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na mein Punkt ist einfach der: Wenn man WIRKLICH echte Individualität zulassen würde und sich dies zB auch im Arbeitsmarkt und beim hartz4 System widerspiegelm würde, könnten viele Probleme (auf allen Seiten) gelöst werden.
ich finde, unsere gesellschaft sollte anstatt von Freiheit und Individualität zu träumen, diese wirklich mehr zulassen. Was eben auch zB bedeutet, dass der Arbeitsmakrt anstatt ungewöhnliche Lebenswege auszuschließen solche gerade annehmen und darauf reagieren sollte. Das habe ich in meinen letzten Posts ja schon beschrieben: Ich denke, eben zB das die traditionellen Schubladen, die wir in usnerer Arbeitswelt haben nicht mehr zeitgemäß sind und zugunsten von mehr Individualität und individuellen Möglichkeiten aufgebrochen werden sollten.
Das habe ich ja gestern abend in meinen posts geschrieben.
 
"Individualität" sprich Hobbys wirken sich dummerweise nicht immer in beruflichen Fähigkeiten aus. Außer man kann sein Hobby zum Beruf machen und als Selbständiger arbeiten, wer hindert einen denn daran?
Meistens die Tatsache, daß man am Ende doch nicht davon leben kann. Oder weil man die Anfangs-Investitionen nicht stemmen kann und die Bank sich sperrt.
Realistischerweise, denn viele Pläne auf selbständige Tätigkeit erweisen sich bei genauem Hinsehen doch als reine Tagträume.
 
Das ist richtig, aber man kann auch sehr viel machen, ohne Anfangskapital. Und natürlich muß man den unbedingten Willen mitbringen, etwas zu wollen. Und man darf nicht auf die Arbeitstunden sehen, denn in aller Regel muß ein Selbstständiger mehr arbeiten, als ein Angestellter oder Arbeiter. Dafür ist hinterher, wenn es erstmal läuft, die Befriedigung groß.
 
"Individualität" sprich Hobbys wirken sich dummerweise nicht immer in beruflichen Fähigkeiten aus. Außer man kann sein Hobby zum Beruf machen und als Selbständiger arbeiten, wer hindert einen denn daran?
Meistens die Tatsache, daß man am Ende doch nicht davon leben kann. Oder weil man die Anfangs-Investitionen nicht stemmen kann und die Bank sich sperrt.
Realistischerweise, denn viele Pläne auf selbständige Tätigkeit erweisen sich bei genauem Hinsehen doch als reine Tagträume.
Wieso setzt Du Individualität mit Hobbys gleich? Das ist in dem Zusammenhang nicht das was ich meine. Individualität meint hier eher, die individuellen Lebenswege eines Menschen in Betracht zu ziehen, anstatt ihn in ein starres Gerüst zu packen.
Also zB eben zu akzeptieren, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlicher Ausdauer usw aktiv sein können. Oder zB dem rechnung zu tragen, dass Lebensläufte sich ändern.
Leider ernten viele Menschen heute noch immer ein naserümpfen, wenn sie sich im beruflichen Kontext von der Schablone weg entfernen und man sollte sich mal die Frage stellen, WARUm das so sein muss? Warum ist unsere Arbeitswelt so starr und unflexibel? Wäre es nicht den menschen und auch den Tätigkeiten eher angemessen, flexibel und wandelbar zu sein: Warum müssen es Mitarbeiter von der Stange sein?
Warum zB ist ese in usnerer Arbeitswelt schwer bis unmöglich, sich beruflich komplett zu verändern? Warum kann zB ein 40jähriger Bäcker nicht mit 40 nochmal eine Ausbildung machen und was komplett neues lernen, weil seine Lebenssituation dies erfordert? Die Lebensrealität der meisten Leute sieht nunmal nicht so aus, dass man mit 20 sicher weiß, was man mit 50 noch machen kann oder will.
Das meine ich beispielsweise mit Individualität.

ich denke, es wäre zeitgemäß, sich davon zu verabschieden, sondenr die Individualität der Menschen (und zwar auf allen Seiten) als chance zu sehen.
Das würde sich- davon bin ich überzeugt- auf allen Seiten positiv auswirken!
 
Also ich habe praktisch ohne Geld angefangen. Die erste Nähmaschine ( die ich heute noch habe und mein bestes Stück ist ) hat mich damals 400 Mark gekostet, dazu Material für 100 weitere Mark, also Faden, Nadeln, Kunstlder.
Ich habe keine Werbung in der Fachpresse gemacht, sondern zuerst mal Händler angeschrieben. Da kamen die ersten Aufträge. Dann ging ein Brief mit einem kostenlosen Artikel an die Fachpresse. Das gab in der Zeitung eine halbe Seite. Und ab da lief es. Später kamen die von alleine. Ich hatte in meiner Heimatstadt die größte Discothek als wöchentlichen Kunden. Dazu kamen andere Discotheken-Besitzer, die bei mir gekauft haben, ich habe ganze Diskotheken eingerichtet. ( die Polster ) bis hin zu Großaufträgen u-a- die polstermäßige Einrichtung eines Bordells. Ich habe sogar eine Zeitlang Innenausstattungen für eine Zuffenhausener Autofirma gemacht.
Das geht alles, wenn man nicht auf die Zeit achtet und man bereit ist immer was zu lernen.
Mit dem Alter habe ich mich allerdings zurückgezogen aus den ganz harten Dingen und den ganz engen zeitlichen Aufträgen. Muß ich nciht mehr haben. Wenn ich es jetzt nach diesem Jahr nochmal wissen will, dann nur noch Sachen die schnell erledigt sind und teuer bezahlt werden.
 
Ohne bzw. mit wenig Anfangskapital kann man vielleicht im künstlerischen Bereich was machen. Dabei muss man schon extrem viel Glück haben.

Wenn jetzt z. B. jemand gesammelte Seine bemalt (kosten ja erst mal nichts) dann die Farben für wenig Geld kauft und sich den ganzen Tag in die Arbeit stürzt, nützt es nichts wenn keine Käufer kommen.
Auch wenn die Leidenschaft noch so groß ist ohne zahlende Kunden, kein Geschäftsgewinn.
Dann bleibt es ein Hobby das sich ggf. selbst finanziert, mehr aber auch nicht.

In anderen Bereichen, kann man sich halt nicht einfach so ohne Eigenkapital (erfolgreich) selbständig machen. Fängt schon mit den Kosten für die Werbung an. Geräte zum Produzieren müssen angeschafft werden. Dann die laufenden, Betriebskosten ggf, Raummiete etc.

So einfach ist das nicht.
Na ja, selbst im künstlerischen Bereich muss man teilweise gut Geld in die Hand nehmen, damit am Ende was vernünftiges rauskommt. Zumindest im Bereich bildende Kunst sieht billig gemacht eben auch billig aus. Damit zieht man keine Kunden an. Außerdem arbeitet es sich mit schlechten Materialien auch schlecht. Werbung muss man als Künstler auch machen. Ohne Selbstvermarktung läuft da wenig. Werbung ist jetzt aber nicht der größte Kostenfaktor. Kosten verursachen Ausstellungen und Wettbewerbe. Wettbewerbe gibt es zwar gehäuft auch online, aber da fällt auch eine Teilnahmegebühr an. Ausstellungen im In- und Ausland kommen noch hinzu. Die Werke müssen entweder verschickt werden (Versandkosten) oder man transportiert diese mit dem Auto (auch Kosten). Manchmal ist es sinnvoll, auch selbst bei Ausstellungen anwesend zu sein. Bei Ausstellungen im Ausland kann das schon mal ganz schön ins Geld gehen.

Viel Geld gebe ich vor allem für Arbeitsmaterialien aus. Ich arbeite nur mit Trockentechniken. Da fallen immerhin Pinsel weg (vernünftige Pinsel können richtig richtig teuer sein). Bleistift ist günstig. Dazugehöriges Papier auch. Ins Geld gehen meine Pastellkreiden. Da kostet ein Stück gute Kreide zwischen 2,50€ und 5€! Natürlich nur eine einzige Farbe. Da sich Kreiden nicht mischen lassen, im Gegensatz zu Nassfarben, kommt da schon ein hübsches Sümmchen zusammen, weil man eben viele Farben benötigt. Das dazugehörige spezielle Papier ist auch sehr teuer. Ein Stück A2 Papier zwischen 3-8€. Das läppert sich schon alles und dann musst du manchen Kunden auch noch erklären, warum das Endprodukt so teuer ist. Jeder will Kunst, aber möglichst billig. Manche wissen einfach nicht, was z.B. in einem Bild alles für Kosten drin stecken und wieviel Zeit es auch gekostet hat. Aber wenn sie nicht bereit sind, den Preis zu zahlen den ich veranschlage, dann müssen sie es ja nicht kaufen.
 
@Insta

Ich könnte jetzt deinen Beitrag auseinandernehmen, tue ich aber nicht, weil es nichts bringen würde und du es sehr wahrscheinlich eh nicht verstehen würdest, daher eine kleine Geschichte zu Beginn:

Ich war in 90er Jahren so 12 oder 13 Jahre alt und habe da eine Dokumentation, eine Reportage oder ähnliches gesehen, so genau weiß ich das nicht mehr. Jedenfalls ging es dabei am Rande um den Unterschied zwischen Sozialhilfesatz und Lohnberechnung. Zu dieser Zeit war es so, dass das Gesetz lautete:

Arbeit muss sich lohnen!

Das bedeutet, sehr vereinfacht ausgedrückt, der Regelsatz zur Sozialhilfe sollte immer so bemessen werden, dass ein deutlicher Abstand zum Lohn besteht und umgekehrt. Dies war den Gewerkschaften bekannt, das war der Politik bekannt und ist es sehr wahrscheinlich auch heute noch. Doch irgendwann kam Hartz IV auf und das wurde alles mehr und mehr vergessen, dank des Niedriglohnsektors. Hierbei gab es eine kaum zu erkennende kleine Abweichung von diesem Grundsatz, man musste im Niedriglohnsektor mit Sozialleistungen, sprich Hartz IV, aufstocken.

Nun warum erzähle ich dir das?

Dieser Abstand zwischen Lohn und Sozialhilfe berücksichtigte sämtliche Kosten und dazu auch die Lebenshaltungskosten uneingeschränkt, so auch u.a. die Miete. Dies ist den meisten Menschen, so wie dir offensichtlich nicht bekannt, warum auch immer. Dennoch gab es eben jenen Grundsatz und der existierte bis 2010, aber fand da schon keine Beachtung mehr (warum kannst du selbst herausfinden) und wurde ganz konkret Lohnabstandsgebot genannt.

Weil sowohl Gewerkschaften, wie auch Arbeitnehmer das scheinbar vergessen haben, ist sehr wahrscheinlich auch so gewollt von der Politik, war es ein leichtes zu unterstellen, dass die Mietpreisbremse kam, weil allgemein immer weniger Menschen eine Wohnung finden.

Realität ist allerdings, dass u.a. Hartz IV eben dieses Problem mit verschärfte. Du erinnerst dich daran, dass ich schrieb, dass die Lebenshaltungskosten bei der Berechnung im Zuge des Lohnabstandgebotes zwingend berücksichtigt hätten werden müssen?

Der Regelsatz ist so niedrig angesetzt, so dass einer aus dem Niedriglohnsektor halt aufstocken muss. In Folge dessen wird ebenfalls der Lohn der Arbeitnehmer, die nicht in diesem Sektor arbeiten, niedrig gehalten, denn es besteht das grundsätzliche Druckmittel der Arbeitgeber, dass man ja in die Arbeitslosigkeit rutschen kann oder des Outsourcings und mal ganz ehrlich, es gibt so viele Ja Sager in diesem Land, dass einem dabei schlecht wird, so dass es nicht verwundert, dass die Reallöhne nun wirklich nicht sehr deutlich gestiegen sind in den letzten Jahren.

Wenn die Reallöhne aber nicht steigen, die Kosten aber immer höher werden, kann sich niemand etwas mehr leisten, also war die Politik gefragt und hat die Mietpreisbremse erfunden, natürlich wurde hierzu verschwiegen, dass das alles hausgemachte Probleme sind und ebenso wurde nicht darauf verwiesen, dass das Lohnabstandsgebot nicht mehr gilt.

Nun gibt es seit 2010 das Regelbedarfsermittlungsgesetz und hier findet man, wen wundert es da schon, nichts zu den Lebenshaltungskosten.

Nun könnte man argumentieren, dass das doch klar ist, denn die Lebenshaltungskosten, die u.a. die Miete umfassen sind regional unterschiedlich, aber dann muss man auch die Frage beantworten können, warum gab es Jahrelang das Lohnabstandsgebot eben mit der Einbeziehung der Lebenshaltungskosten?

Es hatte doch funktioniert und es gab keinerlei Probleme bis eben .....

Kann niemand beantworten, weil man schlicht und ergreifend gelernt hat aus den Medien, dass der Regelsatz das wichtigste ist, die Kosten der Unterkunft fallen immer regelmäßig seit Jahren unterm Tisch, denn man kann und darf nicht riskieren, dass der gemeine Pöbel hier irgendwelche Unstimmigkeiten erkennt.

Und nun bist du dran, denn wie du erkennen wirst, wenn du dich mit dem Lohnabstandsgebot beschäftigst, wirst du zwangsläufig feststellen, dass die damalige Sozialhilfe maßgeblich den Lohn beeinflusst haben und das in einer Art und Weise, wie es heute nicht mehr der Fall ist, dank des Niedriglohnsektors.

Aber du hast natürlich Recht, wenn du schreibst, dass die Mietpreisbremse so überhaupt nichts, aber auch wirklich gar nichts mit Hartz IV zu tun hat.

Ein anderer Aspekt zu diesem Punkt existiert auch. So war es ein Gebot, dass es keine Ghettorisierung stattfinden darf und das überall eine gesunde Durchmischung stattfinden soll unter Einbeziehung des Einkommens. Das bedeutet, Sozialhilfebezieher und zum Beispiel die Mittelschicht sollten zusammenleben. Doch du zeigst eindeutig auf, dass das aufgrund der tendenziösen Berichterstattung, nicht mehr in Frage kommt. Hierfür Verantwortlich ist das unverantwortliche Auslegen der Gesetze durch die regionalen Jobcenter, denn die Mieten sind so niedrig angesetzt, dass man dafür halt nur in solchen Ghettos eine Wohnung finden kann. Dass das allerdings laut Gesetzgebung verboten ist, interessiert niemanden, dich sehr wahrscheinlich auch nicht, dafür kann man ja dann Luxussanierungen in Berlin Mitte veranstalten und die Mieten so weit steigen lassen, dass sich nur noch die sehr gut verdienenden dort eine Wohnung leisten können.

Sollen Sie sich alle da auf einem Punkt konzentrieren, denn es heißt auch auch, aus den Augen aus dem Sinn.

Das man dadurch ebenfalls erreicht, dass eben diese Menschen aufgrund Ihrer Anschrift, weil solche Ghettos eben einen gewissen ruf bekommen, keinen Arbeitsplatz mehr finden ist dabei nebensächlich, denn jeder in Deutschland hat ja die Chance sich zu verbessern.

Wer es glaubt....

Zwischen der Theorie der Politiker und Medien und der Realität klafft eine gravierende Lücke und es stört niemanden. Es wird nichts hinterfragt, es wird nicht genauer hingeschaut und schon gar nicht will man etwas wahr haben. In einem Hartz IV Forum habe ich das mal mit dem Lohnabstandsgebot geschrieben und wurde dafür gesperrt, ist doch auch etwas nettes, obwohl es um Löhne allgemein ging. Hätte etwas zur Bildung beigetragen, aber ist wohl auch für Hartz IV Foren zu viel des guten, dass die Menschen tatsächlich lernen, dass es soetwas einmal gab. Aber das haben die Politiker sehr gut hinbekommen in Zusammenarbeit mit den Medien.

Eine schöne orwelsche Welt und alle gucken nur Teilnahmlos zu und glauben alles zu berücksichtigen und zu wissen über ein Thema und das nur aufgrunddessen, weil Sie eben nicht alles Wissen. Nicht hinterfragen und schon gar nicht kritisch sein, denn sonst wird man ein böser, böser Verschwörungstheoretiker.
 
"Schuster bleib bei Deinen Leisten" - irgendwie gilt das heute größtenteils noch. In der Hinsicht ist Deutschland sehr traditionell geprägt. Einerseits sorgt diese Denke für ein gutes Qualitätsbewusstsein, andererseits wird es Quer- und Seiteneinsteigern schwer gemacht. Dabei liegt es auf der Hand, dass sehr viele Handwerker nicht erwarten können, bis 67 durchzuhalten. Aber - let's face it - aus den wenigsten Dachdeckern werden Bankbetriebswirte: Das Bankenwesen ist überaus IT-lastig und voller Anglizismen, da würden sich viele ehemalige Handwerker wohl nicht zurechtfinden. Außerdem kommt man ins Bankenwesen nicht so leicht rein, wenn man da keine Ausbildung gemacht hat (gilt übrigens auch für die Finanzbuchhaltung). Aber Dachdecker dürften Kenntnisse aufweisen in Statik, Werkstoffkunde, Logistik - und, auf sehr praktischer Ebene - Arbeits- und Ablauforganisation. Darauf könnte man doch wohl aufbauen, wenn der Körper einen nicht mehr aufs Dach lässt.... Was hier mal wieder vorgebetet wurde, eben dass auch Vollzeitjobs leicht zu finden seien, ist nur zum Teil richtig. Der Lebenslauf muss schon einigermaßen stimmen. Ist der nicht so gut, werden einem weniger Chancen eingeräumt als jmd mit einer beeindruckenderen Vitae, ganz unabhängig von der Anstrengung, die man in die Arbeitssuche steckt. Zumindest in den Nuller Jahren dauerte es in DE für einen Arbeitslosen im Schnitt über 200 Tage, um an einen neuen Job zu kommen - viel länger als in anderen westlichen Ländern. Vielleicht hat sich das etwas verbessert in den letzten Jahren, weil doch ein gewisses Umdenken stattfindet (wohl spielt auch die konjunkturelle Lage herein), aber wir Deutschen sind nicht so megaflexibel, was das Berufsleben betrifft (s. o.).
 
Viel Geld gebe ich vor allem für Arbeitsmaterialien aus. Ich arbeite nur mit Trockentechniken. Da fallen immerhin Pinsel weg (vernünftige Pinsel können richtig richtig teuer sein). Bleistift ist günstig. Dazugehöriges Papier auch. Ins Geld gehen meine Pastellkreiden. Da kostet ein Stück gute Kreide zwischen 2,50€ und 5€! Natürlich nur eine einzige Farbe. Da sich Kreiden nicht mischen lassen, im Gegensatz zu Nassfarben, kommt da schon ein hübsches Sümmchen zusammen, weil man eben viele Farben benötigt. Das dazugehörige spezielle Papier ist auch sehr teuer. Ein Stück A2 Papier zwischen 3-8€. Das läppert sich schon alles und dann musst du manchen Kunden auch noch erklären, warum das Endprodukt so teuer ist. Jeder will Kunst, aber möglichst billig. Manche wissen einfach nicht, was z.B. in einem Bild alles für Kosten drin stecken und wieviel Zeit es auch gekostet hat. Aber wenn sie nicht bereit sind, den Preis zu zahlen den ich veranschlage, dann müssen sie es ja nicht kaufen.

Zumindest die Grundfarben in Ölkreide gibt es inzwischen in Sonderangeboten in Supermärkten für wenige Euro, auch bei Pinseln eignen sich z. T. Schulpinsel (feine Rotmarder und Breitpinsel mit Plastikborsten), und wenn man regelmäßig große Flohmärkte in der Nähe hat lohnt sich ein Spaziergang, weil man immer wieder Künstlerbedarf (Leinwände, Skizzenblöcke, Kreiden, Pinsel, Ölfarben) für Billigpreise einheimsen kann, wenn andere Leute gemeint haben einen auf Künstler zu machen und die Lust verloren haben, weil es so einfach doch nicht geht.

Ich male auch ein bißchen (mit viel Lust und wenig Talent 😀), der Knackpunkt bei mir wären nicht die Kosten, sondern einfach der Zeitaufwand, denn wenn es was anständiges werden soll, muß man auf jeden Fall viel Zeit investieren. Womit ich gerne mal experimentieren täte, wären Grafikprogramme auf dem iPad Pro. Damit kriegen Profis richtig fotorealistische Sachen hin, ganz ohne Pinsel und Farben, nur einen guten Drucker braucht man, oder man läßt irgendwo drucken. Aber das Einarbeiten kostet auch wieder Zeit ....
 
Eine generelle Mietpreisbremse für alle Vermieter ist nicht machbar, da ein Eingriff ins Eigentumsrecht (per Grundgesetz geschützt). Zumal es eh schon Beschränkungen für das alljährliche Steigen der Mieten bzw. Mieterhöhungen nach Renovierungen gibt, und bei hochpreisigen Immobilien ist eine Bremse sowieso voll für die Katz, weil sich die so oder so kein Hartzempfänger leisten kann. Wer sich in einem Luxus-Appartement einmieten kann, der gehört nicht zu den Ärmsten.
Die Städte und Gemeinden, die den sozialen Wohnungsbau nie ganz aufgegeben haben (die Stadt Nürnberg z. B. leistet sich eine eigene Wohnungsbaugesellschaft für diesen Zweck, die hat nie darauf gewartet, daß der Staat im fernen Berlin/Bonn mal den Hintern bewegt)
haben bis heute reichlich Wohnraum mit Mietpreisbeschränkungen, die von vornherein festgelegt waren, Nürnberg als beliebte Wohngegend hat nur den Nachteil, daß der Zuzug ständig deutlich höher liegt als die Zahl der freiwerdenden Wohnungen.
 
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