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Ungleiche Vorstellung zu Familie und Kinderwunsch- fühle mich unter Druck

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Danke für eure Antworten: In gewisser Weise habt ihr schon recht: Das Problem ist natürlich nicht nur er, sondern auch ich: Ich fühle mich eben wirklich noch nicht bereit, ein Kind zu haben. Natürlich spielt es aber eine große Rolle, dass sein Verhalten nicht gerade dazu beiträgt, dass ich Klarheit gewinnen könnte.
Er sagt zwar die Dinge, die ich hören will, aber deswegen davon auszugehen, dass alles super ist, ist eben auch nicht so einfach. Zumal sein Verhalten ja eine andere Sprache spricht.
Klar sagt er zB dass er meinen Job für genauso wichtig erachtet usw, aber einen Tag später sagt er ganz beiläufig, dass Freund XY jetzt eine Frau geheiratet hat, die einen "richtigen" Job hat.
Er sagt das nicht mal mit böser Absicht und merkt es garnicht: Aber manchmal sagt man eben unabsichtlich die Wahrheit- so wie es wirklich in einem aussieht.
Klar, ich verstehe, dass ihr sagt: Wenn Du kein Kind willst, dann lass es doch. Aber so einfach ist es nicht. Ich will so gerne ein Kind wollen, aber der Wunsch und die nötige Entschlossenheit lassen einfach auf sich warten.
Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann. Einerseits ist da eine furchtbare Angst davor, schwanger zu werden, andererseits ist da eine furchtbare Angst davor nie Kinder zu haben.
Wenn mir wieder eine Freundin erzählt, dass Nachwuchs unterwegs ist, macht micht das schon sehr traurig, weil es mir irgendwie scheint, als würde das bei mir nie klappen, weil zu viele Hürden im Weg stehen.
Aber ewig kann ich nicht mehr warten. Ich sollte schon in den nächsten 2-3 Jahren spätestens loslegen (bin 34)- aber ich fühle mich wie ein junges Mädchen, das einfach noch 10 Jahre warten müsste 🙁
 
Mit 34 hast du nicht mehr viel Zeit zum Überlegen. Deine biologische Uhr tickt.
Du kannst auch nicht wissen, ob du auf Anhieb schwanger wirst.

Eigentlich habt ihr doch nur den Punkt zu klären, dass dein Mann auf euer Kind aufpasst, während du dich von zu Hause aus um deine Aufträge kümmerst.

Warum hast du solche Bedenken, dass es daran scheitert? Ihr seid schon einige Jahre zusammen. Da musst du doch wissen, ob du dich auf ihn verlassen kannst.
 
Du willst (jetzt) kein Kind, weil du weißt, dass er nicht der Richtige dafür ist. Du weißt genau, dass es bloß Lippenbekenntnisse sind, welche er dir gibt. Er meint es aber nicht wirklich so. Wenn du mit ihm eine Familie gründest, dann wirst du mit Kind alleine dastehen und alles organisieren dürfen. Damit mein ich nicht, dass er sich trennt, sondern dass es wie bei vielen Familien laufen wird bei denen die Frau die Kinder, Kinderbetreuung, Haushalt und Arbeit stemmt. Das es so ist, dass spürst du und fürchtest du. Wenn du das nicht willst, dann solltest du dich trennen und dich nach einem Partner umsehen, der dich respektiert und deine Vorstellung von Familie teilt. Da du bereits 34 bist solltest du mit einer Entscheidung nicht mehr allzu lange warten.
 
Ab 35 wird es problematisch!


Ab 35 wird eine Schwangerschaft automatisch als Risikoschwangerschaft eingestuft, insbesondere bei Erstgebärenden!

Man kann im Leben nie alles haben und wer auf Sicherheit setzt, dem passiert es leicht, daß die Tür zufällt, bevor er überhaupt die Klinke ergreift!

Vor allem ist es nicht gut mit der Pille zu verhüten und schon gar nicht so lange bis über 30, weil dann viele Frauen keine Kinder mehr bekommen können.

Die Fruchtbarkeit der deutschen Frauen hat in den letzten Jahren durch die verschiedenen negativen Einflüsse der Umweltverschmutzung und Wohlstandskultur rapide abgenommen!

Wer zu viel plant, den plant meist haarscharf am Leben und an seinem Glück vorbei!


 
Aber einer gewissen Grundübereinstimmung bedarf es immer, sonst ist der Streit hinterher vorprogrammiert und die leidtragenden sind die Kinder. Oder?
 
Genau zwischen diesen gegensätzlichen Gedanken werde ich ja auch gerade zerrissen.
Mein Alter, die Ungewissheit, ob wir in den für eine Familie wesentlichen Punkten genug harmonieren, meine Angst, den Beruf zu verlieren, die Tatsache, dass wir uns trotz allem sehr lieben.
All das ist so schwer unter einen Hut zu bringen. Wie soll ich denn da zu einer guten Entscheidung kommen? Noch dazu unter Zeitdruck.
Ich bin verzweifelt, denn im Grunde kann ich mich nur falsch entscheiden.
Im Grunde habe ich ja nur die Möglichkeit, es eben mit ihm zu riskieren, mir wen neues zu suchen, oder abzuwarten...naja, oder es ganz sein zu lassen. Alle diese Möglichkeiten werden wohl schief gehen und mir evtl. das Leben versauen.
ich weiß: Es gibt nie sowas wie Sicherheit, aber wie soll man einen Weg einschlagen, der gleich so unsicher anfängt.
Nochdazu bei so einer Entscheidung...
Sch**e was soll ich nur tun...
 
Liebe TE,

ich kann es gut nachvollziehen, dass Du Dich so schwer tust mit dieser Entscheidung, die ja Dein Leben wirklich sehr einschneidend verändern wird. Es ist wirklich nicht leicht. Und erst recht, wenn die biologische Uhr einem nicht mehr unendlich Zeit lässt. Und leider kann man auch nicht immer zum voraus abschätzen, welches der richtige Weg ist.

Ich denke es hängt auch davon ab, wie stark Dein eigener Kinderwunsch ist, ob Du Dich entscheidest, zeitnah mit Deinem Partner versuchen schwanger zu werden. Wenn der Wunsch sehr stark ist, dann würde ich das Risiko eingehen. Immerhin kennst Du ihn schon lange und weisst eigentlich, was auf Dich zu kommt. Und vermutlich wirst Du das alles irgendwie meistern, auch wenn Dein Partner Dich nicht in dem Masse unterstützt, wie Du Dir es wünschen würdest.

Aber ich vermute fast, Dein Hauptproblem ist wirklich auch, dass Du eigentlich noch nicht für ein Kind bereit bist, aber leider musst Du die Entscheidung bald treffen, sonst hast Du es verpasst.
Wie schlimm ist denn der Gedanke für Dich, gar nie Kinder zu haben?
 
Der Gedanke, nie ein Kind zu haben ist für mich sehr schlimm. Aber der gedanke, JETZT schwanger zu werden auch.
Ich denke mir halt: Wenn mir jetzt ein Arzt sagen würde, dass ich garkeine Kinder bekommen kann, wäre ich tief verzweifelt. Also muss der Kinderwunsch ja irgendwo doch da sein (sonst würde ich sowas ja vielleicht als Erleichterung empfinden).
Natürlich habe ich im Grunde damit gerechnet, dass mein Partner mir irgendwann einen Antrag macht (weil er ja immer davon redet, Kinder haben zu wollen), wir heiraten und dann vielleicht nach 1-2 Jahren Ehe uns für ein Kind entscheiden. Das wäre für mich rigendwie der stimmige Weg, den ich gerne gehen würde, aber das ist im Grunde schon nicht mehr möglich. Dem Thema Heiraten weicht er nämlich konsequent aus. Ich frage mich: Was soll das, zwar ein Kind zu wollen, aber nicht heiraten? ich verstehe das nicht und irgendwie fühle ich mich auch von ihm "über den Tisch gezogen", weil er mich im Grunde in der Luft hängen lässt. Das einzige, was ich weiß, ist dass er Kinder möchte, ich weiß aber nicht, wie ER sich das vorstellt und im Grunde weiß ich auch noch nicht mal, ob er mich als die Frau ansieht, mit der er Kinder will. (Er sagt mir ja nie, dass er MIT MIR Kinder will, sondern nur, DASS er Kinder will)
Ich würde so gern die zeit anhalten, weil ich mich als alte Schachtel fühle. Könnte nur noch heulen.
Wisst ihr: Ich hasse Frauen, die Männern quasi das Messer auf die Brust setzen und sagen: Entweder JETZT heiraten, oder Trennung. Für mich ist das ein NoGo, denn eine Heirat ist für mich ein Schritt, den man doch wirklich nur dann geht, wenn man sich so sehr liebt, dass es absolut klar ist und man eben nicht ewig überlegen muss.
Leider bringt er mich genau in diese LAge, dass ich jetzt sagen muss: OK, entweder ganz oder garnicht. Ich hasse mich dafür, dass ich das tun muss, aber was habe ich für ein Wahl?
Mein Leben ist im Grunde deswegen eh schon versaut, denn entweder warte ich weiter, oder ich zwinge ihn zu einer Entscheidung: Dann sagt er entweder ja, und es wird immer das Gefühl zwischen uns stehen, dass wir nicht aus Liebe, sondern aus Zeitdruck geheiratet haben (und ich bin überzeugt, dass jeder Mann das seiner Frau früher oder später aufs Butterbrot schmieren wird), oder aber wir lassen es sein und ich muss jemand neues suchen: Um mir was neues aufzubauen würde ich dann auch wieder mindestens 3 Jahre brauchen und dann wäre ich in der gleichen Lage wie jetzt, nur dass dann die Biologische Uhr bereits nahezu abgelaufen wäre. Dann wäre es zumindest Essig mit 2 Kindern: Dann wäre maximal eins drin (und Einzelkinder...naja ich finde das nicht so gut- ist schon schöner, wenns zwei sind).
Und so wie ich mein Glück mit Männern kenne, finde ich sowieso keinen Neuen- ich bin keine Frau, die sich dauernd neu verliebt.
Ich bin wirklich am Ende. Ich fühle mich, als sei mein Leben vorbei! Ich hasse mich so sehr, dass ich es nicht geschafft habe, das ganze früher zu klären!
Aber niemand kann mir helfen- ich halte das nicht mehr aus! Auch bei meinen Eltern finde ich keinen Rat, denn die sind überraschenderweise eher der Ansicht, ich sollte mir mit dem Thema Kinder noch ganz viel zeit lassen. Für die bin ich halt noch das kleine Mädchen...
 
Es tut richtig weh zu lesen, wie schlecht es Dir geht.
Du bist ja wirklich vollkommen mutlos. Jeder Weg, den Du gehen könntest, erscheint Dir in irgendeiner Form als schrecklich.

Und von Deinem Partner fühlst Du Dich im Stich gelassen, weil Du nicht so richtig konkret mit ihm über das Thema reden kannst und er auch nicht versteht, was Dein eigentliches Problem ist. Aber ich fürchte Du musst es weiterhin versuchen. Und vielleicht selber auch ein bisschen entspannter werden. Es gibt nie eine 100% Sicherheit, dass alles so kommt, wie man es sich wünscht. Das Leben ist voll von Herausforderungen, denen man sich stellen muss.

Hast Du sonst vielleicht irgendjemanden, mit dem Du über das Problem sprechen kannst. Vielleicht Dein Hausarzt? Oder Frauenarzt ?
 
Wo bleibt Dein Gottvertrauen!


Das Leben ist immer lebensgefährlich und die Risiken in jeder Richtung groß. Glücklich leben kann man nur, wenn man sein Herz voraus über den Zaun der Ungewißheit wirft und mit dem Körper hinterher springt!

Liebe U., für meine Gefühl denkst, bangst und grübelst Du einfach zu viel und verlangst zu viel Sicherheit!

Warum nimmst Du nicht einfach die Sache mit Gottvertrauen in die Hand und machst Deinem Lebensgefährten einen Heiratsantrag und ihr begebt Euch dann gemeinsam auf das Abenteuer der Familiengründung!?

Alles, was ich hier von Dir gelesen haben, läßt mich fühlen, daß Du wahrscheinlich nie alle Voraussetzungen für ein glückliches Familienleben haben wirst, wenn Du so weiter machst und Deine Bedingungen und Voraussetzungen einforderst!

Das Leben ist unvollkommen und voller Ungewißheiten und nur wenn man sich mit einem zuversichtlichen, gläubigen Herzen einfach darauf einläßt, kann man einen Zipfel des Glückes erhaschen!

Ansonsten grübelt man immer so weiter, nach dem bekannten sauerländischen Sprichwort

"Immer das Gleiche - bis zur Leiche!"
 

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