicht von einem zwangsverpflichteten Pfleger gepflegt werden, der keine Empathie und kein Interesse für den Beruf und die Menschen mitbringt.
 
Generell trifft das auf viele Jobs zu: man muss dafür geeignet sein, und es sollte auch ein gewisses Maß an Bereitschaft, Motivation und Interesse an dem Job da sein, sonst bringt es nichts, jemanden für diesen Job zwangszuverpflichten, denn damit tut man niemandem einen Gefallen. Weder dem Arbeitnehmer, noch dem Arbeitgeber, noch den Kunden bzw. Empfängern der Dienstleistung.

Ich finde, man kann Jobs nicht einfach nur nach dem Prinzip "hier ist die Gruppe der Arbeitslosen, da ist die Menge der freien Jobs, jetzt wird einfach verteilt" zuweisen. Das dürfte ziemlich schlecht funktionieren, und am Ende hat man viele frustrierte Arbeitnehmer und auch frustrierte Kunden.

Was z.B. die Pflegeberufe betrifft: auch als Patient bzw. alter Mensch möchte ich beispielsweise nicht von einem zwangsverpflichteten Pfleger gepflegt werden, der keine Empathie und kein Interesse für den Beruf und die Menschen mitbringt.

Das ist ein Stück weit aber auch Luxusdenken.
Manchmal ist ein Job einfach ein Job, in dem Arbeit gegen Geld getauscht wird. Geld für den Lebensunterhalt. Das sollte schon einmal zur Motivation beitragen.

Vor kurzer Zeit hatten wir eine Veranstaltung, bei der Dixie-Klos benötigt wurden. Es gibt für die Entleihe verschiedene Anbieter. Die Mitarbeiter haben in der Schule als Berufswunsch bestimmt nicht Dixie-Klo-Spediteur angegeben, weil man sich da so sehr selbst verwirklichen kann. Manche müssen sie nicht nur bringen und abholen, sondern auch säubern. Eklig, aber bevor ich gar nichts tue, mache ich lieber das.
 
Das ist ein Stück weit aber auch Luxusdenken.
Luxusdenken? Finde ich nicht. Es sei denn, du empfindest eine Gesellschaft als Luxus, in der z.b. ein Pfleger auch mit einer gewissen Empathie an seine Aufgabe herangeht. Und nicht jeder ist für jede Aufgabe gut geeignet, und ich finde es nicht puren Luxus, wenn man Menschen eher in Aufgaben einsetzt, in denen sie auch gute Arbeit leisten, weil letztlich wir alle davon profitieren.
 
Von wem kommt der Spruch denn? Etwa vom Anzugträger, der in der Mittagspause mit seiner heißen Kollegin essen geht und sich auf seine nächste Provision freut? Oder von Leuten, die sich einfach nur verarscht vorkommen, weil sie mit Hartz 4 nur ein paar hundert Euro weniger bekämen, wenn sie nicht arbeiten würden?
Lustig, das alles...
 
Luxusdenken? Finde ich nicht. Es sei denn, du empfindest eine Gesellschaft als Luxus, in der z.b. ein Pfleger auch mit einer gewissen Empathie an seine Aufgabe herangeht. Und nicht jeder ist für jede Aufgabe gut geeignet, und ich finde es nicht puren Luxus, wenn man Menschen eher in Aufgaben einsetzt, in denen sie auch gute Arbeit leisten, weil letztlich wir alle davon profitieren.
In dieser und in ähnlich gearteten Diskussionen kommt immer wieder - darauf kann man Wetten abschließen - das Argument mit dem Krankenpfleger oder Altenpfleger. Natürlich gibt es Berufe, für die man sich mehr oder weniger berufen fühlen sollte. Obwohl es nicht gleichbedeutend damit ist, in diesen Berufen auch einen guten Job abzuliefern.
Gäbe es bei uns kein so gutes Sozialsystem, das noch(!) in der Lage ist, auch weniger Leistungsbereite durchzuschleppen, dann würde es für manche düster aussehen.
Es würde nicht schaden, auch einmal in Dritt-Welt-Ländern unterwegs zu sein und den Standard dort und hier zu vergleichen. Geht man hier in D mal zurück in der Geschichte (Depression, Währungsreform), das ist gar nicht so lange her, war es hier dasselbe.
 

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