Danke für eure Antworten.
Ja, ich finde auch, er könnte ruhig mal ein wenig stolz auf mich sein.
Ich habe mir ja alles allein aufgebaut und manchmal, wenn ich einen besonders tollen Auftrag an Land gezogen habe oder sonst wie einen Erfolg zu feiern habe, möchte ich das schon mit ihm teilen. Es scheint ihn leider nicht besonders zu interessieren.
ich wünsche mir so sehr, dass er mich mehr respektiert und wahrnimmt.
Natürlich habe ich große Angst, dass er mich ebenso nicht richtig wahrnehmen würde, sollte ich schwanger werden und dann wenn das Kind da ist.
Er tut alles was ich tue immer so ab, als wäre es doch easy...der Gedanke, dass das mit Kind auch so wäre, macht mir Angst.
Solange ich da nicht zumindest einigermaßen glauben kann, dass er mir eine wirkliche Stütze sein würde, kann ich zum Thema Kind einfach keine sorglose Haltung entwickeln.
Der Gedanke, allein mit Kind dazustehen macht mir höllisch Angst.
Und ja: Das wird bei ihm wohl der Fall sein: Er sieht das Thema sorglos und ist der Meinung, dass sich das alles schon irgendwie finden wird- sprich, dass ICH es schon machen werde.
zB habe ich ihn mal gefragt, ob er zB auch mal Nachts ausfstehen würde, um sich um das Kind zu kümmern, wenn er weiß, dass ich einen schweren Tag am nächsten Tag haben werde.
Seine Antwort: Naja, wenn es unbedingt sein muss...aber Du weißt doch: Ich brauche meinen Schlaf!
Toll- eigentlich würde ich nach so einer Äußerung das ganze Thema Kind an den Haken hängen und sagen: Ein Mann, der so tickt sollte besser nicht Vater werden.
Aber ich liebe ihn so sehr. Ganz ohne Kind will ich auch nicht bleiben.
Eine Trennung überleb ich nicht und lange Zeit zum nachdenken bleibt mir auch nicht.
ich hasse mich dafür, dass ich so an ihm hänge, dass ich nicht tun kann, was vernünftig wäre.
Zu der Frage, ob es ausreichen würde, wenn er lediglich am Wochenende und am Abend sich ums Kind kümmern würde.
Ja, meiner Meinung nach schon. Gerade wenn das Kind schon in eine Krippe gehen würde, wäre das sicher machbar. Besondere Situationen, wie zB wenn ich mal auf eine Fortbildung muss, oder zu einem Kunden fahre, der etwas weiter weg ist (das kommt vielleicht 2 mal im Jahr vor) könnte man sicher mit Hilfe von Oma und Überstundenabbau regeln.
ich sehe das nicht so große Probleme: Es müsste halt klar sein, dass er da kooperativ ist und ich nicht jedes mal betteln müsste, damit er vielleicht Überstunden abbaut oder sich notfalls mal nen halben Tag frei nimmt.
Aber so wie ich das sehe, WERDE ich jedesmal diskutieren und betteln müssen.
Ich denke, ich werde nochmal Klartext reden und ganz deutlich meine "Bedingungen" auf den Tisch legen.
Mehr und mehr wird mir klar: Ich bin nicht zur klassischen Mutter geschaffen.
Das liegt sicher daran, dass meine Mutter auch keine klassische Mutter war.
ich weiß, dass es auch anders geht.
Ich bin der Überzeugung, dass viele Rollenmodelle in Ehen gibt, die alle gut klappen können: Da müssten halt nur beide mitmachen. Leider scheinen viele Männer eben doch noch die bequeme klassische Variante zu bevorzugen.
Klar: Kann ich mir schon vorstellen, dass es meinem Partner und vielen anderen Männern lieber wäre, sie kommen Abends heim, haushalt ist gemacht, Essen steht auf dem Tisch und dann wird noch ein halbes Stündchen mit dem Nachwuchs gespielt und gut ists....
Wäre mir vermutlich auch lieber, wenn ich die Wahl hätte.