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psychischer Terror

tulpe

Sehr aktives Mitglied
Hallo Tulpe...

Zahlt denn nicht die KK die Therapie oder wenigstens einen Teil davon? Sie können ja Süchtige nicht einfach so im Regen stehen lassen; viele Süchtige haben ja meist auch finanzielle Probleme...

Soul...

Es war keine Therapie gegen Alkoholabhängigkeit sondern eine Verhaltenstherapie. Mein Freund hat in der Vergangenheit schon desöftern versucht, zu einem Therapeuten zu gehen und hat nur schlechte Erfahrungen gemacht. Die eine hat ihn mit irgendwelchem abhängigmachenden Tabletten zugeknallt, der andere war selbst nicht ganz "dicht".......usw..... D.h. es hat vor zwei Jahre schon lange gedauert, dass ich ihn überzeugen konnte, dass er unbedingt Hilfe in Anspruch nehmen muss. Er hat dann einen Therapeuten gefunden, mit dem er total gut klar kommt und der perfekt zu ihm passt.....leider läuft der nicht über die KK......wie es ja meistens so ist :(
 

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Leoni

Aktives Mitglied
Wenn man danach geht, hätte jeder mindestens einen Grund um an der Flasche oä zuhängen.
Ich denke, daß das Problem darin besteht, daß er einsieht das er Hilfe brauch. Wird schwer werden!
genau deswegen hängen die Menschen ja an der Flasche,weil sie einen Grund oder mehrere dafür verantwortlich machen und deswegen ist auch Hilfe nötig um zu lernen eigenverantwortlich und ohne sich selbst dabei zu schaden Probleme anzugehen.

zu Dir liebe Tulpe:
wenn wir ehrlich mit uns selbst sind,es ist zu verführerich den "in der Situation gebglaubten einfacherern Weg"zu gehen,doch es zieht alles mit sich und letztendlich ist es nur"aufgeschoben".
Manchmal braucht jedoch auch alles einfach seine Zeit und man ist noch nicht wirklich dazu bereit.:)
 

Soul

Sehr aktives Mitglied
War denn das eine Art Heilpraktiker der nich von einer KK anerkannt ist? Im Normalfall ist die KK doch verpflichtet eine Verhaltenstherapie von 45 Stunden zu übernehmen; in besonderen Fällen 60 Stunden. Das ganze kann sogar auf 80 Stunden erstrecken werden und ist zulässig wenn ein Behandlungsziel ausschliesslich mit einer weiteren Verlängerung erreicht werden kann. Die Fortführung muss dann allerdings klar begründet sein.

Der Therapeut wird einen entsprechenden Antrag an die KK weiterleiten wo dann durch die Einschaltung des medizinischen Dienstes der KK entschieden wird.

Ist natürlich doof, wenn man keinen geeigneten Therapeuten trifft, der einem auch menschlich entspricht. Aber es gibt doch bestimmt Listen von Therapeuten oin Eurer Nähe. Vielleicht sollte er einfach weitersuchen und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. :)

Soul...
 

tulpe

Sehr aktives Mitglied
War denn das eine Art Heilpraktiker der nich von einer KK anerkannt ist? Im Normalfall ist die KK doch verpflichtet eine Verhaltenstherapie von 45 Stunden zu übernehmen; in besonderen Fällen 60 Stunden. Das ganze kann sogar auf 80 Stunden erstrecken werden und ist zulässig wenn ein Behandlungsziel ausschliesslich mit einer weiteren Verlängerung erreicht werden kann. Die Fortführung muss dann allerdings klar begründet sein.

Der Therapeut wird einen entsprechenden Antrag an die KK weiterleiten wo dann durch die Einschaltung des medizinischen Dienstes der KK entschieden wird.

Ist natürlich doof, wenn man keinen geeigneten Therapeuten trifft, der einem auch menschlich entspricht. Aber es gibt doch bestimmt Listen von Therapeuten oin Eurer Nähe. Vielleicht sollte er einfach weitersuchen und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. :)

Soul...

Nein, der Therapeut ist kein Heilpraktiker. Er ist ein ganz normaler Therapeut, der jedoch nicht über die gesetzl. KK läuft. Privat Versicherte können dorthin oder halt Leute, die es selbst bezahlen. Sowas gibt es hier oben "in Massen". Die Therapeuten, die die gesetzl. KK finanziert, sind restlos "ausgebucht" und eh völlig überfordert und können einem nicht wirklich helfen :(

Ich merke das selbst bei mir: ich renne immer noch zu meiner Therapeutin "aus alten Zeiten", um mir bei ihr Hilfe zu holen, obwohl sie eigentlich hauptsächlich Sexualtherapeutin ist und für meine heutigen Probleme gar nicht zuständig ist........aber ich find einfach hier oben keinen anderen annehmbaren :(
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo Tulpe,

wenn die Therapeutenlage bei euch so angespannt ist, gibt es erst mal die Möglichkeit bei der Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme der Kosten zu stellen. Wenn ein Hausarzt oder Psychiater die Dringlichkeit der Therapie attestiert, hat man da ganz gute Chancen. Ihr müsst dann nur nachweisen, dass keiner der kassenärztlichen Therapeuten einen Platz hat. Es wäre also genau jetzt der beste Zeitpunkt mit einem Arzt zu reden, da gerade wieder eine akute Krise ansteht und schnell Hilfe benötigt wird.


Außerdem hat dein Freund die Möglichkeit sich an eine Suchtberatungsstelle zu wenden. Es geht ja nicht darum, ob er ein Hardcore-Alkoholiker ist. Zur Suchtberatungsstelle geht man am allerbesten, bevor sich eine Sucht manifestiert. Ich weiß nicht, ob du das anders siehst, aber die Möglichkeit, dass er seinen Alkoholkonsum früher oder später nicht mehr in den Griff bekommt, existiert durchaus.

Die Beratungsstellen haben ganz andere Möglichkeiten euch zu helfen, weil sie zum großen Teil aus anderen Kassen finanziert werden. Die springen auch kurzfristig ein. Jetzt zum Beispiel könnten ihr euch einen Termin dort geben lassen, um einfach über das Vorgefallene zu reden. Das macht ja auch ganz viel mit dir.

Sieh es mal so, "glücklicherweise" rastet dein Freund unter Alkoholeinfluss aus und nicht nur einfach so. Die Suchtberatungsstellen sind in Deutschland nämlich mit am besten ausgestattet. Bessere Hilfe bekommst du nur, wenn du Aids hast. Solange der Alkohol bei seinen Ausrastern eine Rolle spielt, in welcher Weise auch immer, hat er die Möglichkeit richtig gute Hilfe zu bekommen. Es wäre dumm sie nicht anzunehmen. Man muss kein Alkoholiker sein und man muss auch nicht süchtig sein, um dort Hilfe zu bekommen.

Er sollte über seinen Schatten springen und sich die Hilfe holen, die er haben kann und die ihm zusteht.


Meine Meinung.

Edit: Du könntest übrigens auch zur Suchtberatung gehen. Unabhängig von ihm. Der Alkohol bereitet dir - wenn auch nur indirekt durch ihn - Probleme. Und wenn du da erst mal im System bist, findest du auch einen Ansprechpartner für deine akuten Probleme. Und du kannst da auch hingehen, weil deine Katze gestorben ist und du deine Trauer in Alkohol zu ertränken versuchst. In diesem Fall bieten sie dir als Alternative ein paar Gespräche. Das gehört zur Präventionsarbeit.



Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet:

Tyra

Sehr aktives Mitglied
was mir beim Durchlesen so auffiel ist, dass du ständig nach Ausreden für das Verhalten deines Freundes zu suchen scheinst...fängt mit der Alkoholsucht an, die gewiss NICHT der Grund für seinen Psychoterror ist. Grund für den Psychoterror ist grundsätzlich eine Persönlichkeitstörung oder tiefsitzende Asozialität (Gründe dafür wird es viele geben, sind aber alle zweitrangig) die auch sein Suchtverhalten mitbedingt.

Mein gutgemeinter Rat: arbeite du mal an deinem Selbstbewusstsein und selbstwertgefühl, damit du dich mal traust einen fitteren und gesünderen Partner anzulachen. Den jetzigen solltest du verlassen oder aber zumindest von ihm knallharte Beziehungsarbeit in einer gemeinsamen Paartherapie zu leisten in der ihr mal beide eine angemessenere Kommunikation erlernt. Die Frage ist nur: bist du deinem Freund solche Mühen wert?..offenbar ja bisher noch nicht, da er ja nicht einmal Therapien gegen seine Sucht durchgehalten sondern unter Vorwänden abgebrochen hat.

Du machst du dir so unendliche Mühen um diesen Typen..ist er das wirklich wert?..denn was kriegst du dafür zurück? Ich hoffe neben dem Psychoterror auch noch irgend etwas Positives...guten Sex, Zuverlässigkeit, finanzielle Unterstützung, Liebe, Aufmerksamkeit, Zuwendung etc. od.ä....GGf solltest du mal deinen Liebesbegriff checken und aufpassen, dass du nicht Liebe mit Helfersyndrom oder deine Rolle als Partnerin mit der Mutterrolle od.ä. verwechselst. Mich würde echt mal interessieren warum du dir so viel Mühe um den Typen machst...ist der so gut im Bett, sieht der so gut aus wie Brad Pitt...hat also fitte Gene, die dich magisch in den Bann ziehen? Oder ist es eher Bequemlichkeit und irgendein devotes Pflichtbewusstsein ihm ggü, ein Liebesbegriff mit Aufopferungscharakter...oder Mitleid (eine beziehungstötende Basis)? Was genau ist es, dass dich bei dem Typen bleiben läßt?

Tyra
 

tulpe

Sehr aktives Mitglied
was mir beim Durchlesen so auffiel ist, dass du ständig nach Ausreden für das Verhalten deines Freundes zu suchen scheinst...fängt mit der Alkoholsucht an, die gewiss NICHT der Grund für seinen Psychoterror ist. Grund für den Psychoterror ist grundsätzlich eine Persönlichkeitstörung oder tiefsitzende Asozialität (Gründe dafür wird es viele geben, sind aber alle zweitrangig) die auch sein Suchtverhalten mitbedingt.

Mein gutgemeinter Rat: arbeite du mal an deinem Selbstbewusstsein und selbstwertgefühl, damit du dich mal traust einen fitteren und gesünderen Partner anzulachen. Den jetzigen solltest du verlassen oder aber zumindest von ihm knallharte Beziehungsarbeit in einer gemeinsamen Paartherapie zu leisten in der ihr mal beide eine angemessenere Kommunikation erlernt. Die Frage ist nur: bist du deinem Freund solche Mühen wert?..offenbar ja bisher noch nicht, da er ja nicht einmal Therapien gegen seine Sucht durchgehalten sondern unter Vorwänden abgebrochen hat.

Du machst du dir so unendliche Mühen um diesen Typen..ist er das wirklich wert?..denn was kriegst du dafür zurück? Ich hoffe neben dem Psychoterror auch noch irgend etwas Positives...guten Sex, Zuverlässigkeit, finanzielle Unterstützung, Liebe, Aufmerksamkeit, Zuwendung etc. od.ä....GGf solltest du mal deinen Liebesbegriff checken und aufpassen, dass du nicht Liebe mit Helfersyndrom oder deine Rolle als Partnerin mit der Mutterrolle od.ä. verwechselst. Mich würde echt mal interessieren warum du dir so viel Mühe um den Typen machst...ist der so gut im Bett, sieht der so gut aus wie Brad Pitt...hat also fitte Gene, die dich magisch in den Bann ziehen? Oder ist es eher Bequemlichkeit und irgendein devotes Pflichtbewusstsein ihm ggü, ein Liebesbegriff mit Aufopferungscharakter...oder Mitleid (eine beziehungstötende Basis)? Was genau ist es, dass dich bei dem Typen bleiben läßt?

Tyra
Ich mußte gerade echt etwas lachen, als ich das gelesen habe!

Also ersteinmal, mein Freund hat noch nie eine Suchttherapie gemacht, sondern eine Therapie, die sich mit seinen tiefersitzenden Problemen beschäftigt hat. Als Hartz IV-Empfänger ist es wahrlich nicht leicht, jedesmal 50,- EUR bar für eine Stunde Therapie hinzulegen. Er hat es getan, bis es ihm und uns dann besser ging. Jetzt bekommt er zusätzlich Antidepressiva und die Therapie ist erstmal ausgesetzt, weil es finanziell einfach nicht geht. Und ich weiß, wovon ich rede: Ich lebe schließlich mit ihm zusammen!

Ausreden suche ich bestimmt nicht zu seinem Verhalten! Ich habe selbst genug im Leben mitgemacht, um zu wissen, was falsch ist und was aufgrund einer psychischen Störung tolerierbar wäre.

Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl brauche ich auch nicht mehr. Ich weiß selbst, dass ich eine attraktive , intelligente Frau bin, nach der sich so mancher Mann die Finger lecken würde.

So, und warum verlasse ich nun meinen Partner nicht????? Weil es sowas wie Liebe gibt! Weil es sowas wie "gemeinsam Probleme" lösen gibt! Weil man, wenn man immer sofort von allem wegrennen würde, man nur noch "unterwegs" wäre und nie ankommen würde, usw........

Und nein, mein Vorgenanntes soll jetzt keine Ausrede für das Verhalten meines Freundes sein....und nein, ich rede auch nicht alles gut und schön. Mir hat nur die Art Deines Postings nicht gefallen, das mir Sachen erzählt, die einfach so nicht stimmen und die ich auch hier nicht geschrieben habe.

Trotzdem danke für Deine Mühe (m.E. ging sie nur ein kleines bißchen am Thema vorbei).

LG tulpe
 

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