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Normale Reaktion einer Vorgesetzten im Krankheitsfall?

Soziale Unterstützung ist aber ein zentrales Element für Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Marika hat Probleme mit mindestens einer direkten Kollegin und der direkten Vorgesetzten. Und Letztere scheint sie das auch spüren zu lassen. Vorgesetzte haben ganz wesentlichen Einfluss auf die Mitarbeitendengesundheit; es ist schlichtweg gesundheitsschädlich, wenn es da tatsächlich andauernd knirscht.
Ich glaube nicht, dass das an der Stelle liegt. Man muss halt auf der Arbeit Ansagen auch mal anders einordnen lernen und nicht alles als Vorwurf sehen.
 
Soziale Unterstützung ist aber ein zentrales Element für Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Marika hat Probleme mit mindestens einer direkten Kollegin und der direkten Vorgesetzten. Und Letztere scheint sie das auch spüren zu lassen. Vorgesetzte haben ganz wesentlichen Einfluss auf die Mitarbeitendengesundheit; es ist schlichtweg gesundheitsschädlich, wenn es da tatsächlich andauernd knirscht.

Ja, natürlich.

Die Situation in Altenheimen ist aber nun mal so, wie sie ist, das fördert kein angenehmes Arbeitsklima.
Was denkst du, warum die Fluktuation da so irre hoch ist?

Marika kann natürlich wechseln, sie findet bestimmt was. Nur ob dort Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, ist fraglich.
 
Ja, natürlich.

Die Situation in Altenheimen ist aber nun mal so, wie sie ist, das fördert kein angenehmes Arbeitsklima.
Was denkst du, warum die Fluktuation da so irre hoch ist?

Marika kann natürlich wechseln, sie findet bestimmt was. Nur ob dort Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, ist fraglich.
Stimmt schon. Andererseits würde sie zumindest von einem schlechten in ein noch unbelastetes Verhältnis zu KollegInnen und Vorgesetzten wechseln. Vielleicht muss man auch akzeptieren, dass man ein bisschen herumprobieren muss bis man ein Umfeld in der Pflege findet, bei dem es passt.
 
@Pfefferminzdrops

Ich habe wirklich Angst vor einer beruflichen Veränderung. Ich könnte zwar in einem Vorstellungsgespräch sagen, dass ich etwas langsam, dafür aber sehr sorgfältig arbeite, aber ob ein potentieller Arbeitgeber dafür Verständnis hätte?

Kollegen, die selbst sehr flink arbeiten, hätten mit Sicherheit kein Verständnis dafür. Ich habe eine Kollegin, die nicht verlangsamt in ihren Bewegungen ist, dafür aber oft trödelt und sich viel und gern mit den Bewohnern unterhält. Ich habe schon oft mitbekommen, dass darüber abgelästert wurde.

Bei der Kollegin, über die ich mich einige Male beschwert habe, handelt es sich auf gar keinen Fall um Ärger, weil sie mutiger ist als ich. Ich finde sie nicht mutig, sondern einfach nur unverschämt. Manchmal habe ich sie gefragt, ob sie die Dokumentation schon erledigt hat, was sie bejahte. Dann sah ich, dass noch alles offen war und sie gar nichts gemacht hatte! Wir haben bestimmte Rituale, wenn ein Bewohner verstorben ist wie eine Gedenkminute halten, einen Spruch ins Kondolenzbuch schreiben, etc. Das verweigert sie dreist und das hat mit Sicherheit nichts mit ihrem Migrationshintergrund zu tun. Mit den anderen Kolleginnen habe ich kein Problem. Wir sind im Großen und Ganzen ein gutes Team.

Ich empfinde es auch so, dass meine Vorgesetzte unterschwellig Druck aufgebaut hat, als sie sagte, dass der Ausflug bei weiterer Arbeitsunfähigkeit von mir abgeblasen werden müsse. Wie ich schon geschrieben habe, hätte ich auch tatsächlich ein schlechtes Gewissen gehabt und war froh, dass der Ausflug wegen der extremen Hitze eh ausfallen würde.

Am Montag habe ich am Telefon gesagt, dass ich bis Freitag krankgeschrieben bin und am Wochenende wieder zum Dienst komme. Dabei bin ich noch übers Wochenende krankgeschrieben! Ich mache das aber weniger für meine Vorgesetzte, sondern für die Bewohnerin, die ich lieb habe. Sie ist sterbenskrank und ich möchte sie noch mal wiedersehen. Gerade bei dieser Hitze kann jeder Tag der letzte sein. Eine Kollegin hat mir geschrieben, dass sie nach mir gefragt hat und sie auf mich wartet.

Ich tue ich mich auch schwer damit, über eine berufliche Veränderung nachzudenken, weil ich unter Druck stehe, mir eine andere Wohnung suchen zu müssen. Damit kommt ja auch noch viel Stress auf mich zu und gleichzeitig hält der Ärger mit den Nachbarn auf meiner Etage an. Jetzt haben sie sich schon wieder eine neue Schikane überlegt.

Irgendwie wächst mir im Moment alles über den Kopf.
 
@Pfefferminzdrops

Ich habe wirklich Angst vor einer beruflichen Veränderung. Ich könnte zwar in einem Vorstellungsgespräch sagen, dass ich etwas langsam, dafür aber sehr sorgfältig arbeite, aber ob ein potentieller Arbeitgeber dafür Verständnis hätte?

Kollegen, die selbst sehr flink arbeiten, hätten mit Sicherheit kein Verständnis dafür. Ich habe eine Kollegin, die nicht verlangsamt in ihren Bewegungen ist, dafür aber oft trödelt und sich viel und gern mit den Bewohnern unterhält. Ich habe schon oft mitbekommen, dass darüber abgelästert wurde.

Bei der Kollegin, über die ich mich einige Male beschwert habe, handelt es sich auf gar keinen Fall um Ärger, weil sie mutiger ist als ich. Ich finde sie nicht mutig, sondern einfach nur unverschämt. Manchmal habe ich sie gefragt, ob sie die Dokumentation schon erledigt hat, was sie bejahte. Dann sah ich, dass noch alles offen war und sie gar nichts gemacht hatte! Wir haben bestimmte Rituale, wenn ein Bewohner verstorben ist wie eine Gedenkminute halten, einen Spruch ins Kondolenzbuch schreiben, etc. Das verweigert sie dreist und das hat mit Sicherheit nichts mit ihrem Migrationshintergrund zu tun. Mit den anderen Kolleginnen habe ich kein Problem. Wir sind im Großen und Ganzen ein gutes Team.

Ich empfinde es auch so, dass meine Vorgesetzte unterschwellig Druck aufgebaut hat, als sie sagte, dass der Ausflug bei weiterer Arbeitsunfähigkeit von mir abgeblasen werden müsse. Wie ich schon geschrieben habe, hätte ich auch tatsächlich ein schlechtes Gewissen gehabt und war froh, dass der Ausflug wegen der extremen Hitze eh ausfallen würde.

Am Montag habe ich am Telefon gesagt, dass ich bis Freitag krankgeschrieben bin und am Wochenende wieder zum Dienst komme. Dabei bin ich noch übers Wochenende krankgeschrieben! Ich mache das aber weniger für meine Vorgesetzte, sondern für die Bewohnerin, die ich lieb habe. Sie ist sterbenskrank und ich möchte sie noch mal wiedersehen. Gerade bei dieser Hitze kann jeder Tag der letzte sein. Eine Kollegin hat mir geschrieben, dass sie nach mir gefragt hat und sie auf mich wartet.

Ich tue ich mich auch schwer damit, über eine berufliche Veränderung nachzudenken, weil ich unter Druck stehe, mir eine andere Wohnung suchen zu müssen. Damit kommt ja auch noch viel Stress auf mich zu und gleichzeitig hält der Ärger mit den Nachbarn auf meiner Etage an. Jetzt haben sie sich schon wieder eine neue Schikane überlegt.

Irgendwie wächst mir im Moment alles über den Kopf.
Ich kann mich immer nur wiederholen. Wenn du krankgeschrieben bist, dann gehst du nicht auf die Arbeit.

Was würde das bringen, wenn du jetzt bei dem ganzen anderen STress mit Wohnung und Tochter dir eine andere Stelle suchst? Du änderst dich doch nicht. Du bleibst empfindsam, nimmst alles sehr ernst bzw. zu dicht an dich ran, beziehst jeden Kommentar als Vorwurf. Dann müsste die andere Stelle aber von herzensguten, geduldigen, stressresistenten Lämmern geleitet werden, die auf gar keinen Fall dich mal kritisieren dürfen.

Arbeite mehr an deinem Selbstvertrauen. Schön ist, wie gut du mit den alten Menschen umgehst und dass die dich vermissen, wenn du mal krank ausfällst. Aber lass dich doch nicht emotional so unter Druck setzen!

Ich weiß nicht, ob du mal dazu bereit bist, Resilienz zu üben und zu lernen. Aber bei deinem Gemüt im Moment wirst du auf keiner Stelle richtig glücklich.
 
Ich empfinde es auch so, dass meine Vorgesetzte unterschwellig Druck aufgebaut hat, als sie sagte, dass der Ausflug bei weiterer Arbeitsunfähigkeit von mir abgeblasen werden müsse. Wie ich schon geschrieben habe, hätte ich auch tatsächlich ein schlechtes Gewissen gehabt und war froh, dass der Ausflug wegen der extremen Hitze eh ausfallen würde.
Sie hat nur erklärt wie es ist und das ist nichts Schlimmes. Du nimmst immer alles so persönlich.
Das ist nicht gut.
Am Montag habe ich am Telefon gesagt, dass ich bis Freitag krankgeschrieben bin und am Wochenende wieder zum Dienst komme. Dabei bin ich noch übers Wochenende krankgeschrieben! Ich mache das aber weniger für meine Vorgesetzte, sondern für die Bewohnerin, die ich lieb habe. Sie ist sterbenskrank und ich möchte sie noch mal wiedersehen. Gerade bei dieser Hitze kann jeder Tag der letzte sein. Eine Kollegin hat mir geschrieben, dass sie nach mir gefragt hat und sie auf mich wartet.
Krank ist krank und es ist auch nicht korrekt bezüglich der Krankmeldung zu lügen.
Du solltest da schon die Wahrheit sagen.
Die Wochenend-AU ist auch wichtig , für eine Folge-AU.
Im übrigen sieht es die Vorgesetzte sowieso über das Lohnprogramm, dass Du länger krankgeschrieben bist, als Du angegeben hast.
Wer soll Dich da noch ernst nehmen?
 
Sie hat nur erklärt wie es ist und das ist nichts Schlimmes. Du nimmst immer alles so persönlich.
Ich frage mich, wie du @kasiopaja dazu kommst, @Marika46 ihre Empfindungen abzusprechen. Normalerweise schätze ich deine Meinung sehr, aber dass du jemandem so vehement seine Gefühle und Selbstwahrnehmung absprichst, habe ich noch nicht erlebt und wundere mich. Wenn du dich nicht in sie hineinversetzen kannst, denkst, es selber anders zu empfinden, ist das doch okay. Aber wenn Marika sagt, dass sie Druck empfunden hat, dann darf man das doch auch akzeptieren. Die Menschen sind nun mal verschieden und Stressempfinden lässt sich nicht auf Knopfdruck ändern. Dass es Sinn machen würde, hier an sich zu arbeiten, sich - wie man im allgemeinen Sprachgebrauch sagt - ein dickeres Fell zuzulegen, ist ja eine andere Sache. Das würde ihr bzw. dir @Marika sicherlich helfen.
 
@Pfefferminzdrops

Wir haben bestimmte Rituale, wenn ein Bewohner verstorben ist wie eine Gedenkminute halten, einen Spruch ins Kondolenzbuch schreiben, etc. Das verweigert sie dreist und das hat mit Sicherheit nichts mit ihrem Migrationshintergrund zu tun.
Stehen diese "Rituale" im Arbeitsertrag also werden auch Neue darauf hingewiesen oder wird das ganz selbstverständlich erwartet?

Ein Kondolenzbuch ist zudem eher etwas sehr privates und vielleicht mag man nicht unbedingt Beileid heucheln wenn man z.b den Bewohner nicht leiden konnte oder so. Oder wenn man ihn eher gleichgültig wahrnahm, fällt einem nichts dazu ein, weil man keinen echten Bezug zur Person hatte also das zu verlangen von einem Mitarbeiter finde ich eher dreist.
 
Ich frage mich, wie du @kasiopaja dazu kommst, @Marika46 ihre Empfindungen abzusprechen. Normalerweise schätze ich deine Meinung sehr, aber dass du jemandem so vehement seine Gefühle und Selbstwahrnehmung absprichst, habe ich noch nicht erlebt und wundere mich. Wenn du dich nicht in sie hineinversetzen kannst, denkst, es selber anders zu empfinden, ist das doch okay. Aber wenn Marika sagt, dass sie Druck empfunden hat, dann darf man das doch auch akzeptieren. Die Menschen sind nun mal verschieden und Stressempfinden lässt sich nicht auf Knopfdruck ändern. Dass es Sinn machen würde, hier an sich zu arbeiten, sich - wie man im allgemeinen Sprachgebrauch sagt - ein dickeres Fell zuzulegen, ist ja eine andere Sache. Das würde ihr bzw. dir @Marika sicherlich helfen.
Das hat nichts mit Empfindungen absprechen zu tun, wenn man darauf hinweist, dass ein bisschen mehr Selbstvertrauen und nicht alles so persönlich zu nehmen, wichtig wäre. Das ist doch ein normales berufliches Verhältnis, wo die Chefin eben den Dienstplan machen muss und dann eben wissen muss, wie lange jemand krank ist.

Und ehrlich: ob man das als "unterschwelligen" Vorwurf nimmt oder als Tatsache, liegt bei jedem selbst.

Man kann seine Empfindungen steuern, oder bei jedem Satz, den man nicht gleich versteht oder missverstehen will, sauer sein und wieder einen persönlichen Angriff der Chefin vermuten.
 

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