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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

Oh genau das gleiche wie bei uns.
Da ist die Bodnplatte eben auch nicht durchgängig...
Wir haben auch die Probleme mit der Feuchtigkeit.
Uns hat der Bausachverständige allerdings gesagt, das würde sich nicht lohnen da was zu sanieren, bzw wäre das auch nicht wirklich möglich. Insofern bin ich sehr dankbar für deine Ausführungen.
Bin gespannt, ob Du zu einer zielführenderen Lösung kommst als wir, denn ein Haus einfach so vor sich hin rotten zu lassen ist halt auch keine Lösung.
Bevor Du was im Keller machst, solltest Du unbedingt ein paar Radonmessungen machen. Man kann da ein Gerät kaufen oder leihen (wobei es nicht so teuer ist) und dann sollte man zu verschiedenen Wetterlagen Messungen machen. WENN Du ein Radonproblem hast, dann solltest Du das bei der Kellersanierung unbedingt mit berücksichtigen.
Die Gefahr durch Radon wird extrem unterschätzt!
Danke für den Tip. Diesbezüglich habe ich keine Sorge bei mir. Der erste Bausachverständige, der vor Ort war hat die Luft auf Schadstoffe geprüft und nichts gefunden. Zudem plane ich langfristig mit dezentralen Entlüftungsanlagen.

Spannend finde ich, wie breit das Spektrum der Erfahrungen/Empfehlungen ist. Manche sagen mir "kein Problem, wir hatten Jahrzehnte Wasser im Keller", andere raten dringend zur Sanierung.

Ich warte jetzt das Angebot für die Injektionslöung ab. Das scheint mir vom Kosten/Nutzen Faktor das beste zu sein, da mein Schadensbild überschaubar ist und es mir primär darum geht die Steine zu schützen und den Schaden erst garnicht größer werden zu lassen.

Das "Putzwinkel" Angebot von Isotec wird mir nach eigener Recherche aber auch Rücksprache mit einem Baugutachter immer suspekter. Wie ich erfahren habe ist Isotec ein Franchise Unternehmen und ich empfang das gesamte Gespräch zwar professionell aber auch mit einem gewissen Verkaufsdruck. Das Isotec Team bei mir vor Ort trägt durchweg sehr exotische polnische/arabische Namen. Während mir die zweite Firma mehrere Lösungen erklärte, kam Isotec sofort und nur auf die teuerste Lösung.
Was mich noch mehr stört: Isotec meinte meine 60 Jahre alte Horizontalsperre in Form der Teerpappe wäre noch gut. Ich sehe aber mit bloßen Auge, dass sie Risse hat und die Feuchtigkeit stellenweise weiter nach oben steigt. Wenn ich jetzt nur den Isotec Putzwinkel davorsetze aber die vorhandene Horizontalsperre aufgibt, dann wandert die Feuchtigkeit einfach nur weiter nach oben in der Wand.
Natürlich habe ich Isotec auch auf die Injektionslösung angesprochen aber die Mitarbeiterin windete sich für mich sichtlich in der Argumentation und kam am Ende nur dem dem Totschlagargument, dass sie das Injektionsverfahren bei meinem "erheblichen Schaden" nicht durch die interne Prüfung kriegen würde.
 
Wo geht deine Tendenz hin ?
Was wirst du unternehmen ?
Ich habe mich für das Injektionsverfahren entschieden und die Fachfirma bereits beauftragt.

Beide Methoden gelten als gut, aber die Injektionslösung schützt den Stein selber anstatt nur das Wasser im Stein einzusperren. Noch dazu ist die Injektionslösung günstiger und hat eine 10 jährige Garantie.
 
Kannst du den Umfang beschreiben und was es kosten wird ?
Die Arbeiten umfassen:
  • Abschlagung des alten, mit Salz verkrustetem Putz auf Höhe von ca. 30 cm.
  • Entfernung der Holzvertäfelung in zwei Räumen inklusive Entsorgung
  • Bohrung von Löchern im Sockelbereich und Trocknung des Mauerwerkes mit Heizstäben (Dieser Arbeitsschritt wird mehrere Tage dauern, da die Heizstäbe Starkstrom benötigen und wir nur 6-7 Meter auf einmal erhitzen können)
  • Injektion von Paraffin
  • Verputzung
Ich rechne mit 6-8 Werktagen. Der Keller ist wie gesagt relativ groß, weil vollunterkellert. Komplettpreis inklusive Steuern rund 24.000 €. Die Isotec Lösung wäre nochmal rund 12.000 € teurer gewesen.
 
Neues Thema: Gartenzaun 😎

Ich habe noch einen alten Maschendrahtzaun. Zu zwei Seiten stört mich das nicht, weil dort auch eine Hecke steht und ich den Zaun nicht sehe. Aber zur Straßenseite und der Seite der Autoeinfahrt sieht das halt sehr altbacken aus. Ich habe die rostenden Zaunpfähle über die Jahre mehrfach gestrichen aber jetzt soll ein neuer Zaun her.
Nebeneffekte: Wir können dabei auch die Einfahrt leicht verbreitern. Diese ist nämlich sehr eng gebaut und dank einspuriger Straße gibs auch nicht viel Platz zum ausholen mit dem Auto. Auch das alte verrostete Tor darf dann in Rente.

Plan:
  • das Mauerfundament des Zaunes lassen aber darauf einen modernen anthrazit Alu-Zaun pflanzen. Ca. 1 Meter höhe + 20 cm Mauerfundament, so dass es nicht wie eine Festung wirkt und man weiter drüber schauen kann
  • Schiebetor mit der Option es später mit einem Motor nachrüsten zu können.
  • Pfeiler der Einfahrt ca. 50 cm weiter auseinander positionieren damit die Einfahrt erleichtert wird.
  • Preis? Ich warte auf das Angebot
 
Kellersanierung: aktueller Stand

Seit letzter Woche ist jetzt die Sanierungsfirma im Gange.
  • Am ersten Tag wurden die alten Holzpanele entfernt
  • Ab Tag zwei folgt die Bohrung der Löcher und die Verlegung der Heizstäbe in diesen Löchern
  • Über Nacht werden die Heizstäbe erhitzt damit ab Tag drei dann dann in die heißen Löcher das Paraffin injeziert wird.
  • Das ganze wird schrittweise wiederholt, weil pro Nacht nur ca. 10 laufende Wandmeter gleichzeitig erhitzt werden können
  • Anschließend brauche noch einen Elektriker, weil die Elektrik, die bislang hinter den Holzpanelen lag, jetzt offen rumbaumelt. Auch die Steckdosen die bündig mit dem Holz verlegt sind, liegen jetzt offen so dass es sogar ein Risiko ist, weil man "unter" die Dosen an die Kabel greifen könnte
Ich schätze das ganze wird ca. 10 Werktage benötigen, plus Elektriker.

Das Löcher Bohren ist natürlich super nervig und die erste Nacht habe ich unruhig geschlafen wissend, dass da unten Heizstäbe mit 100 Grad und Starkstromanschluss liegen. Zwei Tipps für Alle die das auch mal machen: 1. Gehörschutz und 2. mit Folie den Übergang zum Rest der Wohnung abhängen, denn das Bohren staubt extrem

Wenn alles fertig ist, kommt vermutlich Ende nächsten Monat die PV Anlage.

Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, ob ich in diesem Jahr noch viel mehr machen will. Ich empfinde es anstrengend und natürlich geht mein Urlaub für solche Aktionen drauf.
Der nächste große Baustein wäre Dämmung (Fenster, Fassaden plus Belüftungsanlagen). Die Baustelle wäre aber nochmal größer als "nur" Keller.
 
Update zur Kellersanierung:

In ca. 3 Tagen sollte die Sanierung abgeschlossen werden. Paraffin ist jetzt vollständig injeziert, die nächsten Tage wird nur noch verputzt. In einer Woche kommt dann der Elektriker

Ich muss zugeben, ich hatte es mir vorher weniger schlimm vorgestellt. Klar, einerseits die Handwerker jeden Tag 8 Stunden im Haus haben, aber auch der Krach und der Staub. Zudem auch der Geruch. Das heiße Paraffin riecht auch noch nach Tagen intensiven Lüftens. Ich bin da nicht so empfindlich aber ein Heizstab hatte wohl in einer Nacht das Parafin etwas ankokeln lassen und trotz offenem Fenster konnte ich zwei Etagen drüber in meinem Schlafzimmer vor Geruch kaum schlafen. Das schlimmste ist jetzt aber überstanden, auch wenn ich am Ende natürlich durchs ganze Haus putzen muss, weil der Baustaub sich trotz Folienabtrennung zum Keller überall verbreitet hat.

PV Anlage kommt demnächst.
Einblasdämmung ist in Planung.
 
Weißt du schon wieviel dich die Sanierung am Ende gekostet hat ?
Ich kann dir aus meinem Sanierungsplan einige Positionen auflisten, aber teilweise sind das noch Schätzkosten und ich weiß auch noch nicht ob ich alles machen werde. Es ist das "volle Paket", bei dem ich teils noch prüfen muss ob sich die Positionen rechnen. Einblasdämmung ist z.B. ein No-Brainer, aber auf neue Fenster verzichte ich vielleicht, weil diese sehr lange für die Amortisation benötigen.
----------------Jahr 1 -----------------
  • Planung, Berater, Aufstellung des ISFP: 2.000 € -> erledigt
  • Entrümpelung: 3.000 € -> erledigt
  • Kellersanierung: 25.000 € -> fast fertig
  • PV Anlage: 15.000 € -> kommt demnächst
  • Einblasdämmung: 5.000 € -> in Planung
----------Vermutlich Jahr 2 ----------
  • Neue Fenster: 30.000 €
  • Lüftungsanlagen: 8.000 €
  • Wärmepumpe: 30.000 €
----------Sonstiges ----------
  • Elektrik: 20.000 €
  • Diverse Kleinarbeiten wie Parket abschleifen, Klimaanlage etc.: 5.000 €
  • Malerarbeiten: 10.000 €
  • zuzüglich weiterer Kosten soweit sich diese ergeben. Also z.B. falls für die Wärmepumpe neue Heizkörper sinnvoll sind oder sich weitere notwendige Sanierungsarbeiten ergeben (ich denke z.B. an Abwasserleitungen)
  • abzüglich der Förderungen auf die Positionen (die Wärmepumpe ist z.B. 50% förderfähig, ebenfalls förderfähig sind Dämmungsmaßnahmen)
--------------------------------------
Ich sag mal nach der Förderung vielleicht 130.000 bis 150.000 € wenn ich alles machen lasse. Wie gesagt Tendenz im Moment ist, dass ich Dinge wie Fenster und Elektrik erstmal sein lasse.

Ich möchte auch nicht völlig aus dem Auge verlieren, dass ich vielleicht nicht ewig im Haus lebe. 5-10 Jahre habe ich vor, vielleicht auch 20, aber inzwischen glaube ich dass ich im Alter vielleicht in eine barrierefreie Wohnung will. Eine PV Anlage ist in 10 Jahren ein Verkaufsargument aber sowas wie einen Fenstertausch werde ich beim Verkaufspreis nie rauskriegen.

Insgesamt habe ich nach wie vor Zweifel an vielen Dingen. Bauexperte, Energieeffizienzexperte und Verbraucherzentrale raten mir zwar zu fast allem, aber Kosten/Nutzen muss Sinn machen.
 

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