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psychischer Terror

tulpe

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube Dir, dass Du Deinen Mann liebst Tulpe aber lass es nicht soweit kommen, dass Du am Schluss soweit bist, dass Du Dich so weit zurücksteckst, dass Du Dich so verbal erniedrigen lässt, dass Du Deine gesammte Selbstachtung verlierst.

Das wird nicht passieren! Ich hab ihn schließlich schonmal -trotz aller Liebe- vor die Tür gesetzt :(

Ich pass auf mich auf, versprochen! Und: ich verspreche mir, meinem Freund und Euch, dass ich, wenn das nochmal passieren sollte, die Sache wohl oder übel beenden werde :(
 

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G

Gast

Gast
Ich habe lang überlegt, ob ich das Nachfolgende schreibe und in welches Unterforum es überhaupt passt.....ich hoffe, hier ist es richtig.

Der Grund, warum ich mich damals hier angemeldet habe, war der, dass ich Probleme mit meinem Freund hatte, wenn er Alkohol getrunken hat. Eigentlich wollte ich mal meinen Kummer loswerden. Ich hab dann aber so viel Leid hier gefunden, dass ich erstmal nur helfen wollte. Ein Jahr später kannte mein Freund die Seite und ich wollte dann hier nicht mehr über mein Problem schreiben. Mittlerweile ist es mir egal, ob er das hier liest oder nicht.

Fangen wir mal an: Also, mein Freund hat damals fast täglich Alkohol getrunken, und zwar zu viel. Er ist dann jedesmal so ausgerastet und hat mich verbal fertig gemacht (er ist nie handgreiflich geworden, aber seine Worte waren wie einzelne Messerstiche). Man muss dazu sagen, dass er "unter normalen Umständen" ein total liebenswerter Mensch ist. Er tut alles für mich und ist ein total netter und toller Mensch. Aber unter Alkoholeinfluss wird er irgendwie eine andere Person. Erst hatten seine ganze verbalen Aggressionen gar nix mit mir zu tun, deshalb dachte ich anfangs, er sei so was wie schizophren......aber mit der Zeit ging es bei seinen Aggressionen nur noch um und gegen mich. Es war so schlimm, dass ich früher nachts um 3 Uhr aus der Wohnung geflüchtet bin, um nur endlich seinen verletzenden Worten zu entkommen. Am nächsten Morgen hat er sich immer wieder entschuldigt und manchmal auch geweint, aber gebessert hat sich nix!

Es endete damit, dass ich ihn damals (vor eigentlich genau zwei Jahren) rausgeschmissen habe. Ich liebte ihn, aber er hat mich psychisch so fertig gemacht, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Nach dem Rausschmiss hat es bei ihm dann wohl klick gemacht und ich hab ihn unter zwei Bedingungen wieder eine Chance gegeben: kein Alkohol und eine Therapie! Er hat beides angefangen umzusetzen und es wurde von Woche zu Woche und von Monat zu Monat besser. Da ich ja selbst gern Wein trinke, hatte ich dann auch nix mehr dagegen, dass er seine 2-3 Bierchen trinkt, denn er hatte sich immer mehr im Griff................dachte ich.

Seit Pee-Wee gestorben ist, hat es wieder angefangen :(

Gestern Abend war es so schlimm!!!!!! Ich kann gar nicht schreiben, was er alles zu mir gesagt hat: das ging über häßliche, fette Kuh bis frigide Tusse und noch viel schlimmere Sachen. Das Problem ist, ich kann ihn bei diesen Attacken nicht stoppen. Ich antworte auf nix, denn es hat keinen Sinn und würde alles nur noch schlimmer machen. Wenn ich gehe, kommt er hinterher und macht immer weiter. Meine einzige Hoffnung ist dann, dass er irgendwann so betrunken ist, dass er einpennt. Gerade schläft er noch bzw. er tut so: ich weiß, dass er eigentlich wach ist und sich nicht traut aufzustehen, weil er weiß, was er wieder für eine Scheiße abgezogen hat.

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll? Ich liebe diesen Mann, aber diesen psychischen Terror ertrage ich nicht nochmal!

Eigentlich brauche ich auch keine Antwort auf meine Frage, ich kenne sie selbst, aber ich hab im Moment einfach keine Kraft aufgrund meines Schmerzes und der Trauer um Pee-Wee.....ich trinke deshalb ja selbst mehr wie sonst :(

Ich wollte mir das vielleicht alles nur mal von der Seele schreiben....
Hallo,
ich kann Dich gut verstehen, aber mal ganz ehrlich... Du weißt, dass nur eins
hilft. Er ist und bleibt an der Flasche. Er hängt mehr an ihr als an Dir. Das
einzige was helfen könnte - und das muss ganz allein von ihm kommen -
ist eine erneute Therapie und Abstinenz. Du machst Dich kaputt wenn Du weiter mit ihm zusammenbleibst, solange er nicht grundlegend etwas ändert. Du solltest jetzt
nur an Dich denken. Was ist gut für Dich ? Diese Beziehung ist es derzeit nicht.
Und das Du auch mehr als sonst trinkst ebenso wenig. Würde Pee-Wee wollen,
dass Ihr Euch kaputt macht indem Ihr Eure Trauer ertränkt ?
 
C

collie

Gast
Liebe Tulpe.

Aus eigener Erfahrung wünsche ich Dir die Kraft und den Mut die richtige Entscheidung zu treffen.

Gib nicht Dein Leben für seine Sucht.

Mich hat Dein Beitrag sehr bewegt. Ich habe vor ein paar Monaten die Entscheidung getroffen, die Du auch irgendwann treffen musst.

Mir geht es jetzt besser.

Collie
 

Leoni

Aktives Mitglied
Aber ich betone es nochmal: es geht hier nicht um Alkoholismus, sondern um seine Aussetzer. Die einzige Möglichkeit, das zu verhindern ist, dass er keinen Alkohol mehr trinkt und gleichzeitig eine Therapie macht, die an diesen extrem psychischen Problemen, die er hatte und wohl auch immer noch haben muss, arbeitet, so dass sowas nie wieder passiert.

Liebe Tulpe,

kann es sein, das dein Freund ein Problem mit Vergangenheitsbewältigung hat daraus seine "psyschischen Probleme" auftauchen und er dann diese in Alkohol ertränkt aus Angst diesen nicht gewachsen zu sein bzw.den Schmerz auszuhalten diese zu betrachten..und wenn er dann getrunken hat dass da all seine Hemmungen fallen und die Wut/Enttäuschung über sich selbst und/oder seiner Erfahrungen einfach ausgeliefert ist..?

Ich denke es ist ganz wichtig das er eine Therapie macht,evtl. eine Verhaltenstherapie um sich über seine Gefühle bewusst zu werden und diese auch lernen zulassen zu dürfen und für sich anzunehmen.

Was Dich betrifft,Du musst ganz klar für Dich entscheiden unabhängig von deinen Gefühlen ihm gegenüber,wo deine Grenze ist und wenn es erstmals eine räumliche Trennung ist die dir hilft etwas emotionalen Abstand und auch Besserung für Dich,deine Gesundheit schafft.

Ansonsten ist es nur eine erschöpfende Achterbahnfahrt,unter der womöglich auch irgendwann Gefühle füreinander zerbrechen.

Ich wünsche Dir viel Kraft weiterhin auf deinem Weg.:)
 
S

Spiritnull

Gast
Liebe Tulpe,

kann es sein, das dein Freund ein Problem mit Vergangenheitsbewältigung hat daraus seine "psyschischen Probleme" auftauchen und er dann diese in Alkohol ertränkt aus Angst diesen nicht gewachsen zu sein bzw.den Schmerz auszuhalten diese zu betrachten..und wenn er dann getrunken hat dass da all seine Hemmungen fallen und die Wut/Enttäuschung über sich selbst und/oder seiner Erfahrungen einfach ausgeliefert ist..?

Ich denke es ist ganz wichtig das er eine Therapie macht,evtl. eine Verhaltenstherapie um sich über seine Gefühle bewusst zu werden und diese auch lernen zulassen zu dürfen und für sich anzunehmen.
Hört sich so einfach an aber ich vermute mal so leicht wird sich das ihr Freund nicht eingestehen.
Wenn man danach geht, hätte jeder mindestens einen Grund um an der Flasche oä zuhängen.
Ich denke, daß das Problem darin besteht, daß er einsieht das er Hilfe brauch. Wird schwer werden!
 

tulpe

Sehr aktives Mitglied
Hört sich so einfach an aber ich vermute mal so leicht wird sich das ihr Freund nicht eingestehen.
Wenn man danach geht, hätte jeder mindestens einen Grund um an der Flasche oä zuhängen.
Ich denke, daß das Problem darin besteht, daß er einsieht das er Hilfe brauch. Wird schwer werden!

Ist nicht schwer! Er weiß ja, dass er Hilfe braucht. Er hat sie sich ja auch schon einmal geholt....musste aber aus finanziellen Gründen die Therapie beenden.

Doch, doch.....mein Freund weiß schon ganz genau, dass er Probleme hat, er dachte jetzt wahrscheinlich nur, er hätte sie nach seiner "halben" Therapie im Griff..............was wohl ziemlich falsch war!
 

Soul

Sehr aktives Mitglied
Hallo Tulpe...

Zahlt denn nicht die KK die Therapie oder wenigstens einen Teil davon? Sie können ja Süchtige nicht einfach so im Regen stehen lassen; viele Süchtige haben ja meist auch finanzielle Probleme...

Soul...
 

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