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Normale Reaktion einer Vorgesetzten im Krankheitsfall?

Es gibt halt die Rechte, die man als kranke Arbeitnehmerin hat. Man muss wenig und darf viel hierzulande.

Allerdings müssen die Vorgesetzten auch planen und man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man etwas aktiver kommuniziert. Man will doch auch gut zusammenarbeiten, denke ich.
 
Man muss halt kommunizieren. Der Ausflug kann auch schon mal wegen zu wenig Mitarbeitern ausfallen. Ich hätte auch durchaus mal gesagt, mir ist das mit dem Schieben des Rollstuhles zu viel. Wovor hast du Angst?
 
Das mit dem "sich am letzten Tag der Krankmeldung wieder gesundmelden müssen" ist bei mir auch so. Ich bin Hauswirtschaftskraft im ÖD und werde in den Kindergärten dieser Stadt als Springer eingesetzt, aber die Festkräfte in diesen Einrichtungen müssen es auch so machen. Wenn man sich früh für nur den heutigen Tag krankmeldet, muss man sogar am gleichen Tag mittags nochmal anrufen und mitteilen, ob man am nächsten Arbeitstag wieder kann oder weiter krank ist.

Die brauchen das zur Planung, denn schlimmstenfalls bleibt eine Kita-Küche unbesetzt und dann müssten die Erzieher unsere Arbeiten mitmachen. Was das für eine Katastrophe angesichts der Betreuungssituation in diesem Land wäre, kann man sich ja vorstellen. Das Büro muss also so früh wie möglich wissen, wer einsatzbereit ist. Ich hab auch schon mal am Freitag angerufen und eine Prognose für den Montag abgeben. Wüsste nicht, wie man das in so personalkritischen Berufen, wo Arbeit keinen Tag (oft keine Stunde) lang liegenbleiben kann, anders machen sollte.
 
Es gibt halt die Rechte, die man als kranke Arbeitnehmerin hat. Man muss wenig und darf viel hierzulande.

Allerdings müssen die Vorgesetzten auch planen und man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man etwas aktiver kommuniziert. Man will doch auch gut zusammenarbeiten, denke ich.

Ich bin ja auch bereit, aktiv zu kommunizieren. Bei manchen Erkrankungen ist es halt schwierig, schon drei Tage im Voraus einzuschätzen, ob man wieder einsatzbereit sein wird. Hätte ich mich gar nicht gemeldet, hätte mir meine Vorgesetzte das wahrscheinlich auch angekreidet.

Erst am Sonntag war mir bewusst, dass ich mit den Schmerzen am Montag noch nicht arbeitsfähig sein würde. Ich war gestern wieder beim Arzt und wurde bis einschließlich Freitag krankgeschrieben. Er hätte mich auch noch übers Wochenende krankgeschrieben, aber ich habe ihm gesagt, dass ich es Samstag und Sonntag wieder versuchen wolle. Ich bin froh, dass ich mich jetzt noch ein paar Tage schonen und die Beine hochlegen kann.
 
@Pfefferminzdrops

Stimmt, Pflegekräfte werden händeringend gesucht und ich würde sicherlich schnell eine andere Stelle finden. Leider bin ich ein ziemlich unflexibler Mensch und habe große Angst vor Veränderungen. In meinem jetzigen Job werde ich teilweise nicht so wertgeschätzt, weil ich still und langsam bin. Das fällt mir immer wieder auf die Füße. Schon meine Mutter zeterte in meiner Kindheit immer wieder herum, beschimpfte mich als Lahma*sch und sagte, dass ich "keinen Mumm" habe. Ihre Erklärung war immer, dass ich bei der zu spät eingeleiteten Geburt einen gewissen Schaden davongetragen habe. In einem neuen Job müsste ich mich wieder neu beweisen und würde womöglich die Probezeit nicht überstehen.

Es ist sehr schade, dass sich das Verhältnis zu meiner Vorgesetzten so entwickelt hat, dass ich inzwischen eine gewisse Angst vor ihr habe. Bis vor einem Jahr war sie meistens freundlich und locker mir gegenüber, aber wegen meiner Beschwerden über die Kollegin hat sich das Blatt gewendet.
 
Man muss halt kommunizieren. Der Ausflug kann auch schon mal wegen zu wenig Mitarbeitern ausfallen. Ich hätte auch durchaus mal gesagt, mir ist das mit dem Schieben des Rollstuhles zu viel. Wovor hast du Angst?

Ganz ehrlich hätte ich jetzt ein schlechtes Gewissen, wenn der Ausflug wegen mir morgen abgesagt würde. Doch wegen der extremen Hitze in den kommenden Tagen hat sich das eh erledigt - vermute ich.

Ich fand es nicht in Ordnung, dass meine Vorgesetzte sage, dass der Ausflug ausfallen müsse, wenn ich weiter arbeitsunfähig bin. Sie hätte auch sagen können: "Es wäre zwar schade, aber sehen Sie erst mal, dass sie wieder fit werden". Ich habe es so empfunden, dass sie mir ein schlechtes Gewissen machen wollte.

Bei dem Ausflug im letzten Jahr hätte ich am liebsten gesagt, dass mir das Schieben des Rollstuhls mit der übergewichtigen Bewohnerin zu viel wurde. Ich wollte das nicht, weil ich desöfteren den Eindruck hatte, dass mich meine Vorgesetzte als etwas wehleidig wahrnimmt.
 
Ganz ehrlich hätte ich jetzt ein schlechtes Gewissen, wenn der Ausflug wegen mir morgen abgesagt würde. Doch wegen der extremen Hitze in den kommenden Tagen hat sich das eh erledigt - vermute ich.
Krank ist krank und dafür kannst Du nichts. Entweder das Heim findet eine anderweitige Lösung oder der Ausflug wird halt verschoben.
Ich fand es nicht in Ordnung, dass meine Vorgesetzte sage, dass der Ausflug ausfallen müsse, wenn ich weiter arbeitsunfähig bin. Sie hätte auch sagen können: "Es wäre zwar schade, aber sehen Sie erst mal, dass sie wieder fit werden". Ich habe es so empfunden, dass sie mir ein schlechtes Gewissen machen wollte.
Das ist doch Wortklauberei. Die Chefin wollte halt rechtzeitig wissen woran sie ist.
Bei dem Ausflug im letzten Jahr hätte ich am liebsten gesagt, dass mir das Schieben des Rollstuhls mit der übergewichtigen Bewohnerin zu viel wurde. Ich wollte das nicht, weil ich desöfteren den Eindruck hatte, dass mich meine Vorgesetzte als etwas wehleidig wahrnimmt.
Hättest Du doch sagen können. Wenn es nicht geht, geht es nicht.
 
Wieso hast Du Dich über Deine Kollegen beschwert?

Ich habe mich nur über eine bestimmte Kollegin beschwert. Zu Recht. Sie hat sich Sachen rausgenommen, die ich mir niemals rausgenommen hätte. Sie hatte keine Scheu offen zu sagen, dass sie bestimmte Aufgaben nicht machen wolle. Sie betrieb ganz klar Arbeitsverweigerung.

Leider steht meine Vorgesetzte aber auf der Seite dieser Kollegin und schiebt die Probleme immer auf deren Migrationshintergrund.
 

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