Die Bezeichnung "gebärende Person" ist eine Beleidigung für alle Mütter.
Äh…Nein!
Ich BIN eine Mutter und fühle mich durch den Begriff „gebärende Person“ in keinster Weise beleidigt.
Das war ich doch. Eine gebärende Person.
Ob mönnlich oder weiblich ist mir total wurscht.
Werden viele der Kinder und Jugendliche von den Eltern auf ihrem Weg begleitet? Wie sieht es später bei Erwachsenen aus? Werden die von der Familie begleitet?
Ich kenne zumindest mittlerweile durch ein spezielles Forum viele, viele Eltern, die ihre Kinder auf diesem Weg begleiten,
Oft schon von frühester Kindheit an.
Manchmal stellen sich Väter quer, manchmal Grosseltern. Das ist dann ganz schlimm für die Kinder wenn die sich weigern, das gewünschte Pronomen oder den neuen Namen zu verwenden oder Aussehen und Kleidung etc. zu akzeptieren,
Erwachsene werden meines Wissens (hab ne Zeitlang im FtM Forum mitgelesen) leider eher nicht von der Familie begleitet/unterstützt. Da besteht oft kein Kontakt mehr oder die Beziehung ist sehr destruktiv. Es hat ja einen Grund, dass diese Menschen sich erst im Erwachsenenalter outen und Schritte zur Angleichung unternehmen. Die meisten wissen ja spätestens seit der Pubertät dass ihr Körper nicht zu ihrem Empfinden passt. Aber sie haben dann vielfach die Erfahrung gemacht oder wissen intuitiv dass die Eltern „sowas“ niemals akzeptieren oder gar unterstützen würden.
Gibt es Selbsthilfegruppen für die Eltern/Angehörigen oder sogar psychologische Begleitung? Zahlt die Kasse eine Therapie für Eltern?
Wie laufen solche Aufklärungsgespräche eigentlich ab? Wird mit den Kindern und Jugendlichen gesprochen oder eher mit den Eltern?
Gibt es spezielle Psychologen oder kann man zu jedem Therapeuten gehen?
Es gibt auf jeden Fall regelmässige regionale und überregionale Treffen von Trans*Kindern mit ihren Eltern.
Mein Sohn war aber nie an sowas interessiert und deshalb hatte sich das für mich auch erledigt.
Ein Therapeut der keine Erfahrung auf dem Gebiet Trans* hat wird einen ablehnen. Gottseidank gibt es immer mehr Psychologen/Psychiater mit Trans*erfahrung und regionale Qualitätszentren online wo man alles über Trans* erfährt, auch aktuelles, und auch die jeweiligen Ärzte und sonstigen Fachkräfte in der Region die einem weiterhelfen.
Der Kinderpsych spricht in den ersten Gesprächen mit Kind und begleitendem Elternteil, will auch beide Eltern kennenlernen.
Erst wurden allgemeine Tests gemacht um das Kind einschätzen zu können.
Nach einer Weile gehören die Termine dem Kind, es soll ja auch Dinge ansprechen können die ihm vielleicht im Beisein der Eltern schwerfallen. Zwischendurch gibt es Termine mit den Eltern um z.B. das weitere Vorgehen abzusprechen oder auch mal einen Termin nur für die Eltern, wenn Gesprächsbedarf besteht.
Um Hormone oder Op‘s bewilligt zu bekommen muss man engmaschige Psychologische Betreuung nachweisen.
Und 2 unabhängige psychiatrische Gutachten.