Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Transgender mittlerweile eine Mode Erscheinung?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Weil er einen Penis hat.

Weil er einen Penis hat.
Frau weiß doch nicht, dass er sich weiblich fühlt.
Wenn ein Penismensch in eine Umkleide voller Frauen kommt, ist das unangenehm, da halbnackte Penismenschen erfahrungsgemäß gelegentlich dazu tendieren, Frauen zu begaffen.
Steht ja keinem auf die Stirn geschrieben, dass er sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlt.
Ich glaube du missverstehst meine Argumentation. Na klar können sie sich auch belästigt fühlen.
Worauf ich hinaus wollte ist das diese Argumentation in sich nicht schlüssig ist.
Ein Mann kann sich genauso belästigt fühlen wenn eine Frau in die Umkleide kommt.
Es wird sich aber an dem Sterotyp des Mannes aufgehängt um zu rechtfertigen das in letzter Konsequenz BEIDE Geschlechter ihren Geschlechtseintrag nicht standesamtlich ändern lassen können.
Das ist das Transphobe Argument dahinter was ich versuche zu beleuchten.
Es geht gar nicht darum ob es nun eine Transfrau ist, die in eine Frauenumkleide geht oder ein Transmann ist der in eine Mänerumkleide geht sondern darum das Selbstbestimmungsgesetz mit diesem Argument verbieten zu wollen.
 
Es geht gar nicht darum ob es nun eine Transfrau ist, die in eine Frauenumkleide geht oder ein Transmann ist der in eine Mänerumkleide geht sondern darum das Selbstbestimmungsgesetz mit diesem Argument verbieten zu wollen.
Gesetze werden nicht verboten, sondern entweder beschlossen oder nicht beschlossen. So ein Gesetz wie das jetzt geplante sollte man besser nicht beschliessen. Denn dann könnte ja jemand jedes Jahr zum Standesamt rennen und immer wieder seinen Geschlechtseintrag ändern lassen mit der Begründung, man wäre "genderfluid".

Ich würde eine Änderung des Geschlechtseintrages nur zulassen nach vorheriger geschlechtsangleichender Operation. Und diese Operation sollte nur nach intensiver medizinischer Beratung und Begutachtung möglich sein und erst ab einem Mindestalter von 25 Jahren.

Als Geschlechtseintrag würde ich nur Mann und Frau zulassen. Denn das hat die Natur so vorgesehen.
 
Ich würde eine Änderung des Geschlechtseintrages nur zulassen nach vorheriger geschlechtsangleichender Operation. Und diese Operation sollte nur nach intensiver medizinischer Beratung und Begutachtung möglich sein und erst ab einem Mindestalter von 25 Jahren.
Das würde bedeuten - zurück in die Steinzeit.
Das WAR nämlich mal so. Bis 2012.
Dass man steril sein musste um den Personenstand zu ändern.
 
Ok. Falsche Jahresangabe. Bis 2011 war das so. Und bitte lest ihn auch, den Zeit - Artikel.
Das wichtigste daraus:
„Bis 2011 mussten sich trans Personen sterilisieren lassen, um den Geschlechtseintrag zu ändern. Der Staat will sie nun entschädigen.

Bis 2011 mussten sich trans Menschen wie sie in Deutschland sterilisieren lassen, um ihren Geschlechtseintrag ändern lassen zu können. "Dauernd fortpflanzungsunfähig" steht im Transsexuellengesetz (TSG) unter Paragraf 8 als Voraussetzung für eine rechtliche Anerkennung. Auch eine geschlechtsangleichende Operation war bis dahin verpflichtend, mit der "eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts" erreicht werden sollte.

. Das Bundesverfassungsgericht urteilte 2011, dass der OP- und Sterilisationszwang mit dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und auf körperliche Unversehrtheit nicht vereinbar und damit verfassungswidrig seien.
 
Das würde bedeuten - zurück in die Steinzeit.
Das WAR nämlich mal so. Bis 2012.
Dass man steril sein musste um den Personenstand zu ändern.
Von Sterilisation habe ich nichts gesagt. Im übrigen ist es mir neu, dass die Steinzeit bis 2012 dauerte. Aber man lernt ja nie aus.
 
Gesetze werden nicht verboten, sondern entweder beschlossen oder nicht beschlossen. So ein Gesetz wie das jetzt geplante sollte man besser nicht beschliessen. Denn dann könnte ja jemand jedes Jahr zum Standesamt rennen und immer wieder seinen Geschlechtseintrag ändern lassen mit der Begründung, man wäre "genderfluid".

Ich würde eine Änderung des Geschlechtseintrages nur zulassen nach vorheriger geschlechtsangleichender Operation. Und diese Operation sollte nur nach intensiver medizinischer Beratung und Begutachtung möglich sein und erst ab einem Mindestalter von 25 Jahren.

Als Geschlechtseintrag würde ich nur Mann und Frau zulassen. Denn das hat die Natur so vorgesehen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurdest du als homosexueller Mann noch als geisteskrank eingestuft und hattest keine Rechte. Seit 2017 darfst du heiraten und Kinder adoptieren. Das war lange Zeit undenkbar.
 
Ich bekomme durch meine Arbeit gerade einen Fall so am Rand mit von einer jungen Transfrau, Anfang 20. Sie ist in der Forensik. Warum weiß ich nicht genau.

Dort sitzt sie den ganzen Tag allein in ihrer Zelle, Spaziergänge im Hof nur allein, Duschen nur allein, weil ihre Andersartigkeit bringt sie in Gefahr. Sie wird massiv von den anderen Insassen angefeindet, körperlich bedroht.

Ihr Wunsch wäre es, dass sie in die Frauenabteilung kommt, aber da fehlt es an gesetzlichen Voraussetzungen. Es war ihr schon immer klar, dass ihr Körper nicht zu ihrem Geschlecht passt. Hätte sie die Möglichkeit gehabt, früher schon mit der Geschlechtsangleichung zu beginnen, hätte sie das gemacht. Dann wäre sie jetzt nicht in dieser Lage.

Mittlerweile hat sie Suizidversuche hinter sich und jeden Lebenswillen verloren.

Es ist nicht so einfach, dass man sagen könnte, dann setzen wir halt das Alter hoch und damit retten wir alle vor Fehlentscheidungen. Dann zerbrechen im Gegenzug andere Menschen. Wie immer ist es kompliziert, eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird. Und wie immer werden so oder so Menschen an der Entscheidung zugrunde gehen.

Es ist das eine, mit einer Entscheidung zu leben, die man selbst zu verantworten hat. Oder ob man jeder Selbstbestimmung beraubt, rechtlos, ausgeliefert, am System zerbricht. --> Ganz abgesehen davon, dass eben genau das laut Grundgesetz unserem Verständnis von Freiheit widerspricht.

Man kann nicht auf der einen Seite nach mehr Eigenverantwortung schreien, wenn es um die Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft geht, und auf der anderen Seite dann die Rechte dieser Menschen einschränken, weil man ihnen die eigene Weltanschauung aufzwingen will. Wer diesen Spagat hinbekommt, kann es nach meiner Auffassung kaum ernst mit seinem "Hilfsangeboten" meinen. Man hilft Menschen nicht, indem man ihnen ihre Autonomie nimmt.

Retten wir also mehr Menschen, wenn wir die Altersgrenze für OPs nach oben setzen? Ich habe dafür noch keine schlüssigen Argumente gelesen.

Mittlerweile haben zum Glück auch Kinder ein Recht auf Autonomie.

Die VN-Kinderrechtskonvention gilt seit 1992 in Deutschland verbindlich im Rang eines einfachen Bundesgesetzes. Mit der Ratifizierung hat sich die Bundesrepublik dazu verpflichtet, die Rechte von Kindern zu achten, zu schützen und zu fördern. Dabei gelten in Deutschland alle Menschen bis 18 Jahre als Kind. (= Google)

Wir können und dürfen den Kindern gar nicht das Recht auf eine freie Entscheidung nehmen. Wir können sie nur ausreichend begleiten. Aber wir dürfen ihnen nicht ihre Rechte nehmen.

Ich weiß, jetzt kommen obsolete Argumente á la "dann können wir Kindern ja auch gleich erlauben....". Nein, können und müssen wir nicht. Wir vergleichen ja auch Orangen nicht mit Himbeeren.
 
Denn das hat die Natur so vorgesehen.
Das mag Deine Meinung sein und die will und offensichtlich kann dir auch niemand nehmen, aber das ist keine Argumentation, die vor einem Gericht stand hält und da werden eben Gesetze gemacht.

Es sprechen viele Gründe gegen diese Art der Argumentation:
Wir wissen in diesem Fall nicht, was die Natur vorgesehen hat. Oder hat jemand mit ihr persönlich gesprochen?

Wir kümmern uns in anderen Belangen auch nicht darum, was die Natur vorgesehen hat.

Es geht nicht um natürlich oder nicht, sondern um moralisch und ethische Fragen. So wie niemand das Recht hat, mir mein Geschlecht abzusprechen, haben wir auch nicht das Recht anderen ihr Geschlecht abzusprechen. Auch wenn es unsere Fähigkeiten übersteigt, mal um die Ecke zu denken.

Warum sind denn die Selbstbestimmungsrechte durch unsere Verfassung geschützt? Bevor man fordert, dass die Rechte anderer beschnitten werden, sollte man sich mal überlegen, dass damit auch die eigenen Rechte an Wert verlieren. Ich kann nicht einerseits den anderen Rechte verwehren und auf der anderen Seite aber genau die gleichen Rechte für mich selbst einfordern.

Habe ich doch schon gemacht: Die Bezeichnung "gebärende Person" ist eine Beleidigung für alle Mütter.
Das mag Deine persönliche Meinung sein. Gefühlsbasiert. Und nicht sachlich, rational.

Ich kann es nicht nachvollziehen, was Dich daran stört. Ist eine Frau keine Person?

Bestimmt nicht nur ich. Denn es gab ja richtig Ärger dafür.
Das heißt ja nun aber noch nichts, nur dass ein paar Leute Ärger gemacht haben und die den Begriff lieber rausgenommen haben. Letztendlich, um Kunden nicht zu verprellen.
 
Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich kenne zumindest mittlerweile durch ein spezielles Forum viele, viele Eltern, die ihre Kinder auf diesem Weg begleiten,
Oft schon von frühester Kindheit an.
So sollte es auch sein, finde ich.

Ich persönlich sehe mich da jedenfalls nicht in der Verantwortung, für diese Eltern irgendwas zu entscheiden. Wenn es ersichtlich wird, dass die Eltern sich damit überfordert sehen oder diese merken, dass das System nicht funktioniert, ist es ihre Aufgabe im Namen der Kinder auf Änderungen zu bestehen.


Manchmal stellen sich Väter quer, manchmal Grosseltern. Das ist dann ganz schlimm für die Kinder wenn die sich weigern, das gewünschte Pronomen oder den neuen Namen zu verwenden oder Aussehen und Kleidung etc. zu akzeptieren,
Hier greifen nach meinem Empfinden veraltete moralische Gründe. Das erinnert sehr daran, wenn sich ein Mensch innerhalb einer Familie als homosexuell outet und dann ausgestoßen wird. Es erinnert mich auch an indische Frauen und Männer, die aus Liebe außerhalb ihrer Kaste heiraten wollen. Das geht bis zu Morddrohungen. All das sollte für eine Gesellschaft nicht normal sein und gehört abgeschafft.

Hier ist doch die Frage, machen wir es den Betroffenen leichter sich zu outen, wenn wir als Gesellschaft diese Menschen ausgrenzen oder ihnen die Selbstbestimmung absprechen nach dem Motto, die wissen sowieso nicht was sie tun und OPs kann man höchstens ab 25 zulassen. Das schürt nur das Gefühl, es wäre etwas Falsches, denke ich.

Erwachsene werden meines Wissens (hab ne Zeitlang im FtM Forum mitgelesen) leider eher nicht von der Familie begleitet/unterstützt.
Das kostet viel Kraft, dann den eigenen Weg zu gehen. Das ist keine leichte Entscheidung, die man mal aus einer Laune heraus trifft.

Es hat ja einen Grund, dass diese Menschen sich erst im Erwachsenenalter outen und Schritte zur Angleichung unternehmen. Die meisten wissen ja spätestens seit der Pubertät dass ihr Körper nicht zu ihrem Empfinden passt. Aber sie haben dann vielfach die Erfahrung gemacht oder wissen intuitiv dass die Eltern „sowas“ niemals akzeptieren oder gar unterstützen würden.
Das ist sehr traurig. Hier wissen viele, wie schwer es ist, sich von der eigenen Familie zu trennen. Selbst bei schwerem Missbrauch fühlen sich die Menschen ihren Familen verpflichtet.

Es gibt auf jeden Fall regelmässige regionale und überregionale Treffen von Trans*Kindern mit ihren Eltern.
Das ist wichtig für alle Beteiligten. Solche Meetings, denke ich, werden von den Krankenkassen über die Selbsthilfe finanziert/gesponstert.

Es wäre eine Maßnahme, einerseits natürlich die Finanzierung zu sichern (da weiß ich nicht, inwieweit die das bereits gesichert haben) und auf der anderen Seite aber auch den Eltern und ihren Kindern eine Teilnahme niedrigschwellig zu ermöglichen.

Das ist dann nämlich der Ort, an dem man auch über solche Themen sprechen kann, dass es eben Menschen gibt, die die OP bereuen. Hier könnte man gemeinsam nach den Gründen suchen, Forschungen anregen, sich zusammenschließen, um letztendlich einen Weg zu finden, wie man dann auch diesen Menschen helfen kann.

Ein Therapeut der keine Erfahrung auf dem Gebiet Trans* hat wird einen ablehnen.
Das gehört eigentlich auch zum Berufsethos.

Und bevor man davon ausgeht, dass die Therapeuten ihre Klienten negativ beeinflussen udn dazu drängen, auf jeden Fall eine geschlechtsangleichende OP zu machen, bevor man also einen ganzen Berufsstand angreift, sollte man dafür belastbare Quellen und/oder Beweise haben.


Um Hormone oder Op‘s bewilligt zu bekommen muss man engmaschige Psychologische Betreuung nachweisen.
Und 2 unabhängige psychiatrische Gutachten.
Winternacht hat schon sehr gut beschrieben, welchen Weg man gehen muss und wie schwierig das zum Teil ist, wie viel an Willkür man dabei auch ausgesetzt ist. Das ist also keinesfalls ein Spaziergang. Ich denke, man muss schon sehr überzeugt sein, dass man das richtige tut, um diesem Druck wirklich stand zu halten.

Wenn überhaupt würde ich eher sagen, dass man etwas an Druck rausnehmen sollte, denn wie schon angesprochen wurde, wenn man sich immer nur gegen Druck von außen wehren muss, kommt man nicht dazu, nach innen zu schauen und zu überprüfen, was man selbst eigentlich will. Darum ziehen sich Menschen häufig in die Einsamkeit zurück, um eine klare unabhängige Entscheidung treffen zu können. Das ist bei Transmenschen auch nicht anders. Die brauchen Raum, Freiheit, um sich selbst finden zu können.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben