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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

Ich habe nun das zweite Angebot für meine Kellersanierung. Die zweite Firma hat mir eine Paraffininjektion empfohlen.
  1. alten kaputten Putz im Sockelbereich abschlagen
  2. ca. alle 10 cm Löcher bohren und Heizstäbe einsetzen um die Wand durchzutrocknen
  3. Paraffin in die Löcher spritzen
  4. Löcher verschließen und Sockelbereich mit einem Kalkputz verputzen
Für mich als Laie klingt diese Lösung besser, weil sie nicht nur das Problem oberflächlich versiegelt, sondern den Stein selber wasserdicht macht. Nicht zuletzt ist die Paraffinlösung aber auch viel günstiger (1/3 des Preises von der Isotec Idee).

Ich bin mir noch etwas unsicher weil ich Betonhohlblocksteine habe und mir denke: fließt das ganze Paraffin nicht in die Hohlräume? Darauf angesprochen meinte der Mitarbeiter aber, dass dies sogar gut wäre und halt nur mehr Paraffin benötigt würde.
 
Gut, ich haben hier einen andere Sichtweise.

Wann ist das Haus denn gebaut worden ?

Jetzt würde ich das Ausmaß der Ausblühungen auf diese Zeit sehen.
Für mich ist das was ich in dem Bild sehe "normal".

Was soll den wirklich im Mauerwerk passieren.
Es ist halt feucht !

Du nutzt die Räume ja nicht, außer glaube Wäsche waschen in der "Waschküche".

Jouh...
beobachte die nächsten Jahren, wie weit die Feuchtigkeit hochsteigt, ich würde mir ab 70 - 100 cm Höhe anfangen Gedanken zu machen...

Andererseits finde ich auch deinen Erhaltungsgedanken gut, den Bestand zu schützen.

Wobei nach deinen "geschätzten" 50 weiteren Lebensjahren wohl eh' eine Grundsanierung des Hauses anstehen wird 😉
 
So hat das bei mir ausgesehen...

WhatsApp Bild 2025-10-27 um 15.04.17_4ebeded8.jpg

Hier ist in die Ecke fotografiert.
Rechts ist die Wand bis ca, 1,40cm im Erdreich, 1986 vor außen abgedichtet.
Siehe Kellerfenster Bild 3

Links ist die Wand außen durch den Hauseingang überbaut.
(Die Wand jeweils hinter der Schaufel)
Da konnten wir nicht abdichten, da wir sonst den ganzen Hauseingang hätten wegreißen müssen.
Ich weiß nicht, ob man das erkennt, im unteren Bereich drückt sich auch die aufsteigende Feuchtigkeit durch.

WhatsApp Bild 2025-10-31 um 15.06.41_3dcc69e8.jpg



WhatsApp Bild 2025-10-31 um 15.06.41_bd4b1b93.jpg
Im Bild 3 siehst du, wie weit die Außenwand im Erdreich ist.
Auch ist zu erkennen, wie sich die Feuchtigkeit "um die Ecke gezogen hat", da wir damals Außen nur bis zu Ecke abgedichtet haben.

Evtl. ist auch zu erkennen, daß die Feuchtigkeit an der überbauten Außenwand nicht ganz hochsteigt, denn die Feuchtigkeit endet dort, wo das Podest am Hauseingang endet.
Das Podest ist ein etwa 20cm über der Kellerfensterunterkante, liegt als Außen ab ca 1,60 Meter im Freien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mehr zum Thema Keller:

Ich hatte nun das erste Gespräch mit einer Fachfirma (Isotec) zum Thema Kellerdichtigkeit. Isotec schlug mir eine recht aufwändige und teure Sanierung vor, bei der die Kellerwände mit einem "Putzwinkel" nach innen isoliert werden.

Ich habe dies mal anbei mal skizziert.
Dazu muss man wissen, dass mein Haus von 1965 keine durchgehende Bodenplatte hat. Die Wand/Mauer steht auf dem Fundament. Das Fundament selber ist wasserfest. Aber Wasser gelangt zur Wand und durchfeuchtet diese. Meine immer noch funktionierende Horizontalsperre aus Teerpappe verhindert das Aufsteigen der Feuchtigkeit, aber unterhalb der Sperre sind Salzausausblühungen zu erkennen. Das Salz schädigt langsam das Mauerwerk.

Isotec schlägt vor den vorhandenen Putz abzunehmen und, wie ich in gestrichelter Linie eingezeichnet habe, eine mehrschichtigen Schutzputz aufzutragen.

Einerseits scheint mir dies sicher für den Innenraum, andererseits danke ich mir: Hinter dem Putz bleibt die Wand doch feucht! Also rottet nicht der Sandstein hinter dem neuen Putz langsam weiter vor sich hin?

Ich werde mir noch mindestens eine weitere Meinung einholen. Relativ oft höre ich auch von Injektionsverfahren, bei dem eine Art Kunstharz in das Mauerwerk gespritzt wird um es innerlich wasserdicht zu machen. Diese Lösung ist günstiger aber als Laie scheint mir das für das Mauerwerk auch besser, weil dieses nicht nur zur Innenwand hin angedichtet wird. Vielmehr wird die Wand selber damit wasserdicht.

Hat jemand von euch damit Erfahrungen oder mal einen Keller abgedichtet?

Anhang anzeigen 57112
Oh genau das gleiche wie bei uns.
Da ist die Bodnplatte eben auch nicht durchgängig...
Wir haben auch die Probleme mit der Feuchtigkeit.
Uns hat der Bausachverständige allerdings gesagt, das würde sich nicht lohnen da was zu sanieren, bzw wäre das auch nicht wirklich möglich. Insofern bin ich sehr dankbar für deine Ausführungen.
Bin gespannt, ob Du zu einer zielführenderen Lösung kommst als wir, denn ein Haus einfach so vor sich hin rotten zu lassen ist halt auch keine Lösung.
Bevor Du was im Keller machst, solltest Du unbedingt ein paar Radonmessungen machen. Man kann da ein Gerät kaufen oder leihen (wobei es nicht so teuer ist) und dann sollte man zu verschiedenen Wetterlagen Messungen machen. WENN Du ein Radonproblem hast, dann solltest Du das bei der Kellersanierung unbedingt mit berücksichtigen.
Die Gefahr durch Radon wird extrem unterschätzt!
 
Oh genau das gleiche wie bei uns.
Da ist die Bodnplatte eben auch nicht durchgängig...
Wir haben auch die Probleme mit der Feuchtigkeit.
Uns hat der Bausachverständige allerdings gesagt, das würde sich nicht lohnen da was zu sanieren, bzw wäre das auch nicht wirklich möglich. Insofern bin ich sehr dankbar für deine Ausführungen.
Bin gespannt, ob Du zu einer zielführenderen Lösung kommst als wir, denn ein Haus einfach so vor sich hin rotten zu lassen ist halt auch keine Lösung.
Bevor Du was im Keller machst, solltest Du unbedingt ein paar Radonmessungen machen. Man kann da ein Gerät kaufen oder leihen (wobei es nicht so teuer ist) und dann sollte man zu verschiedenen Wetterlagen Messungen machen. WENN Du ein Radonproblem hast, dann solltest Du das bei der Kellersanierung unbedingt mit berücksichtigen.
Die Gefahr durch Radon wird extrem unterschätzt!
Danke für den Tip. Diesbezüglich habe ich keine Sorge bei mir. Der erste Bausachverständige, der vor Ort war hat die Luft auf Schadstoffe geprüft und nichts gefunden. Zudem plane ich langfristig mit dezentralen Entlüftungsanlagen.

Spannend finde ich, wie breit das Spektrum der Erfahrungen/Empfehlungen ist. Manche sagen mir "kein Problem, wir hatten Jahrzehnte Wasser im Keller", andere raten dringend zur Sanierung.

Ich warte jetzt das Angebot für die Injektionslöung ab. Das scheint mir vom Kosten/Nutzen Faktor das beste zu sein, da mein Schadensbild überschaubar ist und es mir primär darum geht die Steine zu schützen und den Schaden erst garnicht größer werden zu lassen.

Das "Putzwinkel" Angebot von Isotec wird mir nach eigener Recherche aber auch Rücksprache mit einem Baugutachter immer suspekter. Wie ich erfahren habe ist Isotec ein Franchise Unternehmen und ich empfang das gesamte Gespräch zwar professionell aber auch mit einem gewissen Verkaufsdruck. Das Isotec Team bei mir vor Ort trägt durchweg sehr exotische polnische/arabische Namen. Während mir die zweite Firma mehrere Lösungen erklärte, kam Isotec sofort und nur auf die teuerste Lösung.
Was mich noch mehr stört: Isotec meinte meine 60 Jahre alte Horizontalsperre in Form der Teerpappe wäre noch gut. Ich sehe aber mit bloßen Auge, dass sie Risse hat und die Feuchtigkeit stellenweise weiter nach oben steigt. Wenn ich jetzt nur den Isotec Putzwinkel davorsetze aber die vorhandene Horizontalsperre aufgibt, dann wandert die Feuchtigkeit einfach nur weiter nach oben in der Wand.
Natürlich habe ich Isotec auch auf die Injektionslösung angesprochen aber die Mitarbeiterin windete sich für mich sichtlich in der Argumentation und kam am Ende nur dem dem Totschlagargument, dass sie das Injektionsverfahren bei meinem "erheblichen Schaden" nicht durch die interne Prüfung kriegen würde.
 

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