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Ungleiche Vorstellung zu Familie und Kinderwunsch- fühle mich unter Druck

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Gast

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Hallo liebes Forum.
Ich weiß nicht, ob meine Frage hier hin passt, sie könnte vielleicht auch unter Familie passen, aber noch ist es ja keine Familie, sondern eine Beziehung...
Vielleicht weiß jemand einen Rat für mich: ich bin in einer ansich sehr glücklichen Beziehung. Wir sind uns im Grunde sicher, dass wir unsere Zukunft gemeinsam verbringen wollen und sind auch schon ein paar Jahre zusammen, aber bis jetzt noch nicht verheiratet.
Natürlich steht auch immer wieder die Frage ob wir mal Kinder haben wollen im Raum. Generell kann ich mir das schon vorstellen, aber irgendwie fühle ich mich noch nicht so richtig bereit dazu (die Frage ist halt: ist man dazu jemals bereit?) Ich fühle mich unter Druck, wenn ich dann immer wieder zu hören bekomme, dass es jetzt doch mal Zeit wird, wir doch nicht mehr ewig warten können, oder wir doch einfach die Verhütung weglassen könnten und die Sache sich selbst regeln lassen.
Das entspricht nicht meinem "Stil"- ich kann sowas nicht einfach auf mich zukommen lassen. Ich will mich dazu schon bewusst entscheiden, aber ich fühle mich einfach noch nicht so richtig bereit und schwanke hin und her. Dass in meinem Umfeld gerade viele Babys geboren werden, macht die Sache für mich auch nicht gerade leichter, weil man ja ständig mit dem Thema in Kontakt kommt.

Das andere ist: Wir haben ganz unterschiedliche Vorstellungen von Familienrollen- unsere Pläne sind da ganz andere. Ich kann halt nicht so viel damit anfangen, dass einer beim Kind bleibt und der andere verdient. Versteht mich nicht falsch: Es gibt sicher Leute, für die ist das super, aber ich finde es nicht so gut. Irgendwie für beide Seiten frustrierend. Ich stelle mir Familie eher so vor, dass beide Eltern sich gleichermaßen einbringen. Starre Rollen finde ich nicht gut- weder für die Eltern, noch für das Kind.
Leider können wir darüber nicht so gut reden: Vielleicht weil ich mir komisch vorkomme, die Erwartungen, die das althergebrachte Rollenbild an mich stellen würde, in Frage zu stellen. Keine Ahnung...
Wie ist das bei euch? Welche Familienmodelle lebt ihr? Wie ist das bei euch verteilt und wie klappt es? Ich würde gerne mal wissen, wie das andere leute so machen. In meinem Umfeld gibt es nur die klassische Rollenverteilung.
Glaubt ihr, dass es überhaupt möglich ist, einen Kompromis zu finden, wenn jemand fest davon überzeugt ist, dass das alte Rollenbild das beste ist?
Danke für eure Antworten!
 
Wie hast du dir das "gleichermaßen einbringen" denn vorgestellt?

in etwa so, dass beide Elternteile nur noch in Teilzeit arbeiten und sich Haushalt sowie Kinderbetreuung teilen?
Das wäre natürlich optimal. Wäre deine Partnerin damit einverstanden?
 
wenn deine frau die alte rollenverteilung bevorzugt, dass würde dann bedeuten, dass sie hausfrau und mutter ist und du alleinverdiener.
könntest du alleine eine familie ernähren? beim gleichermaßen einbringen, müsstet ihr beide eure stelle reduzieren und im wechsel- einer vormittags und einer nachmittags- arbeiten, damit immer einer bei eurem kind ist. ist das machbar?
 
Bist du w oder m?
und wie hast du dir das vorgestellt.
Väter können auch Elternzeit nehmen, allerdings kommt es auf den Chef an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Wenn du dich noch nicht bereit dafür fühlst, dann sag das so! Alles zu seiner Zeit 🙂 Wenn du dich nie bereit fühlen solltest, dann musst du das aber auch sagen 😉

Bei uns ist es so. Wir, beide Juristen, haben nicht vor, dass ich, Mama in Elternzeit, für immer Zugause bleibe. Ab Herbst geht's in die Kita.
Die Gründe:
1. Ein Kind kann auch ruhig mit anderen in einer Gruppe spielen. Nur bei Mama finde ich nicht gut. Früher hab es große Familien, da war immer Trubel im Haus. Aber hier nicht.

2. Ich habe jahrelang studiert. Nicht um Zuhause zu sitzen. Ich möchte weiterhin mit meinem Mann auf Augenhöhe reden können. Mich nicht nur über Windeln unterhalten, sondern sich über das alltägliche Leben. Im Job, Fälle etc.

3. Wenn die Kinder aus dem Haus sind. Was macht Frau dann dort? Genau. Nix...

Also so läufts bei uns 🙂
 
Ich persönlich finde die Vorstellung auch schlimm, dass nur die Frau sich kümmern muss.

Vielleicht kannst du dir auch vorstellen, ein Jah rnur zu hause zu bleiben und dein Mann nimmt sich auch 4 Monate Elternzeit?

Dann hättet ihr gemeinsam was davon

Du solltest aber auch erst wirklich damit anfangen, wenn du bereit bist.
 
In den ersten Jahren gehört die Mutter zum Kind!


Mein Tochter hat als Erzieherin in einer Kinderkrippe gearbeitet und mußte erleben wie schmerzhaft und tragisch, das für die Kleinen war, in so jungen Jahren schon von Ihrer Mutter abgeschoben zu werden!

Alle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, daß die ersten Jahren die allerwichtigsten für einen Menschen sind und es nie mehr nachgeholt werden kann, wenn den Eltern das Geldverdienen wichtiger ist, als die Kinderbetreuung, zumal wir momentan in einem ungeheueren Wohlstand leben, der so nicht annähernd irgendwann und irgendwo auf der Welt jemals da war!!

Familienfrau zu sein kann einer der erfüllendsten und beglückendsten Berufe sein, wenn man es richtig anpackt und eventuell später, wenn die Kinder größer sind, mit einer Teilzeitbeschäftigung verbindet!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich (w) habe nie den Wunsch verspürt, eigene Kinder zu haben, und zum Glück geht es meinem Partner auch so. Davon abgesehen gab es auch ganz simple Gründe (wie beiderseits immer nur befristete Verträge in alle paar Jahre neuen Firmen), die es immer irgendwie "unpassend" gemacht haben. Als die ersten Kinder im Freundeskreis geboren wurden, habe ich mich nochmal intensiv mit dem Gedanken auseinander gesetzt, ob ich Mutter werden möchte. Es war immer: "Irgendwann vielleicht schon, aber jetzt definitiv noch nicht". So habe ich auch bis Mitte/Ende 30 noch gedacht. Mittlerweile bin ich fast Mitte 40 und habe das Thema für mich abgehakt.

WENN sich Nachwuchs angemeldet hätte (ungeplant), dann wäre es für mich klar gewesen, die erste Zeit beim Kind zu sein. Die sind nur einmal klein, und es hätte mir leid getan, die Kindheit nicht mitzuerleben. Ich hätte meinem Kind die Werte vermitteln wollen, die ich im Leben für richtig halte, und ich hätte es so erziehen wollen, dass aus ihm ein selbständiger und verantwortungsvoller Mensch wird. Und ich hätte es für meine Kinder gewollt, dass sie die erste Zeit mit den Menschen verbringen, die sie zur Welt gebracht haben. Sobald die Schule angefangen hätte, hätte ich in Teilzeit arbeiten wollen, weil nur Hausfrau und Mutter wäre auf Dauer absolut nicht meins gewesen, dafür arbeite ich zu gerne. So ein kleiner Mensch kann aber nichts für seine Entstehung, von daher wäre es für mich okay gewesen, die erste Zeit mich selbst zurückzustellen.

Bei einer ungeplanten Schwangerschaft kann man nur gucken, was man daraus macht. Wenn es aber darum geht, BEWUSST Kinder in die Welt zu setzen, dann sollte man - meiner Meinung nach - auch zu 100% dahinterstehen und bereit sein, sich selbst einige Jahre den Bedürfnissen eines kleinen Menschen hintenanzustellen. Und es ist wichtig, dass in einer Beziehung bei einem so wichtigen Thema beide gleich denken.
 
AW: In den ersten Jahren gehört die Mutter zum Kind!


Mein Tochter hat als Erzieherin in einer Kinderkrippe gearbeitet und mußte erleben wie schmerzhaft und tragisch, daß für die Kleinen war in so jungen Jahren schon von Ihrer Mutter abgeschoben zu werden!

Alle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, daß die ersten Jahren die allerwichtigsten für einen Menschen sind und es nie mehr nachgeholt werden kann, wenn den Eltern das Geldverdienen wichtiger ist, als die Kinderbetreuung, zumal wir momentan in einem ungeheuerem Wohlstand leben, der so nicht annähernd irgendwann und irgendwo auf der Welt ja da war!!

Familienfrau zu sein kann einer der erfüllendsten und beglückendsten Berufe sein, wenn man es richtig anpackt und eventuell später, wenn die Kinder größer sind, mit einer Teilzeitbeschäftigung verbindet!
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Nenn mir doch bitte den Namen der Krippe. Ich würde da sehr gerne mal nachfragen. Ich habe nämlich Gegenteiliges erlebt.
Ach ja, und wie soll eine Familie, die eventuell ein Haus abzahlt etc. gut über die Runden kommen, wenn nach einem Jahr das Elterngeld gestrichen wird? Genau: Denken bevor man schreibt und Familien-Arbeits-Modelle verteufelt.
 
Väter können auch Elternzeit nehmen, allerdings kommt es auf den Chef an.
Hö? Was hat der Chef damit zu tun? Elternzeit muß nicht genehmigt werden. Auch als Mann gilt, man gibt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vorher bescheid, ab wann man in Elternzeit gehen will, und geht dann. So das Gesetz und graue Theorie...

Wir teilen uns das alles tatsächlich. Wir haben Elternzeit gemeinsam genommen, auch wenn ich schon ein paar Monate mehr gemacht habe, klar.
Wir gehen beide arbeiten, aber das Kind wird so in die Betreuung gebracht und wieder abgeholt, daß es nicht übermäßig lange dort sein muß. Meist kommen wir aber viel zu früh. 😀
Und wenn ich tatsächlich mal ein schlechtes Gewissen wegen der Fremdbetreuung habe, dann sehe ich, wie mit anderen Kindern diverse Fähigkeiten wachsen und soziale Kompetenzen erworben werden, das wäre mit Mama alleine zu Hause nie so weit gekommen. Und wenn unser Kind zu dem geplanten Zeitpunkt noch nicht bereit für die Betreuung gewesen wäre, dann wäre es halt noch länger zu Haus geblieben und wir hätten auch das hinbekommen.

Haushalt bleibt hier meistens liegen, wir verbringen die kostbare Freizeit lieber mit dem Nachwuchs. Für die ordinäre Hausarbeit kommt eine Putzfrau.
 

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