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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

Update - Umbenennung zum Tagebuch:
Ich habe den Thread umbenannt in "Tagebuch", da es sich aktuell mehr dazu entwickelt, dass ich den Fortschritt beschreibe. Ändert selbstverständlich nichts daran, dass hier alle hilfreichen Kommentare und Ratschläge willkommen sind 🙂

Update - Entrümpelung:

Nur indirekt mit der Sanierung zu tun, aber jetzt waren meine Entrümpler da. Mir fällt ein Stein vom Herzen, weil insbesondere Keller und Dachgeschoss jetzt endlich entmüllt sind und damit auch möglichen Sanierungsmaßnahmen dieser Müll nicht mehr im Wege steht. Der Typ von der PV Firma stolperte letzte regelrecht auf dem Dachboden umher um mal aus dem Dachfenster schauen zu können ^^
 
Ich habe jetzt 3 Angebote von PV Unternehmen eingeholt.

A) Energieversum:
raus! Preise starten bei 21.000 € und bitte 100% Vorkasse, nein Danke

B) lokaler Elektriker:
  • PV Module: 12 Solyco 480W Full-Black
  • Wechselrichter: SigenStor Energy Controller
  • Speicher: Sigen Batterie 6.0 mit 6,02 kWh
  • sowie alle damit verbundenen Arbeiten zur Schlüsselfertigen Inbetriebnahme
  • Zahlung erst nach Fertigstellung
  • Preis 15.000 €
  • falsch gewünscht für rund 1.000 € Aufpreis: Sigen Energy Gateway Home Pro (nahtlose Umschaltung in den Backupmodus im Falle eines Netzstromausfalles)
C) Phase 3 Solar
  • 12 Aiko Solarmodule 475W Dual Glass Black
  • Wechselrichter und Speicher: Ocean 2 Hybrid mit 6kW (soweit ich verstanden haben ist hier der Wechselrichter direkt auf dem Speicher aufgesteckt)
  • mündlich wurde mir gesagt, dass eine Notstromfunktion enthalten ist, im Angebot lese ich aber "Notstrom-/Ersatzstromfunktion mit passender Backup-Lösung möglich (gegen Aufpreis)"
  • sowie alle damit verbundenen Arbeiten zur Schlüsselfertigen Inbetriebnahme
  • Preis: 14.500 €
Ich habe Phase 3 Solar das Angebot des Elektrikers gezeigt und Phase 3 war entsprechend bemüht den Preis zu unterbieten und mir zu sagen was sie alles besser machen. Phase 3 sagte mir dass Sigen ein neuer Anbieter sei und der Ocean Hybrid der bessere Speicher. Und Phase 3 versuchte mir mit diversen Punkten Angst zu machen, dass andere Anbieter mit die PV Module anliefern lasen würden und ich mich dann um die Lagerung kümmern müsse, bis die Installation erfolgt.

Mein erstes Gefühl war, dass Phase 3 Solar ein besseres Angebot hat aber mein Bauchgefühl sagt mir: lokaler Elektriker, der insgesamt einen professionelleren Eindruck macht und keinen Druck aufbaute. Phase 3 Solar schlug mir sogar vor: Wenn ich den Vertrag direkt unterzeichne, nochmal 500 € nachzulassen....

Ich recherchiere zu den einzelnen Produkten, aber ich erkenne keine großen Unterschiede. Mal 480, mal 475 Watt, mal Marke A mal B. Beide Speicher Anbieter gelten als gut und sind stapelbar/erweiterbar. Ok Sigen hat wohl nur 10 Jahre Garantie, EcoFlow 15. Ich glaube beide Angebote sind ok.
 
Update 27.03.

PV Anlage:
Ich habe mich für nach einigen Rückfragen für den lokalen Elektriker entschieden.
Ausschlaggebend war, dass dieser einen kompetenteren Eindruck zur Installation machte und die anderen Anbieter versuchten sich gegenseitig schlecht zu reden. EON machte mir z.B. damit Angst, dass die Produkte vom Elektriker eine Wartungspflicht hätten, was aber nicht stimmt.

Keller:
Nun war auch ein Baugutachter vor Ort. Insgesamt ist mein Haus in altersentsprechend gutem Zustand. Einziger größerer Punkt ist Feuchtigkeit im Keller. Offenbar drückt das Grundwasser gegen den Keller und an den Sockeln der Kellerwände habe ich Feuchtigkeit und Abplatzungen. Der Baugutachter empfahl mir eine "Horizontalsperre" in die Wände zu bauen, entweder mit Einspritzverfahren oder als Schiene. Ich werde mich diesbezüglich mal an eine Fachfirma wenden. Auch im Rahmen meines Gesamtsanierungsplanes muss ich das beachten damit mögliche Dämmungsmaßnahmen hier nicht das Risiko erhöhen.

Wände:
Hier könnte der Baugutachter mittels Endoskopie eine Luftschicht von geschätzt 4 cm feststellen, womit eine Einblasdämmung vielleicht möglich wäre. Auch das muss natürlich eine Fachfirma final feststellen. Dafür warte ich jetzt aber erstmal auf den Sanierungsplan meines Energieffizienzexperten, in dem u.a. eine Einblasdämmung enthalten ist. Um die Förderungen zu sichern, muss ich die Schritte immer über diesen Sanierungsplan laufen lassen.
 
Mehr zum Thema Keller:

Ich hatte nun das erste Gespräch mit einer Fachfirma (Isotec) zum Thema Kellerdichtigkeit. Isotec schlug mir eine recht aufwändige und teure Sanierung vor, bei der die Kellerwände mit einem "Putzwinkel" nach innen isoliert werden.

Ich habe dies mal anbei mal skizziert.
Dazu muss man wissen, dass mein Haus von 1965 keine durchgehende Bodenplatte hat. Die Wand/Mauer steht auf dem Fundament. Das Fundament selber ist wasserfest. Aber Wasser gelangt zur Wand und durchfeuchtet diese. Meine immer noch funktionierende Horizontalsperre aus Teerpappe verhindert das Aufsteigen der Feuchtigkeit, aber unterhalb der Sperre sind Salzausausblühungen zu erkennen. Das Salz schädigt langsam das Mauerwerk.

Isotec schlägt vor den vorhandenen Putz abzunehmen und, wie ich in gestrichelter Linie eingezeichnet habe, eine mehrschichtigen Schutzputz aufzutragen.

Einerseits scheint mir dies sicher für den Innenraum, andererseits danke ich mir: Hinter dem Putz bleibt die Wand doch feucht! Also rottet nicht der Sandstein hinter dem neuen Putz langsam weiter vor sich hin?

Ich werde mir noch mindestens eine weitere Meinung einholen. Relativ oft höre ich auch von Injektionsverfahren, bei dem eine Art Kunstharz in das Mauerwerk gespritzt wird um es innerlich wasserdicht zu machen. Diese Lösung ist günstiger aber als Laie scheint mir das für das Mauerwerk auch besser, weil dieses nicht nur zur Innenwand hin angedichtet wird. Vielmehr wird die Wand selber damit wasserdicht.

Hat jemand von euch damit Erfahrungen oder mal einen Keller abgedichtet?

Skizze Isotec Lösung.JPG
 
Kommt darauf an in welcher Art und Weise du das wissen möchtest.
Primär möchte ich wissen welche Methodik für meine Kellerabdichtung die bessere ist: Injektionsverfahren oder "Putzwinkel".

Unabhängig vom Preis klingt die Injektionsmethode besser, weil sie den Stein selber schützt, während ein Sanierungsputz darüber zwar die Feuchte ins Haus hinein unterbindet aber der Stein weiterhin nass bleibt.

Mein Ziel ist der dauerhafte Substanzerhalt des Mauerwerkes und dass nicht nur die Salzausblühungen verschwinden sondern das Haus auch noch die nächsten 40 Jahre stehen bleibt.
 
Hinter dem Putz bleibt die Wand doch feucht!
Jepp 🙁
Primär möchte ich wissen welche Methodik für meine Kellerabdichtung die bessere ist: Injektionsverfahren oder "Putzwinkel".
Ich habe dich weiter vorne schon gefragt, in wie weit es möglich ist, den Arbeitsraum um die Kelleraußenwände aufzugraben und die Wände ordentlich, fachlich wieder von Außen abzudichten ?
"Früher" hat man da "gschwind" Bitumenfarbe draufgepinselt, danach mit dem ganzen Bauschutt den Arbeitsraum aufgefüllt und den Schutz gleich wieder zerstört.
(das muß bei dir nicht so gewesen sein)

DAS wäre dann richtig "nachhaltig" 🙂

Wenn, dann würde ich das Injektionsverfahren bevorzugen.
Hier habe ich ein Angebot bei 11x 2,2 Meter bei 9800 €
Die Haltbarkeit wird auf 30 Jahre angesetzt.
(5 Jahre Gewährleistung)

Ich habe mir im DIY verfahren "MEM feuchte Wand" angeschaut.
Primär möchte ich wissen welche Methodik für meine Kellerabdichtung die bessere ist: Injektionsverfahren oder "Putzwinkel".

Unabhängig vom Preis klingt die Injektionsmethode besser, weil sie den Stein selber schützt, während ein Sanierungsputz darüber zwar die Feuchte ins Haus hinein unterbindet aber der Stein weiterhin nass bleibt.

Mein Ziel ist der dauerhafte Substanzerhalt des Mauerwerkes und dass nicht nur die Salzausblühungen verschwinden sondern das Haus auch noch die nächsten 40 Jahre stehen bleibt.
Das ist verständlich.
Wie tief ist der Keller denn im Erdreich drin ?
Dringenden Handlungsbedarf sehe ich, wenn die Feuchtigkeit wirklich unter die Decke aufsteigt.
 
Jepp 🙁

Ich habe dich weiter vorne schon gefragt, in wie weit es möglich ist, den Arbeitsraum um die Kelleraußenwände aufzugraben und die Wände ordentlich, fachlich wieder von Außen abzudichten ?
"Früher" hat man da "gschwind" Bitumenfarbe draufgepinselt, danach mit dem ganzen Bauschutt den Arbeitsraum aufgefüllt und den Schutz gleich wieder zerstört.
(das muß bei dir nicht so gewesen sein)

DAS wäre dann richtig "nachhaltig" 🙂
Die Außenwand meines Hauses ist mit Bitumen gestrichen und laut Baugutachter auch noch in Ordnung. Wasser scheint bei mir ausschließlich im Sockelbereich einzudringen, also nicht von der Seite sondern kapilar von unten. Der Baugutachter sprach von drückendem Grundwasser und auch die Isotec Firma meinte, dies wäre typisch für meine Region. Insofern ist keine Erneuerung der Außenabdichtung notwendig sondern es geht um den Schutz vor unten ^^
Wenn, dann würde ich das Injektionsverfahren bevorzugen.
Hier habe ich ein Angebot bei 11x 2,2 Meter bei 9800 €
Die Haltbarkeit wird auf 30 Jahre angesetzt.
(5 Jahre Gewährleistung)

Ich habe mir im DIY verfahren "MEM feuchte Wand" angeschaut.

Das ist verständlich.
Wie tief ist der Keller denn im Erdreich drin ?
Dringenden Handlungsbedarf sehe ich, wenn die Feuchtigkeit wirklich unter die Decke aufsteigt.
Allzu dringend sehe ich es bei mir nicht, weil die Feuchtigkeit bei mir wie gesagt nur im Sockelbereich vorhanden ist, als so bis 20 cm hoch, ganz vereinzelt auch höher weil sich die Feuchtigkeit über den Putz noch weiter hoch gearbeitet hat. Nur wird der Schaden halt nicht kleiner ^^

Insofern habe auch ich als Laie die Meinung:
  1. Beschädigten Putz entfernen
  2. Mit Injektionsverfahren die Mauer gegen weiter aufsteigende Feuchtigkeit schützen
  3. Und dann mit einem Sanierputz wieder verputzen
 
Der Baugutachter sprach von drückendem Grundwasser und auch die Isotec Firma meinte, dies wäre typisch für meine Region.
Das sind doch mal fachmännische Einschätzungen.
Allzu dringend sehe ich es bei mir nicht, weil die Feuchtigkeit bei mir wie gesagt nur im Sockelbereich vorhanden ist, als so bis 20 cm hoch, ganz vereinzelt auch höher weil sich die Feuchtigkeit über den Putz noch weiter hoch gearbeitet hat. Nur wird der Schaden halt nicht kleiner
Kannst du hier nicht grobe Angaben machen ?
Von welchen Ausmaßen sprechen wir hier:
In einem Raum auf einer länge von 90cm oder an allen Außenwänden auf einer länge von 80% ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind doch mal fachmännische Einschätzungen.

Kannst du hier nicht grobe Angaben machen ?
Von welchen Ausmaßen sprechen wir hier:
In einem Raum auf einer länge von 90cm oder an allen Außenwänden auf einer länge von 80% ?
Die Salzkristallbildung und Abplatzungen am Putz gibt es an allen Kellerwänden, sowohl Außenwände als auch Innenwände. Anbei ein Beispielbild.
Feuchtigkeitsschaden Waschküche.JPG
Wir gehen davon aus, dass der Schaden auch an den Teilen ist, die noch durch Holzvertäfelung oder Kacheln verdeckt sind. Also wirklich ÜBERALL.

Eben weil es auch an Innenwänden ist, sieht die Fachfirma hier klar einen kapilaren Grundwasserdruck und meint es läge nicht an an der Kellerabdichtung zur Außenseite.
Mit meinem einfachen Worte gesagt: Das Wasser kommt von unten, kommt die Wände hoch, das Salz im Wasser kristallisiert aus und der Putz platzt ab.

Meist bleibt es auf der Höhe entsprechen des Bildes, weil darüber noch eine intakte Horizontalsperre liegt, aber teilweise beginnt es auch schon sich über den Putz weiter nach oben zu arbeiten. Die Feuchtigkeit im Sockelbereich ist entsprechend sehr hoch.
 

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